[USA] Wahl zum amerikanischen Präsidenten

Wer soll Präsident/in werden? (USA)

  • Barack Obama

    Stimmen: 80 85,1%
  • Hillary Clinton

    Stimmen: 6 6,4%
  • John McCain

    Stimmen: 7 7,4%
  • Mike Huckabee

    Stimmen: 1 1,1%

  • Umfrageteilnehmer
    94

Pfobbel

Well-Known Member
"Wir werden uns mit allen Ländern verstehen, die Willens sind, sich mit uns zu verstehen"


Ich hab einfach nur Angst.....
 

dreispitz

Well-Known Member
vor 16 Minuten schrieb Jonny:




Ich bin für Stiller. Jemand dagegen? Nicht? Super!


Ben oder Jerry?
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AndreasFCK

Well-Known Member
vor 31 Minuten schrieb Pfobbel:




"Wir werden uns mit allen Ländern verstehen, die Willens sind, sich mit uns zu verstehen"




Ich hab einfach nur Angst.....


Im Grunde ist Trump vollkommen einfach strukturiert. Ich habe sein Buch "The art of the deal" gelesen (know your enemy and in 1.000 battles...). Trump kannst du mit Geld regeln. Der kennt sonst nichts. Bezahl seine Rechnung und alles ist in Butter. Gerüchten zufolge hat Putin seine Geldpressen schon vor Wochen anlaufen lassen...
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stiller

Moderator
Teammitglied
vor einer Stunde schrieb Jonny:




Was einige Leute auch nicht bedenken: Trump will den Iran-Deal rückgängig machen. Das könnte brandgefährlich werden.


Dafür braucht er aber auch Mehrheiten. Ist halt die Frage, wie andere Republikaner das sehen. Und natürlich: Wie Trump das als Präsident und nicht als Präsidentschaftskandidat sieht.
 

Jonny

Well-Known Member
vor 14 Minuten schrieb stiller:




Dafür braucht er aber auch Mehrheiten. Ist halt die Frage, wie andere Republikaner das sehen. Und natürlich: Wie Trump das als Präsident und nicht als Präsidentschaftskandidat sieht.


Das stimmt! Das war auch eher als Warnung an diejenigen gemeint, die so tun, als hätte es unter Clinton den dritten Weltkrieg gegeben und Trump hätte eine durchweg friedliche Außenpolitik versprochen.




 




 




 




The Great Pretender



Von Heiner Flassbeck



<div style="height:1946px;">

Die Wahl in den USA hat ein überraschendes Ergebnis erbracht. Doch das Muster ist altbekannt. Wieder gewinnt der „Populismus“ gegen das Establishment. Wenn die etablierten Parteien nicht bald verstehen, dass auch sie auf das Volk hören und auf seine Wünsche eingehen müssen, werden noch ganz andere Kaliber auf dem Ticket „Populismus“ gewinnen.

(...)



Der Wunsch, die herrschenden Schwätzer abzulösen, ist so stark, dass man auch einen Esel wählen würde, wenn der nur laut genug hinausposaunt, er werde sich um die Sorgen der kleinen Leute kümmern.




(...)




Genau darum geht es. Das Volk kann und muss viel mehr verlangen, als ihm in drei Dekaden des Neoliberalismus in den USA und in Europa zugestanden worden ist. Teilhabe aller am gemeinsam erarbeiteten Fortschritt ist genau das, was weltweit benötigt wird zur Überwindung der wirtschaftlichen Misere. Teilhabe nicht als soziale Leistung, sondern als wirtschaftliche Notwendigkeit. Dass diesmal einer gewonnen hat, der nur vorgibt, den Abgehängten die Teilhabe zu ermöglichen, steht auf einem anderen Blatt.




(...)




In Deutschland soll nun sogar als Symbol für die Alternativlosigkeit dieser Politik einer zum Bundespräsidenten gemacht werden, der mehr als jeder andere diesen unsinnigen und gescheiterten Ansatz vertritt. Frank Walter Steinmeier, der „Architekt“ der Agenda-Politik, hat nicht nur nie begriffen, welche Alternativen es zu der „alternativlosen“ Politik gegeben hatte, er weigert sich auch bis heute, die katastrophalen Folgen dieser Politik für Europa auch nur zur Kenntnis zu nehmen (hier ein Beispiel).




https://makroskop.eu/2016/11/the-great-pretender/




Flassbeck hat das alles schon 2010 in "Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts" "vorausgesagt". (Ein richtig gutes, sehr leicht verständliches Buch übrigens, in dem wahre Alternativen (und nicht der Mumpitz der AfD) zu Merkels, Schäubles und Gabriels Politik aufgezeigt werden!)




