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Politikgebabbel

Umfrage beendet

  • Umfrage beendet

    Stimmen: 24 77,4%
  • Umfrage beendet

    Stimmen: 7 22,6%

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    31
Es wurde zum großen Telefon-Flashmob aufgerufen. Ein über Facebook und Twitter in Gang gebrachter Flashmob lässt in der Geschäftsstelle der FDP in Berlin die Telefone heiß laufen. Die Aktion: Es wird dazu aufgerufen bei der FDP anzurufen und zu sagen: “Entschuldigung, ich habe mich verwählt”. Mal gucken wo das hinführt? Und alle so Yeahh, oder wie?
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Quelle : guu.fm
 
Wenn du Kritik äußerst, kannst du dann auch bitte sagen, was du meinst und nicht nur dumme Videos verlinken, aus denen nix hervorgeht?



Ich find das Auftreten von Westerwelle absolut korrekt und angesicht dummer Journalistenfragen auch berechtigt, was soll er denn groß anders machen?



Ich versteh echt nicht, was du uns mitteilen willst.
 
Wenn du Kritik äußerst, kannst du dann auch bitte sagen, was du meinst und nicht nur dumme Videos verlinken, aus denen nix hervorgeht?


Ich find das Auftreten von Westerwelle absolut korrekt und angesicht dummer Journalistenfragen auch berechtigt, was soll er denn groß anders machen?



Ich versteh echt nicht, was du uns mitteilen willst.




Ich finds etwas lächerlich, da so eine Comedy abzuziehen. Ich hab nichts gegen 2, 3 Witze, aber das was der Westerwelle da abzieht, find ich einfach nur peinlich. Er macht sich damit zum Gespött. Genau darauf sind die "dummen Journalisten" doch aus, oder meinst du nicht?



Ich geb gerne zu, dass der Mann ein geprügelter Hund ist und viele Journalisten ziemlich darauf aus sind, ihn in die Pfanne zu hauen. Keine Frage. Aber er gibt ihnen halt auch immer wieder Futter. Allein die Geste des Kopfschüttelns. Das "in Liebe Guido" ist genial und er hat die Lacher auf seiner Seite, aber dieses hochmütige Kopfschütteln danach...zerstört wieder alles.



Vorschlag: Einfach mal nüchtern (!) dazwischen hauen und auf seine eigentlichen Aufgaben verweisen (Afghanistan). Außenminister sein halt.
 
Ich finds etwas lächerlich, da so eine Comedy abzuziehen. Ich hab nichts gegen 2, 3 Witze, aber das was der Westerwelle da abzieht, find ich einfach nur peinlich. Er macht sich damit zum Gespött. Genau darauf sind die "dummen Journalisten" doch aus, oder meinst du nicht?


Ich geb gerne zu, dass der Mann ein geprügelter Hund ist und viele Journalisten ziemlich darauf aus sind, ihn in die Pfanne zu hauen. Keine Frage. Aber er gibt ihnen halt auch immer wieder Futter. Allein die Geste des Kopfschüttelns.



Vorschlag: Einfach mal nüchtern (!) dazwischen hauen und auf seine eigentlichen Aufgaben verweisen (Afghanistan). Außenminister sein halt.


Wenn Kuntz zum 100. mal auf ne Journalistenfrage zum Thema Aufstieg immer wieder das selbe sagt, findest du das nicht lächerlich oder? Ist doch im Prinzip genau das selbe.



Ob er sich damit zum Gespött macht, ist ansichtssache, ich finds besser, als wenn er vollkommen steif reagiert...



Edit: Außerdem ist Westerwelle nicht nur Außenminister, sondern auch Vizekanzler. Dazu gehört mMn auch, wenn Merkel wie immer nichts auf die Reihe bekommt, mal auf den Tisch zu hauen.
 
wenn Merkel wie immer nichts auf die Reihe bekommt, mal auf den Tisch zu hauen.


Das will ich jetzt erläutert haben. Was hat Merkel denn nicht auf die Reihe bekommen? Den Sozialstaat aufzuheben?



