Wen würdet ihr denn wählen?

Wen würdet ihr wählen?

  • CDU (CSU seperat - ganz unten!)

    Stimmen: 1 3,2%
  • SPD

    Stimmen: 5 16,1%
  • AfD

    Stimmen: 0 0,0%
  • FDP

    Stimmen: 4 12,9%
  • Linke

    Stimmen: 6 19,4%
  • Bündnis 90/Grüne

    Stimmen: 8 25,8%
  • Freie Wähler

    Stimmen: 2 6,5%
  • Die PARTEI

    Stimmen: 1 3,2%
  • Tierschutzpartei

    Stimmen: 1 3,2%
  • NPD

    Stimmen: 0 0,0%
  • Piraten

    Stimmen: 0 0,0%
  • ÖDP

    Stimmen: 0 0,0%
  • BGE (Bündnis Grundeinkommen)

    Stimmen: 0 0,0%
  • V- Partei³— Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer

    Stimmen: 0 0,0%
  • DM (Deutsche Mitte)

    Stimmen: 0 0,0%
  • DiB (Demokratie in Bewegung)

    Stimmen: 0 0,0%
  • BP (Bayernpartei)

    Stimmen: 0 0,0%
  • AD-D (Allianz Deutscher Demokraten)

    Stimmen: 0 0,0%
  • Tierschutzallianz

    Stimmen: 0 0,0%
  • MLPD

    Stimmen: 0 0,0%
  • Gesundheitsforschung (Partei für Gesundheitsforschung)

    Stimmen: 0 0,0%
  • Menschliche Welt

    Stimmen: 0 0,0%
  • DKP

    Stimmen: 0 0,0%
  • Die Grauen

    Stimmen: 1 3,2%
  • Deutsche Konservative

    Stimmen: 0 0,0%
  • dieBasis

    Stimmen: 0 0,0%
  • III. Weg

    Stimmen: 0 0,0%
  • SSW

    Stimmen: 0 0,0%
  • CSU

    Stimmen: 1 3,2%
  • Sonstige Parteien

    Stimmen: 1 3,2%

  • Umfrageteilnehmer
    31
  • Umfrage geschlossen .

FCK-Schwabe

Well-Known Member
3. Eine stark angestiegene Orientierung der Deutschen in die Ballungsräume
Und da sag ich mal grade heraus... niemand hat imho - auch nicht durch den Staat - das Anrecht darauf in der Stadt zu wohnen. Die Zahl der Wohnungen ist seit 2000! in nahezu allen Bundesländern gestiegen. Aber dem durchschnittlichen Deutschen ist das Wohnen wohl nur in der Stadt zumutbar... und wenn mir das zu teuer ist kann ich immer noch nach dem Staat schreien.

Es gibt sicher kein Recht auf eine tolle Wohnung in der Stadt für alle. Das sehe ich auch so. Und auch immer mehr Wohnungen in Ballungsräumen ist keine Lösung.

Es geht aber vor allem auch um was anderes: Dass am Ende nicht nur Reiche in Städten leben, oder Wohnungen zu Spekulationsobjekten werden.

Beispiel London: Im großen Zentrum wohnt quasi kein Londoner mehr. Und die Wohnungen an der Themse sind gar komplett leer die meiste Zeit, weil Spekulationsobjekt oder 4.Wohnung eines Promis. So gehen Innenstädte kulturell komplett kaputt. Niemand fühlt sich mehr verbunden und verantwortlich mit bzw. für die Stadt. Und das ist ein großes Problem.

Die Wohnungen müssen fair verteilt werden im Sinne der Stadt und der Gesellschaft - nicht nur an den Höchstbietenden. Es gibt auch andere wichtige Werte für eine Stadt. So dass am Ende nicht alle verwurzelten Einwohner weg müssen und auch "normale" Leute noch zur Stadt gehören.

Und um noch einen Begriff rein zu werfen: Vergesellschaftung ist auch eine Lösung, statt Verstaatlichung. Bspw. durch Wohnungsgenossenschaften. Die pflegen dann auch ihre Objekte und die Umgebung, weil sie da wohnen.
 
Zuletzt bearbeitet:

dreispitz

Well-Known Member
Lustig, was hier zu lesen ist: Es gibt keine Knappheit für bezahlbaren Wohnraum in Deutschland. Lächerlich.

Wenn es keine riesige Nachfrage geben würde, dann würde auch nicht gebaut werden. Doof ist nur, dass viele Leute das nicht zahlen können. Übrigens wird hier auf dem Land auch ordentlich gebaut. Allerdings sind das Wohnungen, die unglaublich teuer sind.

Und was die These "Es muss nicht jeder in der Stadt wohnen" angeht: Natürlich nicht, aber sollen jetzt die einkommensschwachen Menschen aufs Land ziehen und auch noch höhere Fahrtkosten in Kauf nehmen, damit sie noch weniger vom Leben haben?

Typische FDP-Arroganz-Denke ...
 

Alb-Teufel

Well-Known Member
Da muss ich dir widersprechen. Die Problematik Wohnen wird oft und gerne als Argument genutzt ist aber nicht mehr als ein Mythos. Es gibt weder eine Wohnungs- oder Wohnraumknappheit in Deutschland noch sind die Preise oder der Markt ein zentrales Problem. Die massiv gestiegenen Preise für Wohnraum betreffen nur die Ballungsgebiete und dafür gibt es 3 fundamentale Gründe die nichts mit der Privatisierung zu tun haben.

...

Freier Markt Bspl: Es bewerben sich 100 Personen auf eine bestimmte Wohnung in Berlin. Es bekommt sie derjenige der den besten Preis anbietet.

Regulierter Markt Bspl.: Der Staat vergibt eine Wohnung bei weiterhin 100 Bewerbern. Dadurch bekommt sie auch nur 1! und die anderen 99 schauen weiterhin in die Röhre... nur kommt hier noch dazu... wer bekommt sie denn? Der mit dem schönsten Gesicht, oder dem schnellsten Bewerbungsschreiben? Aber die Grünen & Co. haben ja auch dafür schon ne Lösung parat. Keine Einfamilienhäuser mehr... *DaumenHoch*


Ich muss dir leider auch komplett widersprechen. Ich möchte dir jetzt nicht unrecht tun, aber es kommt mir so vor, als gäbe es für dich zwischen der "der-freie-markt-regelt-alles"-Ideologie und reinem Marxismus nichts.

Ich sage ja nicht, dass alles verstaatlicht werden sollte. Aber wenn man den freien Markt machen lässt, leben wir in einer Welt die ich nciht will: Gerne dürfen Reiche in Städten ihre Villen haben, aber die Städte gehören trotzdem allen und ich lebe auch lieber an einem durchmischten Ort als wenn jede Schicht unter sich bleibt. Dazu muss der Staat regulierend eingreifen.