 




(ich weiß nicht, warum hier so viel Freiraum unter meinem Beitrag gelassen wird)



</div>
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
@Jonny Ich weiß Du wirst das jetzt nicht mögen, aber die Amis hätten ja bei den Vorwahlen schon die Möglichkeit einer "linken" Position gehabt und sich dagegen entschieden. Nun haben sie einen Rechtspopulisten gewählt.




In Deutschland und Europa läuft es ähnlich. Menschen die abgehängt sind scheinen eher ihr Heil am rechten Rand zu sehen anstatt in der Linken. Um so unverständlicher wirkt es für mich den Grund für diese Entwicklung in zu wenig linken Positionen bzw. zu wenig linker Politik zu sehen. Zum einen hätten die Menschen diese Option gerade in Dtl schon sehr lange zur Verfügung, aber eine neue (AFD) Option ist auf Anhieb auf Rechts erfolgreicher. Zum anderen gibt es ja schon diverse Linke Regierungen in Europa, aber auch dort läuft es Stimmungsmäßig gegen Rechts (Front National als Bsp).




Wie willst Du das und gerade was in den USA passiert denn mit Deinem Post und insbesondere dem darin enthaltenen Lösungsansatz in Einklang bringen?
 

Klingenstädter

Moderator
<a contenteditable="false" data-ipshover="" data-mentionid="17" href="<___base_url___>/index.php?/profile/17-jonny/">@Jonny</a>




Die Wahl war für mich nach den Vorwahlen erledigt und uninteressant. Ich bin einer der wenigen in meinem Umfeld, die sich nicht über die "dummen Amis" echauffieren. Einfach weil ich selber nie im Leben Clinton hätte wählen können. Diese Frau steht inhaltlich und persönlich für so vieles, was ich einfach nur zum kotzen finde, nicht umsonst hat sie viele Unterstützer in der republikanischen Partei und keinen großen Rückhalt in der eigenen Partei. Ich konnte in vielen Artikeln zur Wahl und gerade in den Kommentaren kaum Gründe entdecken, weshalb man Clinton hätte wählen können im Sinne von "Das find ich super! Dafür streite ich für sie!" 




Verkürzt heruntergebrochen: Ihr einziges Plus war nicht, was sie ist, sondern wer sie nicht ist.




Auf der anderen Seite einen intellektuell benachteiligten Clown, der dem einfachen Hillbilly aus der Seele spricht und dessen größte Lebensleistung seine Reality-TV-Show ist, der keinen Respekt vor niemandem zeigt und herzlich gerne über alle herzieht, solante es ihn nicht trifft. Jo, hatten die USA vor kurzem schon einmal. Hat eine ganze Region destabilisiert, eine neue Generation auf der Flucht produziert und für einen massiven Zulauf zu terroristischen Gruppierungen gesorgt. Kacke wars, aber die Strippenzieher dieser wenig erfolgreichen Aktionen hängen auch bei Clinton mit drin - entweder wurde gelernt, oder nicht. Unabhängig vom Präsidenten.




Also, von zwei Übeln ist es nun tatsächlich eines geworden, schau'n mer mal.




P.S. Ich finde die Vorstellung urkomisch, dass nun Putin, Edogan und Trump an einem Tisch sitzen und über die Lage in Syrien streiten, während im Hintergrund alle Diplomaten, Berater, Außen- und Sicherheitsexperten der drei Länder dauerfacepalmen und die ÖA-Leute verzweifelt auf Wortfetzen warten, die irgendwie in die vorgefertigten Presseerklärungen passen könnten. 
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Jonny

Well-Known Member
vor 11 Minuten schrieb FeindeslandTeufel:




@Jonny Ich weiß Du wirst das jetzt nicht mögen, aber die Amis hätten ja bei den Vorwahlen schon die Möglichkeit einer "linken" Position gehabt und sich dagegen entschieden. Nun haben sie einen Rechtspopulisten gewählt.