Edit: Ich finde Westerwelles Öffentlichkeitsarbeit echt zum Kotzen. Arrogant und überheblich ist er immer. Bei guter Laune tut er so, als würde er sich über die Journalisten lustig machen können; hat er schlechte Laune, verbietet er ihnen, Fragen auf Englisch zu stellen.
 
welher außenminister hat sih denn jemals so benommen wie westerwelle die letzten wohen? der außenminister is on natur aus einer der diplomatishes geshik beweisen muss und wenn man sih am laufenden band so erhält wird man doh on niemandem ernst genommen. das man in der opposition große reden shwingt is normal, das hat de fisher damals auh als gemaht, aber im untershied zum jetzigen ausenminister wusste der ansheind wann man sih ein wenig erändern muss. gerade wenn man so ein amt inne hat muss man sih auh bei sheis fragen ein wenig anständig erhalten können.

ih hatte ja on anfang an bedenken gegen westerwelle als ausenminister, allerding hatte ih die wegen seiner sexuellen ausrihtung un ned wegen seiner kompetenz. dasses jetzt grad umgekehrt is is eigentlih iel shlimmer
 
Westerwelle ist immer noch der Clown, der er zu Oppositionszeiten schon war. Was man allerdings einem Oppositionspolitiker noch gerade so durchgehen lassen kann, ist bei einem Mitglied der Regierung, zumal auf einem solch exponierten Posten wie dem des Außenministers, untragbar.



Westerwelle ist ein Politdarsteller ohne jegliches Format, der stets seine eigene Person in den Fokus stellt, statt sein Amt angemessen auszuüben. Schwächen versucht er mit Arroganz zu kaschieren, und aus dem, was er sonst so äußert, muss man auf fehlende soziale Kompetenz schließen.



Der Mann hat ein charakterliches Defizit, und aufgrund seiner extremen Egozentrik ist er zu realistischer Selbsteinschätzung völlig unfähig.



Den armen Teil der Bevölkerung hat er als Stimmvieh bereits für sich abgeschrieben, um so mehr redet er nun seiner angestammten Klientel das Wort. Das dürfte bei der nächsten Wahl für max. 6 % reichen - plus dem kleinen Prozentsatz aus dem Stimmenpool des Prekariats, das sich nicht davon abgestoßen fühlt, dass Westerwelle aufs übelste die Armen im Land gegen die Ärmsten aufhetzt.
 
Den armen Teil der Bevölkerung hat er als Stimmvieh bereits für sich abgeschrieben, um so mehr redet er nun seiner angestammten Klientel das Wort. Das dürfte bei der nächsten Wahl für max. 6 % reichen - plus dem kleinen Prozentsatz aus dem Stimmenpool des Prekariats, das sich nicht davon abgestoßen fühlt, dass Westerwelle aufs übelste die Armen im Land gegen die Ärmsten aufhetzt.


Wobei er mit der Grundaussage "Arbeit muss sich wieder lohnen" absolut recht hat. Jedem Menschen, der einer geregelten Arbeit nachgeht muss es besser gehen als einem Sozialhilfebezieher. Ist das nicht gegeben, kann man den Sozialstaat gleich in die Tonne kloppen. Dass man darüber - in alle Richtungen - diskutieren muss ist denke ich verständlich. Die politische Diskussion in diesem Land fehlt leider seit einigen Jahren fast völlig. Die Art und Weise wie er das führt ist absolut indiskutabel. Für spätrömische Dekadenz sind dann doch eher weniger Ansatzpunkte vorhanden. Wenn dann eher in oberen, denn in unteren Schichten der Bevölkerung.
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Wobei er mit der Grundaussage "Arbeit muss sich wieder lohnen" absolut recht hat.


Westerwelles populistisches Stereotyp "Arbeit muss sich wieder lohnen" sollte man sich mal genauer anschauen, insbesondere die Verwendung des Adverbs "wieder" in diesem Zusammenhang...



Seit wann lohnt sich denn das Arbeiten nicht mehr? Und für wen? Ist es nicht so, dass unter dem Mäntelchen der "Globalisierung" die Löhne sukzessive nach unten gedrückt wurden, so dass manche Vollzeit-Erwerbstätige davon ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können?



Ist nicht ALG II (Hartz IV) von den Sätzen her niedriger als die frühere Arbeitslosenhilfe bzw. die Sozialhilfe? Liegt es deshalb nicht auf der Hand, dass das Lohndumping dazu führt, dass sich Arbeit nicht mehr lohnt, und nicht die "üppigen" Hartz-IV-Sätze?



Mal ganz abgesehen davon, für wen sich die Arbeit der Lohnempfänger generell am meisten "lohnt" - man vergleiche nur mal die Zuwächse der Unternehmensgewinne mit den der Reallöhne in den vergangen Jahrzehnten...



Westerwelle macht nichts anderes als Klientel-Politik. Er ist gegen die Einführung von Mindestlöhnen, weil dies die Gewinne seiner erklärten Zielgruppe schmälert. Um davon abzulenken, bedient er sich der üblen Masche, die Geringverdiener gegen die Hartz-IV-Bezieher auszuspielen und so einen Nebenkriegsschauplatz aufzumachen. Ich hoffe bloß, dass auf diese Vernebelungstaktik keiner mehr hereinfällt.
 