Beim freien Markt ist folgender Trend in vielen Städten zu beobachten: Aus einem großen Gebäude mit vielen Wohnungen werden wenige Wohnungen, die teurer sind. Denn im freien Markt ist das lukrativer, damit lässt sich mehr Geld verdienen. Deine Rechnung ist also falsch: Durch den freien Markt kommen also auf 1 Wohnung nicht 100 Bewerber sondern 300 Bewerber, weil es langfristig immer mehr Wohnfläche gibt, auf der aber immer weniger Menschen wohnen (die Wohnfläche pro Person stieg von 1990 mit 35m² auf 2019 mit 47m² [https://www.deutschlandinzahlen.de/.../gebaeude-und-wohnen/wohnflaeche-je-einwohner]). Nun sagst du, man soll halt aufs Land ziehen. 1. Gibt es viele, die an Arbeitsplätze in der Stadt gebunden sind, 2. Gehören die Städte allen und nicht nur den Spitzenverdienern (auch wenn ich es ihnen gönne, wenn sie in der Stadt viel Fläche beanspruchen, das meine ich übrigens ernst). Wir leben doch in einem freien Land, dachte ich. Es kann nicht sein, dass Städte nurnoch für eine bestimmte Schicht bestimmt sind und der Rest soll halt aufs Land ziehen und jeden Tag 2 Stunden in die Stadt pendeln.
Zum beispiel stehen Universitäten nunmal in Städten: Sollen Studierende jetzt jeden Tag 2 Stunden mit einem e-Auto pendeln, denn eine Wohnung mit S-Bahn-Anschluss können sie sich nicht leisten? Oder sind Studierendenwohnheime (die dem Staat gehören, die der freie Markt aber nicht anbieten würde) doch ok? Oder sollen nur Menschen studieren, die sich das leisten können? Das würde der freie Markt nämlich so hinregeln.
 

Pattelinho

Well-Known Member
Ich respektiere deine Einstellung. Wirklich... aber die Theorie mit der größeren Wohnfläche würde nur stimmen wenn Städte in ihrer Größe nicht wachsen würden oder die Anzahl an Wohnungen pro 1000 Einwohner dadurch geringer werden würde. Das ist aber nicht so.

Wohnungsbestand wächst schneller als Bevölkerung​

Analog zur Einwohnerzahl ist auch das Wohnungsangebot im Großraum München stetig angewachsen. So standen 1980 den gut 3,8 Millionen Einwohnern etwa 1,55 Millionen Wohnungen zur Verfügung. Bis 2017 sind knapp 845.000 Wohnungen für eine Million zusätzliche Einwohner hinzugekommen. Damit ist der Wohnungsbestand mit 54 Prozent umfangreicher gestiegen als die Bevölkerung(+28 Prozent). Quelle: (https://www.pv-muenchen.de)

Aber an Dreispitz Post zeigt ich überdeutlich was ich damit meinte das diese Diskussionen anstrengend und wenig zielführend sind... mir ist meine Zeit zu schade um mich hier blöd anmachen zu lassen. Ich habe zwar noch nie FDP gewählt aber weil ich valide Punkte anspreche über deren Richtigkeit quasi uneingeschränkte Einigkeit besteht (dürft ihr auch gerne selbst recherchieren) bin ich direkt ein typischer-arroganter-FDPler. Ok... dann ist es so. Aus dieser Diskussion bin ich raus...
 

dreispitz

Well-Known Member
weil ich valide Punkte anspreche über deren Richtigkeit quasi uneingeschränkte Einigkeit besteht
Und bleibt dann den Nachweis schuldig. Wenn es konkret wird, ist auf einmal die Zeit zu schade. LOL

Aber ich nehme zur Kenntnis Pattelinho ist kein FDP-Wähler, er argumentiert halt nur wie einer.

Nun denn, der Markt regelt das ...
 

Ruhrpottteufel

Well-Known Member
Wenn man in der Stadt halt weniger Platz zum bauen hat, muss man halt wieder schöne Hochhäuser bauen.......
Leider ist die Landflucht halt auch ein Problem. Die älteren Generationen bleiben in ihren Dörfern und die meisten der jüngeren Generationen zieht es halt in die Stadt da es dort "hipp" ist.
Und in den Dörfern bricht somit alles weg. Kein Hausärzte in manchen Orten mehr weil man halt auf dem Land nix verdienen kann. Die kleinen Geschäfte brechen weg ,weil kaum noch einer vor Ort einkauft usw.
Man muss sich halt manchmal auch überlegen was für einen sinnvoller ist. Mit einem kleinen Gehalt in einer Besenkammer in der Stadt zu leben oder halt mehr Zeit aufwenden für die Fahrt zum Arbeitsplatz. Das muss aber jeder für sich entscheiden.
Persönlich habe ich keine Lust mehr auf Großstadt da hat mir Shanghai und Changchun den Zahn gezogen. Ich geniesse es in einer Kleinstadt zu leben wo ich meine Ruhe habe. Aber ich bin halt jetzt auch etwas älter und brauche den ganzen Trubel nimmer.
 

Lancelot

Well-Known Member
Man könnte stattdessen weiterhin oldschool nen Passwort benutzen, den lokalen Einzelhandel unterstützen, in die Apotheke an der Ecke gehen, sich persönlich mit seinen Freunden treffen und ne sichere, anonyme Suchmaschine benutzen. Ist aber halt manchem einfach zu anstrengend. :sunglasses:
Guter Beitrag! Und der sorglose Umgang einiger mit den eigenen Daten rechtfertig eben nicht, dass nun alle gezwungen werden, dem Staat ihren Abdruck zu geben. Insbesondere da der Perso ja für den innereuropäischen Raum gedacht ist - für den Fingerabdruck gibt es den Reisepass, weil andere Staaten diesen eben verlangen. Mit diesen sollten wir Europäer uns sicher aber nicht auf eine Stufe stellen.

Naja, es sind ja auch schon rechtliche Schritte angekündigt worden. Kann man nur unterstützen.
 

Ruhrpottteufel

Well-Known Member
Du kommstaber auch mit dem Perso in einige Nicht EU Länder.und vielleicht möchten diese auch einen Fingerabdruck. Ich meine für die Türkei reicht nur der Perso.
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Aber an Dreispitz Post zeigt ich überdeutlich was ich damit meinte das diese Diskussionen anstrengend und wenig zielführend sind... mir ist meine Zeit zu schade um mich hier blöd anmachen zu lassen. Ich habe zwar noch nie FDP gewählt aber weil ich valide Punkte anspreche über deren Richtigkeit quasi uneingeschränkte Einigkeit besteht (dürft ihr auch gerne selbst recherchieren) bin ich direkt ein typischer-arroganter-FDPler. Ok... dann ist es so. Aus dieser Diskussion bin ich raus...
Och, einfach drüber weggehen. Ich hab's schon mal geschafft, dass er meine Posts komplett ignoriert hat :grinning: . Das war fast erfrischend wie 2-Wochen Wellness-Urlaub.

