Und es hatte keinerlei negative Folgen? Wenn die Wirtschaft nur mal so eindimensional wäre ...
Vergleiche die negativen Folgen durch die Euro-Einführung mit denen von davor.
Danke für den Link, da kann man wieder einmal sehr schön sehen, wie versucht wird, die gewünschte Meinung ohne jedwede Argumentation durchzupauken.
Unter "Tourismus" finden wir hier folgendes:
"[...]Eine abgewertete Währung würde vermutlich mehr Touristen ins Land locken. Allerdings ist Griechenland bereits ein beliebtes Urlaubsland. Etwa ein Zehntel der griechischen Wirtschaftsleistung entsteht bereits im Tourismus. Seit der arabische Frühling die Urlaubsziele Tunesien und Ägypten unbeliebt gemacht hat, konnten sich die griechischen Hoteliers nicht beschweren."
Es wird also zugegeben, dass die Drachme hier den Tourismus ankurbeln würde. Die Tatsachen, dass Griechenland ein beliebtes Urlaubsland ist und der Tourismus bereits einen wichtigen Teil der griechischen Wirtschaft ausmacht werden hier zum vermeintlichen "Gegenargument" gegen einen Währungswechsel stilisiert. Stattdessen ist dies überhaupt nicht der Fall. Die Urlauberzahlen würden steigen, einen größeren Anteil der griechischen Wirtschaftsleistung ausmachen und dieses insgesamt steigern. Tatsächlich ist nämlich Griechenland seit der Euro-Einführung für Urlauber weniger interessant geworden, da kostengünstigere Alternativen bereitstehen (Türkei z.B.). Es ist schon unglaublich, für wie dumm die einen eigentlich halten.
Alles in allem haben wir hier ein klares Argument für eine Währungsumstellung.
Unter "Export" folge sogleich das nächste "Highlight":
"Die Türkei profitiert davon, dass der Landeswährung Lira im Ausland günstig ist. Türkische Güter verkaufen sich im Ausland besser, weil sie günstiger sind. Im zweiten Quartal 2011 hatte das Land ein Wirtschaftswachstum von 8,8 Prozent, seit Jahren gehört die Türkei zu den am stärksten wachsenden Regionen der Welt.
Die griechische Wirtschaft hat allerdings ein strukturelles Export-Problem, das unabhängig vom Wert der Währung besteht[...]"
Hier kommt nämlich gleich das nächste Pseudo-Argument, meine sehr verehrten Damen und Herren. Tatsächlich wird darauf hingewiesen, dass der türkische Export von der eigenen Währung profitiert - dann wird darauf hingewiesen, dass Griechenland generell Export-Schwach ist. Dies ist zweifellos richtig, aber auch ein Export-Schwaches Land profitiert von einer Währungsumstellung mit der Möglichkeit der Abwertung, zwar nicht so stark wie ein Exportweltmeister, aber trotzdem auch und darauf kommt es hier ein.
Wieder ein klares Argument für die Währungsumstellung, naiv versucht, ins Gegenteil zu verwandeln und natürlich vom aufmerksamen Leser sogleich enttarnt.
Weiter gehts mit "Import":
"[...]Ausländische Produkte sind für die eigene Bevölkerung im Verhältnis oft sehr teuer. Der Vorteil: Vermehrt setzen Verbraucher auf heimische Produkte. Davon könnte auch die griechische Wirtschaft profitieren.[...]"
Auch dies ist nur ein Vorteil. Wenn ausländische Produkte teurer sind, profitiert folgerichtig die einheimische Industrie und die Wirtschaftsleistung wächst. Auch hier wieder ein Argument für die Währungsumstellung.
Thema "Inflation":
Die ist insoweit richtig, als dass dies tatsächlich ein Problem darstellen könnte. Bei einer gemeinsamen Euro-Währung allerdings erfolgt diese Inflation ja ebenso zwangsläufig (seit 2009) kontinuierlich und zwar im gesamten Euro-Raum und schwächt so auch die Wirtschaften stärkerer Nationen (Frankreich). Daher wären auch unter diesem Gesichtspunkt andere Währungen sinnvoll, andere EU-Länder würden nicht in ihrem Wachstum gebremst und könnten umgekehrt eher in Griechenland tatsächlich investieren. Ein wirkliches Argument gegen die Währungsumstellung ist jedenfalls auch die Inflation nicht.
Thema "Staatsschulden":
Da steht dann "Bei einer hohen Geldentwertung werden die Schulden eines Staates regelrecht weginflationiert.[...]" Ja, eben, das ist doch der Sinn der gesamten Sache. Natürlich stärkt dies nicht das Vertrauen in den griechischen Staat, wenn die Schulden einfach so minimalisiert werden, aber ganz im Ernst, tut dies die aktuelle Politik der Anti-Wirtschafts-Wissenschaftler-Koalitionen?
