Politikgebabbel

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    Stimmen: 24 77,4%
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    Stimmen: 7 22,6%

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    31

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Deine Aussage "Solang Du noch kein Geld verdienst bzw. jemanden versorgen musst, kannste das machen. " habe ich halt als etwas provokant aufgefasst. Als ob man Grün nicht wählen könnte, wenn man Geld verdient und Verantwortung trägt.
Oder anders formuliert: Dann können wir ja froh sein, dass in Deutschland noch viele Leute den "Luxus" haben sich über wichtige Themen wie das Klima Gedanken zu machen und das in ihre Wahlentscheidung miteinbeziehen.

Die Gefahr einer Spaltung der Gesellschaft wie in den USA sehe ich aber auch. Dort gibt es für Klimathemen ebenfalls hohe mediale Aufmerksamkeit und auch Akzeptanz in breiten Teilen der Bevölkerung (z.B. in Kalifornien). Aber eben auch einen zunehmenden großen Teil der Bevölkerung der sich abgehängt fühlt (und teilweise auch ist), und andere Sorgen hat (wobei die Populisten ja eher irrationale Sorgen befeuern, als tatsächlich ernst zunehmende.)
Tja, und nix anderes behauptete ich. Unpolemisch ausgedrückt, wenn ich nicht mit anderen Sorgen überladen bin, habe ich eben mehr Denkfreiheit.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Tja, und nix anderes behauptete ich. Unpolemisch ausgedrückt, wenn ich nicht mit anderen Sorgen überladen bin, habe ich eben mehr Denkfreiheit.
Dann sind wir uns ja einig :wink:
Die Umsetzung der Klimaziele in einem Rahmen den die Bevölkerung mit trägt, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Politik in diesem Jahrhundert. Sonst siehts düster aus.
Und die Tatsache dass hier zunehmend die bürgerliche Mitte Grün wählt, zeigt für mich dass auch die CDU-Klientel mehr und mehr bereit ist.

Aus technischer Sicht haben wir kein Energieproblem, es ist aus Erneuerbaren genug vorhanden. Um die Energie zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu haben und ein stabiles Netz zu haben, ist aber z.B. ein massiver Netzausbau notwendig. Technisch auch kein Problem und die Kosten sind vergleichsweise gering, auch wenn oft anderes behauptet wird.
Das größte Problem: Die Akzeptanz der Bevölkerung für das Windrad und die Trasse in ihrem "Vorgarten". Und da muss die Politik sensibel vorgehen, aber auch beharrlich dran bleiben.

Und was Verbote angeht: Ich kann mich an keine Maßnahme der Grünen in BaWü erinnern die zu Problemen führte und gegen den Willen der Mehrheit durchgesetzt wurde. Kretschmann sagt selbst oft dazu, auch wenn er manche Dinge anders will: Er kann und wird nicht gegen Mehrheiten regieren. Die Bürger müssen mitgenommen werden.
Aber die Öko-Diktatur der Grünen scheint ein großes Schreckgespenst zu bleiben...
 

Lenfer

Well-Known Member
Es gibt keine einfache Lösung. Hat auch keiner behauptet (sofern man sich wenigstens ein bißchen damit auseinandergesetzt hat). Aber was soll man dann machen? Nicht drüber nachdenken? Weiter wie bisher? Niemanden warnen, wenn man überzeugt ist, daß das alles in einer Katastrophe endet (= keine Pappschilder hochhalten)? Immer noch besser, man versucht wenigstens etwas zu ändern und sensibilisiert die Gesellschaft für das Thema, gibt Denkanstöße, schlägt Lösungen vor (auch wenn die dann verworfen werden oder nicht funktionieren), als daß man den Kopf in den Sand steckt, über die "Unlösbarkeit" lamentiert und mit voller Fahrt weiter auf den Abgrund zurast.

