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Thementhread Rechtsextremismus

Klingenstädter

Well-Known Member
So, um den Thread in den "Weltnachrichten nicht unnötig zu strapazieren, sollten Beiträge zu den Themen NPD und Rechtsextremismus allgemein hier rein geschrieben werden.

Sobald es eine akute Nachricht gibt, kann man diese immer noch in "Weltnachrichten" thematisieren.
 
PROPAGANDA-SENDUNG



<span>NPD plant Wochenschau auf YouTube</span>



Von Matthias Gebauer



Lange war der NPD das Internet suspekt - jetzt entdeckt sie es als Plattform für Video-Propaganda. Im Herbst wollen die Rechtsextremen auf YouTube eine Art Wochenschau starten. Erste Testsendungen von NPD-TV in Tagesschau-Optik kursieren schon im Netz.



Berlin - Der Anzug ist ein bisschen groß, die Stirn glänzt. Marcel Wölls Stimme hört sich an wie aus einer Blechdose. "Guten Abend, meine Damen und Herren", sagt der junge Mann mit dem Bürstenhaarschnitt in die Kamera, "in Mecklenburg-Vorpommern hat die NPD mit 7,3 Prozent den Einzug in den Landtag klar geschafft." Die Hände liegen sicher wie bei einem Profi-Nachrichtensprecher neben den Papieren. Nur ab und an muss Wöll auf die gelben Zettel vor ihm auf dem polierten Holztisch schauen. Hinter ihm eine tiefblaue Wand mit antiker Europakarte, Bilder zu den Beiträgen tauchen links von ihm auf.



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Wahlkampf in Österreich

Spinnefeind im rechten Lager



Am Sonntag wird in Österreich gewählt. Mit Slogans wie "Daham statt Islam!" gehen rechte Parteien auf Stimmenfang. Doch das fremdenfeindliche Lager ist nicht einig: FPÖ und BZÖ, gegründet von Ex-FPÖ-Chef Haider, machen sich Konkurrenz.



Von Eberhard Nembach, ARD-Hörfunkstudio Wien



"Daham statt Islam!" - diese Wahlplakate sind Hochdeutschen nicht gleich verständlich - Daham, steht für "Daheim", und das Plakat gehört zur Wahl-Kampagne der Freiheitlichen FPÖ. Amina Baghajati von der muslimischen Glaubensgemeinschaft in Österreich ist empört: "'Daham statt Islam' vermittelt natürlich eine Botschaft, die für Muslime ein Schlag in die Magengrube ist. Denn hier wird impliziert, dass es ein Widerspruch wäre. '' Sie spricht aus, was viele denken: Dieser Wahlkampf wird auf dem Rücken der Zuwanderer ausgetragen. Es sei eine Angst-Kampagne, kritisieren Österreichs Grüne.



Massenausweisung als Wahlversprechen



Ursache ist ein Wettbewerb zwischen den alten und den neuen Mitstreitern von Jörg Haider. Der hat die Freiheitliche FPÖ verlassen, seine neue Partei "Bündnis Zukunft Österreich" BZÖ muss um den Einzug ins Parlament bangen. Haider hat deshalb einen schlagkräftigen Mitstreiter aus alten Zeiten an die Front geschickt: Peter Westenthaler, der jetzt verkündet, er wolle 300.000 Ausländer aus Österreich ausweisen. 30 Prozent seien ja ohnehin "integrationsunwillig", so Westenthaler. "Dazu zählen Unwillige, Hafteinsitzende, Asylmissbrauchende und natürlich auch Langzeitarbeitslose", erläutert der Politiker. "Und Menschen, die nicht bereit sind, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Da komm ich eben auf diese 30 Prozent." Diese Zahl sei allerdings nicht belegt, er habe sie lediglich geschätzt.



Die alte FPÖ hält dagegen, mit den "Daham-statt-Islam"-Plakaten und mit der Forderung nach einem Zuwanderungsstopp. Der neue FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache klagt: "Wir haben heute 1,3 Millionen Menschen in Österreich lebend, die zugewandert sind, und das ist ein Maß, das letztlich eine gewisse Grenze überschritten hat."



