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Politikgebabbel

Umfrage beendet

  • Umfrage beendet

    Stimmen: 24 77,4%
  • Umfrage beendet

    Stimmen: 7 22,6%

  • Umfrageteilnehmer
    31
sanierungsbedürftig ist das gesundheitssystem auf jeden fall!

inwiefern die lasten verteilt werden, darüber lässt sich streiten. aber das system, was geschaffen wurde, ist einfach viel zu verwaltungsaufwendig. die beiträge fliessen viel zu wenig in das gesundjeitswesen, sondern in einen riesen verwaltungsapparat. wozu so viele gesetzliche krankenkassen, wenn ohnehin quasi kein wettbewerb zwischen ihnen? alles kosten, wodurch jahr für jahr milliarden ohne nutzen für das gesundheitssystem sinnlos versenkt werden.

und dass jetzt bereits in den medien von verschiedenen gruppierungen kritik an einem noch nicht einmal genau ausgearbeiteten nachfolgesystem geäußert wird, ist absolut nicht ok.

neben den finanzen ist das die größte baustelle für die nachfolger der grossen koalition. und im gegensatz zu den finanzen/steuern die einfachere zu lösende aufgabe.

hoffentlich stellt sich in diesem bereich erfolg durch ein besseres, zielführendes system ein.



was den bereich steuerreform anbelangt, da wurde ja schon viel verschlafen von der grossen koalition, bspw. hätte ich mir da eine andere verteilung der steuern auf bund und länder gewünscht. im prinzip sollten die länder eher die umsatzsteuer bekommen, da diese in der höhe kontinuierlicher fliesst als die einkommensteuer/körperschaftsteuer. macht in meinen augen sinn, da länder nunmal den höheren anteil an verwaltungsausgaben haben. und die einkommen- und körperschaftssteuer das bessere konjunkturpolitische instrument ist. aber solche änderunegn sind nur mit 2/3 mehrheit in beiden kammern b-tag und b-rat möglich, also wirds damit so schnell nix.

bleibt letzlich ein w. schäuble, der auf seine "alten tage" das finanzressort bekommt und die "schulden" verwaltet. gibt sicher kompetentere für diese position...



der gewinner der ministerverteilung ist sicher die fdp, denn mit dem finanzministerium kann zurzeit sicher keiner punkte machen. im gesundheitsbereich kann man eigentlich nur viel besser machen.



schaffen wir es, mehr in bildung zu investieren und die vergleichsweise gute infrastruktur zu halten, dann haben wir eigentlich relativ gute zukunftschancen.

die usa werden die nächsten jahre durch den jahrelagen konsum auf pump probleme haben, von daher werden die probleme in deutschland im vergleich dazu noch milde sein.



schauen wir mal in ein, zwei jahren, was die neue regierung dann zu werke gebracht hat.
 
Kanzlerin Angela Merkel

Kanzleramtschef Ronald Pofalla

Auswärtiges Amt und Vizekanzler Guido Westerwelle

Finanzen Wolfgang Schäuble

Wirtschaft Rainer Brüderle

Arbeit und Soziales Franz Josef Jung

Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg

Inneres Thomas de Maiziere

Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Gesundheit Philipp Rösler

Familie Ursula von der Leyen

Bildung und Forschung Annette Schavan

Verkehr und Bau Peter Ramsauer

Umwelt Nörbert Röttgen

Landwirtschaft und Verbraucher Ilse Aigner

Entwicklungshilfe Dirk Niebel





Niebel (Entwicklungshilfe) und Jung (Arbeit und Soziales) sind in meinen Augen schon kleine Schocks. Röttgen (Umwelt) steht zudem der Industrie sehr sehr nahe.
 
westerwelle AM, mit den englischkenntnissen, naja...

find ich keine gute lösung.. und zu guttenberg als VM is m.M.n. total verschenkt, schade..

wäre der perfekte AM...
 
hier der kommentar eines users auf faz.net:



Das Politische Korekteste Kabinett aller Zeiten

Sven Geßner (FAZCINATION)

Kanzlerin eine Frau.

Außenminister ein Schwuler.