Wobei er mit der Grundaussage "Arbeit muss sich wieder lohnen" absolut recht hat. Jedem Menschen, der einer geregelten Arbeit nachgeht muss es besser gehen als einem Sozialhilfebezieher. Ist das nicht gegeben, kann man den Sozialstaat gleich in die Tonne kloppen


Mich wundert, dass noch niemand* in diesem Zusammenhang den Begriff Mindestlohn in's Spiel gebracht hat. Diesen lehnt die FDP ja vehement ab. Wenn derjenige, der arbeitet, mehr haben soll, dann möge man bitte auch gesetzlich gewährleisten, dass nicht ganze Branchen mit obszönen und erniedrigenden Dumpinglöhnen abgespeist werden.



* da war ich etwas zu langsam
 
@ redcity



Natürlich hat er mit seiner Grundaussage Recht. Aber wer behauptet das denn bitte nicht?



Er tut ja geradewegs so, als sei er momentan der einzige Mensch in diesem Land, der dafür einsteht und deshalb von allen niedergemacht wird. Westerwelle ist per definitionem ein Populist - man errichte ein Tabu, was es gar nicht gibt, geht mit größtmöglicher kollateraler Wirkung dagegen vor und stellt sich in dem zu erwartendem Gegenwind als Opfer dar, welches nicht einmal seine Meinung kundtun dürfe.



Immerhin haben einige "Hinterbänkler" in der FDP (eine wirkliche zweite Reihe gibt es ja nicht) die Zeichen erkannt und Westerwelle erhält auch aus der eigenen Partei immer mehr Contra. Wenn er so weitermacht, ist seine politische Karriere bald vorbei und die FDP muss sich nach Führungskräften umsehen.



Natürlich muss sich Arbeit lohnen - aber hier gibt es zwei Ansatzpunkte: Transferleistungen senken (widerspricht dem Sozialstaatsprinzip und dem Grundgesetz), oder einfach Arbeit für "Geringqualifizierte" besser entlohnen.
 
Seit wann lohnt sich denn das Arbeiten nicht mehr? Und für wen? Ist es nicht so, dass unter dem Mäntelchen der "Globalisierung" die Löhne sukzessive nach unten gedrückt wurden, so dass manche Vollzeit-Erwerbstätige davon ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können?



Ist nicht ALG II (Hartz IV) von den Sätzen her niedriger als die frühere Arbeitslosenhilfe bzw. die Sozialhilfe? Liegt es deshalb nicht auf der Hand, dass das Lohndumping dazu führt, dass sich Arbeit nicht mehr lohnt, und nicht die "üppigen" Hartz-IV-Sätze?
Unbestritten sind es nicht die HartzIV-Sätze die dafür sorgen, dass sich Arbeit nicht immer lohnt, sondern die Gehälter, die die Unternehmen ihren Mitarbeitern zahlen. Das würde ich auch gar nicht in Frage stellen. Aber sämtliche Sozialleistungen sollten sich aus meiner Sicht - vor allem aus sozialen Gründen - auch am Realeinkommen der Bevölkerung orientieren. Es kann nicht sein, dass die Einkommen der Arbeitenden Bevölkerung nach unten gehen, im Gegenzug aber Sozialleistungen (z.B. Rentenzahlung) von dieser Entwicklung ganz abgekoppelt werden. Das ist dann ab einem bestimmten Punkt nicht mehr mit dem Sozialstaat vereinbar.

Und hier auch nochmal: Nicht nur die Unternehmen sind schuld, sondern jeder einzelne Käufer beeinflusst mit seiner Entscheidung massiv die Lohnentwicklung.




Mal ganz abgesehen davon, für wen sich die Arbeit der Lohnempfänger generell am meisten "lohnt" - man vergleiche nur mal die Zuwächse der Unternehmensgewinne mit den der Reallöhne in den vergangen Jahrzehnten...
Welche Unternehmensgewinne? Die der Großkonzerne oder die der kleinen und mittelständischen Unternehmen? Die Entwicklung der Löhne hängt von vielen Faktoren ab, der Branche, der Firmen-Politik und vor allem der Käuferverhalten.

Hier lehnt sich jeder zurück und schimpft auf den vermeindlich bösen Kapitalisten, der massives Lohndumping betreibt. Da stellt sich mir ganz einfach die Frage ob man sich vielleicht nicht auch selbst ab und an an die eigene Nase fassen sollte. Das Käuferverhalten beeinflusst massiv die Lohn- und Preisentwicklung in unserem Land und so lange jeder nur auf "billig" aus ist, kann es auch kaum mit den Löhnen vorwärts gehen. Man muss irgendwann wieder den Wert einer Leistung, einer Arbeit erkennen.




