Teufelsanbeterin
Active Member
2:0-Sieg gegen Schweden - Massenansturm der Fans - Politik zufrieden
Deutschland jubelt
München (dpa/ap). Deutschland hat als erstes Team das Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft 2006 erreicht. Die Elf von Bundestrainer Jürgen Klinsmann besiegte im Achtelfinale Schweden 2:0.
Die beiden Treffer für die DFB-Auswahl erzielte der Kölner Lukas Podolski in der vierten und zwölften Minute.
Die Politik zeigte sich vom Spiel begeistert. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sagte: „Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist so gut, wie ich sie seit Jahrzehnten nicht gesehen habe - vor allem vorne."
Zuvor waren die Fans bundesweit in Rekordzahl in die Public-Viewing-Stätten gestürmt. Fast überall wurden die Gelände noch vor Anpfiff des Spiels am Samstagnachmittag wegen Überfüllung geschlossen. In München waren etwa 100.000 Fans unterwegs, davon schätzungsweise 20.000 Schweden. Auf der Berliner Fanmeile versammelten sich mehr als 700000 Menschen. Es gab zunächst keinerlei Zwischenfälle. Die Fanmeile in der Hauptstadt zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule ist mit zwei Kilometern die längste der Republik. Überfüllt waren auch die Public-Viewing-Gelände in Städten wie Frankfurt am Main, Kaiserslautern, Leipzig, Wiesbaden, Gelsenkirchen, Stuttgart oder Gießen.
In München, wo das Spiel stattfand, waren 2000 Polizisten im Einsatz. „Alles ist friedlich, es gibt keine nennenswerten Vorkommnisse", sagte Polizeisprecher Michael Rasp.
Vor dem Spiel England gegen Ecuador wurden in Stuttgart in der Nacht zum Samstag 122 randalierende Engländer vorübergehend festgenommen. Sie hatten nach Polizeiangaben am Freitagabend ein Lokal in der Innenstadt in Beschlag genommen. Nach reichlich Alkoholgenuss kippte die Stimmung, die Fans pöbelten Passanten und später auch Polizisten an und warfen mit Flaschen und Gläsern.
Die Bundesregierung zeigte sich unterdessen mit der Sicherheitslage bei der Fußball-WM zufrieden. „Die Lage ist sehr viel besser, als wir das erwartet oder befürchtet haben. Das bezieht sich sowohl auf so genannte Hooligans, aber auch auf die sonstige Kriminalität", wird Kanzleramtsminister Thomas de Maizière in der „Sächsischen Zeitung" zitiert.
Michael Endler, Leiter der in der bundesweiten Sicherheitskoordination federführenden Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) in Neuss, warnte die Polizei vor Nachlässigkeit: „Wir haben keinen Grund, uns zurückzulehnen, und müssen weiter äußerst wachsam sein. Niemand hat eine Glaskugel, in der angezeigt wird, wie es in den nächsten Tagen aussieht." Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) kritisierte diejenigen, die ausländische Fans wegen drohender Übergriffe vor dem Besuch der Fußball-WM gewarnt hatten. Er sprach sich gegen den Begriff „No-go-Area" aus.
Das Berliner Landeskriminalamt hat dagegen vor Brandanschlägen linksradikaler Gewalttäter auf WM-Sponsoren gewarnt. „Die Existenz einer solchen Gefährdungsbeurteilung wird bestätigt", sagte Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch.
PFEIFFW / PFEIFFW
Quelle:
Publikation: Sonntag Aktuell
Deutschland jubelt
München (dpa/ap). Deutschland hat als erstes Team das Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft 2006 erreicht. Die Elf von Bundestrainer Jürgen Klinsmann besiegte im Achtelfinale Schweden 2:0.
Die beiden Treffer für die DFB-Auswahl erzielte der Kölner Lukas Podolski in der vierten und zwölften Minute.
Die Politik zeigte sich vom Spiel begeistert. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sagte: „Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist so gut, wie ich sie seit Jahrzehnten nicht gesehen habe - vor allem vorne."
Zuvor waren die Fans bundesweit in Rekordzahl in die Public-Viewing-Stätten gestürmt. Fast überall wurden die Gelände noch vor Anpfiff des Spiels am Samstagnachmittag wegen Überfüllung geschlossen. In München waren etwa 100.000 Fans unterwegs, davon schätzungsweise 20.000 Schweden. Auf der Berliner Fanmeile versammelten sich mehr als 700000 Menschen. Es gab zunächst keinerlei Zwischenfälle. Die Fanmeile in der Hauptstadt zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule ist mit zwei Kilometern die längste der Republik. Überfüllt waren auch die Public-Viewing-Gelände in Städten wie Frankfurt am Main, Kaiserslautern, Leipzig, Wiesbaden, Gelsenkirchen, Stuttgart oder Gießen.
In München, wo das Spiel stattfand, waren 2000 Polizisten im Einsatz. „Alles ist friedlich, es gibt keine nennenswerten Vorkommnisse", sagte Polizeisprecher Michael Rasp.
Vor dem Spiel England gegen Ecuador wurden in Stuttgart in der Nacht zum Samstag 122 randalierende Engländer vorübergehend festgenommen. Sie hatten nach Polizeiangaben am Freitagabend ein Lokal in der Innenstadt in Beschlag genommen. Nach reichlich Alkoholgenuss kippte die Stimmung, die Fans pöbelten Passanten und später auch Polizisten an und warfen mit Flaschen und Gläsern.
Die Bundesregierung zeigte sich unterdessen mit der Sicherheitslage bei der Fußball-WM zufrieden. „Die Lage ist sehr viel besser, als wir das erwartet oder befürchtet haben. Das bezieht sich sowohl auf so genannte Hooligans, aber auch auf die sonstige Kriminalität", wird Kanzleramtsminister Thomas de Maizière in der „Sächsischen Zeitung" zitiert.
Michael Endler, Leiter der in der bundesweiten Sicherheitskoordination federführenden Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) in Neuss, warnte die Polizei vor Nachlässigkeit: „Wir haben keinen Grund, uns zurückzulehnen, und müssen weiter äußerst wachsam sein. Niemand hat eine Glaskugel, in der angezeigt wird, wie es in den nächsten Tagen aussieht." Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) kritisierte diejenigen, die ausländische Fans wegen drohender Übergriffe vor dem Besuch der Fußball-WM gewarnt hatten. Er sprach sich gegen den Begriff „No-go-Area" aus.
Das Berliner Landeskriminalamt hat dagegen vor Brandanschlägen linksradikaler Gewalttäter auf WM-Sponsoren gewarnt. „Die Existenz einer solchen Gefährdungsbeurteilung wird bestätigt", sagte Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch.
PFEIFFW / PFEIFFW
Quelle:
Publikation: Sonntag Aktuell