Finanzminister ein Behinderter.


Verteidigungsminister ein Bayer!


Ich würde sagen das toppt sogar einen schwarzen Präsidenten!
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http://www.faz.net/s/Rub4D6E6242947...7027FCF4375939~ATpl~Ekom~SKom~Ak~E303112.htmlhttp://www.faz.net/s/Rub4D6E6242947140018FC1DA8D5E0008C5/Doc~EFD89C4695ABC4730857027FCF4375939~ATpl~Ekom~SKom~Ak~E303112.html

 
Jupp, in dem Amt.


Gut, da kenn ich mich gar nicht aus. Weiß somit auch nicht welche Skills da gefragt sind.



Wundert mich aber sehr dass er nicht Arbeitsminister geworden ist. Ist doch sein Steckenpferd. Schätze aber dazu waren seine Ansichten der Frau Merkel zu radikal.
 
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,7911991,00.htmlhttp://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,7911991,00.html



Ich zitiere mal ein Paar Dinge aus dem voraussichtlichem Koalitionsvertrag die nicht unbedingt im Wahlkampf der Parteien auftauchten.



Steuern/Haushalt:



Es wird bis 2013 Steuerentlastungen von 24 Milliarden Euro geben. Wie das gegenfinanziert werden soll bleibt offen.



Für staatliche Abwasser- und Abfallunternehmen soll die Mehrwertsteuerbefreiung wegfallen, das hätte laut Experten zur Folge das die Abfallgebühren um 20 Prozent steigen.



Offen ist noch, wie das bereits feststehende Haushaltsloch von rund 30 Milliarden Euro gestopft werden kann.



Die krisenbedingten Einnahmeausfälle bei Kranken- und Arbeitslosenversicherung sollen nun aus Steuermitteln finanziert werden.(ca. 20 Milliarden €) Die Gegenfinanzierung bleibt offen.



Arbeit/Soziales:

Es soll ein Verbot sittenwidriger Löhne geben, rechtlich gesehen gibt es das aber schon.



Die neue Koalition prüft die Erstattung der Energie- und Nebenkosten für die Wohnungen der Hartz-IV-Empfänger und gegebenenfalls auch die Mietkosten in Pauschalen umzuwandeln. Bisher werden sie in voller Höhe erstattet.



Die befristete Einstellung von Arbeitskräften soll erleichtert werden. Das derzeitige Verbot einer wiederholten sogenannten sachgrundlosen Befristung wird gelockert.



Gesundheit/Pflege:



Es sollen einkommensunabhängige Pauschalen für die Versicherten ab 2011 eingeführt werden.



Der Wechsel von der gesetzlichen zur Privatversicherung wird leichter.



Union und FDP peilen den Einstieg in eine private Säule bei der Pflegeversicherung an. So soll künftig eine Pflicht zum Abschluss einer zusätzlichen privaten Absicherung für den Pflegefall eingeführt werden.J



Justiz:



Mietern soll künftig deutlich schneller gekündigt werden können.



Sonstiges:



Einig ist sich Schwarz-Gelb auch beim Thema Bahn-Privatisierung. So soll eine schrittweise Teilprivatisierung der Bahn-Sparten Transport und Logistik "zum geeigneten Zeitpunkt" beginnen.



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Die zitierten Dinge aus dem Vertrag bringen mich auf die Palme.Ich hab nur die Dinge rauszitiert die nicht ohnehin schon klar waren wie der Ausstieg vom Atomausstieg usw..eben nur die Dinge die den meisten vielleicht noch nicht ganz klar waren als sie Schwarz-Gelb wählten.



Aber ich denke das das nicht die einzigen Dinge sein werden die mich in Zukunft aufregen…denn nach der NRW Wahl gibt es einen Termin aufdem die Regierung, dank der Schuldenbremse, auflegen muss wie sie das jetzt schon feststehende 30 Milliarden Haushaltsloch plus die 24Milliarden-Steuersenkungen und die 20Milliarden Ausfälle in der Kranken und Arbeitslosenversicherung ,,gegenfinanzieren” bzw. ausgleichen will.



