Onkel_Helmut
Well-Known Member
Die Sache ist doch die:
Klar wird es im Fußball auch irgendwo Doping geben. Das Ding dabei ist aber, dass man als Fußballer durch Doping zwar vielleicht mehr Kondition bekommt oder schmerzunempfindlicher wird, aber dadurch nicht besser Fußball spielt.
Die BVB-Spieler im 6:3 Pokalspiel auf dem Betze hätten auch alle gedopt sein können - das Siegtor aber hat damals der verletzte (!) Olaf Marschall mit dem Kopf gemacht.
Doping im Fußball verhilft einem Spieler vielleicht zu leichten körperlichen Vorteilen - aber die schießen kein Tor. Und eben diese Bewantnis - eben dieses an der richtigen Stelle stehen und treffen oder den tödlichen Pass zu spielen, dass kann man sich nicht durch Doping verschaffen - sonst wären nämlich Mario Basler, Wolfram Wuttke, Klaus Augenthaler und wie sie alle heißen, die nachgewiesenermaßen nicht besonders fit waren und eher mehr geraucht und getrunken als trainiert haben, nämlich keine Spitzenfußballer geworden. Weil sie eben genau diese Fähigkeiten hatten.
Und die hätten sie - wenn sie sie nicht gehabt hätten - auch mit Doping nicht bekommen.
Bei einem Sport wie Radfahren ist das anders. Hier zählt Kondition, den inneren Schweinehund überwinden, Schmerzen aushalten, schneller sein als der Rest. Rein technisch gesehen ist Radfahren also linearer, eindimensionaler als Fußball. Und genau deswegen ist dieser Sport, wie alle anderen Sportarten auch, in denen es darum geht, wer der schnellste ist, so anfällig, von einem Doping-Syndikat unterwandert zu werden.
Das kann in diesem Stil bei Fußball gar nicht passieren - Gründe siehe oben. Der Erfolg des Dopings ist beim Fußball weder für die Dealer, noch für diejenigen, die selbst dopen, vorhersehbar oder so programmierbar wie zB beim Radfahren. Daher glaube ich, dass es zwar schon Doping im Fußball gibt, es aber wohl eine Minderheit sein wird, die solche Substanzen benutzt - eben weil es sich nicht zwingend lohnen muss, zu dopen.
Abgesehen vom geringeren sportlichen Einfluß des Dopings verhält es sich mit dem Geld im Fußball auch anders. Im Radsport muss man dopen, um die dortigen Spitzengehälter zu verdienen. Das Gros der Fahrer verdient doch nicht mehr als 50, 60.000 € im Jahr. Nur die Spitzenfahrer sacken das große Geld ein. Genau deswegen ist der Anreiz so groß. Dazu winken noch die Preisgelder.
Die Grundgehälter im Fußball dagegen sind viel höher. Allein deswegen ist es also schonmal nicht zwingend nötig für einen Spieler, Dopingmittel zu nehmen. Und ein Spitzenfußballer wird man durch Doping auch nicht - wenn das Talent fehlt. Aus Marcelo Pletsch wird kein Ronaldinho, nur weil er zB konditionssteigernde Pillen nimmt - er ist dann nur weniger langsam als vorher - ungelenk dagegen noch immer.
Ich hab keine große Angst, dass Doping den Fußball derart unterwandert, wie es bei anderen Sportarten der Fall ist.
Der Profiradsport (von den Bahnfahrern mal abgesehen) ist durchseucht ohne Ende, und das kann wohl nach den ganzen Geständnissen niemand mehr abstreiten. Deswegen ist er es auch nicht mehr wert, dass man ihn im Fernsehn anschaut, geschweige denn diesen Betrügern am Straßenrand zujubelt.
Klar wird es im Fußball auch irgendwo Doping geben. Das Ding dabei ist aber, dass man als Fußballer durch Doping zwar vielleicht mehr Kondition bekommt oder schmerzunempfindlicher wird, aber dadurch nicht besser Fußball spielt.
Die BVB-Spieler im 6:3 Pokalspiel auf dem Betze hätten auch alle gedopt sein können - das Siegtor aber hat damals der verletzte (!) Olaf Marschall mit dem Kopf gemacht.
Doping im Fußball verhilft einem Spieler vielleicht zu leichten körperlichen Vorteilen - aber die schießen kein Tor. Und eben diese Bewantnis - eben dieses an der richtigen Stelle stehen und treffen oder den tödlichen Pass zu spielen, dass kann man sich nicht durch Doping verschaffen - sonst wären nämlich Mario Basler, Wolfram Wuttke, Klaus Augenthaler und wie sie alle heißen, die nachgewiesenermaßen nicht besonders fit waren und eher mehr geraucht und getrunken als trainiert haben, nämlich keine Spitzenfußballer geworden. Weil sie eben genau diese Fähigkeiten hatten.
Und die hätten sie - wenn sie sie nicht gehabt hätten - auch mit Doping nicht bekommen.
Bei einem Sport wie Radfahren ist das anders. Hier zählt Kondition, den inneren Schweinehund überwinden, Schmerzen aushalten, schneller sein als der Rest. Rein technisch gesehen ist Radfahren also linearer, eindimensionaler als Fußball. Und genau deswegen ist dieser Sport, wie alle anderen Sportarten auch, in denen es darum geht, wer der schnellste ist, so anfällig, von einem Doping-Syndikat unterwandert zu werden.
Das kann in diesem Stil bei Fußball gar nicht passieren - Gründe siehe oben. Der Erfolg des Dopings ist beim Fußball weder für die Dealer, noch für diejenigen, die selbst dopen, vorhersehbar oder so programmierbar wie zB beim Radfahren. Daher glaube ich, dass es zwar schon Doping im Fußball gibt, es aber wohl eine Minderheit sein wird, die solche Substanzen benutzt - eben weil es sich nicht zwingend lohnen muss, zu dopen.
Abgesehen vom geringeren sportlichen Einfluß des Dopings verhält es sich mit dem Geld im Fußball auch anders. Im Radsport muss man dopen, um die dortigen Spitzengehälter zu verdienen. Das Gros der Fahrer verdient doch nicht mehr als 50, 60.000 € im Jahr. Nur die Spitzenfahrer sacken das große Geld ein. Genau deswegen ist der Anreiz so groß. Dazu winken noch die Preisgelder.
Die Grundgehälter im Fußball dagegen sind viel höher. Allein deswegen ist es also schonmal nicht zwingend nötig für einen Spieler, Dopingmittel zu nehmen. Und ein Spitzenfußballer wird man durch Doping auch nicht - wenn das Talent fehlt. Aus Marcelo Pletsch wird kein Ronaldinho, nur weil er zB konditionssteigernde Pillen nimmt - er ist dann nur weniger langsam als vorher - ungelenk dagegen noch immer.
Ich hab keine große Angst, dass Doping den Fußball derart unterwandert, wie es bei anderen Sportarten der Fall ist.
Der Profiradsport (von den Bahnfahrern mal abgesehen) ist durchseucht ohne Ende, und das kann wohl nach den ganzen Geständnissen niemand mehr abstreiten. Deswegen ist er es auch nicht mehr wert, dass man ihn im Fernsehn anschaut, geschweige denn diesen Betrügern am Straßenrand zujubelt.