Ich glaube, der Großteil der Wähler hat nicht nur von der Welt und der herrschenden Realität, sondern auch von sich selbst ein total falsches Bild.
Die meisten zählen sich nicht zu "den Reichen" und fordern eher Dinge "für den kleinen Mann". Mit dem kleinen Mann identifizieren sich die meisten, obwohl sie selbst dann in der Realität -und damit meine ich die politische Realität- gar nicht dazu gehören.
Viele Hilfestellungen hängen nämlich vom eigenen Einkommen ab. Man wählt jemanden der sagt "wir wollen kleine Einkommen entlasten" und wundert sich dann, dass man sich zwar selbst dazu gerechnet hatte, aber dann doch über einer Einkommensgrenze liegt. Dasselbe passiert am anderen Ende. Auch Gutverdiener sind immer gleich dabei, wenn es darum geht, "den Reichen" mal endlich richtige Steuern abzuknöpfen. Die Verwunderung ist dann immer groß, wenn man plötzlich selbst dazugezählt wird. Bspw. wenn man als Handwerker als altersvorsorge ein Mietshaus über dem Ladengeschäft gebaut hat, und dann mit den bösen Mietkonzernen in Sippenhaft genommen wird.

Die Wähler sind da immer ein wenig schizophren. Reden über "andere" und realisieren gar nicht dass die dazugehören zum einen, oder solidarisieren sich mit Gruppen, von denen sie denken, sie gehören dazu, obwohl sie es gar nicht tun.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Viele Hilfestellungen hängen nämlich vom eigenen Einkommen ab.

Wobei das Einkommen nur ein Faktor bei der Frage ist, ob man zur Oberschicht/ Mittelschicht gehört...und gar nicht unbedingt der wichtigste Faktor.

Besitz (auch Erbschaft) und Bildung sind langfristig viel wichtigere Faktoren. Jemand der ganz ordentlich verdient, aber im Beruf den Anschluss in der Digitalisierung verliert und keine Wohnung besitzt - läuft eben Gefahr aus seiner Wohnung und seiner Stadt irgendwann raus zu müssen (und auch ein Gutverdiener kann sich ja grad kaum eine Wohnung leisten, wenn in der Familie nichts angespart ist!). Der hat keine Grundsicherung, wenn der Staat keine bietet. Und diesen drohenden Abstieg spüren die Leute, v.a. in der Mittelschicht, auch wenn sie noch ordentlich verdienen. (Ob sie daraus bei der Wahl die richtigen Schlüsse ziehen, ist eine anderes Thema...)
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Wobei das Einkommen nur ein Faktor bei der Frage ist, ob man zur Oberschicht/ Mittelschicht gehört...und gar nicht unbedingt der wichtigste Faktor.

Besitz (auch Erbschaft) und Bildung sind langfristig viel wichtigere Faktoren. Jemand der ganz ordentlich verdient, aber im Beruf den Anschluss in der Digitalisierung verliert und keine Wohnung besitzt - läuft eben Gefahr aus seiner Wohnung und seiner Stadt irgendwann raus zu müssen (und auch ein Gutverdiener kann sich ja grad kaum eine Wohnung leisten, wenn in der Familie nichts angespart ist!). Der hat keine Grundsicherung, wenn der Staat keine bietet. Und diesen drohenden Abstieg spüren die Leute, v.a. in der Mittelschicht, auch wenn sie noch ordentlich verdienen. (Ob sie daraus bei der Wahl die richtigen Schlüsse ziehen, ist eine anderes Thema...)
Es ist halt auch immer eine Frage der Perspektive - wenn auch der gefühlten, die von der Realität abweichen kann.

Bspw. hab ich grad eine Alte Frau kennengelernt. Die wohnt zur Miete in einer 90qm zu rund 7€/qm - in München-Stadt!
Nun hätte sie gern die Wohnung renoviert vom Vermieter und zwar nach ihren Wünschen. Die Miete soll er bloß nicht anpassen oder erhöhen, das könne sich ne alte Frau nicht leisten. Wie sich der Vermieter das mit der Miete bei den aktuellen Handwerkerkosten leisten soll, interessiert nicht - der is ja per Definition wohlhabend mit der Wohnung, egal ob finanziert oder nicht.

Klingt alles ganz genau nach dem oft bemühten Narrativ vom armen Mieter und dem geizigen Vermieter. Nur mit dem Schönheitsfehler, dass die gute Frau selbst 2 Eigentumswohnungen 2 Straßen weiter besitzt. Aus ihrer Sicht ist sie trotzdem arm und die Mieten sind der Wahnsinn.

Von dem "Künstler" der Luxusmordernisierungen und Mietenwucher rief und dann rauskam, dass er seine 5,60€/qm Wohnung Zimmerweise für 22€/qm an Studenten untervermietete, will ich gar nicht anfangen.

Alle haben das Gefühl zu den Kleinen und somit Gerechten zu gehören.

Alle haben Angst vor Monstermieten. Nur wann sind sie denn mit denen konfrontiert? Nur bei Umzug. Denn wenn man in einer Wohnung drin ist und es noch dazu in einer angespannten Mietmarktlage ist, dann ist es relativ schwer jemanden rauszusetzten oder die Miete ohne Probleme massiv hochzusetzen. So einfach ist das gar nicht, wie es immer erzählt wird.
 

wueterich

Well-Known Member
Leider gibt es diese Partei nicht, die man für die Zukunft wählen kann, es braucht ein bißchen aus allen 4 demokratischen Parteien

Dringend Änderungen wegen dem Klima ist klar aber dafür braucht es Innovationen und ganz neue Branchen, die wir jetzt noch gar nicht auf der Pfanne haben, also müssen wir den klugen Köpfen der Welt eine Basis bieten, so wie die USA es seit Jahrzehnten gemacht hat und noch macht.
Denn wie ich schon schrieb, wir brauchen
neuartige Batterieen die 1. nicht so explosiv und kaum löschbar sind, aber dennoch eine hohe Lebensdauer und Speicherkapazität haben ( meine Idee, dass LKWs wie früher die Milch-LKWs zu den Standorten fahren, die Batterieen abholen, sie in die Ortschafften an die Anschlussstelle bringen, so würde die Natur nicht zu stark in Anspruch genommen.