In Deutschland und Europa läuft es ähnlich. Menschen die abgehängt sind scheinen eher ihr Heil am rechten Rand zu sehen anstatt in der Linken. Um so unverständlicher wirkt es für mich den Grund für diese Entwicklung in zu wenig linken Positionen bzw. zu wenig linker Politik zu sehen. Zum einen hätten die Menschen diese Option gerade in Dtl schon sehr lange zur Verfügung, aber eine neue (AFD) Option ist auf Anhieb auf Rechts erfolgreicher. Zum anderen gibt es ja schon diverse Linke Regierungen in Europa, aber auch dort läuft es Stimmungsmäßig gegen Rechts (Front National als Bsp).




Wie willst Du das und gerade was in den USA passiert denn mit Deinem Post und insbesondere dem darin enthaltenen Lösungsansatz in Einklang bringen?


Wo gibt es denn linke Regierungen? Das linke Bündnis aus Rot-Grün hat doch mit Hartz4, mit dem Senken von Spitzensteuersätzen, mit der Huldigung der Finanzmarktlogik dem ganzen Schlamassel Vorschub geleistet, in dem Europa und Teile der Welt nun stecken.




Die angeblich linken Parteien in Europa (SPD, Grüne, in Griechenland etc.) bremsen sich entweder selber aus, weil sie neoliberale Politik machen (Gabriel und TTIP ist da nur das allersichtbarste Zeichen, die ganze Zustimmung zur schwarzen Null etc.) oder sie werden von den Geldgebern (wiederum Deutschland) zu einer solchen Politik gezwungen (s. Griechenland, Irland).




Es gibt in Deutschland keine linke Alternative. Denn die Parteien, die zum linken Spektrum gezählt werden, machen keine linke, keine progressive Politik!




Selbst ein Riexinger von den Linken kapiert nicht, worum es geht, sondern schwafelt was von weltweiten "Strukturen".  -> https://makroskop.eu/2016/11/die-linke-und-der-euro-oder-wie-man-dem-nationalismus-die-haende-spielt/




In Einklang bringen: Wenn in Deutschland die Löhne steigen und Gelder investiert werden, um den Abgehängten Teilnahme und Chancen zu eröffnen, dann würde die AfD sicher nicht bei gefühlt 20% stehen. Wie schon im anderen Thread geschrieben: In den Zeiten des Wirtschaftswunders gab es auch Einwanderung (aus der Türkei und Italien) und da gab es auch Korruption und Lobby-Einfluss. Aber die Leute hat das nicht gestört, weil sie am Fortschritt und am Vermögen teilhaben konnten (in Form von Löhnen und bspw. Bildungschancen für Arbeiterkinder, Schwimmbäder etc. pp.). Das wurde in den letzten Jahren alles der "schwarzen Null" und der "Wettbewerbsfähigkeit" (-> auf dem Rücken der Arbeiter udn Angestellten wohlgemerkt) geopfert.




<a contenteditable="false" data-ipshover="" data-mentionid="137" href="<___base_url___>/index.php?/profile/137-klingenst%C3%A4dter/">@Klingenstädter</a> Danke!




 
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
vor 3 Minuten schrieb Klingenstädter:




P.S. Ich finde die Vorstellung urkomisch, dass nun Putin, Edogan und Trump an einem Tisch sitzen und über die Lage in Syrien streiten, während im Hintergrund alle Diplomaten, Berater, Außen- und Sicherheitsexperten der drei Länder dauerfacepalmen und die ÖA-Leute nach verzweifelt auf Wortfetzen warten, die irgendwien in die vorgefertigten Presseerklärungen passen könnten. 
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Blöd bei der Nummer ist nur ein Jugenderlebnis von mir:




Ich war mit meiner Freundin in nem Club/Disco in Heidelberg. Im engen Gewühl gab es nur eine kleine Gasse. Von der einen Seite kam ne Gruppe Türken, die deutlich der Ansicht waren, der Laden gehört ihnen und somit auch die Gasse. Von der anderen Seite kamen ein paar US-Soldaten, die blöderweise die selbe Meinung hatten. Wer jetzt denkt, "is doch toll, 2 mit der gleichen Einstellung und Meinung, das wird ein lustiges Trinkgelage", der versteht das Alphamännchenkonzept nicht ganz, und sollte sich den Ausgang der Situation am besten von den unbeteiligten Kollateralsch... äh Beobachtern dieses Zusammentreffens schildern lassen.




Daher kann ich einem Treffen dier 3 Hardball-Alphas nicht ganz soviel Positives abgewinnen. Sieh es mir nach.
 

