Wen würdet ihr denn wählen?

Wen würdet ihr wählen?

  • CDU (CSU seperat - ganz unten!)

    Stimmen: 1 3,2%
  • SPD

    Stimmen: 5 16,1%
  • AfD

    Stimmen: 0 0,0%
  • FDP

    Stimmen: 4 12,9%
  • Linke

    Stimmen: 6 19,4%
  • Bündnis 90/Grüne

    Stimmen: 8 25,8%
  • Freie Wähler

    Stimmen: 2 6,5%
  • Die PARTEI

    Stimmen: 1 3,2%
  • Tierschutzpartei

    Stimmen: 1 3,2%
  • NPD

    Stimmen: 0 0,0%
  • Piraten

    Stimmen: 0 0,0%
  • ÖDP

    Stimmen: 0 0,0%
  • BGE (Bündnis Grundeinkommen)

    Stimmen: 0 0,0%
  • V- Partei³— Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer

    Stimmen: 0 0,0%
  • DM (Deutsche Mitte)

    Stimmen: 0 0,0%
  • DiB (Demokratie in Bewegung)

    Stimmen: 0 0,0%
  • BP (Bayernpartei)

    Stimmen: 0 0,0%
  • AD-D (Allianz Deutscher Demokraten)

    Stimmen: 0 0,0%
  • Tierschutzallianz

    Stimmen: 0 0,0%
  • MLPD

    Stimmen: 0 0,0%
  • Gesundheitsforschung (Partei für Gesundheitsforschung)

    Stimmen: 0 0,0%
  • Menschliche Welt

    Stimmen: 0 0,0%
  • DKP

    Stimmen: 0 0,0%
  • Die Grauen

    Stimmen: 1 3,2%
  • Deutsche Konservative

    Stimmen: 0 0,0%
  • dieBasis

    Stimmen: 0 0,0%
  • III. Weg

    Stimmen: 0 0,0%
  • SSW

    Stimmen: 0 0,0%
  • CSU

    Stimmen: 1 3,2%
  • Sonstige Parteien

    Stimmen: 1 3,2%

  • Umfrageteilnehmer
    31
  • Umfrage geschlossen .

Jonny

Well-Known Member
Somit immer ne Koalition mit Korrektiv gg Extrem-Phantasien. Da kann man nicht meckern.

Extremes mit Scholz? Woher kommen diese Vorstellungen?
Scholz wäre schon genug Korrektiv bei rot-grün-rot gewesen. Wenn er diese Koalition überhaupt eingegangen wäre.



Das werden krasse Koalitionsverhandlungen:

Die FDP wird es sich teuer erkaufen lassen, in ein rot-grün-gelbes Bündnis einzustimmen (also das Finanzministerium fordern, falls Lindner sich nicht das mMn weniger mächtige Außenministerium "andrehen" lassen wird, weil er da persönlich wird glänzen können).

Ähnliches gilt bei schwarz-grün-gelb: Das dürften die Grünen eigentlich nur machen, wenn CDU und FDP die schwarze Null aufgeben und Deutschland endlich in Infrastruktur und Klimaschutz investiert (und darüber Arbeitsplätze schafft). Halte ich für äußerst unwahrscheinlich so eine Kehrtwende bei Union und FDP.

Ich sehe 4 Jahre Stillstand und "Weiter so" auf unser Land zukommen. Es wird ein paar Entwicklungen in Sachen Digitalisierung geben, aber beim Sozialen und beim Klimaschutz bin ich äußerst pessimistisch. Da werden in 2, 3 Jahren eher Teile der Wirtschaft zur treibenden Kraft, damit Deutschland nicht komplett den Anschluss verliert. Aber das Bemühen der Autoindustrie für E-Autos und der Stahl- und Alu-Industrie für Subventionen zum Umbau hin zu "grünem Wasserstoff" wird viel zu wenig sein, um die Klimaziele zu erreichen.

