Ich denke, lieber Wueterich, dass die - ich denke nur - momentane Spaltung der Fans in zwei oder sogar mehrere Lager nicht zu verhindern ist. Zu jeden Spieler, der gehandelt wird, wird es endlose Debatten geben. Und zu den Trainern ohnehin.
Diese Diskussionen werden erst dann aufhören, wenn wir Erfolg haben. Wieder Erfolg haben werden. Und darauf kommt es an. Ich neige langsam auch zu der Ansicht, dass SK im "Eifer des Gefechtes" das gewünschte Klare Bekenntnis zu BK vergessen, sich unglücklich ausgedrückt hat. Was nach vier Stunden Diskussion auch nicht verwunderlich ist. Aber was am Ende im Raum steht, ist eben dieses fehlende klare Bekenntnis, was immer für Schlagzeilen gut ist. Hätte DBB dauraus keine Schlagzeile gemacht, wäre vermutlich ein Journalist darauf gekommen, die Story zu machen.
Leider haben unsere Medien, oder zumindest viele Medien, vergessen, was eigentlich ihre Aufgabe ist: nämlich vernünftig und sachlich informieren, nach einer guten Recherche. Stattdessen werden irgendwelche Gerüchte gesucht, die dann in negativer Form noch verstärkt werden. In der Politik ist das nicht anders. Wer "gegen den Strom" der negativen Verstärkung sschreibt, wird ignoriert, fällt unter den Tisch.
Stefan Kuntz, als Medienprofi, sollte wissen, wie die Presse heute - im zeitalter der Globalisierung - funktioniert. Sein fehlendes Bekenntnis zu KB war sicherlich ein Fehler; er hätte sich klarer ausdrücken müssen.
Etwa so: KB ist unser Trainer und wird es auch bleiben. Ich drei Tagen werden wir noch einmal intensiv über unsere Planungen für die kommende Saison reden.
Sollten dann bei den gesprächen Meinungsverschiedenheiten auftauchen und man einigt sich auf die bereits kolportierte "Blitztrennung", dann ist es eben so. Das werden die Leute vor vollendete Tatsachen gestellt, und es gibt keine Trainerdiskussionen mehr. Zumindest nicht mehr über KB.
Im besten Fall hat sich SK, sollte man sich wirklich trennen, für einen Nachfolger entschieden und hat diesen bereits fest an der hand.
So macht man das in der Wirtschaft. Es dürfen schliesslich keine Lücken entstehen.
Was SK am Ende macht, weiss ich nicht. Worüber ich mir aber sicher bin, dass sich die Begeisterung von KB, für den FCK weiter zu arbeiten, nach den Diskussionen der letzten tage in Grenzen halten wird