Nachwuchsarbeit beim FCK

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Blickpunkt: Die Nachwuchsarbeit des FCK in Saisonhälfte eins

Perspektivisch gut, aber noch nicht auf Top-Niveau

Anpassungsphase, Verletzungspech und Trainerwechsel bremsen U19 und U17 des 1. FC Kaiserslautern aus – Verantwortliche setzen auf die Rückrunde


VON SEBASTIAN FUNDA

Die sportliche Lage bei den A- und B-Junioren des 1. FC Kaiserslautern in der Tabelle der Junioren-Bundesligen ist zwar alles andere als rosig, doch blicken die Verantwortlichen mit optimistischen Gefühlen auf die Aufholjagd im Jahr 2018.

Sowohl die U19 als auch die U17 muss in den beiden Bundesligen auf einem Abstiegsplatz überwintern. Gegen den FC Bayern München setzten die A-Junioren von Marco Laping jedoch in der vergangenen Woche bereits ein dickes Ausrufezeichen im DFB-Pokal und lassen auch in der Meisterschaft auf ein Happy End hoffen. „Es war eine schwierige Phase für die Jungs zu Beginn der Saison“, hob Laping die vielen Trainerwechsel hervor. „Drei Trainer in drei Monaten ist für die Jungs nicht einfach, da jedes Mal eine andere Bezugsperson auf dem Platz stand.“Erst verließ Gunther Metz zu Saisonbeginn den FCK, sodass Alexander Bugera aus der U17 aufrückte, ehe dieser Ende September zum Co-Trainer bei den Profis aufstieg, U19-Co-Trainer Christian Stegmaier für zwei Partien die A-Junioren übernehmen musste, bis Marco Laping im Oktober vom FC Arminia Ludwigshafen zurück zu den Roten Teufeln wechselte.

Als weiteren Grund für die drei Siege und vier Unentschieden in den ersten 14 Partien, die für den vorletzten Tabellenplatz sorgten, nannte Laping das Verletzungspech bei Schlüsselspielern: „Flavius Botiseriu und Kevin Klein sind ganz wichtige Spieler für uns, die verletzungsbedingt ausfielen. Zudem hatten wir Torben Müsel an die Profis abgeben müssen“, zeigte Laping den Qualitätsverlust auf. „Torben kam in den 14 Partien gerade einmal auf sieben Einsätze“, verdeutlichte Manfred Paula, der Sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Dennoch steht Müsel derzeit mit fünf Treffern als bester Torschütze der Betzebuben da, die insgesamt 25 Tore erzielten und 33 Gegentreffer hinnehmen mussten. „So wenige Einsätze bei seiner Qualität sind einfach zu wenig für uns“, waren Laping und Paula einer Meinung. „Der Kader ist mit vielen Jungjahrgangsspielern ausgestattet, sodass man da auch nicht direkt erwarten kann, dass die mit den Altjahrgängen von Freiburg oder Hoffenheim mithalten können, die bereits Profiverträge haben und dort mittrainieren. Körperlich und athletisch ist das einfach eine ganz andere Hausnummer“, wusste Laping um die schwierigen Bedingungen in der U19. „Wir starteten zuletzt mit sechs Jungjahrgängen. Normal sind ein oder zwei in der Startelf“, stärkte Paula Laping den Rücken. „Die Jungjahrgänge brauchen meist ein halbes Jahr, um auf das Niveau U19-Bundesliga zu kommen, was einen gravierenden Sprung von der U17-Bundesliga darstellt“, stellte Paula klar.

„Das wird dann jedoch bei uns viel im neuen Jahr ausmachen, dass die Jungjahrgänge bereits ein halbes Jahr gespielt haben und mit einer weiteren Vorbereitung noch einmal einen riesen Sprung machen werden“, blickt Laping mit gesundem Optimismus auf die Rückrunde. „Müsel wird wieder häufiger spielen, Klein und Botiseriu sind dann zurück, und mit der ein oder anderen Verstärkung haben wir dann einen Kader, der definitiv einen guten Tabellenplatz erreichen kann.“ Das zeigte sich am dritten Spieltag, als noch alle Mann an Bord waren und die Roten Teufel auf Platz vier rangierten.