desweiteren müssen wir umstrukturieen, denn wir werden in nicht allzuferner Zeit soweit sein, dass Maschinen ein großen Teil der einfachen und normalen Tätigkeiten übernehmen können.
Aber es wird keine 20 Mio neue Jobs geben also wird es eine Besteuerung von Maschinen geben müssen, die Menschen ersetzen, damit wir nicht zu einem Land werden wo es nur noch Reich oder Arm gibt. Allerdings sind in den letzten 20 Jahren Mio Jobs weggefallen, die nicht unbedingt durch Maschinen besetzt werden können, diese könnten dann subventioniert werden, z.B. gab es Früher einen Sparkassen/Bankbus, der 2 Mal in der Woche in die Dörfer kam wo es keine Bank gab, aber man hatte eine Ansprechperson, genauso wie einen Tante-Emmaladen oder einen mobilen-Tante Emmaladen, der 2 Mal in jedem Dorf Halt macht ( mittlerweile gründen sich Bürgergenossenschaften in Dörfern, die einen Tante-Emmaladen betreiben). Denn wir dürfen abgehängte Dörfer nicht weiter abhängen

Unser Komplettes Schulsystem muss neu überdacht werden, denn durch das Internet sind die Voraussetzungen völlig anders als sie es davor waren. Vor 40 Jahren musste man eigenes Wissen anhäufen und konnte damit seinen Werdegang bestimmen, mittlerweile ist ein großer Teil dieses eigenen Wissens nicht mehr nötig weil man in 1 Sek dieses Wissen aus dem Internet bekommt.
Also müssen andere Dinge Vermittelt werden bzw. einige Fächer müssen verändert werden ( bsw. Mathe ( mein Lieblingsfach und heute noch ein Steckenpferd von mir) dort müssen die Grundrechenartenauch heute noch sitzen und dann sollte der Dreisatz hohe Priorität haben, denn es läßt sich fast Alles an normalen mathematischen Stellungen im Alltag über den Dreisatz lösen.
Geht bei andere Fächern weiter, ganz weit oben sollte ein Fach mit Toleranz stehen aber auch ein Fach mit Selbstbewußtsein fürs eigene Land ( wo klar gemacht wird, was überhaupt nicht geht aber was durchaus auch ok ist.

Ausserdem müssen Deutsche Global Player, die in einer Umstrukturierung stecken unterstützt werden allerdings mit glasklaren Forderungen, wo etwas zurückverlangt wird

Ich traue den Grünen Umweltschutz zu aber keine Wirtschaftskompetenz
Ich traue Teilen der SPD eine angemessene Sozialkompetenz zu, aber den Anderen Teilen nicht weil zu sehr drunter oder auch drüber
Ich traue der CDU in Teilen Wirtschaftskompetenz zu und sogar Kompetenz bei den Jungen Leuten was Umwelt betrifft
Ich traue der FDP zu Innovationen zu fördern und die Wirtschaft entsprechend zu stärken aber da braucht es eine Instanz damit es keinen Freifahrtschein gibt.

AFD und LINKE sind nach wie vor keine wählbaren Parteien sondern beides Parteien die Radikal sind weil sie keine Abgrenzungen nach Links bzw. Rechts haben
 
Zuletzt bearbeitet:

Lenfer

Well-Known Member
wueterich schrieb:
Unser Komplettes Schulsystem muss neu überdacht werden, denn durch das Internet sind die Voraussetzungen völlig anders als sie es davor waren. Vor 40 Jahren musste man eigenes Wissen anhäufen und konnte damit seinen Werdegang bestimmen, mittlerweile ist ein großer Teil dieses eigenen Wissens nicht mehr nötig weil man in 1 Sek dieses Wissen aus dem Internet bekommt.
Ich stimme zwar zu, daß es Veränderung/Anpassung braucht, aber beim Weglassen von bisher vermittelten schulischen Ausbildungsinhalten sollte man sehr vorsichtig sein.

wueterich schrieb:
ganz weit oben sollte ein Fach mit Toleranz stehen aber auch ein Fach mit Selbstbewußtsein fürs eigene Land ( wo klar gemacht wird, was überhaupt nicht geht aber was durchaus auch ok ist.
Also quasi eine moderne, angepasste Form von Sozialkunde? - Bei mir würde ganz oben ein neues Fach "Ökologie und Ernährung" stehen. Spätestens (allerspätestens!) ab der 5. Klasse und zwar als Pflichtfach durchgehend bis zum Schulabgang! Ich glaube, daß das diesem Land langfristig einen Riesengewinn bringen würde, nicht nur im Umweltschutz, sondern auch in der Wirtschaft und den Gesundheitssystemen. Außerdem würde ich noch eine Pflichtveranstaltung einführen, die den Schülern zu Beginn jedes Halbjahres (nur ein oder zwei Stunden) die Zusammenhänge der verschiedenen Fächer altersgerecht vor Augen führt und warum diese wichtig sind!

wueterich schrieb:
Ich traue den Grünen Umweltschutz zu aber keine Wirtschaftskompetenz
Ich traue Teilen der SPD eine angemessene Sozialkompetenz zu, aber den Anderen Teilen nicht weil zu sehr drunter oder auch drüber
Ich traue der CDU in Teilen Wirtschaftskompetenz zu und sogar Kompetenz bei den Jungen Leuten was Umwelt betrifft
Ich traue der FDP zu Innovationen zu fördern und die Wirtschaft entsprechend zu stärken aber da braucht es eine Instanz damit es keinen Freifahrtschein gibt.
Sorry, aber das klingt wirklich extremst vereinfacht. Mal ganz abgesehen davon, daß nicht eine Partei alleine regiert (ganz zu schweigen von einer einzelnen Person), sondern eine Koalition, in der bestimmte Ministerien sicherlich auch entsprechend der Expertise vergeben werden.
 

Alb-Teufel

Well-Known Member
Es ist halt auch immer eine Frage der Perspektive - wenn auch der gefühlten, die von der Realität abweichen kann.

Bspw. hab ich grad eine Alte Frau kennengelernt. Die wohnt zur Miete in einer 90qm zu rund 7€/qm - in München-Stadt!
Nun hätte sie gern die Wohnung renoviert vom Vermieter und zwar nach ihren Wünschen. Die Miete soll er bloß nicht anpassen oder erhöhen, das könne sich ne alte Frau nicht leisten. Wie sich der Vermieter das mit der Miete bei den aktuellen Handwerkerkosten leisten soll, interessiert nicht - der is ja per Definition wohlhabend mit der Wohnung, egal ob finanziert oder nicht.

Klingt alles ganz genau nach dem oft bemühten Narrativ vom armen Mieter und dem geizigen Vermieter. Nur mit dem Schönheitsfehler, dass die gute Frau selbst 2 Eigentumswohnungen 2 Straßen weiter besitzt. Aus ihrer Sicht ist sie trotzdem arm und die Mieten sind der Wahnsinn.

Von dem "Künstler" der Luxusmordernisierungen und Mietenwucher rief und dann rauskam, dass er seine 5,60€/qm Wohnung Zimmerweise für 22€/qm an Studenten untervermietete, will ich gar nicht anfangen.

Alle haben das Gefühl zu den Kleinen und somit Gerechten zu gehören.