Der Klimawandel lässt sich nicht wegdiskutieren und Innovationen werden ihn allein nicht aufhalten. Warum fahren denn immer noch so viele Loks mit Diesel, wenn es innovative E-Loks gibt? Es braucht auch politische Anreize und vor allem Geld, um Innovationen umzusetzen. Solange wir aber so tun, als müssten zukünftige Generationen irgendwelche Schulden zurückzahlen, lügen wir uns so dermaßen selbst an, dass es kracht. Ja, Deutschland zahlt ständig Schulden zurück, aber nimmt auch ständig neue auf - seit Jahrzehnten. Da musste noch nie irgendeine zukünftige Generation plötzlich alle Schulden zurückzahlen. Wir verschulden uns vielmehr bei unseren Kindern und Enkeln, weil wir ihnen eine Welt übergeben, auf der Dürren, Extremwetter, Klimaflüchtlinge, Klimakriege toben werden.

Natürlich kann Deutschland den Klimawandel nicht allein stoppen. Aber die Bundesrepublik hat ein riesen Gewicht in Europa, wird dort weiter eher bremsen (weil sie auf die schwarze Null besteht und die Autoindustrie schützen will), und könnte auch Druck auf andere Industrieländer ausüben. Je weniger Klimavorreiter es auf der Welt gibt, desto schwieriger wird es beim Klimaschutz.

Junge Menschen werden sich noch umgucken in den nächsten Jahren.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Rot-Grün reicht auch nicht.
Somit immer ne Koalition mit Korrektiv gg Extrem-Phantasien. Da kann man nicht meckern.

Was hat denn Rot-Grün mit Extrem-Phantasien zu tun? Ob man die politische Sicht nun teilt oder nicht, aber auch die Grünen sind längst in der politischen Mitte angekommen und in vielen Länder-Regierungen seit langem als stabile (alles andere als extreme) Partei etabliert.

Eine Ampel fände ich aber jetzt auch eine gute Lösung. Jamaika mit Laschet als Kanzler wäre schon erstaunlich nachdem er als Kanzlerkandidat eindeutig durchgefallen ist.

Dass die politischen Extremen an den Rändern geschwächt sind freut mich vor allem!
 

uppsala

Well-Known Member

Misch dich ein und sage NEIN. Ich hatte fast damit gerechnet, dass die AfD wieder zweistellig wird. Aber 15(?) Direktmandate, also 15 gewonnene(!) Wahlkreise, erneut zweitstärkste Kraft in MeckPomm, stärkste Partei in Sachsen ... ganz sicher müssen wir uns um den Klimaschutz kümmern, aber man muss jetzt auch mal anfangen, den AfD-Wählern eine Perspektive zu bieten, dass es auch den demokratischen Parteien gelingen kann, für Sicherheit zu sorgen und die Daseinsvorsorge zu gewährleisten. Wenn ich die Grafiken im MoMa richtig verstanden habe, dann sind mehr als 50% der AfD-Wähler fern von der klassischen rechten Denke. Die muss man zurückholen. Nicht um jeden Preis, aber versuchen sollte man es auf jeden Fall.
 

Alb-Teufel

Well-Known Member
Das R2G-Spektrum hat insgesamt deutlich zugelegt (trotz der Verluste der Linken, die aber wahrscheinlich nicht ins andere Lager sondern zur SPD abgewandert sind). Somit würde Jamaika dem Wahlergebnis deutlich widersprechen. Stattdessen wäre es nur logisch, wenn die drei Parteien, die Sitze gewonnen haben, eine Regierung bilden; also die Ampel. Die Ampel würde die Wähler wohl am besten repräsentieren.

Wenn Ministerien wie Verkehr und Landwirtschaft nicht mehr von der CDU (und möglichst auch nicht von FDP) geführt werden, wären zumindest leichte Veränderungen möglich. Das wäre dann schonmal positiv. In Sachen Klima wird man aber leider weiterhin nur zu langsam vorankommen.
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Extremes mit Scholz? Woher kommen diese Vorstellungen?
Scholz wäre schon genug Korrektiv bei rot-grün-rot gewesen. Wenn er diese Koalition überhaupt eingegangen wäre.