„Im Zentrum sind wir richtig gut besetzt und bringen dort eine tolle Mentalität auf den Platz. Über Torben brauchen wir nicht zu reden. Der ist bereits dort, wo er hingehört. Auch im Tor haben wir mit Lennart Grill einen richtig Guten stehen. Drumherum ist alles perspektivisch gut, aber eben aktuell noch nicht auf Top-Niveau“, sieht Laping „enormes Potenzial“ in seinem Kader. „Im Spielaufbau können wir uns noch deutlich verbessern. Gegen den Ball funktioniert es schon gut, doch mit dem Ball haben wir enormen Aufholbedarf“, sagt er mit Blick auf die Trainingsziele für die Wintervorbereitung.

Ein ganz ähnliches Bild zeigte sich in den ersten Partien einen Jahrgang tiefer bei den B-Junioren: Anpassungsphase, Verletzungspech und der plötzliche Trainerweggang von Alexander Pommerehnck sorgten für wenig Stabilität. Erst in den letzten Partien vor der Winterpause stellte sich eine bundesligareife Leistung ein, die jedoch noch von unglücklichen Ergebnissen geprägt war, sodass die kleinen Roten Teufel derzeit auf dem drittletzten Platz mit 13 Punkten rangieren.

„Die ersten Spiele hatte die Mannschaft Schwierigkeiten, sich in der Bundesliga zurechtzufinden, da es von der Qualität der Gegner einfach eine andere war als in der Regionalliga“, zeigte Interimstrainer Sven Höh auf. „Man muss auch hinzufügen, dass es für Alexander Pommerehnck Neuland war, der mit der U16 hoch in die U17 gegangen ist und sich das auch nicht in dieser Form vorgestellt hat“, nahm Paula Höhs Vorgänger in Schutz. „Wir standen dann nach zehn Spielen mit einem Schnitt von über drei Gegentoren da und konnten dies in den letzten Partien nun drastisch reduzieren, da die Jungs nun auch vermeintlich kleinen Mannschaften wie Unterhaching oder Heidenheim mit Respekt begegneten. Das war mit der wichtigste Punkt, dass eben nicht nur Bayern München als Gegner ernstgenommen wurde“, erklärte Höh. Für ihn war das der wichtigste Ansatzpunkt, um den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren. „Wenn wir jetzt nur die letzten Partien betrachten, muss man zum einen die Ergebnisse sehen, wo die Jungs mehr verdient gehabt hätten, zum anderen aber auch die Entwicklung, wie sie aufgetreten sind und ein anderes Gesicht gezeigt haben“, sagen Höh und Paula, die dieser Entwicklungsschritt ebenfalls positiv für das Spieljahr 2018 stimmt, in dem dann ein neuer Trainer an der Seitenlinie der U17 stehen soll. „Unabhängig, wer Trainer ist, wollten wir die Mannschaft wieder in die Spur bringen. Das haben wir erreicht. Zudem haben wir unsere verletzten Spieler pünktlich zur Wintervorbereitung alle fit bekommen, sodass man nun die Vorbereitungszeit optimal nutzen und das eigene Spiel mit dem Ball trainieren kann“, sehen die Verantwortlichen dann auch hier dem Klassenerhalt nichts im Wege stehen.

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Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 297
Samstag, den 23. Dezember 2017

 

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„Durchlässigkeit ist unsere Stärke“

Hintergrund: Manfred Paula, Sportlicher Leiter des NLZ, über die Trümpfe des FCK

VON SEBASTIAN FUNDA

Nach dem 3:2-Coup im DFB-Junioren-Vereinspokal gegen den FC Bayern München kehrte in der vergangenen Woche Ruhe auf den Plätzen im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der Roten Teufel ein. Manfred Paula, der Sportliche Leiter des NLZ, kann auf eine schwere erste Saisonhälfte zurückblicken, geht jedoch optimistisch ins neue Jahr.