Jonny

Well-Known Member
<a contenteditable="false" data-ipshover="" data-mentionid="2058" href="<___base_url___>/index.php?/profile/2058-feindeslandteufel/">@FeindeslandTeufel</a> Habe meinen letztenBeitrag oben noch ergänzt (nur damit das nicht untergeht
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)
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
vor 6 Minuten schrieb Jonny:




Wo gibt es denn linke Regierungen? Das linke Bündnis aus Rot-Grün hat doch mit Hartz4, mit dem Senken von Spitzensteuersätzen, mit der Huldigung der Finanzmarktlogik dem ganzen Schlamassel Vorschub geleistet, in dem Europa und Teile der Welt nun stecken.




Die angeblich linken Parteien in Europa (SPD, Grüne, in Griechenland etc.) bremsen sich entweder selber aus, weil sie neoliberale Politik machen (Gabriel und TTIP ist da nur das allersichtbarste Zeichen, die ganze Zustimmung zur schwarzen Null etc.) oder sie werden von den Geldgebern (wiederum Deutschland) zu einer solchen Politik gezwungen (s. Griechenland, Irland).




Es gibt in Deutschland keine linke Alternative. Denn die Parteien, die zum linken Spektrum gezählt werden, machen keine linke, keine progressive Politik!




Selbst ein Riexinger von den Linken kapiert nicht, worum es geht, sondern schwafelt was von weltweiten "Strukturen".  -> https://makroskop.eu/2016/11/die-linke-und-der-euro-oder-wie-man-dem-nationalismus-die-haende-spielt/




<a contenteditable="false" data-ipshover="" data-mentionid="137" href="<___base_url___>/index.php?/profile/137-klingenst%C3%A4dter/">@Klingenstädter</a> Danke!




 


Frankreich hat links gewählt und eine Reichensteuer eingeführt... Ergebnis: Le Pen




In Dtl. habe ich nicht von einer linken Regierung gesprochen, sondern von der Möglichkeit eine solche zu wählen. Wenn der Drang dazu so groß wäre, wäre es wohl kein Problem für die Linke >25% in allen Landtagen und auch im Bundestag zu bekommen und dann die SPD als Juniorpartner in die Schranken zu weisen. Oder ist die Linke auch keine linke Partei?
 

redskin

Moderator
Teammitglied
Viele Wähler bekommen eine Welt erzählt, die für sie nicht real ist.





Hart aber fair: Altersarmut? Zukünftig mehr gebrochene Erwerbsbiographien? Steht nicht im Fokus laut der CSU Tante. Alles nur Einzelfälle... Man müsse einfach mehr privat vorsorgen, dann klappt das schon. Schönes Häusken und gut ist...





Beliebig to be continued...




Und dann passiert was?





Da werden die gewählt, die vorgeben, die simplen Lösungen zu haben und am Besten mit den Ängsten der Menschen spielen.





Auch nicht erstrebenswert.
 

Jonny

Well-Known Member
vor 3 Minuten schrieb FeindeslandTeufel:




Frankreich hat links gewählt und eine Reichensteuer eingeführt... Ergebnis: Le Pen




In Dtl. habe ich nicht von einer linken Regierung gesprochen, sondern von der Möglichkeit eine solche zu wählen. Wenn der Drang dazu so groß wäre, wäre es wohl kein Problem für die Linke >25% in allen Landtagen und auch im Bundestag zu bekommen und dann die SPD als Juniorpartner in die Schranken zu weisen. Oder ist die Linke auch keine linke Partei?


Frankreich hat die Reichensteuer aber auch schnell wieder abgeschafft
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Die Linke ist in Teilen eine linke Partei. Aber andere Teile, und auch Teile der Linken, reden nur allzu gerne über kapitalistische, ausbeuterische Strukturen, haben aber die falschen Antworten auf diese Analyse. Siehe mein verlinkter Artikel oben.




Und hinzukommt: Die Linke wird von den Medien als Sektierer-Partei dargestellt. Das trifft sicher in Teilen zu (wie auf Teile der Grünen oder der CSU auch). Aber auch die Minderheit der Linken (also der Partei), die die Situation richtig analysieren und richtige Lösungen anbieten, werden somit in den Sektierer-Topf geworfen.