ps @FeindeslandTeufel: "Kann gut sein, daß die Grünen irgendwann in eine Verantwortung kommen,..."
Äähm...?!? :wink:
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Aus technischer Sicht haben wir kein Energieproblem, es ist aus Erneuerbaren genug vorhanden. Um die Energie zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu haben und ein stabiles Netz zu haben, ist aber z.B. ein massiver Netzausbau notwendig. Technisch auch kein Problem und die Kosten sind vergleichsweise gering, auch wenn oft anderes behauptet wird.
Das größte Problem: Die Akzeptanz der Bevölkerung für das Windrad und die Trasse in ihrem "Vorgarten". Und da muss die Politik sensibel vorgehen, aber auch beharrlich dran bleiben.
Das ist leider falsch. Beschäftige Dich mal ein wenig mehr mit dem Thema. Das Problem ist nicht die Menge oder der bloße Ort, sondern das Speicherproblem und die Netzlast.
Sonne habe ich nur am Tag und auch Wind unterliegt Zyklen. Am häufigsten habe ich die Spitzen hier ma Vormittag (hat irgendwas mit Erdumdrehung und soweiter zu tun. Kannte mal die genaue Begründung, is aber wurscht. Es is eben so.) Das heißt Du hast diese Spitzenzeiten zu denen Du Strom ins Netz bekommst, aber keine ausreichenden Speicher. Viele unserer Verbraucher ziehen aber eben Abends und Nachts den Strom. Ein E-Auto mit heimischer Ladestation wird da in Zukunft noch dazu kommen. Deshalb muss Du ja aktuell noch andere Technologien vorhalten und /oder Importieren.
Da sind die fehlenden Trassen noch nicht mal das Kernproblem, weil ich den Strom in dem Moment verbrauchen muss und ihn eben nicht im Netz "lagern" kann.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Das ist leider falsch. Beschäftige Dich mal ein wenig mehr mit dem Thema.
Ich habe zufälligerweise Elektrotechnik studiert, bin auf Netze spezialisiert und höre regelmäßig Vorträge von Wissenschaftlern zu genau diesem Thema.
Natürlich sind das eine Reihe von Maßnahmen (Stichwort virtuelles Kraftwerk), nicht nur der Netzausbau (nur als Beispiel wegen der Akzeptanz). Jedenfalls wäre mit Erneuerbaren sehr viel mehr möglich mit entsprechenden Investitionen, das scheitert aber vor allem auch an Akzeptanz-Problemen.
Was wir momentan z.B. an Redispatch-Kosten haben (also das billige Kraftwerke runtergefahren werden müssen und teure produzieren, wegen Netzengpässen) übersteigt die Kosten für den Netzausbau, der das verhindern könnte, bei weitem.

edit: Habe erst kürzlich eine Studie gelesen deren Ergebnis ist dass Netzausbau langfristig deutlich wichtiger ist als mehr Speicherkapazitäten. Falls es dich wirklich interessiert kann ich sie dir noch raussuchen. Aber letztlich braucht man natürlich eine Kombination aus allem: flexible Kraftwerke (was mit VKWs auch mit Erneuerbaren möglich ist), Speicherkapazität, Netzausbau, intelligente Netze, Lastmanagement,...
 
Zuletzt bearbeitet:

philos

Well-Known Member
Momentan kann man sagen, dass die Grünen als weitestgehend als Volkspartei angekommen sind. Ausnahme sind im Osten die Nichtgroßstädte. Selbst in Rostock, was ich bisher eher als rechts eingeschätzt hatte sind sie stärkste Partei geworden. In den anderen Ostgroßstädten oft nahe dran (Ausnahmen Cottbus und Chemnitz). In der Fläche im Osten ist die AfD erschreckend stark geworden.
In den Weststädten ist Grün fast überall vorne, in Freiburg, Heidelberg und Darmstadt haben sie sogar mehr Stimmen bekommen als CDU und SPD zusammen. Bundesweit fast so viele Stimmen wie die CDU. Hätte man eine Sperre für Ü70 Wähler würde die CDU ähnlich aussehen wie die SPD... Ich denke da kann man nicht mehr nur von einem aktuellen Trend wegen eines aktuellen Thema sprechen (wie z.B. Fukushima)... Da hat sich in der Bevölkerung viel getan.
In den letzten Jahren wurden viele Oberbürgermeister von den Grünen gestellt und soweit ich weiß bisher alle wiedergewählt. Kretschmann (den ich nicht unkritisch sehe) hat die Wiederwahl geschafft und liegt im Moment noch immer vor der CDU. Ich denke viele merken, dass Grüne Regierungen eben nicht nur durch Idealismus geprägt sind, sondern auch in einer Verantwortung gut funktionieren und nicht alles ins Chaos führen, wie viele es ihnen nachgesagt haben.