Alle haben Angst vor Monstermieten. Nur wann sind sie denn mit denen konfrontiert? Nur bei Umzug. Denn wenn man in einer Wohnung drin ist und es noch dazu in einer angespannten Mietmarktlage ist, dann ist es relativ schwer jemanden rauszusetzten oder die Miete ohne Probleme massiv hochzusetzen. So einfach ist das gar nicht, wie es immer erzählt wird.
Beim Mieten und Vermieten gibt es definitv beide Seiten. Ich kenne auch genügend Stories, wo sich Erben und Vermieter einer Mietsache nichtmal die Mühe machen, wenigstens die Mietsache instandzuhalten. In diesem Fall frage ich mich schon, wo die Gegenleistung des "Unternehmertums" (in diesem Fall ein Erbe, aber den Streit hatten wir ja schon) bei der Sache ist. Aber klar, wo Menschen sind, gibt es immer "bessere" und "schlecherter", egal ob Mieter oder Vermieter.

Klar sind Mieterhöhungen oft angemessen und zumutbar, darüber müssen wir nicht diskutieren.

Aber man kann ja schon darüber diskutieren, in welcher Welt man leben will. Was mich einfach wundert, ist, dass häufig komplett ignoriert wird, dass es auch soziale und psychologische Faktoren gibt; mit Geld und Besitz lässt sich die Realität auch nicht vollständig erklären. Klar kann man sagen, die sollen sich zusammenreißen, die haben doch genug Einkommen und haben doch ne Wohnung. Aber als Wissenschaftler sage ich dann, diese Theorie erklärt die Realität nur ungenau. Gehören Ängste und Sorgen der Realität an? Ich würde sagen als psychische Entitäten ja. Ziehen diejenigen, die Angst haben, oft die falschen Schlüsse? Definitiv auch oft ja! Typisches Beispiel: Einwanderer nehmen niemandem die Arbeitsplätze weg - im Gegenteil, sie sichern eher unsere Rente, wenn man den demografischen Wandel in Deutschland betrachtet. Trotzdem: Wenn Menschen den sozialen Abstieg befürchten, dann muss man das dorch ernst nehmen. Und wenn man Menschen, die ihr ganzes Leben in einer Stadt wohnen und dort ihre Heimat haben, sagt, sie sollen halt aufs Land ziehen, da kann man doch auch leben, dann muss ich entgegenen, dass das eben nicht alles ist (abgesehen davon, dass es für viele arbeitstechnisch garnicht möglich ist; in viele Haushalten arbeiten heutzutage 2 Personen, und ein Kompromiss ist auf dem Land oft nicht möglich). Soziale Eingebundenheit, Heimatgefühl, das alles sind relevante Faktoren für unser Wohlbefinden, auch das gehört zu den Grundbedürfnissen eines Menschen. Zumal wir nunmal in einer Welt leben, in der viele Menschen von ihrer Arbeit und eben auch oft von ihrer Wohnung entfremdet sind (ich kenne z.B. meinen Vermieter garnicht, habe keinen persönlichen Kontakt. Ohne das zu werten, vielleicht muss es so sein, aber es entfremdet eben). Es ist also zu komplex um einerseits zu sagen, alles enteignen und andereseits zu sagen, der freie Markt richtet es schon. Ideologien helfen uns nicht weiter, man muss die Komplexität annehmen und Politik bedeutet, den besten Weg zu finden. Würde die Politik z.B. durch eine bessere Infrastruktur das Landleben attraktiver machen oder bessere Pendelangebote mit dem ÖPNV in die Städte etablieren, kenne ich viele, die gerne aufs Land ziehen, für die es aber nicht möglich ist, weil dort derzeit nicht beide Partner eine Arbeit finden. Das ist Aufgabe der Politik. Und, das ist meine persönliche Meinung, sollte die Politik dafür sorgen, dass in den Städten eine gesunde Mischung aus sozialen Schichten vorhanden ist. Für mich macht das eine Stadt lebenswerter.
 
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FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Trotzdem: Wenn Menschen den sozialen Abstieg befürchten, dann muss man das dorch ernst nehmen.
Ich nehm mal den Satz hier heraus, weil sich mir dabei halt auch eine Ergänzungsfrage stellt.

Man kann solche zum Großteil unbegründeten Ängste ja durchaus ernst nehmen. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht: bestärkt man sie eher, um sie in die eigenen politischen Motive einbauen zu können oder orientiert man sich näher an der Realität?

Mein Eindruck ist eher, dass man diese Emotionen nutzt, um den eigenen Posten zu ergattern, koste es was es wolle.

Da kannste Dir echt ein Thema raussuchen, es wird überall so gemacht.

Nehmen wir doch mal den wunderschönen Mietendeckel in Berlin. Der bedient nur Emotionen und schafft keinerlei Lösungen, weil die Grundsituation ist: zu viele Bewerber bei zu wenigen Wohnungen. Die sozialschwache Alleinerziehende findet dadurch auch keine neue Wohnung. Dafür bekommt der Geschäftsmann, der 3 Tage die Woche in Berlin ist ne günstige Wohnung, weil der Vermieter dann lieber die wenige Nutzung bei sicherer Miete nimmt und weniger Schererreien hat. Zusätzlich wurde mehr Bestand an Selbstnutzer verkauft und es gab wiederum weniger Wohnungen am Mietmarkt. Und weil es für die Emotionen besser ist diese anzuheizen, überlegt der Senat lieber Bestandswohnungen zurückzukaufen zu horenden Preisen, anstelle das Geld zu nehmen und mehr Wohnungen zu bauen.

Das alles bringt keinerlei Lösungen und ignoriert die simple Realität nur zum Zweck die Emotionen am Kochen zu halten und für die eigenen Zwecke zu nutzen. Man will die Ängste gar nicht weg haben, sie nutzen einem doch so schön.
 

Alb-Teufel

Well-Known Member
Ich nehm mal den Satz hier heraus, weil sich mir dabei halt auch eine Ergänzungsfrage stellt.

Man kann solche zum Großteil unbegründeten Ängste ja durchaus ernst nehmen. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht: bestärkt man sie eher, um sie in die eigenen politischen Motive einbauen zu können oder orientiert man sich näher an der Realität?

Mein Eindruck ist eher, dass man diese Emotionen nutzt, um den eigenen Posten zu ergattern, koste es was es wolle.

Da kannste Dir echt ein Thema raussuchen, es wird überall so gemacht.