Wir dürfen gespannt sein ob die Liste der oben aufgezählten Ungerechtigkeiten voller wird wenn die Koalitonäre nach der NRW-Wahl plötzlich merken das das Geld an allen Ecken fehlt und ausgegeben werden muss.
 
Was ist dabei jetzt eine Überraschung? Und glaubst Du wirklich dass CDU/FDP das so geplant haben? Die Ausfälle durch die Krise müssen halt finanziert werden.
 
Was ist dabei jetzt eine Überraschung? Und glaubst Du wirklich dass CDU/FDP das so geplant haben? Die Ausfälle durch die Krise müssen halt finanziert werden.


Na die Ausfälle durch die Krise kommen jetzt aber nicht so überraschend oder? Könnte ja jeder entsprechend seines Einkommens Krankenkassenbeiträge zahlen und zwar sofort. Dann wäre die erste Baustelle problemlos beseitigt...



@hamburger teufel

haha der Herr Ostermann^^
 
Na die Ausfälle durch die Krise kommen jetzt aber nicht so überraschend oder?


Nö natürlich nicht. Daher ist es jetzt aber auch kein neues von CDU und FDP geschaffenes Problem. Und der Beitrag von Moseltaucher deutet darauf hin dass es so wäre.




Könnte ja jeder entsprechend seines Einkommens Krankenkassenbeiträge zahlen und zwar sofort.


Wieso will in diesem Land eigentlich jeder Besserverdiener bestrafen? Die zahlen doch schon mehr Abgaben, welches nach der Höhe des Gehalts errechnet wird. So kann man auch dafür sorgen dass die Top-Leute ins Ausland gehen. Aber dann braucht man auch kein Geld in Unis und Forschung investieren.



Finde das den völligen falschen Ansatz. Wer dementsprechend Know-how und Leistung bringt viel Geld zu verdienen soll es auch verdienen. Dafür bezahlt er genügend Steuern und hat wohl auch genügend in Ausbildung investiert.



Es muss nur Grenzen geben. Es kann eben nicht sein dass ein Hedge-Fonds-Manager Milliarden (kein Schreibfehler) verdient. Aber bei Verlust nicht haftet.
 
Wieso will in diesem Land eigentlich jeder Besserverdiener bestrafen? Die zahlen doch schon mehr Abgaben, welches nach der Höhe des Gehalts errechnet wird. So kann man auch dafür sorgen dass die Top-Leute ins Ausland gehen. Aber dann braucht man auch kein Geld in Unis und Forschung investieren.



Finde das den völligen falschen Ansatz. Wer dementsprechend Know-how und Leistung bringt viel Geld zu verdienen soll es auch verdienen. Dafür bezahlt er genügend Steuern und hat wohl auch genügend in Ausbildung investiert.



Es muss nur Grenzen geben. Es kann eben nicht sein dass ein Hedge-Fonds-Manager Milliarden (kein Schreibfehler) verdient. Aber bei Verlust nicht haftet.


Ich denke keiner will hier Besserverdiener bestrafen.



Doch wir müssen mal den Realitäten ins Auge blicken.

Wir stehn vor der größten Verschuldung der Geschichte,dem Bund und den Ländern fehlt das Geld für wichtige Investitionen in Bildung,Forschung und in die Zukunft unseres Landes.Doch woher soll das Geld kommen?



-Von der Mitte die immer wieder belastet wurde und wird? Von den wahren Leistungsträgern der Gesellschaft? Oder doch lieber von den Armen die sowieso am Existenzminimum leben?



Ich sage nein,holen wir einen großen Teil des Geldes von denen die in den letzten Jahren(auch von der SPD) massiv entlastet wurden.Unter Kohl war z.b der Spitzensteuersatz deutlich höher als heute.Hier in unserem Land,das laut OECD Studien in sozialer Gerechtigkeit im Europaweiten Vergleich einen der unteren Plätze belegt,geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander und das muss bekämpft werden.