Und ... es geht ja nicht nur um das Politik-Angebot, sondern auch um Wähler, die dieses Angebot verstehen und einschätzen können. Die "schwarze Null" und die europäische Austaritätspolitik ist so falsch wie Politik nur falsch sein kann, aber kaum ein Wähler versteht das, weil "Sparen" so positiv besetzt ist und als Tugend gilt. Wenn aber die privaten Haushalte, die Unternehmen UND der Staat sparen (und so ist es aktuell), dann gibt es keinen ausreichenden Konsum mehr und somit keine Arbeitsplätze bzw. sind keine Lohnsteigerungen möglich. Außer das Ausland kauft in Deutschland und verschuldet sich also, was aber laut Schäuble und Co. auch nicht erlaubt ist und schlecht ist. Das passt alles vorne und hinten nicht zusammen, was die große Koalition (und vor ihr ja auch schon andere Regierungen anderer Farben) machen / gemacht haben.
 

uppsala

Well-Known Member
@Reddy: Im Moment werden die gewählt, die bisher am wenigsten die Leute verarscht haben. Es ging um das Warum, nicht ob es dadurch besser wird
 

Eschder Laudrer

Well-Known Member
Ich wander aus, lass mich einbürgern und in 20 Jahren zum Präsidenten wählen. Die wählen eh jeden Depp, das wird laufen wie geschnitten Brot! Meine erste Amtshandlung: Neben den Schreibtisch kacken.


Nur nen halben Meter von dem Ort entfernt wo sich Trump am ersten Tag einen runterholen wird.
 

redskin

Moderator
Teammitglied
Im Moment werden die gewählt, die bisher am wenigsten die Leute verarscht haben. Es ging um das Warum, nicht ob es dadurch besser wird

Wobei Wahlen, die rückwärts gewandt sind und reiner Abstrafung dienen, auch zu nichts führen. Jedenfalls dann nicht, wenn damit keine tragfähige Zukunftsperspektive aufgezeigt wird.
 
G

Gelöschtes Mitglied 96

Guest
vor 34 Minuten schrieb Klingenstädter:




Ich finde die Vorstellung urkomisch, dass nun Putin, Edogan und Trump an einem Tisch sitzen


Eventuell noch ergänzt um:
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Wenns nur nicht so traurig wäre....
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
vor 8 Minuten schrieb Jonny:




Und hinzukommt: Die Linke wird von den Medien als Sektierer-Partei dargestellt. Das trifft sicher in Teilen zu (wie auf Teile der Grünen oder der CSU auch). Aber auch die Minderheit der Linken (also der Partei), die die Situation richtig analysieren und richtige Lösungen anbieten, werden somit in den Sektierer-Topf geworfen.




Und ... es geht ja nicht nur um das Politik-Angebot, sondern auch um Wähler, die dieses Angebot verstehen und einschätzen können.


und genau das meinte ich.




Zum einen ist die AFD auch eine Sektierer-Partei voller Demagogen wie Trump, die von den Medien auch so dargestellt werden, und sie werden TROTZDEM gewählt. Daran kann's dann für die Linke nicht liegen.




Zum 2. sagst Du es läge am mangelndem Verständnis der Wähler für die richtigen Lösungen/Angebote ihrer Probleme, suggerierst aber dass sie nicht mehr Demagogen wählen würden, wenn sie die Lösungen bekämen, die sie zwar angeboten bekommen, aber nicht wählen. Irgendwie ein wenig schitzo, oder?




Als Beispiel: Wenn ich Restaurant Steak haben will, keins bekomme und dann wütend Wiener ordere, ums dem Sternekoch mal zu geben und das obwohl es auch veganes Steak im Angebot gab, dann glaub ich nicht, dass ich nicht wütend geworden wäre, wenn der Ober meine Steakbestellung angenommen hätte und mir dann das vegane Steak gebracht hätte. Der Grund warum ich Wiener gewählt habe ist dann ein anderer
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uppsala

Well-Known Member
@Reddy: Genau das war doch das Thema. Keine der etablierten Parteien schafft es, (nachhaltige) zukunftsfähige Perspektiven aufzuzeigen.
 

Jonny

Well-Known Member
vor 2 Minuten schrieb FeindeslandTeufel:




Zum 2. sagst Du es läge am mangelndem Verständnis der Wähler für die richtigen Lösungen/Angebote ihrer Probleme, suggerierst aber dass sie nicht mehr Demagogen wählen würden, wenn sie die Lösungen bekämen, die sie zwar angeboten bekommen, aber nicht wählen. Irgendwie ein wenig schitzo, oder?