Haider-Imitat?



Großansicht des Bildes Grafik: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache]

Heinz-Christian Strache hat bei den letzten Landtagswahlen in Wien einen Überraschungserfolg gelandet, während Jörg Haiders neue Partei BZÖ ums Überleben kämpft. Haiders neuer Frontmann Peter Westenthaler wirft Strache jetzt vor, den echten Haider zu kopieren. "In Gestik, Mimik, Sprache. Ich glaub sie tun ein bisschen üben vor dem Spiegel auch jeden Tag, dass Sie den Haider ein bisschen einstudieren", so Westenthaler. Strache hält dagegen: "Ich denk mal, dass Sie genau derjenige sind, der eigentlich die Haider-Kopie am besten darstellt. Denn Sie sind eigentlich derjenige, der dem Herrn Haider überall hin auch nachgelaufen ist."



"Wie hoalten zusamm, ein Leben lang"



Der Streit, wer die wahren Rechten sind, wird mit allen Mitteln geführt, auch vor Gericht. Da geht es etwa um die Frage welche Partei sich öffentlich "freiheitlich" nennen darf - die erste richterliche Entscheidung lautete: Nur die FPÖ darf sich "freiheitlich" nennen. "Wir sind das Original!" kontert Peter Westenthaler auf seinen orangenen Wahlplakaten - orange ist die Farbe der neuen Haider-Partei BZÖ, die Peter Westenthaler auch besingt: "Wir san stolz auf unser Land, und unser Herz, das schlagt orange. Wie hoalten zusamm, ein Leben lang."



Spiel mit Überfremdungsängsten





Zusammenhalt, das ist das Thema auch von FPÖ-Chef Strache. "Wir müssen letztlich mit Familienprogrammen dafür Sorge tragen, dass österreichische Familien sich wieder mehr Kinder leisten können und dürfen nicht den Fehler machen und zu sagen, da sparen wir ein, aber in Zuwanderung investieren wir", wettert Strache. "Bei weiterer fehlentwickelter Zuwanderung, wäre wir im Jahr 2045 in einer Situation, wo jeder zweite ein- bis 14-Jährige ein Moslem wäre und genau dort wollen wir nicht hin."



Der Wettbewerb der Rechtsausleger ist hart, da darf man auch schon mal den Teufel an die Wand malen, mit einer Art "Daham-statt-Islam-Horrorszenario" - Strache kündigt eine regelrechte Bevölkerungspolitik an.Nach den letzten Umfragen könnte Strache mit seiner FPÖ bei den Wahlen am 1. Oktober neun Prozent der Stimmen bekommen.



http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5958306_REF1,00.htmlhttp://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5958306_REF1,00.html



wie wärs mit nem Laberthread?
 
...und weiter gehts:



KÖLNER SCHÜLERZEITUNG


<span>
Rechte ohne Rechtsbewusstsein</span>



Von Armin Himmelrath




Peinlicher Auftritt, die Dritte: Die hetzerische Jugendzeitung "Objektiv" in Köln lässt keinen Fettnapf aus. Erst präsentierte das rechte Schülerblatt ein tschechisches Erotik-Model als deutsche Vorzeige-Blondine, nun missachtete sie das Urheberrecht an einem Schulbuch.



"Deutsch ist geil!" - mit diesem kernigem Spruch und einer attraktiven Blondine wollte die rechtslastige Bürgerbewegung Pro Köln im August auf Nachwuchs-Fang gehen. Sie schaltete eine entsprechende Anzeige in der Jugendzeitschrift "Objektiv", die von einem Pro Köln-Mitglied herausgegeben wird und unter anderem massiv Vorurteile gegen Türken und Moslems transportiert. Eingepackt waren diese angeblich "freiheitlich-patriotischen Standpunkte" in harmlose Ausflugstipps für ein Aquarium und Berichte über Sport-Kletterer.