Westerwelle macht nichts anderes als Klientel-Politik. Er ist gegen die Einführung von Mindestlöhnen, weil dies die Gewinne seiner erklärten Zielgruppe schmälert.
Wie soll der Mindestlohn flächendeckend funktionieren? Hier glauben einige, wenn der Herr Minister 8,50 € auf ein Blatt Papier schreibt, dann ist die Sache gegessen. Ist es aber nicht, weil man vielleicht auch die Bedingungen der Branche beachten sollte. Wenn der Staat nicht alle Unternehmen gleich behandelt, dann kann auch kein Mindestlohn funktionieren. Wenn ein Mindestlohn zur Arbeitslosigkeit führt, dann lieber kein Mindestlohn aber Erwerb.
 
Wenn ein Mindestlohn zur Arbeitslosigkeit führt, dann lieber kein Mindestlohn aber Erwerb.


Funktioniert prima und hat aus Sicht der FDP nur Vorteile: Die Differenz von Geringstlohn zu Mindestbedarf zahlt der Steuerzahler, den Gewinn streicht das Unternehmen, also Westerwelles Zielgruppe, ein. Gleichzeitig lässt sich aus dieser Sachlage wunderbar zusätzliches "Kapital" für die FDP schlagen: Man entzweit das untere Drittel der Gesellschaft, indem man Neid und Missgunst des gering entlohnten, aber erwerbstätigen Teils der Armen gegen die schürt, die ausschließlich Transferleistungen beziehen.



So lange sich die Armen untereinander kloppen, schließen sie sich nicht zusammen und machen den wahren Ausbeutern und Schmarotzern nicht die Hölle heiß....
 
Könnte es nicht vielleicht auch sein, dass es Unternehmen gibt, die gerne einen Mindestlohn zahlen würde, dazu aber wirtschaftlich kaum in der Lage sind?
 
Wirtschaftlich nicht in der Lage dazu sind sie natürlich alle,wenn das Thema auf den Tisch kommt. Und wer die Leute nicht richtig bezahlen kann,oder will,soll selbst wieder mal auf Arbeitsuche gehen,dann weiss er was Sache ist.
 
Wirtschaftlich nicht in der Lage dazu sind sie natürlich alle,wenn das Thema auf den Tisch kommt. Und wer die Leute nicht richtig bezahlen kann,oder will,soll selbst wieder mal auf Arbeitsuche gehen,dann weiss er was Sache ist.


Das hätte ich dann gerne etwas ausführlicher. Glaubst du, dass ernsthaft jeder dazu in der Lage ist?
 
Das hätte ich dann gerne etwas ausführlicher. Glaubst du, dass ernsthaft jeder dazu in der Lage ist?


Wenn ein Arbeiter(in) oder Angestellter(in) mehr Geld möchte,wars doch schon immer so dass es heisst,das können wir in unserer momentanen Lage nicht verantworten,kommen sie wieder wenn es uns besser geht,das war schon immer so,da kann es der Firma noch so gut gehen. Wenn es nach mancher Firma gehen würde, müsste der eine oder andere noch Geld bringen weil er ja hier arbeiten "darf". Ich denke kaum dass eine Firma auf einen Arbeiter zukommt und ihm 300 Euro freiwillig mehr gibt nur aus gutem Wille. Das haben unsere Gründungsgewerkschafter erstreikt,die alle nicht mehr unter uns sind,vor 100 Jahren schon.
 
Wenn ein Arbeiter(in) oder Angestellter(in) mehr Geld möchte,wars doch schon immer so dass es heisst,das können wir in unserer momentanen Lage nicht verantworten,kommen sie wieder wenn es uns besser geht,das war schon immer so,da kann es der Firma noch so gut gehen. Wenn es nach mancher Firma gehen würde, müsste der eine oder andere noch Geld bringen weil er ja hier arbeiten "darf". Ich denke kaum dass eine Firma auf einen Arbeiter zukommt und ihm 300 Euro freiwillig mehr gibt nur aus gutem Wille. Das haben unsere Gründungsgewerkschafter erstreikt,die alle nicht mehr unter uns sind,vor 100 Jahren schon.


Das ist keine Erklärung dafür, ob es sich jedes Unternehmen erlauben kann! Ich sage es kann sich nicht jedes Unternehmen erlauben, auch wenn es manche sicher gerne wollten. Da gibt es so viele Einflussfaktoren, die darauf einwirken. Sicherlich gibt es Branchen die einen Mindestlohn durchsetzen können, es gibt aber eben auch Bereiche in denen andere Lösungen gefragt sind.

