Ich kenn mich im BWL-Bereich nicht allzu gut aus, aber ohne Businessplan läuft da doch nichts, oder? Warum erstellt niemand einen Business-Plan, ob und WIE (!!!) sowas durchführbar ist: welche Unternehmen dafür in Frage kommen (viele kleine, ein großes?), wieviel Geld da zusammen kommen kann, ob und wie sich "die Wirtschaft" sowas (überhaupt) vorstellen kann.
Ja, das braucht es auf jeden Fall, keine Frage. Natürlich gehört eine Analyse, vor allem des wirtschaftlichen Aspekts dazu. Was die wissenschaftliche Studie angeht, bin ich allerdings der Meinung von Naheteufel:
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Man kann eine solche Studie erstellen, keine Frage. Aber es sagt dann wenig darüber aus, ob und zu welchen Konditionen am Markt das dann durchgeführt wird.
Genauso ist es. Ich will es aus meiner Sicht einmal verdeutlichen:
"Hätte ich die Leute gefragt, was sie wollen, hätten sie sich alle größere Kerzen gewünscht".
Das Zitat stammt von Thomas Edison - dem Erfinder der Glühbirne.
Es ist schwierig, das Interesse für einen Bedarf festzustellen, der so noch gar nicht da ist. Man muss es dem Sponsor einfach attraktiv machen. Das hört sich banal an, ist aber so.
Fakt ist doch, dass die Unternehmen heute schon Millionenbeträge dafür ausgeben, sich imagewirksam zu positionieren. Ob es für den Regenwald oder andere soziale Projekte ist. Ich glaube, dass die Idee zumindestens das Potential hat, Zuhörer für sich zu gewinnen. Diesen Zuhörer dann auch zu überzeugen - dafür braucht es ein schlüssiges Konzept.
Dann findet man halt heraus, warum es noch keinen ernsthaften Interessenten gibt (falls das denn so ist). Sind die Ansprüche des Vereins zu hoch? Die Reichweite zu gering? Hat man nur einen einmaligen, kurzfristigen Effekt?
Ich find das wahnsinnig spannend. Ist doch super mal seine wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnisse zum Wohle des FCKs einzusetzen.
Das ist es. Grundsätzlich lässt sich so ein Konzept einfach strukturieren:
1. Phase: Analyse der Ausgangssituation:
Dazu gehört:
Eigenanalyse:
Welche Sponsoringaktivitäten habe ich bisher durchgeführt?
Welche Leistungen kann man dem Sponsor anbieten?
Wie ist mein Medienpotential?
Welches Image verkörpert man?
Wie interessant ist mein Angebot für einen potentiellen Sponsor?
Habe ich das Personal, um diese Sponsoringaktivitäten durchzuführen?
Umfeldanalyse:
Ökonomische Trends:
Warum lohnt sich ein herkömmliches Namingright Sponsorship nicht mehr?
Wie sehr nutzt Sponsoring heutzutage überhaupt?
Welche wirtschaftlichen Ziele verfolgt ein Sponsor?
Welche wirtschaftlichen Entwicklungen gibt es sonst noch?
Juristische Trends:
Wie lässt sich so ein innovatives Sponsoring rechtlich gestalten?
Ist es überhaupt zulässig?
Technologische Trends:
Welche technischen Möglichkeiten könnte vielleicht genutzt werden, um das Angebot zu erweitern?
Virtuelle Werbung? Cam Carpets?
Kundenanalyse:
Welche Kommunikationsziele hat der Sponsor?
Welche Zielgruppen hat der Sponsor?
Welchen individuellen, auf den Sponsor zugeschnittenen Möglichkeiten kann man anbieten?
Wie kann der Sponsor sein Engagement kommunizieren?
Welches könnten die drei wichtigsten Gründe sein, warum sich der Sponsor dafür entscheidet?
Konkurrenzanalyse:
Welche Wettbewerber hat unsere Sponsoringform?
Wie sehen die Angebote der Wettbewerber aus?
Welche Vor und Nachteile hat mein Angebot demgegenüber?
Mit welchen Sponsoringpartnern kooperiert die Konkurrenz?
Gibt es Dinge, die ich von Wettbewerbern lernen kann?
2. Phase: Festlegung der Sponsoringziele
Welche Ziele verfolge ich als Verein konkret?
Steigerung Bekanntheitsgrad?
Imageprofilierung?
Gewinnung neuer Mitglieder?
Gewinnung weiterer Sponsoren?
3. Phase: Festlegung der Sponsoringstrategie
also die Grundsätze und Leitlinien des Sponsorings.
Wie soll das Sponsoring umgesetzt werden?
Welche Branchen sollen angesprochen werden?
Ist eine rein finanzielle Unterstützung des ponsors gefragt oder werden vielmehr Know-How und Sachmittel benötigt?
4. Phase: Festlegung der Sponsoringangebote
Abstimmung der Angebote auf die Bedürfnisse des Sponsors.
Welche Zusatzangebote kann man dem Sponsor anbieten, um sein ponsiring öffentlich zu machen?
Werberechte?
Ausrüster und Servicerechte?
Teilnahmerechte?
Lizenzrechte?
Verwertungsrechte?
Identifikationsrechte?
Förderprädikate?
Sonstige Rechte?
Welche sonstige werbliche Präsenz kann im oder am Stadion oder außerhalb sichergestellt werden?
5. Phase: Festlegungen der Gegenleistungen des Sponsors
6. Phase: Auswahl von potentiellen Sponsoringpartnern
7. Phase: Sponsoringakquisation
8. Phase: Sponsoringvertrag
9. Phase: Sponsoringdurchführung
10. Phase: Sponsoringkontrolle
Und anstatt darüber zu diskutieren, sollte man wirklich handeln...
"Deine" Idee hatten ja schon andere, wurde auch schon hier im Forum diskutiert. Wohlgemerkt, so schön aufbereitet hat es noch niemand.
Nur bringt das alles nichts, das Internet ist nicht der richtige Ort dafür. Im Internet wird immer nur diskutiert.
Bringe es zur JMV ein, geh direkt auf den FCK zu, nutze aktive Gruppierungen wie "Perspektive FCK" usw. Nur so kann es was werden. Hier und in anderen Foren zu diskutieren bringt rein gar nichts. Noch nicht mal eine Sensibilisierung, da es zu abstrakt ist.
Ich denke schon, dass das Internet der richtige Ort, so etwas zumindest ins Rollen zu bringen.
Hier gibt es genug kompetente Leute, die da einen Beitrag zu leisten können.
Natürlich liegt es am Ende vor allem am FCK. Habe das Ganze auch schon an den FCK getrage. Auch an die Fritz-Walter Stiftung.
Aber die Mühlen mahlen sehr langsam. Vielleicht beschäftigt man sich auch schon intensiver damit, ich weiß es nicht. Die Rückmeldung war sehr kurz gehalten...
Also es ist zunächst an uns, das Ganze etwas konkreter zu machen.
Bei der JHV könnte dann der nächste Schritt kommen.
Man sollte aber nie den Fehler machen, die Verantwortung für das Handeln auf andere zu übertragen.