Es ist auf jeden Fall eine spannende Zeit des Umbruchs. Die AfD zum Glück ein wenig ausgebremst, auch wenn sie das, natürlich, anders sehen und nur die anderen dran Schuld sein können...
Hat eigentlich jemand eine Statistik bereitliegen die das Ergebnis in Ost/West aufschlüsselt? Fände ich mal interessant.

P.S. Die Grafik zu Wählerwanderung ist da: https://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-wahl-die-gruenen-holen-mehr-als-zwei-millionen-stimmen-von-spd-und-union-a-1269092.html
Die Vermutung: Ex SPD Wähler gleich Neu Grünwähler stimmt definitiv nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

philos

Well-Known Member
Bei über drei Prozent Zuwachs für die AFD frag ich mich wo du deinen Optimismus diesbezüglich hernimmst. Und z.B. in Polen ist es noch schlimmer.
Bei der letzten BTW waren es aber 2% mehr und die AfD stand bei der letzten Eurowahl noch ziemlich am Anfang ihres Aufstieges. Von daher ist der Trend nach oben schon vorerst gestoppt, zumal man an den langen Gesichtern der Quälgeister schon die Enttäuschung ablesen konnte... LEtztes Jahr hätte die AfD wohl noch mit 15-16% rechnen können. Von daher ist zwar jedes Prozent weiterhin eines zu viel, aber dennoch hat mich ihr tatsächliches Schrumpfen schon ein wenig "gefreut"...
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Ich habe zufälligerweise Elektrotechnik studiert, bin auf Netze spezialisiert und höre regelmäßig Vorträge von Wissenschaftlern zu genau diesem Thema.
Gut, dann müssten Dir aber die Probleme ja bekannt sein. Die sind aktuell nun mal vielschichtiger als der mangelnde Trassenausbau. Aktuell müssen wir teilweise unseren zuviel produzierten Ökostrom im Ausland "entsorgen", weil er irgendwo hin muss und das müssen wir sogar noch bezahlen.

Das sind alles Themen, mit denen Du keinem auf der Straße kommen brauchst. Es sind aber leider Fakten mit denen Du umgehen musst, wenn Du in der politischen Verantwortung bist. Stand heute sind wir eben noch eine produzierende Industrienation, deren Rückgrat eben selbe ist und die ist von einer verlässlichen Stromversorgung abhängig. Es gibt einige Produktionsprozesse, die sehr energieintensiv sind und die kannst Du nicht einfach ohne Schaden unterbrechen.

Die einfache Lösung wäre dann natürlich zu sagen, "Braucht's die dann? Ich kann als Lehrer auch Kinder unterrichten, ohne die Industrie x oder y." Dass diese Industrie aber Menschen Arbeit gibt, die wiederum Geld und Steuern für andere Leistungen in diesem Staat zahlen und am Ende eben auch das Lehrergehalt, da wird die einfache Lösung dann doch etwas komplexer und bietet sozialen Sprengstoff.

Ich weiß, ich weiß, ist alles egal wenn die Katastrophen kommen. Es ist aber die Problematik in einer Demokratie und wird sich nicht ändern.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Die sind aktuell nun mal vielschichtiger als der mangelnde Trassenausbau.
Habe nie geschrieben dass nur das nötig sei., sondern "z.B. ein massiver Netzausbau". Und über die Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum/Industrie etc. pp. bin ich mir doch bewusst, das ist eine riesen Herausforderung für die Politik Lösungen zu finden.

