Teufelsanbeterin
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Im porträt: wolfgang wolf
„In meinen Adern fließt rotes Blut ..."
FUSSBALL: „Wolles" Tränen lügen nicht
Von unserem Redakteur
Horst Konzok
Sein Glaubensbekenntnis zum FCK, das nimmt Wolfgang Wolf wohl jeder ab. „In meinen Adern fließt rotes Blut", sagt der neue Trainer des 1. FC Kaiserslautern am Abend der Vertragsunterzeichnung vieldeutig. Heute (15 Uhr) leitet er erstmals das Training. „Wir machen ein Spiel, ich muss die Mannschaft kennenlernen", betont der Nachfolger Michael Henkes. Am Samstag geht es zu Hannover 96.
„Ich bin wieder Zuhause", schwelgt das pfälzische Urgestein. Am 24. September 1957 ist er in Tiefenthal bei Grünstadt geboren. Weil dort Faustball und nicht Fußball gespielt wurde, kickte „Wolle" bei VfR Hettenleidelheim. So gut, dass ihn der FCK holte. Es wurde eine wunderbare Bundesliga-Karriere, der i-punkt bei 35 Einsätzen im UEFA-Cup das legendäre 5:0 gegen Real Madrid im Jahr 1982.
„Ich hoffe sehr, dass ich beim FCK Erfolg haben werde. Dass ich ein ,Pfälzer Bub" bin, ist natürlich keine Garantie", weiß Wolf. Die alten Mannschaftskameraden aus Hettenleidelheim hat der gesellige Typ jedes Jahr zu Spielen an seine Wirkungsstätten eingeladen. Jetzt ist die Anreise kurz.
Wolf hat realistische Ziele und große Hoffnungen. „Ich will den FCK wieder dahin bringen, wo er hin gehört. Da, wo er jetzt steht, da gehört er nicht hin", glaubt der neue Trainer der „Roten Teufel". Er kennt die Pfalz, die FCK-Fans, Kaiserslautern, den Betzenberg. Teammanager Olaf Marschall wird dem „Eingeborenen" alles zeigen, was er noch nicht kennt. Dann geht es los. 17 Mannschaften stehen vor Wolfs FCK. Er will aus Alini-Kickern wieder ein reißendes Rudel machen.
„Die Zuschauer müssen wieder mit Freude zum Betzenberg kommen. Gegen Eintracht Frankfurt im nächsten Heimspiel muss der Berg brennen", wünscht Wolf. Bei jedem Wort ist spürbar: Da kehrt einer heim, der eine ganz große Herausforderung meistern möchte.
„Ich konnte dem FCK nicht länger davon laufen ..." , witzelt Wolfgang Wolf. Seine Familie steht hinter seiner Entscheidung zur Rückkehr. Tochter Nadine arbeitet in der Pressestelle des 1. FC Nürnberg. Beworben hat sie sich dort hinter dem Rücken des Papas. Der war richtig sauer, dass der „Club" sie einstellte. „Ich hätte das verhindert. Irgendwann schmeißen sie mich raus, und sie muss die Pressemitteilung rausgeben ", fürchtete er damals mit Weitblick. Nadine aber hat ihren Job behalten, ihr Bruder spielt beim FCN in der B-Jugend.
Wolfgang Wolf, der stets private Kontakte in die Pfalz zur Mutter, den Schwiegereltern hielt, mit Freunden aus Kaiserslautern zum Skifahren geht, ist ein Familienmensch. Morgens führt seine Frau Hund Dusty aus, abends ist das der Part des Trainers, der gerne beim Tennis und beim Angeln entspannt. Wolf ist ein Mensch mit großem Herz und viel Emotion. 1996 hat er daheim am Fernseher gesessen und geweint, als der FCK abgestiegen ist. Fürwahr: Er hat rotes Blut in seinen Adern!
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
„In meinen Adern fließt rotes Blut ..."
FUSSBALL: „Wolles" Tränen lügen nicht
Von unserem Redakteur
Horst Konzok
Sein Glaubensbekenntnis zum FCK, das nimmt Wolfgang Wolf wohl jeder ab. „In meinen Adern fließt rotes Blut", sagt der neue Trainer des 1. FC Kaiserslautern am Abend der Vertragsunterzeichnung vieldeutig. Heute (15 Uhr) leitet er erstmals das Training. „Wir machen ein Spiel, ich muss die Mannschaft kennenlernen", betont der Nachfolger Michael Henkes. Am Samstag geht es zu Hannover 96.
„Ich bin wieder Zuhause", schwelgt das pfälzische Urgestein. Am 24. September 1957 ist er in Tiefenthal bei Grünstadt geboren. Weil dort Faustball und nicht Fußball gespielt wurde, kickte „Wolle" bei VfR Hettenleidelheim. So gut, dass ihn der FCK holte. Es wurde eine wunderbare Bundesliga-Karriere, der i-punkt bei 35 Einsätzen im UEFA-Cup das legendäre 5:0 gegen Real Madrid im Jahr 1982.
„Ich hoffe sehr, dass ich beim FCK Erfolg haben werde. Dass ich ein ,Pfälzer Bub" bin, ist natürlich keine Garantie", weiß Wolf. Die alten Mannschaftskameraden aus Hettenleidelheim hat der gesellige Typ jedes Jahr zu Spielen an seine Wirkungsstätten eingeladen. Jetzt ist die Anreise kurz.
Wolf hat realistische Ziele und große Hoffnungen. „Ich will den FCK wieder dahin bringen, wo er hin gehört. Da, wo er jetzt steht, da gehört er nicht hin", glaubt der neue Trainer der „Roten Teufel". Er kennt die Pfalz, die FCK-Fans, Kaiserslautern, den Betzenberg. Teammanager Olaf Marschall wird dem „Eingeborenen" alles zeigen, was er noch nicht kennt. Dann geht es los. 17 Mannschaften stehen vor Wolfs FCK. Er will aus Alini-Kickern wieder ein reißendes Rudel machen.
„Die Zuschauer müssen wieder mit Freude zum Betzenberg kommen. Gegen Eintracht Frankfurt im nächsten Heimspiel muss der Berg brennen", wünscht Wolf. Bei jedem Wort ist spürbar: Da kehrt einer heim, der eine ganz große Herausforderung meistern möchte.
„Ich konnte dem FCK nicht länger davon laufen ..." , witzelt Wolfgang Wolf. Seine Familie steht hinter seiner Entscheidung zur Rückkehr. Tochter Nadine arbeitet in der Pressestelle des 1. FC Nürnberg. Beworben hat sie sich dort hinter dem Rücken des Papas. Der war richtig sauer, dass der „Club" sie einstellte. „Ich hätte das verhindert. Irgendwann schmeißen sie mich raus, und sie muss die Pressemitteilung rausgeben ", fürchtete er damals mit Weitblick. Nadine aber hat ihren Job behalten, ihr Bruder spielt beim FCN in der B-Jugend.
Wolfgang Wolf, der stets private Kontakte in die Pfalz zur Mutter, den Schwiegereltern hielt, mit Freunden aus Kaiserslautern zum Skifahren geht, ist ein Familienmensch. Morgens führt seine Frau Hund Dusty aus, abends ist das der Part des Trainers, der gerne beim Tennis und beim Angeln entspannt. Wolf ist ein Mensch mit großem Herz und viel Emotion. 1996 hat er daheim am Fernseher gesessen und geweint, als der FCK abgestiegen ist. Fürwahr: Er hat rotes Blut in seinen Adern!
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