Zum letzen Thema "Drachmen statt Euro":
Dies ist richtig, die Schulden würden explodieren. Deswegen muss zusätzlich zur Währungsumstellung eben auch ein großer Schuldenschnitt erfolgen. Dies wird ja auch von der AfD genau so gefordert, verbunden mit der Tatsache, dass die Gläubiger selber nichts von den Hilfszahlungen erhalten dürfen.
Folgerichtig unterstützt der verlinkte Artikel unfreiwillig die Position der AfD voll und ganz und enttarnt die wirtschaftlich fehlgeleitete, menschenverachtende und europafeindliche Politik der anderen Parteien.
@ stiller: Ich frag mich gerade ernsthaft, was diese Nicht-Feministen dafür bekommen haben so einen Schwachsinn in die Kamera zu halten (100 Euro?). Sollten die das wirklich so meinen, frage ich mich allerdings, wie sehr unser Schulsystem in einigen Kreisen versagt.
Und was bekommen die Aufschrei-Feministinnen eigentlich für ihren Unsinn so? Oder die Journalisten, die Brüderle als Sexisten hinstellten, weil er einer jungen Dame ein Kompliment machte? Oder die Femen-Damen, die mal eben halbnackt im Gottesdienst erscheinen?
Wir hatten eine Wahlbeteiligung von über 70 Prozent, davon haben fast 70 Prozent Schwarz-Rot gewählt. 70 Prozent von 70 Prozent sind immer noch fast 50 Prozent, also sind zumindest die Hälfte okay damit. Wenn du dann noch die 17 Prozent Grün-Rot in der Opposition dazu zählst, kämst du auf max. 35 Prozent APO. Davon musst du dann noch die Nichtwähler abziehen, die normalerweise eine der Parlamentsparteien wählen.
Auf welchen Post bezieht sich das jetzt?
Und wo ist die AfD bislang weit gekommen? Sie sitzen nicht im Bundestag, sie sitzen in keinem Landtag und ins Europaparlament müssen sie mit ihren platten Parolen auch erstmal kommen, auch wenn das Kippen der Fünf-Prozent-Hürde ihnen leider in die Karten spielen könnte.
Die AfD ist auf das Kippen der 5%-Hürde nicht angewiesen, im Gegensatz zu kleineren Parteien wie beispielsweise der FDP oder der NPD. Sie wird in Sachsen in den Landtag einziehen und dort die NPD aus dem Parlament werfen. Ebenso wird sie in Thüringen und Brandenburg in den Landtag einziehen. Solange die zynische, unvernünftige und ethisch nicht vertretbare Euro-Politik weitergeführt wird, kann wird und muss die AfD immer weiter erstarken.
Die Platten Parolen habe ich bisher nur auf den Wahlplakten von SPD und Grünen sowie im Spot der CDU ausmachen können. Leider/zum Glück sind diese sehr durchschaubar.
Jedenfalls sehe ich bei den Wahlplakaten, die hier hängen, keine Unterschiede zu denen von ProKöln/NRW und der NPD. Und ich hoffe, dass das irgendwann auch den Leuten auffällt, die gerade irgendwelchen Hirngespinsten aufsitzen und die nicht begreifen, dass die EU Europa und auch Deutschland gut tut.
Du siehst also keinen Unterschied zwischen ProNRW und NPD? Und auch nicht zwischen diesen und der AfD? Hast Du Dir vielleicht die Augen verbunden oder so?
dass die EU Europa und auch Deutschland gut tut.
Da sind wir ja mal endlich einer Meinung. Nur müssen die Möglichkeiten der EU in wichtigen Kernfragen anders genutzt werden, als dies aktuell der Fall ist.
Stimme Dir weitgehend zu, gerade was im Mittelmeer passiert, allerdings kann es auch nicht die Aufgabe von Europa sein alle diese Flüchtlinge aufzunehmen. Das wäre nicht möglich und würde keine Probleme lösen... Die Probleme müssen direkt in den Ländern gelöst werden. Aber das gehört jetzt wirklich nicht hier her!
PS: Das liegt auch gar nicht im Interesse unserer Politik, das wirklich zu Lösen. Früher hatte man Kolonien, heute möchte man Länder "politisch stabilieren", "demokratisieren", "wirtschaftlich stärken", "Aufbauhilfe leisten" oder "in die Entwicklung des Landes investieren". Im Prinzip ist beides das gleiche, aber das eine kannst Du eben der eigenen Bevölkerung besser verkaufen, nicht?
Nein, hier kann Europa die Länder oder einen Staaten-Bund höchstens unterstützen - das geht aber als gemeinsames Europa auch besser, als wenn das ein einzelnes Land übernimmt. Wichtig ist dabei aber sicher auch, dass die Vorsitzenden des EU-Parlaments als Europäer gesehen und nicht auf ihre nationale Herkunft heruntergebrochen werden, wenn einzelne Länder vielleicht keinen Bock auf etwas haben.
Da ist aber noch mindestens ein Land in der EU, mit dem wird das nie funktionieren.