Ich fordere nicht die Reichen zu plündern,sie zu ,,bestrafen" oder gar aus dem Land zu schicken,nein denn ich weiß genau das wir die Besserverdiener brauchen,denn sie sind auch ein ganz wichtiger Teil der Gesellschaft und ganz besonders der Wirtschaft.Ich fordere nur sie wieder so gerecht zu besteuern wie früher, zu Kohl Zeiten: Das ist keine Revolution, Kohl ist doch nicht Marx oder Castro.Ich will keinen Kommunismus,nicht jeder soll gleich viel Geld haben,denn jeder soll für seine Leistungen belohnt werden und sich Reichtum erarbeiten können...aber eben JEDER! Und das ist in Deutschland momentan nicht so und deswegen müssen wir meiner Meinung nach in Bildung investieren ,die Haushalte sanieren und ein gerechtes Land werden und dafür brauchen wir Geld.
 
Dann sollten wir vielleicht mal definieren was ein Besserverdiener ist. Denn schon manche Arbeitnehmer die keinen Spitzensteuersatz zahlen gehören zu den Besserverdienern, wenn man es mit dem Durchschnitt betrachtet.



Wikipedia hat es ganz gut zusammen gefasst: http://de.wikipedia.org/wiki/Besserverdienerhttp://de.wikipedia.org/wiki/Besserverdiener



Also Besserverdiener nach der Scharping Formel ist natürlich völliger Quatsch. Die jetzige Regelung gilt ja schon ab einem zu versteuernden Einkommen von 250 T€. Nur muss man sehen wie viele Menschen in Deutschland über diese Grenze kommen. Dann wird schnell klar dass die Zeche nicht bezahlen können. Rein rechnerisch einfach nicht möglich.



Außerdem noch mal. Wer so viel Geld verdient verdient es im Allgemeinen nicht umsonst (mal wieder die Bad Banker ausgenommen). Aber Leuten die z. B. ein Leben lang einen Betrieb aufgebaut haben, vielen Menschen Arbeit bieten und dabei meist noch mit ihrem Privatvermögen bürgen und haften. Denen sollte man das Geld gönnen und fertig.



Einsparungen sind schon eher geeignet um die Löcher zu stopfen. Schaue Dir den Bericht des BdSt. an. Was da jedes Jahr an Milliarden verplempert werden.
 
Wieso will in diesem Land eigentlich jeder Besserverdiener bestrafen? Die zahlen doch schon mehr Abgaben, welches nach der Höhe des Gehalts errechnet wird. So kann man auch dafür sorgen dass die Top-Leute ins Ausland gehen. Aber dann braucht man auch kein Geld in Unis und Forschung investieren.



Finde das den völligen falschen Ansatz. Wer dementsprechend Know-how und Leistung bringt viel Geld zu verdienen soll es auch verdienen. Dafür bezahlt er genügend Steuern und hat wohl auch genügend in Ausbildung investiert.



Es muss nur Grenzen geben. Es kann eben nicht sein dass ein Hedge-Fonds-Manager Milliarden (kein Schreibfehler) verdient. Aber bei Verlust nicht haftet.


Moment mal. Das ganze Thema hat nichts damit zu tun "Besserverdiener" zu bestrafen oder sie irgendwie an den Pranger zu stellen. Das halte ich aus meiner persönlichen Sicht auch nicht für richtig, weil Leistung entsprechend belohnt und nicht bestraft werden muss.

Natürlich wird der "Besserverdiener" entsprechend seines Gehalts mit Abgaben belegt. Jedoch darf man ja dabei nicht vergessen, dass hier schon ab spätestens 5.500 Euro/Monat für Kranken-, Plege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung die Beitragsbemessungsgrenze greift. Somit wird ja hier nicht jeder entsprechend seines Gehalts behandelt, sondern ab einem bestimmten Einkommen eine Deckelung der Abgaben erzielt. Ob das jetzt gerecht ist, darüber lässt sich in meinen Augen trefflich streiten.