Während die U23 in der Oberliga dem schweren Ziel Wiederaufstieg hinterherjagt, überwintern die FCK-Kicker der U19 und U17 auf den Abstiegsplätzen der Junioren-Bundesligen. So der Stand zur Winterpause im Leistungsbereich des NLZ. In den jüngeren Altersklassen stehen die Roten Teufel jeweils auf dem zweiten Rang, knapp hinter dem Konkurrenten FSV Mainz 05. Lediglich die U16 tut sich in der B-Junioren-Regionalliga Südwest schwer, hat sich aber in den ersten 15 Partien einen sicheren Mittelfeldplatz erspielt.„Nachwuchsarbeit ist immer ein Saisongeschäft“, betonte Paula vor seinem Resümee. „Man hat einmal eine Saison, in der man einen außergewöhnlich starken Jahrgang in einem bestimmten Arbeitsbereich hat, und dann wieder eine andere Saison, die in ein, zwei Jahrgängen nicht so im Kollektiv funktioniert.“ Gerade die abgelaufene Saison habe das gezeigt, in der die A-Junioren als Aufsteiger direkt Vizemeister wurden, aktuell nun aber um den Klassenerhalt kämpfen müssen. „Wir hatten letztes Jahr einen überragenden Jahrgang 1998. Sind als Aufsteiger in der U19-Bundesliga Vizemeister geworden. Das war eher die Ausnahmeerscheinung, das muss man ganz klar sagen. Für uns geht es immer darum, Jahr für Jahr gewährleisten zu können, mit den Leistungsteams Junioren-Bundesliga spielen zu können. Dies ist unser Anspruch“, betont Paula und erklärt den Klassenerhalt zum rigorosen Ziel.

„Als Verein, der nicht die großen Investitionen tätigen kann, um die Kaderqualität Jahr für Jahr auf einem hohen Niveau gewährleisten zu können, ist dies schon einmal der Casus knacksus bei uns“, zeigt Paula die erschwerten Rahmenbedingungen im Traditionsclub auf. „Mittlerweile sind selbst in der U16, U17 und U19 Unsummen im Spiel, die wir als FCK im NLZ nicht aufbringen können.“ Die aktuellen Entwicklungen auf dem Transfermarkt sorgen auch bei ihm für Kopfschütteln. „Aus meiner Sicht haben wir dennoch gute Kader in die laufende Saison geschickt, haben allerdings im Leistungsbereich U17 und U19 nicht die Breite an Qualität, die andere Leistungszentren darstellen können“, weiß der 53-Jährige.

„Bei uns geht es vielleicht bis Spieler Nummer 15, wo wir Bundesligaqualität gewährleisten können. Wenn wir dann aus diesem Kernkader einmal zwei, drei Langzeitverletzte haben, dann wird es bei uns eng. Dies hatten wir sowohl bei der U19 als auch bei der U17“, nennt er das Verletzungspech als eine der Hauptursachen für die derzeitige Abstiegsgefahr, ist aber zuversichtlich, dass die Winterpause dazu beitragen wird, dass alle Verletzten im neuen Jahr wieder im Aufgebot stehen können, sodass der Angriff auf den Klassenerhalt erfolgreich gestaltet werden kann. „Die aktuelle Situation ist kein neues Thema für uns, wenn man sich zurückerinnert, dass wir sowohl mit der U19 als auch mit der U17 zuletzt zwei Abstiege hatten. Wobei ich nicht so sehr von Abstieg reden möchte, da wir für beide Teams sehr zuversichtlich sind, dass wir die Ligen halten werden – auch wenn es eine Herausforderung ist“, blickt er optimistisch ins neue Jahr.