Nehmen wir doch mal den wunderschönen Mietendeckel in Berlin. Der bedient nur Emotionen und schafft keinerlei Lösungen, weil die Grundsituation ist: zu viele Bewerber bei zu wenigen Wohnungen. Die sozialschwache Alleinerziehende findet dadurch auch keine neue Wohnung. Dafür bekommt der Geschäftsmann, der 3 Tage die Woche in Berlin ist ne günstige Wohnung, weil der Vermieter dann lieber die wenige Nutzung bei sicherer Miete nimmt und weniger Schererreien hat. Zusätzlich wurde mehr Bestand an Selbstnutzer verkauft und es gab wiederum weniger Wohnungen am Mietmarkt. Und weil es für die Emotionen besser ist diese anzuheizen, überlegt der Senat lieber Bestandswohnungen zurückzukaufen zu horenden Preisen, anstelle das Geld zu nehmen und mehr Wohnungen zu bauen.

Das alles bringt keinerlei Lösungen und ignoriert die simple Realität nur zum Zweck die Emotionen am Kochen zu halten und für die eigenen Zwecke zu nutzen. Man will die Ängste gar nicht weg haben, sie nutzen einem doch so schön.

Zu viele Bewerber auf zu wenige Wohnungen: klar das lässt sich damit nicht lösen. Das ist aber auch nicht der Sinn des Mietendeckels. Der Sinn ist, dass diese Situation nicht ausgenutzt wird, denn es wäre für Immobilienbesitzer aufgrund der hohen Nachfrage attraktiver, Wohnungen so umzubauen, dass nurnoch eine bestimmte Schicht es sich leisten kann in der Stadt zu wohnen. Darüber kann man jetzt streiten, ich bin wie gesagt der Auffassung, dass in einer Stadt eine gesunde Mischung der Schichten beibehalten werden sollte.

Ob der Mietendeckel für diesen Zweck geeignet ist, da bin ich mir auch unsicher. Ich halte Wohnbaugenossenschaften, die staatlich gefördert werden, für sinnvoller. Da habe ich jedenfalls schon von in Bekanntschaften in Stuttgart gehört, dass das sehr gut klappt. Wobei man sich auch das leisten muss, ist auch nicht günstig. Und es geht ja nicht darum, dass die ganze Stadt Genossenschaften gehört. Es geht darum, dass ein bestimmter Teil einer Stadt dafür reserviert ist.

Gegen das Problem "zu wenige Wohnungen auf zu viele Bewerber" hilft, wenn der Bauplatz nunmal beschränkt ist, nur eine bessere Infrastruktur auf dem Land und ein besseres ÖPNV-Angebot, um in die Stadt pendeln zu können. Eine Stadt bietet nur begrenzten Wohnraum. Aber nochmal: Es geht nicht darum durch Mietendeckel oder ähnliche Maßnahmen Wohnraum zu schaffen; es geht darum, dass diese Tatsache nicht zur reinen Geldmacherei ausgenutzt wird, weil viele Menschen in der Stadt wohnen müssen (den Begriff "wollen" klammere ich erstmal aus, der ist nämlich schwierig).
 
Zuletzt bearbeitet:

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Zu viele Bewerber auf zu wenige Wohnungen: klar das lässt sich damit nicht lösen. Das ist aber auch nicht der Sinn des Mietedeckels. Der Sinn ist, dass diese Situation nicht ausgenutzt wird, denn es wäre für Immobilienbesitzer aufgrund der hohen Nachfrage attraktiver, Wohnungen so umzubauen, dass nurnoch eine bestimmte Schicht es sich leisten kann in der Stadt zu wohnen. Darüber kann man jetzt streiten, ich bin wie gesagt der Auffassung, dass in einer Stadt eine gesunde Mischung der Schichten beibehalten werden sollte.

Ob der Mietendeckel für diesen Zweck geeignet ist, da bin ich mir auch unsicher. Ich halte Wohnbaugenossenschaften, die staatslich gefördert werden, für sinnvoller. Da habe ich jedenfalls schon von in Bekanntschaften in Stuttgart gehört, dass das sehr gut klappt. Wobei man sich auch das leisten muss, ist auch nicht günstig. Und es geht ja nicht darum, dass die ganze Stadt Genossenschaften gehört. Es geht darum, dass ein bestimmter Teil einer Stadt dafür reserviert ist.

Gegen das Problem "zu wenige Wohnungen auf zu viele Bewerber" hilft, wenn der Bauplatz nunmal beschränkt ist, nur eine bessere Infrastruktur auf dem Land und ein besseres ÖPNV-Angebot, um in die Stadt pendeln zu können. Eine Stadt bietet nur begrenzten Wohnraum. Aber nochmal: Es geht nicht darum durch Mietendeckel oder ähnliche Maßnahmen Wohnraum zu schaffen; es geht darum, dass diese Tatsache nicht zur reinen Geldmacherei ausgenutzt wird, weil viele Menschen in der Stadt wohnen müssen (den Begriff "wollen" klammere ich erstmal aus, der ist nämlich schwierig).
Mir ging es bei dem Beispiel weniger um die Sachdiskussion, als um aufzuzeigen, wie unspezifische Ängste und Emotionen genutzt bzw. zweckentfremdet werden und so die wirklichen Lösungen blockieren/sabotieren. Man versucht dann gar nicht ein zugrundeliegendes Problem ernsthaft auf Faktenbasis anzugehen, sondern bestärkt lieber die Emotionen.

Rente: andere Länder betreiben seit Jahren Staatsfonds, während hier diskutiert wird, wer noch zusätzlich zahlen sollte, wer zuviel bekommt, wer zu wenig usw.
Wohnen: man könnte, wie du schreibst fördern und bauen, ggf. weniger Bürokratie oder schnellere Verfahren, aber die Emotionen der Straße bekommst Du halt mit "Deutsche Wohnen enteignen.

Das ganze hat - überspitzt - ein bißchen was von den großen gescheiterten Revolutionen oder auch aktuell Afghanistan.
Echte Lösungen sind politisch unsexy bzw. nicht so einfach zu bespielen wie Emotionen. Mit Emotionen bekommst Du viele verschiedene Leute auf die Straße oder dazu in einen Kampf/zu ziehen. Alle ziehen dann mit, nur um am Ende dann festzustellen, dass man keinen Schritt vorangekommen ist, aber zumindest fühlt man sich emotional befriedigt.
 

Alb-Teufel

Well-Known Member
Ja da stimme ich dir zu. Das Problem gibt es politisch (das wäre dann Populismus) und auch in der Wirtschaft (z.B. Greenwashing).

Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Ich habe nichts gegen Fakten :smile: Aber ob eine rein faktenbasierte gesellschaftliche Diskussion überhaupt möglich und sinnvoll ist, kann zumindest diskutiert werden. Man könnte auch versuchen, mit den Emotionen (die ja da sind, aber eben wie du sagst zweckentfremdet oder in falsche Richtungen gelenkt werden) anders umzugehen. Soll heißen, sich die Emotionen anhören und sie ernst nehmen, aber sie eben nicht populistisch zweckentfremden.