Was die generelle Frage der Bestrafung von "Besserverdienern" angeht:

Ich bin der Meinung, dass Personen mit höherem Einkommen nicht unbedingt schlechter gestellt sind, als Personen mit geringem Einkommen. Bis zu einem gewissen Punkt wäre auch ich in der Situation als Besserverdiener bereit höhere, bzw. einkommensentsprechende Abgaben zu leisten. Nicht weil ich mich selbst bestrafen würde, sondern weil ich das als meinen persönlichen Anteil an den Sozialsystemen unseres Landes verstehen würde. Auch wenn es micht jetzt schon irritiert, dass ich für meinen 2-3 mal jährlichen Arztbesuch über 3.000 Euro im Jahr berappen muss. Aber ein "verbrauchsgerechtes" Sozialsystem unter sozialen Aspekten auf die Beine zu stellen ist nunmal nicht unbedingt einfach. Zumal da ja auch größere Einflüsse von außen einwirken.



Bei der ganzen Neiddiskussion muss man sich natürlich fragen ob es wirklich Neid ist und worin dieser Neid begründet ist, oder begründe sein sollte. Grundsätzlich sage ich, man muss sich die "Besserverdiener" erhalten und dafür Sorge tragen, dass sie nicht fluchtartig das Land verlassen. Damit wäre dann nun auch wirklich niemandem gedient. Man muss aber auch irgendwo das soziale Gleichgewicht beachten und respektieren.

Und: Jeder der in diesem Land "Besserverdiener", Unternehmer oder was auch immer ist, sollte endlich einmal erkennen, welche Verantwortung er auch für die Gesellschaft und sein Land hat. Das ist leider in den vergangenen Jahren viel zu kurz gekommen, weil Unternehmer nicht mehr an das Wohl ihrer Mitarbeiter und Angestellten denken, weil führende Mitarbeiter nicht mehr an dem Wohl ihrer Arbeitgeber interessiert sind, sondern weil jeder nur noch in seine eigene Tasche wirtschaftet und am Ende, wenn er die ganze Chose an die Wand gefahren hat. Man kann sich doch, wenn man in leitender Position ist, heute nicht wirklich wundern, dass man in dieser Gesellschaft in gewisser Weise Gerechtigkei fordert. Das hat in meinen Augen auch nur unbedingt etwas mit Neid zu tun, sondern vielmehr mit Unzufriedenheit und dem Gefühl, dass es in diesem Land nicht mit rechten Gedanken zugeht. Man muss sich doch fragen dürfen - ganze ohne das einem Neid vorgeworfen werden kann - ob es vernünftig ist, wenn ein Manager in Deutschland im Extremfall 78 Mio € im Jahr verdient, nur um ein Jahr später sein Unternehmen unter einer drückenden Schuldenlast veräußern zu müssen. Das hat nichts aber auch rein gar nichts mit einem langfristigen, verantwortungsvollen Management zu tun. Ich bin wirklich kein Kritiker von Wiedeking aber es ist doch verständlich, wenn in solchen Situation der Glaube des "einfachen Mannes" Schaden nimmt.

Ich denke in gewisser Weise ist es vielleicht auch Zeit, dass die "Besserverdiener" sich in irgendeiner Form auch mal zur Gesellschaft und den Systemen bekennen...
 
Wie oben geschrieben. Man sollte erstmal zwischen den Gruppen (besserverdienender Arbeitsnehmer, Mittelstand, Top-Manager, Betrüger und Geiern) unterscheiden



Den Betrügern und Geiern muss irgendwie das Handwerk gelegt werden. Kann einfach nicht sein dass diese Leute Millionen-Gehälter für schlechte Arbeit verdienen und Firmen zerstören. Genauso den Bank-Angestellten, die Milliarden an Provisionen verdienen und die Bank staatliche Hilfe braucht. Ebenso unmöglich dass Banken jetzt wieder Milliarden verdienen, aber kein Geld zurückzahlen müssen. Wobei ja nicht alle Geld bekommen haben, sondern lediglich Bürgschaften.