Und ansonsten bleibe ich dabei: Wir sind uns doch einig über die Problematik sowohl der Akzeptanz in einer Demokratie, als auch der zwingenden Notwendigkeit der Klimafrage der wir uns stellen müssen. Belassen wirs dabei.
 

philos

Well-Known Member
Insgesamt müssen wir mit diesen "Denkverboten" aufhören. "Fällt aus wegen is nich" war gestern. Ich habe den Eindruck, dass viele, vor allem in der CDU/CSU, nach dem einen großen Schalter suchen der keinem Weh tut, aber allen hilft. Den gibt es halt nicht. Ausstieg aus der Kohleverbrennung, Tempolimit auf 130 km/h, Senkung des Fleischkonsums etc. da müssen eben viele kleine Schrauben gedreht werden, die allen ein bisschen weh tun, aber keinem richtig. Und vieles davon wird eben nur "von oben herab" gehen. Auf Einsicht oder Entgegenkommen der Industrie, also Lindners "Profis" zu hoffen ist utopisch. Da gibt es im Mittelstand zwar ein Paar Firmen bei denen es "Klick" gemacht hat, aber die Großen AGs schauen doch vornehmlich darauf kurzfristig Rendite zu machen. Scheiß drauf was in Zukunft kommt.
Hätte es keine Verbote gegeben würden wir wahrscheinlich noch immer mit verbleitem Benzin fahren, hätte FCKW Kühlschränk und keine Gurte im Auto, keine Filter an Industrieanlagen und Arbeitsschutz sowieso nicht. Vieles davon wurde kritisiert und mit dem Verlust von Arbeitsplätzen argumentiert, aber passiert ist... wenig bis nichts...
Leider ist "Vernunft" nicht gerade eine Stärke der Menschen, ansonsten würde ich wohl 30kg weniger wiegen und freiwillig statt 160kmh 130kmh fahren. Was ich versuche, aber der "fliesende Verkehr" ist dann doch zu verlockend...
 

Klingenstädter

Moderator
Spannende Diskussion hier. Danke dafür!

Zum Wählerverhalten möchte ich noch anmerken, dass es unter dem Schlagwort "Dealignment" spannende Forschung zum beobachtbaren Phänomen der abnehmenden Stammwählerschaft (ausgedrückt durch "Parteiidentifikation" und "Wahlverhalten" in entsprechenden Sozialforschungen) gibt. Spannenderweise legt etwa diese (kurze und übersichtliche) Betrachtung nahe, dass einzig bei den Grünen eine gegenläufige Bewegung zu beobachten ist, die als nachholende Entwicklung der Verstetigung analog zu den Altparteien nach Republikgründung zu beobachten war.

Neue Konfliktlinien, die augenscheinlich sind und die näher untersucht werden müssen, sind die extremen geografischen Konfliktlinien sowohl zwischen Stadt (Grüne) und Land (Union/SPD/AfD) und zwischen West (Altparteien) und Ost (Neonazis/exzessives Protestwahlverhalten).

Es bleibt nun auch spannend, ob und wie die deutschen Europapolitiker (wie von Lambsdorf und Oettinger gestern im ZDF angekündigt) nun parteiübergreifend diesen Impuls aus der deutschen Wahl aufgreifen und in ihre EP-Fraktionen tragen. Bislang war Deutschland ja eher die Bremse in Sachen Klimapolitik...
 

