In einem Interview mit www.fck.de äußert sich Sven Müller zu seinem Platzverweis im Spiel beim FC Augsburg.
Interview mit Sven Müller
Es sind jetzt ein paar Tage nach dem Spiel in Augsburg und Deinem Platzverweis vergangen. Was ist da denn eigentlich genau passiert?
Sven Müller: Schwer zu sagen. Es war ein Blackout. Mir kam es in der Situation gar nicht so schlimm vor. Ich war ja schon eigentlich am Weglaufen. Klar, kann man beim Foul eine Gelbe Karte geben, aber ich war halt motiviert und wollte eben genau da weitermachen, wo ich in den letzten zwei Spielen aufgehört habe. Und da hab ich halt ein bisschen gemotzt, aber ich fand das gar nicht so schlimm. Anscheinend war die Geste das Problem. Mir ist es aber in der Situation gar nicht so schlimm vorgekommen. Und dann bekomm ich halt die zweite Gelbe Karte und muss vom Platz. Das ist für mich, für die Mannschaft und natürlich für alle echt bitter.
Die zweite Gelbe Karte vom Schiedsrichter kam ja recht schnell. Hast du denn was Böses gesagt?
Sven Müller: Nein, ich habe nur gesagt, "Hör bloß auf" aufgrund der Gelben Karte und dann bin ich ja schon weggelaufen. Ich denke, dass das Abwinken das Problem war.
Der Schiedsrichter hat dann gar nichts mehr zu mir gesagt und einfach nur noch die zweite Gelbe Karte gezückt und mich vom Platz gestellt. Das ist meine erste Gelb-Rote Karte in meiner Profilaufbahn. Und gerade die ist jetzt natürlich besonders bitter, weil es eine gute, vielleicht auch die letzte Chance war, vorne noch mitzuspielen. Klar, existiert noch eine Minimalchance, die wir auch nutzen wollen, aber diese Chance vorne voll dabei zu sein, habe ich dadurch mitverbockt.
Wie ist die Mannschaft mit Dir umgegangen? Hast Du schon böse Sprüche gehört?
Sven Müller: Nein, das nicht. Jeder in der Mannschaft kann sich in so eine Situation rein versetzen. So was macht man ja nicht mit Absicht und ich habe das ja auch nicht mit Absicht getan. Ich wollte ja keinem damit schaden. Gerade wenn man den Spielverlauf sieht, ist es natürlich besonders bitter. Augsburg hatte zwar zu Beginn ein paar gute Chancen, aber dann waren wir auch gut dabei. Und ich denke schon, dass wir das Spiel mit elf Mann nicht verloren hätten und zumindest einen Punkt hätten holen können. Das ist dann gerade bitter für mich und es tut mir auch sehr leid, aber ich kann leider daran jetzt auch nichts mehr ändern.
Die Stimmung, gerade bei den Fans Dir gegenüber, war sehr negativ. Sie haben Dich als Buhmann hingestellt. Ich denke, dass gerade Du Dich ja am meisten über die Aktion geärgert hast, oder?
Sven Müller: Ja klar. Jeder der mich kennt, weiß, dass ich zu 100 Prozent Fußballer bin und dass ich mit dem Herzen bei der Sache und beim Verein bin. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich aufsteigen wollte und dass will ich auch immer noch. Ich habe natürlich einige schwierige Nächte hinter mir und fühl mich echt beschissen. Ich kann mich aber nur dafür entschuldigen und natürlich weiterhin mein Bestes geben, weiterhin auf dem Platz alles geben und hoffen, dass wir es doch noch schaffen aufzusteigen.
Meinst Du, dass die Fans vielleicht einen Buhmann nach dem 2:3 gebraucht haben und das warst dann Du?
Sven Müller: Der Mannschaft kann man ja keinen Vorwurf machen, es war ja mein Fehler der da passiert ist. Und meine Gelb-Rote Karte war mit ein Anstoß zur Niederlage und wahrscheinlich auch ausschlaggebend. Daher ist die Reaktion ja nur verständlich, aber ich finde es nicht fair die ganzen Fehler der Saison auf mich abzuwälzen. Wir haben überall Punkte liegen lassen und da war die ganze Mannschaft beteiligt. Ich denke, es wäre jetzt nicht fair zu sagen, dass ich daran schuld bin, wenn wir nicht aufsteigen. Es stehen halt immer elf Mann auf dem Platz und ich werde weiterhin versuchen alles zu geben. Gerade wenn man den Saisonverlauf betrachtet, sieht man eigentlich, dass ich das immer gemacht habe. Ich bin mit dem ganzen Herzen hier und werde hier auch weiterhin alles geben.
Was sagst Du denn zu den Leuten, die jetzt von Dir behaupten, Du hättest das mit Absicht getan und das im Hinblick auf die Entlassung von Wolfgang Wolf, der Dich ja geholt hat, beziehen?