Dann gibt es noch die Top-Manager, meist von Dax-Unternehmen. Hier kann man sich in etwa ausrechnen wie viele das sind und was sie verdienen. Einige wenn nicht sogar die Mehrzahl verdient mehr als Merkel. Kann man auch drüber streiten ob das vertretbar ist oder ob es hier Grenzen geben muss. Bzw. viel wichtiger dass auch Top-Manager nach Erfolg und Misserfolg bezahlt werden. Aber halt nicht nach einem Jahr, sondern nach einer gewissen Periode. Nur ist die Zahl dieser Top-Manager auch überschaubar.



Von den meist privat haftenden Unternehmens im Mittelstand würde ich sowieso die Finger lassen. Ich kenne hier einige, ja die sind reich geworden. Aber mit einem zeitlichen Aufwand, der kein Leben neben der Firma zulässt. Und immer mit der Gefahr alles verlieren zu können etc.



Und dazu, denen kann man absolut nicht vorwerfen nichts für die Gesellschaft zu tun. Gerade die Firmen, die ich kenne hatten auch Zeiten in denen es absolut nicht gut ging. Sogar die Gefahr bestand dass alles den Bach runter geht. Aber man hat keine Leute auf die Straße gesetzt. Sondern zusammen mit den Mitarbeitern Lösungen für die Zukunft gesucht. Mitarbeiter haben auf Geld verzichtet und dann Anteile der Firma bekommen. Anteile die die Gründer abgegeben haben.




Ich denke in gewisser Weise ist es vielleicht auch Zeit, dass die "Besserverdiener" sich in irgendeiner Form auch mal zur Gesellschaft und den Systemen bekennen..


Den Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen. Die Leute bekennen sich durchaus zum System. Und tun auch größtenteils etwas für die Gesellschaft. Zudem stehen den hohen Gehältern oft Entbehrungen gegenüber, die andere nicht bereit sind auf sich zu nehmen.



EDIT:



noch eine kleine Geschichte für die Nacht
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Essen
 
Den Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen. Die Leute bekennen sich durchaus zum System. Und tun auch größtenteils etwas für die Gesellschaft. Zudem stehen den hohen Gehältern oft Entbehrungen gegenüber, die andere nicht bereit sind auf sich zu nehmen.



EDIT:



noch eine kleine Geschichte für die Nacht
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Essen


Da kommt es natürlich drauf an, wen man als "die Leute" bezeichnet. Viele Unternehmer gerade Mittelständler tun sicherlich viel einiges, ob das genug ist muss dann jeder für sich selbst beantworten. Das dem ganzen Entbehrungen gegenüberstehen ist denke ich auch verständlich, dafür wirst du ja dann in gewisser Weise auch gut belohnt.

Wenn man aber nur nimmt und nicht wirklich geben möchte, dann gerät das Bild nun mal ins Wanken und genau das ist ja momentan der Fall. Es ist quasi wie beim Fußball. Wenn an einem Wochenende in den höchsten 4 Ligen beinahe 60 Spiele stattfinden und 800.000 Menschen auf den Rängen "aktiv" sind, dann wird trotzdem das negative Verhalten von 50 Rowdies hängen bleiben und evtl. auf Dauer ein negatives Bild produzieren.

Und es sind eben auch gerade diese Fälle, die Fälle von gierigen Bänkern, von "skrupelosen" Geschäftsführern, von "unsozialen" Geschäftsführern, die für Unverständnis in der Bevölkerung sorgen und das meiner Meinung nach mit Recht, vor allem dann, wenn man persönlich davon betroffen ist.
 
Und es sind eben auch gerade diese Fälle, die Fälle von gierigen Bänkern, von "skrupelosen" Geschäftsführern, von "unsozialen" Geschäftsführern, die für Unverständnis in der Bevölkerung sorgen und das meiner Meinung nach mit Recht, vor allem dann, wenn man persönlich davon betroffen ist.


Ja richtig, Ich schrieb ja, diesen Betrügern muss man das Handwerk legen. Aber das sind im Verhältnis zu den ehrlichen Unternehmern im Mittelstand sehr wenige.



Damit ändert sich aber nichts an der Tatsache dass die Besserverdienenden den Haushalt nicht retten können. Nicht die die 120.000 € verdienen und auch nicht die die 10 Millionen verdienen, den davon gibt es nur wenige. Und wenn man denen noch mehr in die Tasche greift dann bezahlen sie 0 € Steuern.
 