Das "Extrem" bezieht sich auf beide Seiten.
Wenn es RGR gegeben hätte, oder auch RG, dann wären andere Maximalpositionen möglich. Genauso verhält es sich bei Schwarz-Gelb.
Unterm Strich wären dann immer 50% der Bürger unzufrieden. Und es ist doch genau das, worüber sich auch hier im Forum die Leute Gedanken machen, das die jeweils andere Seite maximale Positionen durchzieht.
Das werden krasse Koalitionsverhandlungen:

Die FDP wird es sich teuer erkaufen lassen, in ein rot-grün-gelbes Bündnis einzustimmen (also das Finanzministerium fordern, falls Lindner sich nicht das mMn weniger mächtige Außenministerium "andrehen" lassen wird, weil er da persönlich wird glänzen können).

Ähnliches gilt bei schwarz-grün-gelb: Das dürften die Grünen eigentlich nur machen, wenn CDU und FDP die schwarze Null aufgeben und Deutschland endlich in Infrastruktur und Klimaschutz investiert (und darüber Arbeitsplätze schafft). Halte ich für äußerst unwahrscheinlich so eine Kehrtwende bei Union und FDP.
Ich lege mich mal fest, es wird Jamaika.
Den Grund hast Du eigentlich grad beschrieben. Grün und Gelb werden mit einander reden und sich einigen. Das wird dann darauf hinauslaufen, dass die Grünen ihre Themen bei Klima und Investitionen bekommen und ggf. bei der Zuwanderung. Die FDP wird ihre Finanzthemen bekommen, da ich glaube, dass es durchaus möglich ist hier das Geld alternativ zu Steuererhöhungen aufzutreiben.
Das wird aber dann dazu führen, dass bei Gesprächen mit den Großen, die Schnittmengen mit der CDU größer sein werden als mit der SPD, deren Hauptthemen Rente, Steuer und Mindestlohn sind. Das sind alles Finanzthemen und wenn die Grünen mit ihrem Kompromis mit den Gelben zufrieden sind, werden sie keine großen Anstalten machen, bei diesen Themen der SPD beizuspringen. Die SPD selbst kann sich hier kaum bewegen, weil die Basis ja auch noch zustimmen müsste.
Auf der anderen Seite, hat die CDU a) weniger Schmerzen mit einem Grün/Gelb-Kompromis, den die FDP schon abgenickt hat. Einzig bei der Zuwanderung könnte es da Reibungen geben, aber b) müssen die sich mehr bewegen wollen, weil sie anders als die SPD Wahlverlierer sind.

Deshalb wird es meiner Meinung nach auf Jamaika mit 2 starken Kleinparteien hinauslaufen und nicht auf die Ampel, in der die SPD einen wesentlich deutlichern Führungsanspruch hätte.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
oder auch RG, dann wären andere Maximalpositionen möglich. Genauso verhält es sich bei Schwarz-Gelb.
Unterm Strich wären dann immer 50% der Bürger unzufrieden.

Nicht ganz...wenns für RG oder Schwarz-Gelb gereicht hätte, wärens ja über 50 % gewesen :wink:
Letztlich hat eine gewisse Polarisation und Unterscheidung zwischen links und rechts auch was Gutes. Das Gefühl dass es kaum noch Unterschiede gibt zwischen den etablierten Parteien wird bei vielen ja immer größer (ob nun zu Recht oder nicht). Und das liegt auch an der großen Koalition zwischen den alten Lagern...Letztlich muss eine Regierung auch ein klares Profil haben und entsprechende Entscheidungen in eine Richtung treffen.

Aber das Wahlergebnis ist jetzt natürlich eindeutig so dass insbesondere das ökologische und das liberale Lager in der Regierung vertreten sein müssen. FDP und Grüne waren gerade bei den jungen Wählern auch sehr stark.
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Ich hab mir natürlich auch noch Gedanken zu der Personalie Laschet gemacht. Vor dem Hintergrund "Ungewollter Verlierer = Kanzler?".
Hier sehe noch 2 mögliche Szenarien:
1. Er überrascht alle in den Verhandlungen und zieht sie auf seine Seite. Angeblich soll er ja gerade diesen ausgleichenden Charakter haben, um Leute auf einen Nenner zu vereinen. Das würde dann zwar die Kanzlerschaft schon zu Beginn belasten, aber das war bei Merkel auch nicht anders.
2. Er überzeugt nicht und seine eigenen Leute geben ihm den "Todesstoß" indem sie ihn als Konzessionsentscheidung durch Söder ersetzen und ihm den Fraktionsvorsitz geben.