Und zur generellen Kapitalisten-Schelte: Es soll auch noch Unternehmer mit sozialer Verantwortung geben.
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Das hätte ich dann gerne etwas ausführlicher. Glaubst du, dass ernsthaft jeder dazu in der Lage ist?


Es sollte jeder dazu in der Lage sein, ansonsten stimmt sein Geschäftsmodell nicht... Wenn es auf "Ausbeutung" der Arbeitnehmer basiert, dann ist etwas falsch... Ein Mindestlohn würde wahrscheinlich letztendlich zu Preiserhöhungen in einige Branchen führen, aber das sollte es dem Kunden letztendlich wert sein...

Die Geiz ist Geil Philosophie ist zu verbreitet in unserer Gesellschaft...



Spricht man eine Branche auf einen Mindestlohn an, dann heisst es grundsätzlich dass so etwas nicht finanzierbar ist. In den Branchen, in denen der Mindestlohn eingeführt wurde war das genau so. Und soweit ich weiss sind durch den Mindestlohn in den Branchen keine bis kaum Arbeitsplätze verloren gegangen...
 
Es sollte jeder dazu in der Lage sein, ansonsten stimmt sein Geschäftsmodell nicht... Wenn es auf "Ausbeutung" der Arbeitnehmer basiert, dann ist etwas falsch...
Ich würde nicht gleich von Ausbeutung sprechen und auch nicht von Ausbeutung des Arbeitnehmers. Es muss jedem Unternehmer erlaubt sein, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten seiner Tätigkeit nachzugehen und auch neue Märkte zu entwickeln. Hierfür muss der Staat die Möglichkeiten schaffen. Wenn der Staat allerdings einem Unternehmen einen Kostenvorteil verschafft, dann greift der Staat - wohlwissend um die Folgen - in den Wettbewerb ein und erzwingt in gewisser Weise auch das Lohndumping. Wenn dann gleichzeitig der Mindestlohn - staatlich gebilligt - missbraucht wird, um die Marktmacht eines Unternehmens zu stärken, dann ist das in meinen Augen nicht Sinn und Zweck des Mindestlohns.



Ein Zitat von Bundestag.de zu diesem konkreten Fall DPAG gegen KEP-Dienstleister:



"Kostenvorteil von 19 Prozent"



Dagegen sagte der Vorsitzende der Monopolkommission, Professor Justus Haucap, ebenfalls unter Berufung auf europäisches Recht, die Befreiung von der Umsatzsteuer müsse aufgehoben werden. Sie beschere der Deutschen Post AG einen Kostenvorteil von 19 Prozent gegenüber den Wettbewerbern. „Für diese steuerliche Ungleichbehandlung gibt es aus Sicht der Monopolkommission keine Rechtfertigung“, erklärte Haucap.





Auch Frank Iden, Geschäftsführer des Post-Konkurrenten Hermes, beklagte eine nicht zu rechtfertigende Ungleichbehandlung durch die Umsatzsteuer. Es sei auch aus Sicht des Verbrauchers unverständlich, wenn der Kunde im DHL-Paketshop keine Mehrwertsteuer zahle, während er im unmittelbar nebenan liegenden Hermes-Paketshop zusätzlich 19 Prozent Steuer zahlen müsse.




Ein Mindestlohn würde wahrscheinlich letztendlich zu Preiserhöhungen in einige Branchen führen, aber das sollte es dem Kunden letztendlich wert sein...

Die Geiz ist Geil Philosophie ist zu verbreitet in unserer Gesellschaft...
Dem kann ich zu weiten Teilen nur zustimmen. Die Geiz ist geil Mentalität hat in der Gesellschaft und in der Wirtschaft sehr viel zerstört. Leider sind wir aber an einem Punkt, an dem dieses Verhaltensmuster wohl kaum mehr umzukehren ist.




Spricht man eine Branche auf einen Mindestlohn an, dann heisst es grundsätzlich dass so etwas nicht finanzierbar ist. In den Branchen, in denen der Mindestlohn eingeführt wurde war das genau so. Und soweit ich weiss sind durch den Mindestlohn in den Branchen keine bis kaum Arbeitsplätze verloren gegangen...
Das trifft aber nur für Branchen zu, in denen eine Verlagerung der Leistung schwer fällt. Nehmen wir mal einen Friseurin, einen Sicherheitsmann, eine Bedienung. Diese Leistungen kannst du nicht transferieren. Nehmen wir mal einen Sektor der zu weiten Teilen ein Niedriglohn-Bereich darstellt: Spedition und Logistik.