„In den restlichen Mannschaften sind wir gut aufgestellt. Da bin ich sehr zufrieden, und sind wir ordentlich unterwegs“, verweist er auf die Leistungen im Aufbaubereich, der von der U12 bis U15 reicht. „Auch im Grundlagenbereich haben wir gute Arbeit bisher geleistet. Das ist enorm wichtig, da es ab der U12 schwierig und teuer wird, externe Verstärkung in unser NLZ zu lotsen.“

„Das schlagende Argument für den FCK ist die unglaubliche Durchlässigkeit des NLZ seit Jahren. Man muss sich alleine anschaut, was wir im letzten Jahr nach oben geführt haben, Julian Pollersbeck, Jan-Ole Sievers, Robin Koch, Robert Glatzel, Florian Pick, Nils Seufert, Nicklas Shipnoski, Torben Müsel“, freut sich Paula über den hohen Stellenwert der Nachwuchsarbeit und „enormen Output an Jugendspielern“ beim FCK, der auch gewaltiges Ansehen genießt. „Da sind wir ganz vorne in Deutschland mit dabei“, legt Paula die derzeit größte Stärke des Vereins offen.

„Unsere Mitarbeiter leisten absolut hervorragende Arbeit, sonst könnten wir die finanziellen Defizite nicht kompensieren“, weiß der Sportliche Leiter sein Team wertzuschätzen. „Auf diesem Niveau müssen wir uns weiter bewegen, denn wir sind die Lebensader des Vereins“, weiß er um die Bedeutung der Arbeit seines gesamten Teams.

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Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 297
Samstag, den 23. Dezember 2017
 

playerred

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„Brutal harte Arbeit“

Hintergrund: Das Konzept hinter der Torhüterausbildung der Roten Teufel

VON SEBASTIAN FUNDA

Die „Gerry Ehrmann Torwartschule“ ist nicht nur bei nationalen Vereinen ein Begriff. Der Koordinator Torwartbereich beim 1. FC Kaiserslautern, Sven Höh, ließ hinter die Kulissen blicken und zeigte auf, wie schwer es heute ist, an gute Torwarttalente zu kommen und deren Ausbildung voranzutreiben.

„In den letzten Jahrzehnten haben wir uns beim FCK etwas aufgebaut. Früher hieß es immer „Torwartschmiede FCK“, da wir schon immer gute Torhüter hatten. Das wurde teilweise irgendwann als selbstverständlich angesehen, sodass wir um 2013 auf der Torhüterposition in allen Altersbereichen leistungstechnisch gesehen eher dünn besetzt waren“, zeigte Höh die Gründe für die Entstehung seines Postens beim Traditionsverein auf. „Das hat sich nun wieder gewandelt, sodass wir deutschlandweit einmalig besetzt sind: Alle drei Torhüter im Lizenzbereich kommen aus dem eigenen Nachwuchs. Mit Julian Pollersbeck haben wir im Sommer noch einen Abgang gehabt, der ebenso aus dem eigenen Nachwuchs kam. Mit Raphael Sallinger einen Torhüter abgegeben, der jetzt in Österreich in der Ersten Liga spielt“, hob Höh einige Beispiele an Torhütern hervor, die den Weg durch die FCK-Ausbildung nahmen.„Im Sommer konnten wir dann ohne jegliche Zahlung Matheo Raab für die U23 verpflichten, der definitiv eine Profiperspektive mit sich bringt. In der U19 haben wir Jonas Weyand, der beim DFB im Sichtfeld ist. Dann haben wir Lorenz Otto in der U17, der vorher nicht groß bei Erfurt in Erscheinung trat, bei uns nun aber eine überragende Leistung zeigt und damit nun Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen geweckt hat. Hinzu kommt in der U16 Elija Wohlgemuth, der ebenfalls beim DFB im Blickfeld ist. Nicht zu vergessen Leon Hoffmann, der beim DFB als einer der besten Torhüter seiner Jahrgangsstufe gesehen wird“, wurde Höhs Liste an Torwarttalenten im Nachwuchsbereich nicht kürzer.

„In der Summe haben wir also Torhüter in allen Jahrgangsstufen, die im Blickfeld des DFB sind und dahinter weitere, die ihren Weg in den Profifußball gehen können“, sieht Höh hier hervorragende Arbeit aller Torwarttrainer im Sportpark Rote Teufel.