Ein einfaches aktuelles Beispiel: In Stuttgart haben wir ein Problem mit der Luftqualität. Nun haben die Menschen verschiedene Sorgen. Person A sorgt sich um ihre Gesundheit, Person B kann sich keinen neuen Diesel leisten, ist aber auf ihr Auto angewiesen. Beides ist berechtigt und ernstzunehmen. Weder die Lösung "alle Diesel raus" noch die Lösung "wir machen garnichts" ist also sinnvoll. Ein Wissenschaftler kann zwar sagen, wenn wir es so machen, passiert wahrscheinlich das und wenn wir es so machen passiert wahrscheinlich jenes. So oder so brauchen wir am Ende aber eine Lösung, mit der beide Personen leben können. Und das Kompromissszenario ist wissenschaftlich schonmal schwerer zu fassen. Zu häufig kommt es aber leider vor, dass beide Personen ihre eigenen Sorge über diejenigen der anderen Menschen stellen und populistische Aussagen bestärken sie dabei. Hilfreich wäre es eben stärker darauf aufmerksam zu machen, dass es in unserer Gesellschaft viele berechtigte Sorgen gibt, wir aber so gut es geht alle berücksichtigen müssen. "Faktenbasiert" vermittelt oft den Eindruck einer Eindeutigkeit der Lösungen. Faktenbasiert beschreibbar ist aber vor allem der Ist-Zustand (z.B. die schlechte Luftqualität, der menschengemachte Klimawandel etc.). Faktenbasiert können natürlich auch Lösungsansätze sein, aber ich kenne keine wissenschaftliche Studie, die nicht nur ein "reines" Szenario durchspielt (ohne das schlechtreden zu wollen, aber auch die Wissenschaft hat ihre Grenzen. Und um Missverständnisse zu vermeiden: Das soll jetzt keine antiwissenschaftliche Haltung ausdrücken, ich sage nur dass Wissenschaft nicht allmächtig ist).
 
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FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Ja da stimme ich dir zu. Das Problem gibt es politisch (das wäre dann Populismus) und auch in der Wirtschaft (z.B. Greenwashing).

Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Ich habe nichts gegen Fakten :smile: Aber ob eine rein faktenbasierte gesellschaftliche Diskussion überhaupt möglich und sinnvoll ist, kann zumindest diskutiert werden. Man könnte auch versuchen, mit den Emotionen (die ja da sind, aber eben wie du sagst zweckentfremdet oder in falsche Richtungen gelenkt werden) anders umzugehen. Soll heißen, sich die Emotionen anhören und sie ernst nehmen, aber sie eben nicht populistisch zweckentfremden.

Ein einfaches aktuelles Beispiel: In Stuttgart haben wir ein Problem mit der Luftqualität. Nun haben die Menschen verschiedene Sorgen. Person A sorgt sich um ihre Gesundheit, Person B kann sich keinen neuen Diesel leisten, ist aber auf ihr Auto angewiesen. Beides ist berechtigt und ernstzunehmen. Weder die Lösung "alle Diesel raus" noch die Lösung "wir machen garnichts" ist also sinnvoll. Ein Wissenschaftler kann zwar sagen, wenn wir es so machen, passiert wahrscheinlich das und wenn wir es so machen passiert wahrscheinlich jenes. So oder so brauchen wir am Ende aber eine Lösung, mit der beide Personen leben können. Und das Kompromissszenario ist wissenschaftlich schonmal schwerer zu fassen. Zu häufig kommt es aber leider vor, dass beide Personen ihre eigenen Sorge über diejenigen der anderen Menschen stellen und populistische Aussagen bestärken sie dabei. Hilfreich wäre es eben stärker darauf aufmerksam zu machen, dass es in unserer Gesellschaft viele berechtigte Sorgen gibt, wir aber so gut es geht alle berücksichtigen müssen. "Faktenbasiert" vermittelt oft den Eindruck einer Eindeutigkeit der Lösungen. Faktenbasiert beschreibbar ist aber vor allem der Ist-Zustand (z.B. die schlechte Luftqualität, der menschengemachte Klimawandel etc.). Faktenbasiert können natürlich auch Lösungsansätze sein, aber ich kenne keine wissenschaftliche Studie, die nicht nur ein "reines" Szenario durchspielt (ohne das schlechtreden zu wollen, aber auch die Wissenschaft hat ihre Grenzen. Und um Missverständnisse zu vermeiden: Das soll jetzt keine antiwissenschaftliche Haltung ausdrücken, ich sage nur dass Wissenschaft nicht allmächtig ist).
Ok, ich hab den Punkt zwar selbst eingebracht, aber auch mit "Fakten" sollte man vorsichtig sein, denn auch hier wird gerne mal in die eigene Richtung zweckentfremdet.
Stuttgart ist hier ein schönes Beispiel mit seiner "dreckigsten Meßstation" Deutschlands. Da haben sie sich noch gewundert, warum denn die Werte trotz Diesel-Sperre hoch bleiben, bis man merkte, dass der Feinstaub von den bremsenden Zügen nebendran kam. Trotzdem ist man bei der jeweiligen Position geblieben, weil ein Zugeben ja eine Position schwächt.

Ich will damit nicht sagen, das Diesel keinen Feinstaub verursachen, nur wäre ich mit dem Thema "faktenbasierte Diskussionen" auch ein wenig vorsichtig im Sinne der reinen Lehre.

Nehmen wir mal auch beispielsweise die Flutkatastrophe. Auch hier werden gerne Fakten verhaftet, um Emotionen zu wecken und zu nutzen. Es gibt nicht wenige, die fleißig betonen, dass DAS nun der Klimawandel sei, während das erstmal so nicht richtig ist. Die zukünkftige Häufung solcher Ereignisse liefert erst den Beleg. Aktuell ist es "noch" eine Unwetterkatastrophe.
 

wueterich

Well-Known Member
Ich stimme zwar zu, daß es Veränderung/Anpassung braucht, aber beim Weglassen von bisher vermittelten schulischen Ausbildungsinhalten sollte man sehr vorsichtig sein.
Ich gehe dabei von einer Grundausbildung im System aus, worauf dann ab einem gewissen Alter Spezialisierungen erfolgen. Nehmen wir Mal Mathe, da machen die meisten doch komplett dicht und wurschteln sich so durch, im normalen Leben braucht man keine Potenzen zu errechnen und die Wurzeln aus Zahlen zu ziehen usw. usw. deshalb gibt es auch nur wenige die da wirklich biegierig drauf sind.
Sorry, aber das klingt wirklich extremst vereinfacht. Mal ganz abgesehen davon, daß nicht eine Partei alleine regiert (ganz zu schweigen von einer einzelnen Person), sondern eine Koalition, in der bestimmte Ministerien sicherlich auch entsprechend der Expertise vergeben werden
Ja, habe es bewußt einfach gehalten weil im Detail drauf einzugehen wäre ein Roman habe aber auch deshalb den Begriff "Teile" gewählt weil es ja selbst in den Parteien krasse unterschiedliche Meinungen zu einzelnen Themen gibt. Wollte in der Einfachheit aber trotzdem aufzeigen, dass wir Wähler mit unserem Kreuz trotzdem nicht unbedingt das bekommen werden, was wir mit dem Kreuz bezwecken wollen weil es genau wie Du schreibst, Koalitionen geben wird worauf kein Wähler mehr Einfluss nehmen kann.