Die zweite Variante halte ich für gar nicht unwahrscheinlich, weil man damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen würde. Man hat zum einen das Argument des schlechtern Kandidaten und Losers weg und zum anderen hat man ein mögliches Störfeuer aus Bayern aus dem Weg.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Misch dich ein und sage NEIN. Ich hatte fast damit gerechnet, dass die AfD wieder zweistellig wird. Aber 15(?) Direktmandate, also 15 gewonnene(!) Wahlkreise, erneut zweitstärkste Kraft in MeckPomm, stärkste Partei in Sachsen ... ganz sicher müssen wir uns um den Klimaschutz kümmern, aber man muss jetzt auch mal anfangen, den AfD-Wählern eine Perspektive zu bieten, dass es auch den demokratischen Parteien gelingen kann, für Sicherheit zu sorgen und die Daseinsvorsorge zu gewährleisten. Wenn ich die Grafiken im MoMa richtig verstanden habe, dann sind mehr als 50% der AfD-Wähler fern von der klassischen rechten Denke. Die muss man zurückholen. Nicht um jeden Preis, aber versuchen sollte man es auf jeden Fall.

Die AfD wird immer mehr zur neuen Ost-Partei. Ohne die Wählerwanderungen zu kennen, scheinen sie da eher die Linke abzulösen. Im Osten wurde ja schon immer extremer gewählt (wobei die Linke dort, ganz im Gegensatz zur AfD, moderater ist).
Das Problem der SPD und der Linken ist ja schon länger dass sie eben genau diese abgehängte (oder sich abgehängt-fühlende) alte Arbeiterschicht nicht mehr vertreten. Sondern eher die Bildungs-Oberschicht in den Großstädten. Gerade die Linke sollte nach dieser Wahl da grundlegend was ändern...

@FeindeslandTeufel Wie man gerade liest geben ihm die ersten (Kretschmer) ja schon den Todesstoß...Ob aber Söder bei der Erneuerung der CDU als Sieger hervorgeht bezweifle ich. Eher befürchte ich einen Rechts-Ruck.
Wobei die CDU eigentlich gar nicht so weit gehen müsste. Vor ein paar Monaten war die SPD noch abgeschlagen und die CDU stabil vorne. Es ist eigentlich eindeutig dass das "nur" eine Kandidatenfrage ist. Aber da muss man sagen, dass die SPD da einfach bessere Leute hatte zuletzt. Auch in Berlin, MV oder RLP zuletzt.
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Aber da muss man sagen, dass die SPD da einfach bessere Leute hatte zuletzt. Auch in Berlin, MV oder RLP zuletzt.
Nimm bitte Berlin da raus! Ich halte die Berliner Bevölkerung inzwischen für nicht mehr zurechnungsfähig. Allein wenn man sich gestern anschaut, dass da teilweise Stunden gewartet werden musste, um die Stimme abzugeben, weil die noch nicht mal ne Wahl organisiert bekommen, nur damit die Leute dann genau diesen Senat wieder bestätigen... da fällt Dir nichts mehr zu ein. Von der Spitzenkandidatin, die wegen dem geschummelten Dr-Titel im Bund zurückgetreten ist, nur um dann Ministerpräsidentin zu werden, will ich gar nicht reden. Das hat schon Laschet-artige Auswüchse, das kannste Dir nicht ausdenken.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Naja, ich bin ja kein Berliner, aber wenn die SPD die Wahl gewinnt haben sie offensichtlich die richtige Kandidatin für Berlin gehabt...
 

Ruhrpottteufel

Well-Known Member
Und Laschet und Söder sprechen von einer Regierungsbildung obwohl sie die größte Klatsche für die Union eingefahren haben. Ist rechnerisch halt möglich. Ich hoffe die Grünen und FDP haben Eier und gehen eine Ampelkoalition ein. Ich denke, das ist eh das was die meisten Menschen sich erhofft hatten. Ne große Koalition möchte ich jetzt erstmal nicht.
 