Diese Leistungen können transferiert werden. Können durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit im Zuge der harmonisierten europäischen Märkte und die Aufhebung der Kabotagebeschränkung auch durch deutlich preiswertere Anbieter aus den neuen EU-Staaten durchgeführt werden. Dies trifft in erster Linie für den Transport zu, kann aber auch für die Lagerhaltung denkbar sein. Diese Firmen haben massive Kostenvorteile gegenüber deutschen Unternehmen. Sei es durch geringere Löhne, geringe Treibstoffkosten, geringere Steuersätze, etc. die Liste ist erweiterbar. Wie soll sich ein Unternehmen gegen diese Kostenvorteile wehren, wenn der Kunde nur auf den Preis schaut und der Wettbewerber eine ähnlich gute Qualität leisten kann?

Der Logistikmarkt ist momentan sowieso stark unter Druck, weil er durch die Maut deutliche Einnahmeeinbußen hinnehmen muss, weil die Maut die Unternehmen teilweise sogar "enteignet", weil rigidere Lenk- und Ruhezeiten einen höheren Fahrerbedarf erfordern, weil durch die Aus- und Weiterbildung der Kraftfahrer der freie Markt an Arbeitnehmern einbrechen wird, etc. Wenn man z.B. einer solchen Branche einen Mindestlohn aufzwingen würde, dann würde ich momentan bezweifeln, dass das die Unternehmen überleben können und das kann dann beim besten Willen nicht Sinn und Zweck des Mindestlohns sein.

Wenn der Markt "abgegrenzt" ist und deutsche Unternehmen in Deutschland durch den Mindestlohn keinen Nachteil gegenüber ausländischen Anbietern haben, dann ist das absolut begrüßenswert, man sollte aber die Bedingungen der Branche nicht außer Acht lassen.
 
Um mal bei dem von dir angesprochenen Beispiel Transport und Logistik zu bleiben: Warum sollen die Kosten-Nachteile, so sie denn tatsächlich existieren, ausgerechnet über den Faktor Löhne ausgeglichen werden? Warum nicht über Treibstoffkostenzuschüsse? Oder KfZ-Steuer-Erleichterungen?



Warum muss der arbeitende Mensch die Zeche zahlen, indem er zu einem Hungerlohn arbeiten muss und damit zum Empfänger staatlicher Unterstützung degradiert wird - obwohl er Vollzeit arbeitet?



Wenn man schon unbedingt ein unter den gegebenen Bedingungen nicht wettbewerbsfähiges Unternehmen mit staatlichen Zuschüssen künstlich am Leben erhält - warum vergreift man sich dann am schwächsten Glied in der Kette, dem Arbeitnehmer?



Nein, die Ablehnung des Mindestlohnes ausgerechnet durch die FDP lässt keinen anderen Schluss zu, als dass es reine Gefälligkeitspolitk zugunsten der FDP-Klientel ist. Es gibt, wie du schon geschrieben hast, eine Menge Branchen, bei denen deine Argumentation einfach nicht "zieht", bei denen es durchaus möglich und sinnvoll ist, einen Mindestlohn einzuführen. In deinem angeführten Beispiel könnte man die Wettbewerbsnachteile dann auf andere Weise ausgleichen - wenn man denn wollte. Aber das ginge dann ja zu Lasten der Unternehmensgewinne...



Einen Teil der Probleme auf die Geiz-ist-geil-Mentalität zu schieben, ist ja irgendwie auch heuchlerisch. Wer mit dem Hartz-IV-Satz oder einem Niedrigstlohn auskommen muss, könnte das für zynisch halten...
 
Um mal bei dem von dir angesprochenen Beispiel Transport und Logistik zu bleiben: Warum sollen die Kosten-Nachteile, so sie denn tatsächlich existieren, ausgerechnet über den Faktor Löhne ausgeglichen werden? Warum nicht über Treibstoffkostenzuschüsse? Oder KfZ-Steuer-Erleichterungen?
Das habe ich doch mit keinem Wort behauptet? Es kann aus meiner Sicht in diesem Sektor kein Mindestlohn eingeführt werden, ohne die Unternehmen auf der anderen Seite nicht zu entlasten. Die momentane Situation würde es für einige Unternehmen sicher nicht zulassen, wenn man aber auf der anderen Seite Erleichterungen einführt, dann würde das sicherlich auch irgendwo helfen die Branche zukunftsfähig zu gestalten und höhere Löhne zu zahlen.

Und zu den Nachteilen, sie existieren, definitiv:



diesel_zahlen.gif


Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 30Litern auf 100km und einer Tagesfahrleistung im Wochenschnitt von sagen wir 600km kannst du dir ausmalen, was das pro LKW im Monat ausmacht.