Bei der Suche und Ausbildung nach neuen Torhütertalenten setzt der FCK auf ein Anforderungsprofil. „Wir haben ein ganz klares Torwartprofil, das sich in den athletischen, technischen, taktischen und mentalen Bereich aufgliedert und für jede Jahrgangsstufe heruntergebrochen wird“, lässt er in das Grundprinzip einblicken. „In der Masse sehen wir hier einen Erfolg, auch wenn es natürlich immer mal wieder einen Torhüter gibt, der sich nicht so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Entsprechend des 300 Seiten dicken Torhüterausbildungsplans der Roten Teufel, „der so in der Bundesliga einmalig ist“, werden dann unterschiedliche Schwerpunkte im Training gesetzt, doch muss zuvor um die Gunst des Torhüters gebuhlt werden, was sich mitunter über Jahre hinziehen kann. „Hinter jedem Spieler steckt heute brutal harte Arbeit“, erklärt Höh und nennt den Transfer von Lorenz Otto in die U17 Anfang der Saison als ein Musterbeispiel: „Otto hatte in Erfurt wenig bis gar nicht gespielt, sein Konkurrent jedoch gar nicht in unser Profil gepasst. Ihn zu entdecken, war daher schon relativ schwierig“, nannte Höh die erste Hürde. Die zweite Hürde musste dann bei der Kontaktherstellung genommen werden: „Wir hatten keine Kontaktdaten. Der offizielle Weg war über den Verein, doch kam hier keine Rückmeldung.“ Der FCK lief in eine Sackgasse. So musste einmal das Telefonbuch hoch und runter telefoniert werden, bis am Ende eine Nachbarin den Kontakt zu dem Spieler herstellte. „Die Dame hat dann einen Zettel mit meinen Kontaktdaten in den Briefkasten bei Familie Otto geworfen, die sich dann kurz darauf bei mir meldete“, schilderte Höh die erste Kontaktaufnahme.

„So hat jeder Spieler seine ganz eigene Geschichte! Es folgen viele Gespräche, bis dann der Spieler den Schritt aus seinem vertrauten Umfeld, weg von der Freundin und den Freunden, wagt. Diese Wege gehen Spieler heute nicht einfach so. Hier brauchen die Eltern und die Spieler ein gutes Gefühl.“ Von der Kontaktaufnahme im April bis zum Wechsel im Sommer verstrich kaum Zeit. „Hier griff wirklich ein Zahnrad perfekt in das andere. In der Regel hast du aber über Jahre mit den Jungs Kontakt.“

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Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 297
Samstag, den 23. Dezember 2017
 

playerred

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Jens Kiefer FCK-U17-Trainer.

Den seit dem Rücktritt von Alexander Pommerehnck (29) neu zu besetzenden Trainerposten bei der abstiegsbedrohten U17-Bundesliga-Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern übernimmt bis Saisonende der Fußball-Lehrer Jens Kiefer (43), zuletzt bis 14. April 2017 in der Herren-Regionalliga Trainer des FC Homburg.osp

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Jens Kiefer wird die B-Junioren-Bundesligamannschaft des 1. FC Kaiserslautern bis zum Saisonende übernehmen. Kiefer tritt damit die Nachfolge von Alexander Pommerehnck an, der im vergangenen Jahr auf eigenen Wunsch den 1. FCK verlassen hatte. Der Fußballlehrer war in den letzten zehn Jahren als Trainer im Herrenbereich aktiv. Dabei betreute Kiefer unter anderem die Regionalliga-Teams der SV Elversberg, Eintracht Trier und zuletzt den FC 08 Homburg, wo er sein Engagement im April 2017 beendete. Kiefer arbeitete auch schon im Nachwuchsbereich. So trainierte er unter anderem die U19- und U17-Mannschaften des 1. FC Saarbrücken. Er freue sich, „nach einer so langen Zeit im Herrenbereich wieder ein Nachwuchsteam betreuen zu können“, sagte der gebürtige Saarländer, der alles daransetzen will, um in den verbleibenden Spielen mit dem FCK-Nachwuchsteam den Verbleib in der B-Junioren-Bundesliga zu schaffen. Vonseiten des 1. FCK begründete Manfred Paula, der sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, die Verpflichtung Kiefers so: „Für uns war seit dem Abgang von Alexander Pommerehnck wichtig, spätestens zum Rückrunden-Auftakt der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest einen Nachfolger für die Trainerposition zu finden. Der Kontakt zu Jens Kiefer bestand schon länger, und wir freuen uns, dass wir uns nun zunächst auf ein bis Saisonende befristetes Engagement einigen konnten. Uns ist es wichtig, dass wir auf den Trainerpositionen qualitativ hochwertig besetzt sind, und diese Anforderung erfüllt Jens mit seiner langjährigen Erfahrung im Trainergeschäft und seiner Fußballlehrer-Ausbildung.“ Sven Höh, der bis zur Verpflichtung Kiefers für die FCK-B-Junioren verantwortlich war, übernimmt wieder seine Funktionen als Torwart-Koordinator und Torwarttrainer der Mannschaften des FCK-Leistungsbereichs. rhp