Ramser Wildsau

Well-Known Member
Bei der letzten BTW waren es aber 2% mehr und die AfD stand bei der letzten Eurowahl noch ziemlich am Anfang ihres Aufstieges. Von daher ist der Trend nach oben schon vorerst gestoppt, zumal man an den langen Gesichtern der Quälgeister schon die Enttäuschung ablesen konnte... LEtztes Jahr hätte die AfD wohl noch mit 15-16% rechnen können. Von daher ist zwar jedes Prozent weiterhin eines zu viel, aber dennoch hat mich ihr tatsächliches Schrumpfen schon ein wenig "gefreut"...
Naja, in der Palz holt die AfD nun 12-13 statt wie letztes Mal 6-7 %. Und was soll erst aus deren Hochburgen werden entlang der polnischen Grenze? Diese Leute bekommst du doch nicht mehr in die "normale" Gesellschaft zurück. Da durchsetzen die Rechten sämtliche gesellschaftlichen Strukturen und können sich wenn mal was nicht läuft, bei ihrer loyalen Wählerschaft immer mit der "linksversifften" Bundesregierung rausreden... Diese Wähler interessiert es keinen Furz wenn Seehofer die Einwanderungsgesetze kontinuierlich verschärft, wenn die im Fernsehen einen Schwarzen sehen ist für die die Überfremdung das einzige Thema. :/
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Hätte es keine Verbote gegeben würden wir wahrscheinlich noch immer mit verbleitem Benzin fahren, hätte FCKW Kühlschränk und keine Gurte im Auto, keine Filter an Industrieanlagen und Arbeitsschutz sowieso nicht.
Ich empfinde verbindliche Regelungen in manchen Bereichen (z.B. auch beim Pfand) eher als Freiheit-bringend. Weil dann muss ich mir nicht ständig Gedanken machen was ich jetzt "darf" und was nicht. Sondern dann regelt das Notwendige der Staat, und das ist auch seine Aufgabe. Ich hab absolut keine Lust mich bei jedem Tierprodukt über die Haltungsbedingungen etc. zu informieren (und werde auf diese Weise auch kein Vegetarier mehr). Das ist einfach nicht meine Aufgabe. Da wäre mir lieber es gibt klare Regeln die faire Bedingungen garantieren (mit teureren Preisen) und ich kauf oder lass es wie ich will.
Aufs schlechte Gewissen zu setzen ist Unsinn. Das empfinde ich eher als von-oben-herab. Niemand brauch beim Einkaufen ein schlechtes Gewissen haben.
 

philos

Well-Known Member
Ich empfinde verbindliche Regelungen in manchen Bereichen (z.B. auch beim Pfand) eher als Freiheit-bringend. Weil dann muss ich mir nicht ständig Gedanken machen was ich jetzt "darf" und was nicht. Sondern dann regelt das Notwendige der Staat, und das ist auch seine Aufgabe. Ich hab absolut keine Lust mich bei jedem Tierprodukt über die Haltungsbedingungen etc. zu informieren (und werde auf diese Weise auch kein Vegetarier mehr). Das ist einfach nicht meine Aufgabe. Da wäre mir lieber es gibt klare Regeln die faire Bedingungen garantieren (mit teureren Preisen) und ich kauf oder lass es wie ich will.
Aufs schlechte Gewissen zu setzen ist Unsinn. Das empfinde ich eher als von-oben-herab. Niemand brauch beim Einkaufen ein schlechtes Gewissen haben.
Ganz meiner Meinung. Nur weil in Teilen der Bevölkerung eben gerade die Grünen mit ihrer Forderung nach gewissen Reglungen gerne als "Verbotspartei" dargestellt werden. Manche Dinge müssen einfach von oben herab geregelt werden. Sei es Gurtpflicht (Was ein Drama damals) oder Tempolimit auf Landstraßen(! Freie Fahrt für freie Bürger). Inzwischen absolut akzeptiert und ich denke gerade die jüngere Generation würde ein Tempolimit auf Autobahnen akzeptieren. Bin übrigens auch dafür, da ich lange in den Niederlanden gewohnt und die Vorteile zu schätzen gelernt habe.
Wie gesagt viele Kleinvieh macht auch nen großen Haufen. Aber erzähl das mal den Verkehrsministern der Union. Scheinbar gibt es da einen Wettbewerb immer gerade den unfähigsten und lautesten Sonderschüler nach Berlin abzukommandieren.. Unglaublich... Bei Ramsauer dachte man: Es kann nicht schlimmer werden... Doch dannach kam das Doperind... Das konnte doch niemand mehr unterbieten? Kein Problem für die CSU, die haben da noch einen: #beScheuert... Ihr wisst schon, der mit dem gesunden Menschenverstand.... Seit 2009 ist dieses Schlüsselressort quasi nicht mehr besetzt. Dort geht es nicht nur um den Verkehr, sondern eben auch um die Infrastruktur, es ist ein Schlüsselressort für die Energiewende und wird von lauter Osawes geleitet... Immer schnell bei der Sache, aber selten erfolgreich...
 

strowbowse

Well-Known Member
Was das Tempolimit und die Tierhaltung angeht bin ich ja ganz bei euch.
Aber bei anderen Themen sollten Verbote nicht das Mittel zum Zweck sein.
Bei meinen Flügen bin ich mir sicher, dass der Kunde trotzdem auf die vor Ort Zeit bestehen würde. Wer wäre in dem Fall der Depp (gerade auf dem Weg von München nach Stuttgart mit dem Zug, was nach Stuttgart 21 gut eine halbe Stunde schneller geht, die Grünen aber stoppen wollten).