EDIT:


noch eine kleine Geschichte für die Nacht
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Essen


Das beste an dieser Geschichte ist der letzte Satz:



"Wenn sie aber zu viel zahlen müssen, kann es passieren, dass sie einfach nicht mehr zum Essen am Tisch erscheinen und nachher auch die Rechnung nicht mehr mit bezahlen. In der Schweiz und in der Karibik gibt es ja schließlich auch ganz tolle Restaurants."



Mit dieser "Drohung" - nämlich ins Ausland abzuwandern, wenn nicht Steuer- und Abgabenpolitik nach ihrem Gusto gemacht wird - entziehen sich die Vermögenden hierzulande schon seit Jahrzehnten ihren solidarischen Verpflichtungen. Und unsere Politiker, immer mit offen Ohren den Lobbyisten zugewandt und mit gutdotierten Pöstchen versorgt, werden auch in Zukunft den Teufel tun und den breiteren Schultern mehr aufbürden als den schmalen. Ganz im Gegenteil - da die Armen in der Gesellschaft keine Lobby haben, kann man dort am einfachsten sparen.



Und immer wieder diese Leier von "Wachstum generieren". So ein Schwachsinn. Was soll denn wachsen? Und was macht der Vermögende mit den zusätzlichen Steuergeschenken? Er transferiert sie ins Ausland, um wiederum Steuern zu sparen und sein Privatvermögen immer weiter zu vergrößern. Kommt dieses Geld dem Wachstum in unserem Land zugute?



WENN Wachstum überhaupt möglich ist - was ich bezweifle; denn welche Wachstumspotentiale gibt es denn bei einer immer weiter schrumpfenden Bevölkerungszahl? Und ersticken wir nicht jetzt schon an einem Überangebot von Waren, die keiner braucht und für die erst künstlich Bedarf generiert werden muss? Wenn also Wachstum überhaupt möglich ist, dann nur, wenn man denjenigen mehr Geld lässt, die dieses auch hier ausgeben. Alles andere ist purer finanzpolitischer Unsinn.
 
Wegen der Leier vom Wachstum:



http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/aa/Inlandsprodukt_DE.svghttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/aa/Inlandsprodukt_DE.svg



Deutschland war lange Zeit Export-Land Nr. 1.



Aber weiter möchte ich nicht darauf eingehen. Deine Argumentationsweise ist mir für die späte Stunde (sorry, nicht bös gemeint, mir fiel nur keine passendere Bezeichnung ein) zu populistisch



Allerdings sehr verwerflich dass es immer wieder Firmen gibt, die mit Abwanderung ins Ausland drohen um ihre Ziele zu erreichen. Ich glaube der Politik findet nur keine Lösung dagegen.
 
Wegen der Leier vom Wachstum:


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/aa/Inlandsprodukt_DE.svghttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/aa/Inlandsprodukt_DE.svg



Deutschland war lange Zeit Export-Land Nr. 1.



Aber weiter möchte ich nicht darauf eingehen. Deine Argumentationsweise ist mir für die späte Stunde (sorry, nicht bös gemeint, mir fiel nur keine passendere Bezeichnung ein) zu populistisch


Aha, populistisch. Vielleicht fällt dir zu diesem Artikel

was anderes ein?
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Ist ja jetzt nichts neues. Aber es gab fast immer Wachstum. Nur wird der Wachstum die nächsten 1-2 Jahre sicher nicht ausreichen um die Verluste durch die Krise auszugleichen.



Aber was man jetzt braucht ist Sicherheit. Die letzten Jahre haben doch immer mehr Menschen ihr Geld zurück gehalten. Viele haben (auch zurecht) Angst. D. h. Stabilität muss wieder einkehren.
 
Ist ja jetzt nichts neues. Aber es gab fast immer Wachstum. Nur wird der Wachstum die nächsten 1-2 Jahre sicher nicht ausreichen um die Verluste durch die Krise auszugleichen.