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Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 11, Samstag, den 13. Januar 2018
 
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Ordentlich vorbereitet ins Kellerduell
FCK-B-Junioren empfangen zur ersten Bundesligapartie nach der Winterpause Schlusslicht Freiburg

VON SEBASTIAN FUNDA

Nach dem Weggang von FCK-B-Junioren-Trainer Alexander Pommerehnck musste Torwart-Koordinator Sven Höh interimsmäßig die U17 vor der Winterpause betreuen. Seit Beginn der Wintervorbereitung steht bis zum Saisonende Jens Kiefer an der Seitenlinie, um die Mission Klassenerhalt erfolgreich abzuschließen, die morgen (14 Uhr, Sportpark Rote Teufel) mit der Partie gegen das Schlusslicht SC Freiburg beginnt.

Pünktlich zum Jahresbeginn konnte der sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Manfred Paula, mit Kiefer einen erfahrenen Mann auf der Trainerposition vorstellen, der mit den U17-Fußballern der Roten Teufel den Klassenerhalt schaffen will. „Die FCK-U17 ist für mich eine interessante und spannende Aufgabe. Gemeinsam mit der Mannschaft möchte ich in den verbleibenden Spielen alles dafür tun, den Klassenerhalt in der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest zu erreichen. Diese Herausforderung war einer der Gründe, weshalb ich mich für den FCK entschieden habe“, erklärte Kiefer bei seinem Amtsantritt. Der gebürtige Saarländer trainierte zuletzt die Herren des FC Homburg von 2014 bis 2017, war aber auch schon beim 1. FC Saarbrücken im Nachwuchsbereich als Coach tätig.Für Kiefer stand in den letzten Wochen im Fokus, die Mannschaft kennenzulernen. „Das Wetter hatte es uns ermöglicht, im Training alles durchzuziehen, was wir wollten“, erklärte er zufrieden. „Die Trainingsspiele waren in jeder Hinsicht sehr abwechslungsreich. Wir haben viel ausprobiert, sodass ich die Ergebnisse nicht überbewerten möchte“, bemerkte Kiefer zu den sieben Testpartien. „Am Sonntag herrscht wieder eine andere Situation. Wir sind jedoch ordentlich vorbereitet“, verkündet der 43-Jährige vor dem Kellerduell, in dem seine Mannschaft auf einen Gegner trifft, der erst sechs Punkte auf dem Konto hat und damit sieben weniger als die Lauterer. „Gegen Freiburg können wir bereits den ersten Schritt nach vorne machen. Es wird jedoch auf kleinste Details und die Tagesform am Sonntag ankommen“, betont der Fußballlehrer, der in dieser wichtigen Partie mit Ausnahme von Lukas Lazar personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Quelle Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 41, Samstag, den 17. Februar 2018
 

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FCK-U16 will sofort wieder aufsteigen

Für die U16 des 1. FC Kaiserslautern war am Sonntag vor heimischem Publikum der Auftakt in der B-Junioren-Verbandsliga.
Nach dem Zwangsabstieg starteten die Roten Teufel gegen den Ludwigshafener SC erfolgreich mit 7:0 (3:0).