Ich stelle mir z.B. die Frage was sich gegenüber der letzten Wahl an den Grundwerten von Grünen und FDP geändert hat, damit diesmal ein "Jamaika" oder "Ampel" zustande kommt und ich komme zu dem Ergebnis, das sich nichts geändert hat, also wird die Chance eines erneuten Ausstiegs der FDP wohl eher wahrscheinlich sein.
Das bedeutet aber auch, es wird auf Kenia hinauslaufen, da Grüne und Linke ebenfalls in keine Koalition gehen werden. und eine 2er-Koalition hat keine Mehrheit.

Von daher wird es schon spannend, verprellt Laschet weiter Wähler und holt Scholz weiter so gut auf um doch noch vor der CDU zu landen? Den eine weitere Legislaturperiode für die SPD als kleiner Partner würde wohl zu einem weiteren Zerreissen der Partei führen, entweder hin zu den Linken oder zu einer neuen Partei und das kann auch nicht gut sein.
Da die SPD aber im Gegensatz zu der FDP über Verantwortungsbewußtsein verfügt, wird sie den Wählerauftrag annehmen egal an welcher Stelle sie steht.
 

wueterich

Well-Known Member
Also quasi eine moderne, angepasste Form von Sozialkunde?
Ja so könnte man es sehen, finde Deine Idden für neue Fächer auch ziemlich klasse und passend, ich würde auch einführen, das in der Schulzeit einmal ein Schlachthof besucht wird, damit alle mitbekommen, das Lebenwesen hinter dem Wurstbroten stecken und so hoffentlich einbißchen mehr Respekt und Demut vor dem Essen haben und nicht so viel Wegschmeissen.

Teilweise scheinen Kinder und Jugendliche nicht zu verstehen, dass dafür Lebenwesen getötet werden und deshalb fehlt der respektvolle Umgang mit den Lebensmitteln. ich habe von Kleinauf Hausschlachtungen miterlebt und weiß wie ein Schwein schreit wenn es raus geführt wird für den Bolzenschuss, das vergisst man nicht mehr und das ist auch gut so, denn ich überlege sehr genau was ich kaufe und wo ich kaufe. Ich könnte z.B. durchdrehen bei Menschen, die Kasseler Nacken kaufen weil das so gut schmeckt aber 70% Wegwerfen weil es ja so Fettdurchzogen ist Kasseler Lachsbraten schmeckt natürlich nicht so gut weil das Fett fehlt aber da könnten solche Menschen 100% von essen und so zieht es sich ja durchs komplette Sortiment von allen Fleischsorten.
 

Lancelot

Well-Known Member

Ein Landrat aus Bautzen (CDU) fürchtet eine Radikalisierung der Gesellschaft durch die aktuelle Corona- und Klimapolitik. Unter anderem geht es dort auch um die Unterschiede zwischen Land und Stadt, auch im Hinblick auf die Mobilität.


„Man kann es drehen, aber leicht ist es nicht“, wurde Söder zitiert. Er selbst helfe gerne und bekomme aus ganz Deutschland Aufforderungen, mehr zu tun.

Söder wird nervös wegen Umfragen und hält sich wohl nach wie vor für den besseren Kandidaten. Interessant sind aber schon die Differenzen zwischen den einzelnen Instituten:


Je nach Institut liegt die Union 1-12% vorne. Ja, das ist doch mal was!
 

wueterich

Well-Known Member
Interessant sind aber schon die Differenzen zwischen den einzelnen Instituten:
Darum haben diese Vorhersagen ja auch so gut wie nie Übereinstimmungen mit den echten Ergebnissen, denn bei Umfragen wird mal schnell aus der Hüfte geschossen, es kommt drauf an in welchen Gebieten man Fragt, an welchen Tagen und wie das Wetter ist, denn weil Alle wissen es zählt ja Nichts, geben sie Aussagen je nach Stimmiungslage ab also Montags und bei Regen eher düster als Freitags und bei Sonne
 

Lancelot

Well-Known Member
Habt ihr eigentlich schon die Wahlunterlagen bekommen? Habe die noch nicht erhalten.

Und wisst ihr, wann Scholz und Laschet(/Söder - er ist ja viel kompetenter und auch noch Bayer! ) zum ARD-Sommerinterview kommen?

Finde das gut, wie die ARD die Interviews macht, insbesondere im Vergleich zu dem peinlichen Kram, den das ZDF veranstaltet. Die haben Grüne, Linke und AfD ziemlich kritisch befragt, ohne die Kandidaten komplett bloß zu stellen. Das finde ich richtig so. Bitte so auch bei Laschet und Scholz!

Edit: Gerade gesehen: Scholz und Laschet waren ja schon da - warum die nicht zuletzt? Naja, jetzt halt noch der König von Bayern, äh, Deutschland, der Söder-Markus: https://www.daserste.de/information...aus-berlin/ard-sommerinterviews-2021-100.html

Edit 2: Auf Youtube gibt es übrigens für alle Kandidierenden eine zweite Fragerunde (ARD): Frag selbst 2021 - hier wird auf Fragen der Bürgerechteinnehabenden geantwortet. Vielleicht hilft es ja dem einen/der anderen Wählenden bei der Entscheidungsfindung.

Edit 3: Habe es mal rausgesucht (zweite Fragerunde - Frag selbst 2021):

Olaf Scholz - SPD:

Armin Laschet - CDU:

Tino Chrupalla - AfD:

Christian Lindner - FDP:

Dietmar Bartsch - Linke:

Anna-Lena Baerbock - Grüne: https://www.youtube.com/watch?v=_KlWqr3Z-y4

Markus Söder - CSU: Upcoming

Edit 4: Bei Baerbock (und Söder) kann das Video nicht eingebunden werden, weil das Forum hier nur maximal 5 Medien-Dateien erlaubt. Hm.
 
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Lancelot

Well-Known Member
Kennt ihr eigentlich schon den Lasch-O-Mat?

Hier mal mein Ergebnis zum Thema "Gendern":

Lasch-O-Mat-6123ce52e9ee6.png

Ja, ich fürchte, genau so wird es am Ende vielleicht tatsächlich kommen.

Edit: Und das hier zu "Kaiserslautern":

Lasch-O-Mat-6123d0ce7e736.png
Ha - der Mainzer!

Und jetzt wird es ganz albern:

Lasch-O-Mat-6123d2ea5a33c.png
Oh Nein! Also da haltet ihr euch aber mal bitte schön raus!
 
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