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Stefan Kuntz

Gute Einordnung:
Da eine Generalisierung bezüglich der Fußball-Branche finde ich persönlich jetzt auch übertrieben. Wenn ich da aber sehe, was da HSV-Fans auf TM schreiben und meinen, dieser Podcast wäre eine Kuntz-Kampagne (was ist dann denn dann der BILD-Artikel?), dann muss ich mich auch wundern. Für SZ-Niveau finde ich das aber schon sehr sachlich und differenziert und deutlich besser als der BILD-Artikel.

In meinen Augen ist das doch so gelaufen: Neulich bei BILD: "Komische Trennung. Soso, ein touchy guy. Und dann hat er mal etwas gesagt, was man rein theoretisch als Aufforderung zum Oralverkehr verstehen könnte, auch wenn es eigentlich komplett unwahrscheinlich ist. Das bringen wir, natürlich im Konjunktiv! So und jetzt zerhackt euch bitte öffentlich!"

Und: Dann zerhacken die sich auch noch wirklich öffentlich. Wie doof kann man bitte sein?

Stefan Kuntz und der HSV-AR: "Jaaaaaaa!"

Okay, BILD steht halt einfach für Frauenrechte ein, kann man ja nicht anders sagen.
 
Da steht drin, dass der BILD einige Passagen verboten wurden zu wiederholen (vermutlich das mit der Aufforderung zum Oralsex und noch etwas). Seine Anwälte haben nun auch den Deutschen Presserat eingeschaltet.
Das ist lesbar, auch dem Stern wurde ein kompletter Bericht untersagt.
 

Geheimtreffen mit Stefan Kuntz am Ruhetag​

Betze-Geflüster: Über Rote Teufel, die zum unbeliebten Erzrivalen SV Waldhof Mannheim wechselten​

Von Wolfgang Kreilinger

Wenn der 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend im DFB-Pokal beim Erzrivalen Waldhof Mannheim antritt, dann trifft Trainer Torsten Lieberknecht auf seinen ehemaligen Arbeitgeber. Ja, der 20-jährige Jungprofi sah 1994 keine Perspektive mehr beim damaligen deutschen Vizemeister FCK und wechselte zum SV Waldhof. 22 Zweitligaspiele und ein Tor für die Blau-Schwarzen stehen in seiner Vita, ehe er nach Mainz weiterzog. „Eine Station in meiner Laufbahn, die mir in der Pfalz schon viel Hohn und Spott bescherte“, weiß Lieberknecht heute, wie der Wechsel links des Rheins ankam.

Auch eine richtige FCK-Legende würde die Initialen SVW wohl liebend gerne aus seiner Biografie streichen. In der Saison 2002/2003 sollte Stefan Kuntz als Trainer die Waldhöfer vor dem Abstieg aus der Zweiten Liga retten. Dabei mussten die Vertragsgespräche geheim bleiben. Aber wo treffen zwischen Mannheim und Neunkirchen, dem Wohnort von Stefan Kuntz, ohne gesehen zu werden?

Kuntz rief einen Freund aus Kaiserslautern an, den leider viel zu früh verstorbenen Handball-Trainer Thomas Woll. Dessen Eltern führten im Ortsteil Dansenberg ein Hotel-Restaurant, das am Tag des Treffens Ruhetag hatte. Woll schloss dem Waldhof-Vorstand und Stefan Kuntz ein Nebenzimmer auf. Beide Parteien wurden sich schnell einig. Das Vorhaben Klassenerhalt scheiterte übrigens grandios. Sechs der acht Spiele gingen verloren. Waldhof landete in der Dritten Liga.

Jüngster Neuzugang beim SV Waldhof mit FCK-Vergangenheit ist Denni Strich (59), seit Januar für das Marketing der Mannheimer zuständig. Der Sohn des einstigen FCK-Torhüters Horst-Dieter Strich war Kapitän der B-Jugend von Trainer Ernst Diehl, die 1983 Deutscher Meister wurde. In der Saison 1985/86 gehörte er dem Profikader der Roten Teufel an, absolvierte aber kein Spiel und wechselte danach zum Zweitligisten Union Solingen. Strich war nach seiner aktiven Laufbahn unter anderem 13 Jahre Marketing-Direktor beim DFB und von 2020 bis 2024 in der Geschäftsführung der TSG Hoffenheim.

Keine Chance bei Maurizio GaudinoBereits 1980 bekam FCK-Talentspäher Ernst Diehl einen heißen Tipp. Bei der TSG Rheinau im Süden von Mannheim gebe es einen 14-Jährigen mit einer begnadeten Technik. Diehl kam, sah und wollte den Jungen mit italienischen Wurzeln sofort zum Betzenberg lotsen. Doch der und seine Eltern sagten für die B-Jugend des SV Waldhof Mannheim zu. Vier Jahre danach, kurz vor seinem 18. Geburtstag, bestritt der spätere Nationalspieler Maurizio Gaudino für Mannheim sein erstes von 294 Spielen in der Ersten Bundesliga.

Die Jugendarbeit am Alsenweg im Mannheimer Stadtteil Waldhof hatte in den 1980er Jahren einen sehr guten Ruf, der über den Rhein schallte. Deshalb war Diehl schnell klar, dass er sich 1982 einen Anruf in Lambsheim bei Frankenthal eigentlich sparen konnte. Auch der spätere Weltmeister Jürgen Kohler, damals 16 Jahre jung, sagte den Waldhöfern frühzeitig zu …

Unser Autor

Im „Betze-Geflüster“ greifen wir Begebenheiten rund um den 1. FC Kaiserslautern auf. Wolfgang Kreilinger (62), stellvertretender Chefredakteur der RHEINPFALZ, ist in Kaiserslautern aufgewachsen und besucht seit seinem achten Lebensjahr Spiele auf dem Betzenberg.

Quelle: Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 193 Freitag, den 21. August 2026
 
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