Aber ja, es gibt genug Dinge, die man abschaffen sollte, auch wenn Arbeitsplätze dran hängen. Und dann aber auch wirklich abschaffen, nicht mit Pfand oder Gebühr versehen:
- to go Becher
- Plastiktüten
- Kreuzfahrten
- Autos mit mehr als 150 PS
- ...

Des weiteren sollte der ÖPNV und commuting gefördert werden. In München gibt's zwar U-Bahn, S-Bahn und Bus, die Infrastruktur wurde aber zu großen Teilen zu Olympia gebaut und steht kurz vorm Kollaps - ländliche Gegenden haben diese Infrastruktur nicht mal.
 

uppsala

Well-Known Member
Wie es aussieht ist die CDU auf dem besten Weg die Stimmen der unvernünftigen Jung-Wähler wieder für sich zu gewinnen:
Wahnsinn. Andererseits auch wieder gut. Denn wie schon geschrieben: CDU und SPD schaffen sich selbst ab und merken es gar nicht. Bleibt zu hoffen, dass die Grünen aus ihren Fehlern zu Beginn gelernt haben, als sie "unsere" Hoffnung in den 80ern/90ern waren und sich dann "etablierten" und in Regierungsverantwortung ihre Werte soweit vergessen haben, dass es eine Angela Merkel sein musste, die den Atomausstieg verkündete. Bei Kretschmann und Habeck sieht das so aus. Bei anderen bin ich gespannt, wann die Grabenkämpfe auf Bundesebene losgehen. Etabliert halt ...
Und mit jeder hohen Wahlbeteiligung fühlt man sich in Berlin legitimiert und bestätigt in all der Scheiße, die dort tagtäglich produziert wird. Und immer schön rechts gegen links ausspielen und mit dem Finger im Wechsel mal auf die einen mal auf die anderen zeigen. Und dabei Sekt und Kaviar mit den Lobbyisten verschlingen. Quo vadis Deutschland?
 

Ramser Wildsau

Well-Known Member
Ist schon krass welche völlig selbstverständliche Gier aus dem Tweet spricht. Was ist mit "Arbeit muss sich lohnen"? Und weiß der Mann wie gut es den meisten von uns im Vergleich zu unseren Großeltern oder Bürgern anderer Nationen geht? Außer den Amis klagt wohl keiner so viel über die Steuern wie wir Deutschen, vor allem aber bei völlig überzogenen Ansprüchen was der Staat alles für den Bürger zu machen hat. Wehe wenn irgendwo drei Tage ein Schlagloch in de Gass is...
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Ich denke die Taktik der CDU ist sehr gut: Bloß nicht den Kopf darüber zerbrechen was man eventuell selbst besser machen könnte, sondern einfach abwarten bis alle Wähler die 60+ erreicht haben und nicht mehr so viel darüber nachdenken wen sie wählen, sondern ihr Kreuz gewohnheitsgemäß bei der CDU machen. Na gut, von gewohnheitsgemäß kann man vielleicht nicht mehr reden, weil die CDU ja auch bei den mittleren Generationen hinten liegt. Aber die werden sich im Alter beim Blick aufs Klima sicher besinnen darauf wie vernünftig ihre Vorfahren gewählt haben. Wie gesagt, nur nicht den Kopf zerbrechen liebe CDU.