Peinlich nur: Die "Deutsch ist geil"-Blondine wurde nach der Veröffentlichung prompt als tschechisches Erotik- Model identifiziert. Um das Urheberrecht an dem Bild, das auch auf Soft-Porno-Seiten zu finden ist, hatten sich die Verantwortlichen nicht gekümmert. In der im Internet herunterladbaren "Objektiv"-Version wurde das Motiv daraufhin schnell ersetzt: Statt des Models war nun das Titelbild eines in den Fünfziger Jahren erschienenen "Lesbuchs für Volksschulen, 5. und 6. Schuljahr" in der Anzeige zu sehen.



Doch auch mit dieser Bildauswahl bewiesen die Rechten wenig Rechtsbewusstsein: "Urheberrechtliche und wettbewerbsrechtliche Ansprüche" machte kurz danach nämlich der Oldenbourg-Schulbuchverlag in München geltend. Das Lesebuch ist seinerzeit im Bayerischen Schulbuchverlag erschienen - und der gehört mittlerweile zu Oldenbourg.



Im Übrigen, so der Anwalt des Verlags, genieße die Bürgerbewegung pro Köln "politisch einen zweifelhaften Ruf". Sie werde vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft und beobachtet, das Parteiprogramm sei offensichtlich "ausländerfeindlich mit besonderer Zielrichtung gegen Türken, Mitbürger islamischen Glaubens und Roma". Gleiches gelte auch für die Zeitschrift "Objektiv" - und deshalb müsse es sich der Verlag nicht gefallen lassen, durch die Nutzung des Schulbuch-Titels "mit den oben beschriebenen rechtsextremen Tendenzen in Verbindung gebracht zu werden".



Rege Diskussionen in Online-Foren



Denn die rechte Stoßrichtung ist in "Objektiv" unübersehbar: Unverfängliche Freizeittipps zum Klettern und zu einem Aquarium oder ein Rätsel sind nur als Garnitur eingestreut. Dazwischen tauchen hier ein Text über "ausländische Jugendkriminalität", dort einer über die "Patriotismus-Welle" und über eine "Großmoschee" auf ( SPIEGEL ONLINE berichtete). Platt prügeln die Texte dumpfe Klischees: Im frei erfundenen Artikel "Jessica und Ali" etwa werden Belästigungen beschrieben, die ein blondes Mädchen nachts in einer U-Bahn-Station durch einen jungen Türken erleidet. Das Blatt schockierte Schulleiter wie auch einige Anzeigenkunden. Den Kunden gegenüber hatten die Herausgeber lediglich von einer "Schülerzeitung" gesprochen.



Die Unterlassungserklärung des Oldenbourg-Verlags hat der Pro Köln-Vorsitzende Markus Beisicht mittlerweile unterschrieben - daraufhin tauchte im Internet die dritte Version der Objektiv-Ausgabe auf. Diesmal posiert auf dem "Deutsch-ist-geil"-Foto offenbar ein Mitglied der Bürgerbewegung. Die junge Dame ist - rein fototechnisch - sichtbar unterbelichtet und trägt, natürlich, ein Pro Köln-Shirt.



Ob das die letzte Änderung an der rechten Jugendzeitung war, ist allerdings noch offen. In Internet-Foren wird bereits darüber diskutiert, ob die Nennung des Markennamens "iPod" im Zusammenhang mit der Abbildung eines Billig-MP3-Players bei einem "Objektiv"-Preisausschreiben nicht die Markenrechte des iPod-Herstellers Apple verletzt. Ungeachtet des Rechtsstreits soll außerdem eine zweite Ausgabe von "Objektiv" in Vorbereitung sein.



Quelle: spiegel.de
 
SPIEGEL ONLINE, 28.10.2006

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Neonazi-Aufmarsch: NPD-Geisterdemo legt Göttingen lahm

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Absurde Szenerie: Schon zum dritten Mal in einem Jahr war das Leben

in Göttingen heute wie gelähmt - weil 200 NPD-Hanseln in der Stadt

aufliefen. Aus Angst vor Krawallen mit Gegendemonstranten war das

Polizeiaufgebot so groß, dass sich nun Geschäftsleute massiv

beschweren.



Von Christian Teevs, Göttingen



Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,445256,00.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,445256,00.html
 
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