Alb-Teufel

Well-Known Member
Das Dilemma der Linken ist, dass ihre Themen unter den Wählern als weniger wichtig wahrgenommen werden. Betrachtet man das Parteiprogramm, setzt sich die Linke durchaus stark für die Abgehängten und Arbeitslosen ein. Ihr Problem: Gerade Arbeitslose gehen kaum wählen. Sie zur Wahl zu gewinnen, ist mit einer hohen Anstrengung verbunden und das Risiko ist groß, dass sie Nichtwähler bleiben. Gleichzeitig hat die Linke auch Wähler aus der Gruppe der Akademiker. Das macht es den Abgehängten aber noch unplausibler, dass die Linke ihre Interessen vertritt (Stichwort Lifestyle-Linke).

Sicher weicht die Linke inhaltlich stark von den Mitte-Parteien ab und ist insofern von mir aus extrem. Aber sie ist in einem anderen Sinne extrem als die AfD. Sie tritt weniger populistisch auf und hat keine anti-demokratischen und rassistischen Züge. Das fiel bereits gestern auf, als man auf der einen Seite Weidel und auf der anderen Seite Bartsch reden hören hat. Die eine mit einer Haudrauf- und "Wir-jagen-sie"-Rhetorik, der andere sehr differenziert und intelligent.

Zieht man den Wahl-o-Mat heran, so stimmen die Positionen der Linken und der Grünen zu etwa 90% überein. Und dort, wo sie nicht übereinstimmen, übernimmt die Linke keine extreme Position (im Sinne von anti-demokratisch oder ähnliches). Ich weiß, für viele sind die Grünen auch schon extrem. Aber innerhalb des inhaltlichen Spektrums, denen extreme Parteien nicht angehören, fügt sich die Linke ein.

Umfragen zeigen, dass für viele Wähler Themen wie Hartz-4 die Wahlentscheidung nicht beeinflusst haben (obwohl sie darauf schimpfen). Somit sind für viele Linke-Wähler andere Parteien eher passend zu ihren wahlentscheidenden Themen.

Extrem finde ich eher pauschale Aussagen, die eine ganze Bevölderungsgruppe (die Berliner) als unzurechnungsfähig darstellen. Das müsste konsequenterweise dann auch für CDU-Wähler gelten, deren Partei ja ständig in Korruptionsskandalen steckt.

Wie es aussieht, zieht Laschet doch erstmal zurück. Es wird also wohl erstmal die Ampel verhandelt. Wird das nichts, dann steht Laschet aber sicher bereit.
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Und Laschet und Söder sprechen von einer Regierungsbildung obwohl sie die größte Klatsche für die Union eingefahren haben. Ist rechnerisch halt möglich. Ich hoffe die Grünen und FDP haben Eier und gehen eine Ampelkoalition ein. Ich denke, das ist eh das was die meisten Menschen sich erhofft hatten. Ne große Koalition möchte ich jetzt erstmal nicht.
Ich glaub, das hat weniger mit Eiern, als mit Machbarkeit zu tun.
Ich sehe aktuell keinen Weg, wie sich die SPD mit der FDP bei ihren Haupthemen Rente, Steuern, Mindestlohn einigen soll und dann auch noch die Basis das mitgeht. Da ist für meine Begriffe die Vereinbarkeit wesentlich unwahrscheinlicher als bei Grün Schwarz.
Die Grünen wollen Investitionen und die mit Steuern und Schulden finanzieren. Wenn sie die Investitionen bekommen, ist das woher sekundär.
Genauso mit dem Klimaziel. Das sind alles Themen, bei denen Du die Ziele gemeinsam erreichen kannst, das mehrere Wege möglich sind.