Aber mal ehrlich...ich will das ja nicht auf die ganze CDU beziehen, es gibt auch bei denen sehr vernünftige Politiker (z.B. fand ich den CDU-Spitzenkandidaten in Bremen wesentlich sympathischer als den stock-steifen SPD-Mann). Aber hier in BaWü (und ich vermute auch anderswo) ist die CDU nur so durchsetzt von Kaspern wie Thomas Bareiß (ist Vorsitzender meines Heimat-Wahlkreises...), die sind an Arroganz einfach kaum zu überbieten. Deshalb sind die Grünen hier auch längst nicht mir die Links-Alternative-Partei, sondern die bürgerliche Mitte wandert ab. Da haben sehr viele die Erfahrung gemacht dass es unvernünftig ist CDU zu wählen. Und dann trotz jahrelanger Misere und einem erfolgreichen grünen Ministerpräsidenten noch solche Sprüche...das registriert nicht nur die Jugend, sondern auch das abgewanderte bürgerliche Lager.
 

fck_lunae

Well-Known Member
Gut, er schreibt jetzt sogar nur von "Erstwähler", es gibt ja auch weitere Stimmen (im Volke...), die behaupten, dass man grün nur wählen kann, wenn man exorbitant viel Geld, niemanden zu versorgen oder nicht sein eigenes Geld zu verdienen hat.

Also, dann packen wir mal aus und dröseln die einzelnen Theorien auf.
Ich habe auf Europaebene Die PARTEI gewählt und auf Bürgermeisterebene die Grünen.

1. Nein, ich verdiene nicht exorbitant viel Geld, verdiene aber definitiv nicht schlecht.

2. Definiere "niemanden zu versorgen". Ja, wir sind ein DINK-Haushalt, unser einziges "Kind" nennt sich Sunny und ist ein Hund. Und wenn ich die platz-, geld- und zeittechnischen Möglichkeiten hätte, hätten wir sicherlich mehrere Hunde.
Aber abgesehen davon hat man auch sich selbst zu versorgen, was wir mit großer Vorliebe und voller Inbrunst mit Bio-Produkten sowie Marken bewerkstelligen, hinter denen keine ethisch bedenklichen Firmen wie Nestlé, Mars, Procter & Gamble etc. stehen. Selbiges beim Strom- und Gasanbieter, soweit selbst wählbar.
Das ist in vielen Fällen per se schon teurer und es ist zudem auch verdammt aufwändig.

Und genau da kommen wir wieder zu dem Punkt, dass es an gewissen Stellen nun mal Verbote oder sagen wir lieber neue Regeln(!) braucht und die sich viele wohl auch von den Grünen erhoffen. Viele sind zu bequem und der Mensch ist am Ende ein Gewohnheitstier.
Es kann jedoch nicht die verdammte Aufgabe von uns Konsumenten sein, darauf achten zu müssen, welche Konzerne Arschlöcher sind. Mir jedes Mal bis ins kleinste Detail durchlesen zu müssen, welche Inhaltsstoffe (Palmöl z. B.) und Nährwerte in einem Produkt drin sind und welche nicht.
Und ich will auch einfach keine Produkte kaufen, die bzw. deren Bestandteile an Tieren getestet wurden. Ja, das ist auch bei Lebensmitteln der Fall!
Das ist die Aufgabe der Konzerne bzw. sollte sie sein.
Also Einführung einer Lebensmittelampel z. B., keine Verwendung mehr von (konventionellem) Palmöl, keine Tierversuche mehr.

Plastikverpackungen müssen extrem reduziert werden - so Konzepte sind absolut machbar. Siehe unverpackt-Läden etc.
Wie setzt man da die Konzerne am besten unter Druck? Ja... jetzt wird es natürlich unangenehm für die Hersteller! Ich kann das einerseits über Strafzahlungen für die Firmen handhaben, die sich einen Scheiß drum kümmern oder ich biete (ggf. sogar gleichzeitig) Subventionen für Firmen an, die sich damit auseinandersetzen und etwas verbessern.