Von mir? Nö? Der Mangel an "linken" (ich mag das Wort nicht, da man da sofort an Sozialismus denkt oder es halt mit den Grünen oder der SPD in Verbindung bringt, progressiv find ich besser) Alternativen beschränkt sich ja leider nicht nur auf die Politik. Viele Medien wiederholen ja auch nur, was der Sachverständigenrat oder was Schäubles Finanzminsterium unters Volk zu bringen versucht. Kannst du dich an 3 Artikeln erinnern, die mal die "schwarze Null" kritisiert hätten?




Gleiches gilt für die Unis, in denen auch nur Standard-Theorien gepredigt werden und kaum noch zum kritischen (Nach-)Denken angeregt wird. Und mit dem Schulfach Wirtschaft läuft es gerade so weiter. Da haben Unternehmerverbände für das Unterrichtsmaterial gesorgt.
 

vega

Well-Known Member
vor 5 Stunden schrieb uppsala:




 




 




Viele Wähler bekommen eine Welt erzählt, die für sie nicht real ist.




Hart aber fair: Altersarmut? Zukünftig mehr gebrochene Erwerbsbiographien? Steht nicht im Fokus laut der CSU Tante. Alles nur Einzelfälle... Man müsse einfach mehr privat vorsorgen, dann klappt das schon. Schönes Häusken und gut ist...




Beliebig to be continued...


Es gibt diese Probleme.




Und ja, in den Medien werden diese zu wenig (wenn überhaupt) thematisiert – im Gegensatz zu anderen Themen, auf die sich regelrecht eingeschossen wird, um Klickzahlen zu generieren.




Ich möchte diese auch nicht kleinreden, aber ich glaube nicht, dass über 50 % der Amerikaner, über 50 % der Briten oder um die 20 % der Deutschen von Problemen wie Altersarmut oder Arbeitslosigkeit betroffen sind.




 




Ein Großteil dieser Wähler überträgt doch einfach nur ihr eigenes armseliges Scheißleben, geprägt von Neid, Hass und Missgunst auf den Wahlzettel. Wo geht es uns, dem Großteil der westlichen Welt, denn schlecht? Wir haben doch alles! Unsere Smartphones, unsere Autos, unsere Häuser, unseren Frieden und unsere Freiheit. Was stimmt denn in den Köpfen der Menschen nicht, dass sie dermaßen den Drang verspüren, den Planeten anzuzünden?!




Zu wenig Likes bekommen beim letzten Profilbildwechsel?




 




Ich bin so stinksauer und bitter enttäuscht! Vor allen Dingen aufgrund der Symbolwirkung. Dass jetzt die ganzen Hassfratzen, die sich momentan im Westen breit machen, tatsächlich noch ihren König bekommen. Und dass die Faschisten von der AfD ihrer Nazi-Anhängerschaft jetzt noch eine Legimitation mehr bieten können, (Ausländer) zu hassen – weil es mittlerweile einfach salonfähig geworden ist.




Zumal die etablierten Parteien eigentlich nichts dagegen tun können. Selbst wenn sie den Wählern jetzt das Rezept für das perfekte Leben anbieten würden, es würde keinen interessieren. Weil Inhalte ohnehin nicht mehr zählen – ein weiteres Vermächtnis´ Trumps.




Hinzu kommt, dass Hass, im Gegensatz zu Trendthemen wie Umwelt oder freies Internet, keinen temporärer Wahlinhalt darstellt. Das zieht offenbar immer – in der heutigen Zeit wohl mehr denn je.




 




Ich muss auch sagen, dass, als ich meinen Mund nach circa einer Stunde nach Erfahrens des Wahlergebnisses wieder zubekommen hatte, mir wirklich überlegt habe, ob ich diesen ganzen Informationen rund um die Welt einfach entsage. Ich mein, was tangiert es mein Leben überhaupt?! Auf dem Weg zur Arbeit merk ich nicht, wer Präsident der USA ist. Beim Einkaufen fallen mir keine Unterschiede auf, ob irgendwo eine Nazipartei 20 % bekommen hat, oder nicht. In meinem realen Freundeskreis habe ich niemanden mit einer rechten Gesinnung und mein virtueller wird sofort angepasst, sobald ich irgendwas in dieser Richtung lesen sollte. Ich könnte mir echt ein schönes Mittelklasse-Bläschen aufpusten, in dem ich wohlbehütet lebe. Würde meinem Blutdruck in jedem Fall zugutekommen.
 