Warum muss der arbeitende Mensch die Zeche zahlen, indem er zu einem Hungerlohn arbeiten muss und damit zum Empfänger staatlicher Unterstützung degradiert wird - obwohl er Vollzeit arbeitet?
Muss er das? Er soll die Zeche nicht zahlen, ganz gewiss nicht. Aber man muss sich eben an Stellen den Finger in die Wunde legen, wo bewusst ein unnötiges Lohndumping stattfindet. Z. B. im Bereich der Discounter. Eine generelle Schelte gegen die Arbeitgeber hilft niemandem weiter. Man sollte die Sache eben doch etwas differentierter betrachten.




Wenn man schon unbedingt ein unter den gegebenen Bedingungen nicht wettbewerbsfähiges Unternehmen mit staatlichen Zuschüssen künstlich am Leben erhält - warum vergreift man sich dann am schwächsten Glied in der Kette, dem Arbeitnehmer?
Woran sollte man sich auch sonst vergreifen? Ein nicht wettbewerbsfähiges Unternehmen erwirtschaftet keine Gewinne. Das heißt es wird kein shareholder-value zu Lasten der Arbeitnehmer stattfinden. Keine Gewinnabführung, keine Dividende, etc. Warum wird ein nicht wettberwerbsfähiges Unternehmen mit staatlichen Zuschüssen am Leben gehalten? Wegen des Shareholder-Values oder vielleicht doch wegen der Arbeitnehmer, welche den politischen Entscheidern ihre Stimme geben sollen? Ein nicht wettberwerbsfähiges Unternehmen durch den Staat zu stützen fällt schwer und ist auch in den meisten Fällen nicht unbedingt erfolgreich, siehe Holzmann.

Wir sind heute in einer Zeit, das muss man irgendwo auch akzeptieren, in der die meisten Unternehmen sehr effizient aufgestellt sind. In einer Zeit der globalen Warenströme, in denen zu günstigen Konditionen weltweit eingekauft und transportiert werden kann. In der die Produktion meist auf absolute Effizienz getrimmt ist. Ist ein Unternehmen hier nicht mehr wettbewerbsfähig, dann stehen doch meistens alle Bausteine auf dem Prüfstein. Die härtesten Einschnitte sind nunmal Entlassungen aber ich denke, dass diese im Zuge von Restrukturierungen auch teilweise unausweichlich sind. Das hängt aber eben sehr von der spezifischen Situation des Unternehmens ab. Bei Opel existieren Überkapazitäten und unrentable Produktionsstätten. Hier muss man eben ansetzen, um die Zukunft eines solchen Unternehmens sichern zu können.

Klar muss dabei auch immer sein, dass eine Restrukturierung so sozialverträglich wie irgend möglich erfolgen muss und dass auch die Unternehmensleitung mit gutem Beispiel vorangehen muss. Es kann eben kein Manager Millionengehälter einfahren und die Arbeiterschaft dafür büßen lassen, das entspricht nicht meinem Verständnis der sozialen Marktwirtschaft, ganz Gewiss nicht.

Aber um auch da nochmal einzuhaken: Rettet der Staat das nicht wettbewerbsfähige Unternehmen, dann wird das kritisiert, weil er den sterbenden Patienten künstlich am Leben hält und so auf Stimmenfang geht. Greift er nicht ein, ist er der Buhmann, weil der Staat die Arbeitnehmer im Stich lässt.

Die Politik kann nur die Rahmenbedingungen schaffen. Was die Wirtschaft daraus macht liegt dann in der Hand der Akteure.




Nein, die Ablehnung des Mindestlohnes ausgerechnet durch die FDP lässt keinen anderen Schluss zu, als dass es reine Gefälligkeitspolitk zugunsten der FDP-Klientel ist. Es gibt, wie du schon geschrieben hast, eine Menge Branchen, bei denen deine Argumentation einfach nicht "zieht", bei denen es durchaus möglich und sinnvoll ist, einen Mindestlohn einzuführen. In deinem angeführten Beispiel könnte man die Wettbewerbsnachteile dann auf andere Weise ausgleichen - wenn man denn wollte. Aber das ginge dann ja zu Lasten der Unternehmensgewinne...
Sicher ist das Klientel-Politik aber Klientel-Politik und Lobbyismus betreibt in Deutschland nunmal jede Partei. Hätte die SPD unter Schröder gewusst, wie die Umfragewerte nach HartzIV aussehen, sie hätte sich die Finger an dieser Reform sicher nicht verbrannt.