Erklär mir aber mal, wie das bspw. bei der Bürgerrente und der Bürgerversicherung gehen soll? Wie soll da ein Kompromis mit der FDP kommen? den seh ich schlicht nicht, da weder Weg NOCH Ziel eine Schnittmenge darstellen.
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Das Dilemma der Linken ist, dass ihre Themen unter den Wählern als weniger wichtig wahrgenommen werden. Betrachtet man das Parteiprogramm, setzt sich die Linke durchaus stark für die Abgehängten und Arbeitslosen ein. Ihr Problem: Gerade Arbeitslose gehen kaum wählen. Sie zur Wahl zu gewinnen, ist mit einer hohen Anstrengung verbunden und das Risiko ist groß, dass sie Nichtwähler bleiben. Gleichzeitig hat die Linke auch Wähler aus der Gruppe der Akademiker. Das macht es den Abgehängten aber noch unplausibler, dass die Linke ihre Interessen vertritt (Stichwort Lifestyle-Linke).
Es kopiert aber auch gerne Themen der grünen Linken (Gendern, Flüchtlingspolitik usw). Das sind Themen, die von der Klientel nicht verstanden werden oder, die die Lebensrealität nicht abbilden.
Sicher weicht die Linke inhaltlich stark von den Mitte-Parteien ab und ist insofern von mir aus extrem. Aber sie ist in einem anderen Sinne extrem als die AfD. Sie tritt weniger populistisch auf und hat keine anti-demokratischen und rassistischen Züge. Das fiel bereits gestern auf, als man auf der einen Seite Weidel und auf der anderen Seite Bartsch reden hören hat. Die eine mit einer Haudrauf- und "Wir-jagen-sie"-Rhetorik, der andere sehr differenziert und intelligent.
Bartsch ist aber eben nicht allein die Linke, sondern da gehören auch einige Irrlichter hinzu. Zudem hat auch die Linke durchaus radikale im Sinne von demokratiefeindliche Elemente und Personen in ihren Reihen und dem näheren Umfeld (Stichwort: Leipzig). Der unterscheidende Faktor ist der Rassismus, aber auch der ist eben mit ein Grund, warum die Linke über die letzten 2 Wahlperioden auch rund 5% an die AFD verloren hat. Das sind dann diejenigen Abgehängten, die nix mit Gender anfangen können und es nicht so toll finden, wenn in ihren armen Vierteln der Kiez noch angespannter wird, weil mehr Flüchtlinge in diesen begrenzten, günstigen Raum drängen.
Extrem finde ich eher pauschale Aussagen, die eine ganze Bevölderungsgruppe (die Berliner) als unzurechnungsfähig darstellen. Das müsste konsequenterweise dann auch für CDU-Wähler gelten, deren Partei ja ständig in Korruptionsskandalen steckt.
Berlin hat in keinem landeseigenem Zuständigkeitsbereich in der Zeit von RRG irgendwelche Fortschritte vorzuweisen. Im Gegenteil, die Verwaltung hat bei einfachen Formularen Rückstände von über 12 Monaten, Bauanträge werden gar nicht bearbeitet, die Schulpolitik gerade in Problemkiezen ist eine Katastrophe, BER braucht man da gar nicht mehr nennen, man erlässt Gesetze, die nicht verfassungskonform sind, bei der inneren Sicherheit richtet man Milieuzonen ein, weil man den Dealern nicht Herr wird usw. die Liste ist derart lang und es gibt nicht einen einzigen Punkt an dem Berlin besser geworden ist.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass die Schwesig in MV gewählt wird, weil es dort läuft. Anders als ich es vielleicht machen würde, aber es läuft.
In Berlin läuft aber gar nix und trotzdem wählen die Menschen dort denselben Senat.

Ich weiß nicht, ob und inwiefern Du Berlin kennst, aber ich bin dort regelmäßig und habe auch Verwandte dort. Das einzige, was Berlin oberflächlich gut darstehen lässt, sind die Investitionen und den Einfluss den der Bund durch den Faktor "Hauptstadt" ausstrahlt. Dadurch gibt es dann ein paar gepflegtere Ecken und ein paar repräsentative Gebäude. Sobald Du aber auf Verwaltungs- und Lokallevel heruntergehst, bekommst Du das schiere Grausen.

Und wenn jemand eine solche Landesregierung wiederwählt, weil er die Bundespolitik dieser Parteien ggf. gut findet, aber die lokalen Ergebnisse dieser Politik vollkommen außer Acht lässt, dann ist so jemand für mich nicht zurechnungsfähig.
 