Jonny

Well-Known Member
Die deutsche Exportindustrie fängt auch schon das Jubeln an:




HeidelCement-Chef sieht auch Vorteile mit US-Präsident Trump



Kurzfristig werde die Unsicherheit von Investoren groß sein und bis zum kommenden Jahr einen Bremseffekt auf die amerikanische Wirtschaft haben, sagte Scheifele am Mittwoch. "Mittelfristig bin ich positiv gestimmt." Es sei damit zu rechnen, dass der Staat unter Trump mehr in Infrastruktur investieren und für Beschäftigung sorgen werde. Sollte Trump tatsächlich die Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen lassen, könnte HeidelCement als Lieferant in Texas und Arizona davon profitieren.

 




http://de.reuters.com/article/deutschland-heidelbergcement-idDEKBN134103




 




Aber jut ... wurde ja auch ordentlich in diesen Mann investiert:




DWO-WI-spendenaufkommen-1.jpg




Quelle: https://www.welt.de/img/wirtschaft/mobile157143411/0411621517-ci23x11-w1280/DWO-WI-spendenaufkommen-1.jpg
 

uppsala

Well-Known Member
@vega: du bekommst nen Like auch wenn ich bei dem Satz mit den 20% nicht bei dir bin. Zumal nicht nur "Abgehängte" die AfD wählen sondern ein hoher Anteil Frustwähler dabei sind, die sich darüber aufregen, dass unten gegen ganz unten ausgespielt wird, während man sich oben kaputtlacht und den Hals nicht voll genug bekommen kann. Die jetzt am lautesten sich beklagen ham mir vor Jahren an den Kopf geworfen als ich ob der Alternativlosigkeit nicht wählen ging, dass Wählen Bürgerpflicht sei und eine Demokratie Wahlergebnisse zu akzeptieren habe... Nun denn, viel Spaß dabei
 

ViehliebMA

Well-Known Member
Clinton wäre wohl das geringe von zwei Übeln gewesen. Es ist aber eben auch hochnot peinlich, als ehemalige Außenministerin und langjährige First Lady so dilettantisch in ein Fettnäpfchen nach dem nächsten zu treten. Ansonsten gilt für mich dasselbe wie nach dem Brexit oder Landtagswahlen mit 20% für die AfD: Es gehört zu Wahlen dazu, dass sie auch missliebige Ergebnisse hervorbringen kann. 
 

vega

Well-Known Member
vor 17 Minuten schrieb uppsala:




<a data-ipshover="" data-mentionid="671" href="<___base_url___>/index.php?/profile/671-vega/">@vega</a>: du bekommst nen Like auch wenn ich bei dem Satz mit den 20% nicht bei dir bin. Zumal nicht nur "Abgehängte" die AfD wählen sondern ein hoher Anteil Frustwähler dabei sind, die sich darüber aufregen, dass unten gegen ganz unten ausgespielt wird, während man sich oben kaputtlacht und den Hals nicht voll genug bekommen kann. Die jetzt am lautesten sich beklagen ham mir vor Jahren an den Kopf geworfen als ich ob der Alternativlosigkeit nicht wählen ging, dass Wählen Bürgerpflicht sei und eine Demokratie Wahlergebnisse zu akzeptieren habe... Nun denn, viel Spaß dabei


Nicht jeder AfD-Wähler mag ein Nazi sein. Aber jeder Nazi wählt die AfD. Und ob man sich in dieser Gesellschaft wohlfühlt und diese durch seine Stimme gar unterstützt, muss jeder für sich entscheiden.




Ich könnte es mit meinem Gewissen jedenfalls in keinster Weise vereinbaren. Da könnte ich noch so frustriert sein. Wobei ich es grundsätzlich verstehen kann, wenn man die Mittel der Demokratie nutzt, um seinen Unmut kenntlich zu machen. Somit bleibt zu hoffen, dass sich bis zur Bundestagswahl vielleicht noch eine Partei hervorhebt, die eben jenen Frustrierten/Protestwählern mit Inhalten und nicht mit Hetze eine Zuflucht bietet.
 

playerred

Well-Known Member
vor 34 Minuten schrieb vega:




dass sich bis zur Bundestagswahl vielleicht noch eine Partei hervorhebt, die eben jenen Frustrierten/Protestwählern mit Inhalten und nicht mit Hetze eine Zuflucht bietet.


Das ist aber reines wunschdenken, das wird net passieren
 

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