Durch den Abstieg der U17 aus der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest musste die U16 als Tabellenvierter der Regionalliga Südwest in die Verbandsliga zwangsabsteigen. Dort gestalteten die Jungs von Trainer Christian Stegmaier das Auftaktspiel nach nervösem Beginn sehr souverän und siegten hochverdient mit 7:0. „Die Vorbereitung hatte das bereits angedeutet. Dennoch hätte viel früher das 1:0 fallen müssen“, erklärte Stegmaier, der seit 2017 im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) ist. „Die Jungs auf die Bundesliga vorzubereiten, steht über allem. Natürlich geht die bestmögliche Ausbildung vorrangig nur in den obersten Ligen“, weiß er und impliziert damit das Ziel des Wiederaufstiegs in die Regionalliga.Sollten seine Kicker am Ende der Saison die Meisterschaft einfahren, die U17 von Benjamin Glump jedoch nicht den Sprung zurück in die Bundesliga schaffen, müsste der Jungjahrgang der B-Junioren ein weiteres Jahr in der Verbandsliga verbringen. „Zu den Mitkonkurrenten zähle ich in diesem Jahr den TSV Gau-Odernheim“, nennt der 27-Jährige seinen Ex-Verein und ergänzt die Liste um Meisenheim, das einen sehr guten Start hatte, und Speyer.

Das NLZ hatte vor der Saison mit sieben Abgängen in dem von Stegmaier nun betreuten Jahrgang zu kämpfen. Er relativiert: „Helmut Zahn hat einen sehr guten Job gemacht und einen Kader zusammengestellt, der charakterlich gut aufgestellt ist. Jeder der Jungs ist stolz, für den FCK spielen zu dürfen, und vielen ist es zuzutrauen, dass sie in der Junioren-Bundesliga bestehen können.“ fns

Quelle Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 194, Mittwoch, den 22. August 2018
 

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Tretter verlässt FK Pirmasens und arbeitet künftig in FCK-Nachwuchsleistungszentrum

Führte in seinen sieben Jahren als Cheftrainer den FKP zweimal in die Regionalliga und einmal in den DFB-Pokal: Peter Tretter.

Führte in seinen sieben Jahren als Cheftrainer den FKP zweimal in die Regionalliga und einmal in den DFB-Pokal: Peter Tretter.
Foto: Seebald
Peter Brandstetter

Peter Tretter hört als Sportlicher Leiter beim Fußball-Regionalligisten FK Pirmasens auf und wird ab 1. August U15-Trainer beim 1. FC Kaiserslautern. Dies teilte der FKP am Montag mit und bestätigte damit eine RHEINPFALZ-Meldung.

Als Tretter 2019 nach sieben meist erfolgreichen Jahren als FKP-Cheftrainer mit dem überraschenden neunten Regionalliga-Platz aufhörte, äußerte er den Wunsch, mal in einem Nachwuchsleistungszentrum zu arbeiten. Ein solcher Job fand sich zunächst nicht. Also machte der 53-jährige Hinterweidenthaler, der 2012 die FKP-U19 zur Regionalliga-Meisterschaft geführt hatte, auf der Husterhöhe zunächst als Sportkoordinator und dann als Sportlicher Leiter weiter.

„Mittelfristig“ neu besetzen
n„Es war von Anfang an klar, dass wir Peter keine Steine in den Weg legen werden, wenn er ein passendes Angebot gefunden hat. Wir haben ihm in den vergangenen Jahren sehr viel zu verdanken“, betonte FKP-Präsident Jürgen Kölsch und fügte hinzu: „Wir sind froh, dass Peter zusammen mit Klaus Wagenblatt die Jugend-Planung und mit Sebastian Reich die Herren-Planung für die neue Saison abgeschlossen hat.“ Die Stelle des Sportlichen Leiters werde, so Kölsch, „mittelfristig“ neu besetzt.