Beim Thema Mobilität ist es schwieriger, da stimme ich zu. Wenn Sprit noch teurer wird, muss auch die entsprechende Infrastruktur/Taktung für einen gut organisierten und nach bester Möglichkeit kostenlosen(!) ÖPNV vorhanden sein.
Der teure Sprit (und vermutlich auch teurere Parkplätze) täte in diesem optimal gestalteten Falle nämlich nur noch denen weh, die meinen, sie müssten für 3g Tomaten mal eben noch mit dem Porsche Cayenne in die Innenstadt fahren.
Da gibt's bestimmt auch viele interessante Ideen, mit denen ich mich allerdings noch nicht komplett auseinandergesetzt habe, daher kann ich hierzu auch nicht allzu viel aufzählen (in Wiesbaden und Umgebung wird ja die Einführung einer Citybahn diskutiert, um ein Beispiel zu nennen - irgendwie schon blöd, dass man die Straßenbahnstrecken auf der hiesigen Rheinseite irgendwann abgebaut hat, nur, um sie nun wieder einführen zu wollen...).
Und mir ist bewusst, dass auch E-Mobilität nicht das Allheilmittel ist bzw. sein kann (bzgl. Gewinnung der Rohstoffe, Batterielebensdauer, Entsorgung, etc. pp.) - es ist aber auch nicht meine Aufgabe, zu wissen, wie man es besser machen kann. Auch hierzu gibt es sicherlich hinlänglich Konzepte und Überlegungen, die gilt es dann auch entsprechend zu hören, zu belohnen und zum Ende hin auch umzusetzen.

Und bevor ich hier noch weiter ausschweife:

3. Ich muss mein Geld selbst verdienen. Also von Beruf "Tochter" ist nicht. :wink:
 

playerred

Well-Known Member
Bei einem Verkehrsunfall verunglückt - Zweitligaspieltag abgesagt

José Antonio Reyes ist tot, er gewann 5 mal den Eurocup, 3mal mit Sevilla und 2 mal mit Atletico.
Er wurde 2004 ungeschlagen englischer Meister mit Arsenal.


Der ehemalige spanische Nationalspieler José Antonio Reyes ist am Samstag bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Der Mittelfeldspieler, der unter anderem für den FC Sevilla, Real Madrid, Atletico Madrid und den FC Arsenal aktiv war, spielte zuletzt in der zweiten spanischen Liga bei Extremadura UD.

https://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/750552/artikel_josc3a9-antonio-reyes-ist-tot.html

Ruhe in Frieden
 

playerred

Well-Known Member
SPD-Chefin Nahles tritt zurück !

Zwei Tage vor der vorgezogenen Wahl zum Fraktionsvorsitz, tritt Andrea Nahles als Partei- und Fraktionschefin zurück.
Die Ereignisse dieser Woche hätten gezeigt, dass ihr die nötige Unterstützung fehle, teilte Nahles mit.
Sie wolle die Möglichkeit eröffnen, dass in beiden Funktionen in geordneter Weise die Nachfolge geregelt werden könne.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article194576083/SPD-Andreas-Nahles-kuendigt-ihren-Ruecktritt-an.html

Was ein Haufen, die wechseln die Chefs schneller wie die Fußballklubs die Trainer.
 

redskin

Moderator
Teammitglied
Finde ich gut! Unabhängig, dass ich - als alter Sozi und Groko-Gegner - selbst nicht von Nahles begeistert war, habe ich auch niemanden in meinem Umfeld gefunden, der sie für die Geeignete gehalten hat. Leider sehe ich im Moment nur ganz wenige, die das notwendige Charisma haben, um die SPD erfolgreich zu führen. Vielleicht gibt es diese in einem der Bundesländer. Die Grünen haben es vorgemacht.
Unabhängig davon, dass sich mein Zigarettenkonsum auch nicht annähernd auf Helmut-Schmidt-Niveau befindet, möchte ich mitteilen, dass ich nicht zur Verfügung stehe. :smile:
 

Ramser Wildsau

Well-Known Member
Kann mir mal einer erklären warum der Rauswurf von Nahles in den Medien als so grausam dargestellt wird? Ich fand die Frau zum Fremdschämen, Bätschi, und für mich war sie auch ein Grund warum die SPD Jahr um Jahr Stimmen verloren hatte, ich würd sogar sagen sie war das Gesicht dieser Misere, da es ja fast jedesmal sie war die den Kameras darüber Rede und Antwort stand.
 

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