Aber was man jetzt braucht ist Sicherheit. Die letzten Jahre haben doch immer mehr Menschen ihr Geld zurück gehalten. Viele haben (auch zurecht) Angst. D. h. Stabilität muss wieder einkehren.


Wie bitte erreicht man Sicherheit und Stabilität, wenn man Steuergeschenke verspricht, die man mit zu erwartendem "Wachstum" zu finanzieren verspricht???



So viel Wachstum - wenn überhaupt - kann es gar nicht geben, um sowohl die krisenbedingten als auch die Kosten für die versprochenen Wohltaten zu finanzieren.



Jeder weiß es, und jeder weiß auch, dass wieder einmal - wie schon bei der Wiedervereinigung - am Ende der kleine Arbeiter und Angestellte die Zeche zahlen muss. Die Vermögenden wehren sich mit Händen und Füssen gegen eine sie betreffende Mehrbelastung und werden dabei kräftig von ihren einflussreichen Verbänden unterstützt.



Welch engen Beziehungen zwischen Politik, Wirtschaft und den Medien bestehen, zeigt die in der Öffentlichkeit wenig bekannte Bilderberg-Konferenz. Das macht deutlich, wie Macht funktioniert...und wer die Profiteure sind...
 
Sicherheit und Stabilität erreicht man aber sicher nicht indem man immer davon redet wie schlecht es bald werden wird.



Die Krise ist nun jetzt mal da (gewesen). Und gerade noch rechtzeitig um einen kompletten Kollaps zu vermeiden.




Jeder weiß es, und jeder weiß auch, dass wieder einmal - wie schon bei der Wiedervereinigung - am Ende der kleine Arbeiter und Angestellte die Zeche zahlen muss. Die Vermögenden wehren sich mit Händen und Füssen gegen eine sie betreffende Mehrbelastung


Schade dass Du es Dir mit dieser Argumentation immer so einfach machst.
 
Sicherheit und Stabilität erreicht man aber sicher nicht indem man immer davon redet wie schlecht es bald werden wird.


Die Krise ist nun jetzt mal da (gewesen). Und gerade noch rechtzeitig um einen kompletten Kollaps zu vermeiden.


Die Krise ist noch immer da und wenn wir nicht höllisch aufpassen, dann sind wir in kürze wieder dort wo wir vor genau zwölf Monaten standen. Für mich ist das Thema noch lange nicht durch, weil wir gerade im Finanzsektor, dem "tragenden" Sektor, was Zockerei und Geschäftsgebaren wieder genau dort sind, wo wir vor der Krise waren und keinen scheint das besonders zu interessieren. Eine zweite Finanzkrise werden wir aber sicherlich nicht in der Form überstehen, wie wir die letzte Krise bewältigt haben.

Und dann nach dem Staat schreien, das ist nicht nur falsch, in meinen Augen ist das unmoralisch und verwerflich. Aber da scheinen wir uns ja einig zu sein.
 
Sicherheit und Stabilität erreicht man aber sicher nicht indem man immer davon redet wie schlecht es bald werden wird.


Die Krise ist nun jetzt mal da (gewesen). Und gerade noch rechtzeitig um einen kompletten Kollaps zu vermeiden.







Schade dass Du es Dir mit dieser Argumentation immer so einfach machst.


RWR. So ist es nun mal aber. Wenn ich dir erkläre das mein reales Einkommen in den letzten 15 Jahren um etwa 20 % geschrumpft ist und das ich trotzdem mehr leisten muss, dann ist das "reale" Ausbeutung.

Wenn ich dann vergleiche, dass ein Freund das dreifache Brutto verdient, aber alles in allem das vierfache Netto hat, wegen der abgeflachten Steuerprogression und den vielen Möglichkeiten, etwas von der Steuer abzusetzen, dann ist das natürlich Populismus, da dies dem Volk tatsächlich so ergeht und die "Volksmeinung" ist. Und dies nicht, weil es dem Volk vorgekaut wird. "Wir sind das Volk"! Die Reichen stellen sich außerhalb der Gemeinschaft auf, nicht weil sie vertrieben werden, sondern weil sie das aus Eigennutz so wollen.
 
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