Vorgänger zu Bayern München
Tretter war von 2012 bis 2019 Herren-Cheftrainer in Pirmasens, schaffte in dieser Zeit zweimal den Aufstieg in die Regionalliga und einmal als Verbandspokalsieger den Sprung in den DFB-Pokal. Bei den Regionalliga-C-Junioren des FCK wird er Nachfolger von Stefan Meißner, der ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München gewechselt ist.

https://www.rheinpfalz.de/lokal/pir...-nachwuchsleistungszentrum-_arid,5091694.html
 

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Mit den typischen Betze-Tugenden

Die U17 des 1. FC Kaiserslautern hat nach der coronabedingten Zwangspause am Montag mit dem Training begonnen. In der neuen Saison spielt das Nachwuchsteam als Aufsteiger in der B-Junioren-Bundesliga. Eine anspruchsvolle Aufgabe für die Betzenberger.
Von Michel Kreilinger

„Die Stimmung war fast schon euphorisch“, beschrieb Daniel Paulus, der Trainer der U17 des FCK, die Lage beim ersten Mannschaftstraining seit März. Auch wenn die lange Pause schmerzte, hatte der Saisonabbruch für B-Junioren der Roten Teufel auch etwas Gutes. Als Tabellenführer der B-Junioren-Regionalliga Südwest qualifizierte sich die Mannschaft für die B-Junioren-Bundesliga ohne die Hürde der Aufstiegsspiele nehmen zu müssen, an der man in der Vorsaison knapp gescheitert war.

Die A- und B-Junioren-Bundesligen haben nun eine erhöhte Teilnehmeranzahl, was zu einer Modusänderung führt. In der kommenden Saison wird nur eine einfache Runde mit 17 Spieltagen ohne Rückspiele absolviert, worauf Meisterschafts- und Abstiegs-Play-offs folgen.

„Bundesliga ist natürlich ein großer Leistungssprung für die neue Mannschaft“, spricht Paulus über den 2004er-Jahrgang, der vergangene Saison noch in der Verbandsliga mit der U16 spielte. Der 40-jährige Trainer erwartet einen großen Kraftakt in der Vorbereitung, um die Mannschaft auf Gegner wie Bayern München oder die TSG Hoffenheim einzustellen. Im Training am Montag sah er große Defizite in der Raumaufteilung, doch die waren nach mehrmonatiger Pause vom Mannschaftsfußball auch zu erwarten.

Underdog in der LigaAls Underdog in der Bundesliga werden die Roten Teufel vor allem defensiv gefordert sein. Hier setzt Daniel Paulus auf Henri Werner und Drini Miftari, die bereits in der letzten Saison als Leistungsträger herausstachen. „Beide sind Paradebeispiele für Mentalitätsspieler, die Mitspieler mitreißen können“, lobt er die Einstellung seiner Schützlinge.

Mit Steven Heib konnte der FCK einen Neuzugang vom FSV Mainz 05 ergattern. Der Flügelspieler kommt ursprünglich aus Ramstein und sah durch den Aufstieg des FCK nun die Chance, in Heimatnähe auf höchstem Niveau spielen zu können. „Mit ihm haben wir einen richtig guten Fang gemacht, als dribbelstarker Offensivmann auf der linken Seite wird er uns verstärken“, so Paulus. Darüber hinaus steht der FCK vor der Verpflichtung von zwei luxemburgischen U17-Natioanlspielern, mit deren Verein noch über die Freigabe verhandelt wird. „Wenn wir die beiden bekommen, würden wir uns in der Spitze und der Breite noch mal ordentlich verbessern.“

Getauschte RollenWährend im vergangenen Jahr die Betze-Buben in beinahe jeder Begegnung klar favorisiert waren, sind die Rollen nun getauscht, was Daniel Paulus anspricht: „Wir werden in der Regel nicht die bessere Mannschaft sein, also müssen wir defensiv extrem kompakt und aggressiv stehen und ein gutes Umschaltspiel beherrschen. Jeder muss für den anderen in die Bresche springen und alles in die Waagschale werfen.“ Die Mannschaft müsse die „typischen Betze-Tugenden“ an den Tag legen, damit man am Ende „das Saisonziel Klassenverbleib“ erreiche. In der Vorbereitung warten hochkarätige Gegner, wie der SV Sandhausen und der aktuelle B-Junioren-Meister 1. FC Köln, die als erster Standortmesser dienen.

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