Zu Lasten der Unternehmensgewinne geht alles was falsch machen. Eine missglückte Sozialreform führt zu einer sinkenden Kaufkraft, was den Kosumgütermarkt schwächt. Eine verfehlte Unternehmenspolitik zu Lasten der Industrie. Das ist eben der schmale Grad auf dem sich die Politik bewegt.




Einen Teil der Probleme auf die Geiz-ist-geil-Mentalität zu schieben, ist ja irgendwie auch heuchlerisch. Wer mit dem Hartz-IV-Satz oder einem Niedrigstlohn auskommen muss, könnte das für zynisch halten...
Das hat nichts mit Heuchelei zu tun, das ist in meinen Augen eine logische Folge. Die Menschen achten nicht mehr darauf woher ihre Güter kommen, woher die Leistung stammt, die sie beziehen. Nicht wenige achten nichtmal mehr auf die Qualität die sie vorgesetzt bekommen. Das ist definitiv eine Folge dieser Mentalität. Und die Geiz ist geil Mentalität trägt eben auch dazu bei, dass die Marktmacht z.B. der Discounter und Handelsketten weiter zunimmt. Durch die steigende Marktmacht einiger weniger wächst wiederum die Abhängigkeit der Lieferanten gegenüber den Konzernen, was sich der Konzern zu Nutzen machen wird und auf der Einkaufsseite geringere Preise durchsetzen wird. Das kann, will man die Qualität der Produkte nicht verschlechtern, ab einem gewissen Punkt nur noch über die Arbeitnehmer kompensiert werden, weil diese eben in den meisten Unternehmen doch immer noch einen gewaltigen Batzen der Ausgaben ausmachen.

Sobald du diese Situation dann auf die Arbeitnehmer abwälzt sinkt die Einkaufskraft dieser Menschen weiter ab, was zur Folge hat, dass die Wirtschaft auf dem Konsumgütermarkt auf Dauer weiter geschwächt wird.

Wenn ich bereit bin einen anständigen Preis zu zahlen und die Arbeit und Wertschöpfung die hinter dem Produkt steht auch schätze, dann kann das auch zur Sicherung der Einkommen beitragen. Wenn ich nur auf den möglichst günstigen Preis aus bin, dann darf ich mich über die gesamtwirtschaftlich negativen Folgen auch nicht wundern.

Im Grunde hat der Verbraucher die größte Marktmacht aller Marktteilnehmer, er wird es nur niemals erreiche, diese auch gebündelt auszunutzen.
 
Einen Teil der Probleme auf die Geiz-ist-geil-Mentalität zu schieben, ist ja irgendwie auch heuchlerisch. Wer mit dem Hartz-IV-Satz oder einem Niedrigstlohn auskommen muss, könnte das für zynisch halten...


Auf der anderen Seite sorgt diese Mentalität eben mit dafür, dass viele mit einem Niedrigstlohn auskommen müssen. Würden die Leute wieder mehr auf Qualität setzen und auch mal den ein oder anderen Euro mehr springen lassen, dann wäre der Kostendruck bei einigen Arbeitgebern geringer und die Löhne etwas höher. Was wiederum bedeuten würde, dass diejenigen, die Niedrigstlohnbereich festhängen dort wieder herauskommen könnten...



Teufelskreis halt... Durchbrechen kann man das nur, indem man die Firmen zwingt die Löhne zu erhöhen. Das müssen sie wiederum an die Kunden weitergeben und das Ganze kommt dann irgendwann beim Endverbraucher an...



Man könnte sagen, dass es dadurch wahrscheinlich mehr Arbeitslose geben wird, doch auf der anderen Seite wird das Geld, das fur den Konsum in Niedriglohnhaushälten zur Verfügung steht erhöht und das ist eine Klientel, die es auch ausgibt und somit den Konsum ankurbelt...



Das Geld ist da, nur ist es schlecht verteilt und die FDP ist daran interessiert, dass es dabei bleibt... Denn das Geld auf irgendwelchen Konten reicher Leute bringt die Wirtschaft nicht in Schwung, im Gegenteil... Das Geld muss bei denen ankommen, denen nichts anderes übrig bleibt, als es für Konsum einzusetzen...
 
Der Kapitalismus ist gescheitert - einzig und allein der Sozialismus kann unsere Gesellschaft retten!
 
Der Kapitalismus ist gescheitert - einzig und allein der Sozialismus kann unsere Gesellschaft retten!


Dummerweise ist der Sozialismus AUCH gescheitert. Was wir brauchen, ist auf ein Wort komprimiert: Respekt

vor uns selbst, vor unseren Mitmenschen, vor der belebten und unbelebten Natur, vor allem was wir nicht verstehen und nicht wissen
 
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