Lancelot

Well-Known Member
Sehe ich auch so, bei Jamaika ist die Schnittmenge tatsächlicher höher. Und bei der SPD sind diesmal auch viele Jusos eingezogen, das wird nicht klappen mit der FDP. Scholz könnte höchstens eine große Koalition bilden.
 

Lancelot

Well-Known Member

Misch dich ein und sage NEIN. Ich hatte fast damit gerechnet, dass die AfD wieder zweistellig wird. Aber 15(?) Direktmandate, also 15 gewonnene(!) Wahlkreise, erneut zweitstärkste Kraft in MeckPomm, stärkste Partei in Sachsen ... ganz sicher müssen wir uns um den Klimaschutz kümmern, aber man muss jetzt auch mal anfangen, den AfD-Wählern eine Perspektive zu bieten, dass es auch den demokratischen Parteien gelingen kann, für Sicherheit zu sorgen und die Daseinsvorsorge zu gewährleisten. Wenn ich die Grafiken im MoMa richtig verstanden habe, dann sind mehr als 50% der AfD-Wähler fern von der klassischen rechten Denke. Die muss man zurückholen. Nicht um jeden Preis, aber versuchen sollte man es auf jeden Fall.
Ganz schlimm finde ich da auch Thüringen ...
 

French-FCK-Fan

Moderator
Teammitglied
Habe mir mal Gedanken gemacht, wer für mich ein glaubwürdiges Gesicht für Jamaika wäre. Laschet ist es für mich nicht. Dafür war die Abgrenzung zu den Grünen im Wahlkampf zu groß und ihm haftet das Verliererimage an.
Norbert Roettgen wäre für mich von seiner Vita und seinen Grundwerten her ein Politiker, der sowohl der FDP als auch den Grünen zu vermitteln wäre.
Dann würde auch mal klar werden, dass die Bevölkerung nicht den Kanzler sondern Bundestagsabgeordnete wählt. Kanzlerkandidat heißt doch eigentlich nur, wenn Partei X alleine entscheiden dürfte, wer Kanzler wird, dann wäre es Person Y.
 

FCK-Schwabe

Well-Known Member
Kanzlerkandidat heißt doch eigentlich nur, wenn Partei X alleine entscheiden dürfte, wer Kanzler wird, dann wäre es Person Y.

Theoretisch könnte es auch ein anderer werden, ja.
Das wird aber bestimmt nicht passieren und würde das Vertrauen maximal beschädigen. Das ist ein Wahlversprechen und der ganze Wahlkampf ist drauf abgestimmt.
(Und ob die CDU-Wähler bspw. Röttgen wollen, bezweifle ich auch mal).

Der Kanzler wird zwar nicht direkt gewählt (was ich auch gut finde), aber trotzdem ist das eine wichtige und mit die entscheidende Frage im Wahlkampf. Wer führt Deutschland und ist Repräsentant nach außen?
 

Alb-Teufel

Well-Known Member
Es kopiert aber auch gerne Themen der grünen Linken (Gendern, Flüchtlingspolitik usw). Das sind Themen, die von der Klientel nicht verstanden werden oder, die die Lebensrealität nicht abbilden.
Wenn überhaupt verläuft die Kopie andersherum. Außerdem muss es keine Kopie sein, wenn es inhaltliche Übereinstimmungen gibt. Zudem steht Gendern nicht im Programm der Linken; das wird von anderen Partien gerne zum Angriff genutzt. Letzenendes bildet die Linke mehr Themen aus der Lebensrealität der Abgehängten ab als alle anderen Parteien. Klimawandel gehört als erstes zu deren Lebensrealität, obwohl sie am wenigsten daran schuld haben. Anders als die CDU oder FDP gerne wollen, sollte der Kampf gegen den Klimawandel aber von den Verursachern bezahlt werden. Stattdessen werden die Leute von CDU/FDP mit dem Satz verarscht: "Öko muss man sich leisten können". Umgekehrt betrifft gerade die Flüchtlingspolitik betrifft doch die Bubble vieler Leute garnicht. Arbeitslosigkeit ebenso nicht.
 

Lancelot

Well-Known Member
Wobei Röttgen ja nicht einmal NRW gewonnen hat (könnte mir vorstellen, dass das auch viele in der CDU denken).

Auf jeden Fall wird es nun spannend. Denke, es ist auf jeden Fall richtig, dass Grüne und FDP erstmal alleine sondieren.
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Wenn überhaupt verläuft die Kopie andersherum. Außerdem muss es keine Kopie sein, wenn es inhaltliche Übereinstimmungen gibt. Zudem steht Gendern nicht im Programm der Linken; das wird von anderen Partien gerne zum Angriff genutzt. Letzenendes bildet die Linke mehr Themen aus der Lebensrealität der Abgehängten ab als alle anderen Parteien. Klimawandel gehört als erstes zu deren Lebensrealität, obwohl sie am wenigsten daran schuld haben. Anders als die CDU oder FDP gerne wollen, sollte der Kampf gegen den Klimawandel aber von den Verursachern bezahlt werden. Stattdessen werden die Leute von CDU/FDP mit dem Satz verarscht: "Öko muss man sich leisten können". Umgekehrt betrifft gerade die Flüchtlingspolitik betrifft doch die Bubble vieler Leute garnicht. Arbeitslosigkeit ebenso nicht.

Na dann, wenn das alles so ist wie Du sagst, dann macht die Linke ja alles richtig und es liegt halt am Wähler. Dann muss man dem das nur noch erklären und die Linke ist bei 15% +x.


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Alb-Teufel

Well-Known Member
Na dann, wenn das alles so ist wie Du sagst, dann macht die Linke ja alles richtig und es liegt halt am Wähler. Dann muss man dem das nur noch erklären und die Linke ist bei 15% +x.
Na dann kannst du jetzt, da du mich verstanden hast, ja nochmal meinen Post von oben lesen. Dort erörtere ich das ja :smile: Dann siehst du auch, dass in meiner Welt nicht die Wähler schuld sind wie in deiner Welt (du sagst ja, Wähler, die so und so wählen, sind unzurechnungsfähig).
 

FeindeslandTeufel

Well-Known Member
Na dann kannst du jetzt, da du mich verstanden hast, ja nochmal meinen Post von oben lesen. Dort erörtere ich das ja :smile: Dann siehst du auch, dass in meiner Welt nicht die Wähler schuld sind wie in deiner Welt (du sagst ja, Wähler, die so und so wählen, sind unzurechnungsfähig).
Wenn Du jetzt noch wüsstest, dass Unzurechnungsfähigkeit in der Regel (und vor allem im hier vorhandenen Ausmaß) eine Schuldunfähigkeit bedingt, dann wüsstest Du dass auch bei mir die Wähler nicht schuld sind :tongueclosed:
 

Lancelot

Well-Known Member
Die Grünen wollen wohl, dass Habeck Vizekanzler wird (endlich mal eine gute Entscheidung!). Auch das ist ja eigentlich ein Indiz für Jamaika.

 
Zuletzt bearbeitet:

Lancelot

Well-Known Member
Den größten Zuspruch erhielt sie bei der Bundestagswahl von Arbeitern und Arbeitslosen. Damit setzt sie den von Ex-Parteichef Alexander Gauland forcierten Kurs fort, sich als »Partei der kleinen Leute« zu etablieren. Bei Selbstständigen und Rentnern schnitt die einstige »Professorenpartei« dagegen deutlich schwächer ab. Im Osten, wo die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Rechtsaußen-Strömung der Partei besonders stark ist, holte sie insgesamt deutlich bessere Ergebnisse als im Westen. In Sachsen und Thüringen schaffte es die Partei mit rund einem Viertel der Zweitstimmen auf Platz eins, in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf Platz zwei.

Die Weidel läuft mit Perlenkette durch die Studios und wird dann von Arbeitern und Arbeitslosen gewählt. Muss ich nicht verstehen, oder?
 

Avataran

Active Member
Die Grünen wollen wohl, dass Habeck Vizekanzler wird (endlich mal eine gute Entscheidung!). Auch das ist ja eigentlich ein Indiz für Jamaika.

Passt aber ned zu den internen Vorschriften dass eine Frau immer an 1 Stelle stehen muss...
 

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