Sven Müller: Was hat das denn mit Wolfgang Wolf zu tun? Ich bin in erster Linie wegen dem Verein und auch wegen mir hier her gekommen. Ich wollte wieder Fußball spielen. Klar hat mich Wolfgang Wolf nach Kaiserslautern geholt, aber ich wollte hier etwas erreichen und will es auch immer noch. Ich hab mit Nürnberg schon mal den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft und genau das wollte ich hier auch erreichen und will es wie gesagt auch jetzt noch, da es einfach eine riesige Sache ist. Und mal ganz ehrlich, was hat denn Wolfgang Wolf davon oder was hab ich denn davon? Das Thema sollte man endlich mal sein lassen. Ich bin einer von 20 Spielern, der hier versucht alles für den Verein zu geben und nicht für den Trainer. Ehrlich gesagt, nervt mich das Thema Wolfgang Wolf ein bisschen.
Das heißt, du willst auch nächste Saison, egal in welcher Liga, für den FCK spielen?
Sven Müller: Definitiv! Ich will ja was erreichen und ich will nicht, dass man sagt, Sven Müller, der hat mal hier gespielt, hat aber nichts erreicht. Ich will schon, dass mein Name positiv hier in Erinnerung bleibt. Daher will ich weiterhin alles geben und genauso in den nächsten drei Spielen. Vielleicht ist dann doch noch was möglich, und wenn nicht, dann greifen wir die nächste Saison voll an. Und auch dann werde ich versuchen eine gute Leistung über die gesamte Saison abzurufen.
Hast du noch eine Botschaft an die Fans?
Sven Müller: Ja, dass es mir Leid tut. Es war keine Absicht und ist ohne Hintergedanken passiert. Es war einfach situationsbedingt. Ich habe es von meiner Seite her nicht als so schlimm empfunden. Ich hoffe natürlich, dass die Fans mir verzeihen. Und wie gesagt ich werde weiterhin für den Verein alles geben und versuchen das wieder gut zu machen.
Quelle: www.fck.de
Interview mit Sven Müller
Es sind jetzt ein paar Tage nach dem Spiel in Augsburg und Deinem Platzverweis vergangen. Was ist da denn eigentlich genau passiert?
Sven Müller: Schwer zu sagen. Es war ein Blackout. Mir kam es in der Situation gar nicht so schlimm vor. Ich war ja schon eigentlich am Weglaufen. Klar, kann man beim Foul eine Gelbe Karte geben, aber ich war halt motiviert und wollte eben genau da weitermachen, wo ich in den letzten zwei Spielen aufgehört habe. Und da hab ich halt ein bisschen gemotzt, aber ich fand das gar nicht so schlimm. Anscheinend war die Geste das Problem. Mir ist es aber in der Situation gar nicht so schlimm vorgekommen. Und dann bekomm ich halt die zweite Gelbe Karte und muss vom Platz. Das ist für mich, für die Mannschaft und natürlich für alle echt bitter.
Die zweite Gelbe Karte vom Schiedsrichter kam ja recht schnell. Hast du denn was Böses gesagt?
Sven Müller: Nein, ich habe nur gesagt, "Hör bloß auf" aufgrund der Gelben Karte und dann bin ich ja schon weggelaufen. Ich denke, dass das Abwinken das Problem war.
Der Schiedsrichter hat dann gar nichts mehr zu mir gesagt und einfach nur noch die zweite Gelbe Karte gezückt und mich vom Platz gestellt. Das ist meine erste Gelb-Rote Karte in meiner Profilaufbahn. Und gerade die ist jetzt natürlich besonders bitter, weil es eine gute, vielleicht auch die letzte Chance war, vorne noch mitzuspielen. Klar, existiert noch eine Minimalchance, die wir auch nutzen wollen, aber diese Chance vorne voll dabei zu sein, habe ich dadurch mitverbockt.
Wie ist die Mannschaft mit Dir umgegangen? Hast Du schon böse Sprüche gehört?
Sven Müller: Nein, das nicht. Jeder in der Mannschaft kann sich in so eine Situation rein versetzen. So was macht man ja nicht mit Absicht und ich habe das ja auch nicht mit Absicht getan. Ich wollte ja keinem damit schaden. Gerade wenn man den Spielverlauf sieht, ist es natürlich besonders bitter. Augsburg hatte zwar zu Beginn ein paar gute Chancen, aber dann waren wir auch gut dabei. Und ich denke schon, dass wir das Spiel mit elf Mann nicht verloren hätten und zumindest einen Punkt hätten holen können. Das ist dann gerade bitter für mich und es tut mir auch sehr leid, aber ich kann leider daran jetzt auch nichts mehr ändern.
Die Stimmung, gerade bei den Fans Dir gegenüber, war sehr negativ. Sie haben Dich als Buhmann hingestellt. Ich denke, dass gerade Du Dich ja am meisten über die Aktion geärgert hast, oder?
Sven Müller: Ja klar. Jeder der mich kennt, weiß, dass ich zu 100 Prozent Fußballer bin und dass ich mit dem Herzen bei der Sache und beim Verein bin. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich aufsteigen wollte und dass will ich auch immer noch. Ich habe natürlich einige schwierige Nächte hinter mir und fühl mich echt beschissen. Ich kann mich aber nur dafür entschuldigen und natürlich weiterhin mein Bestes geben, weiterhin auf dem Platz alles geben und hoffen, dass wir es doch noch schaffen aufzusteigen.
Meinst Du, dass die Fans vielleicht einen Buhmann nach dem 2:3 gebraucht haben und das warst dann Du?
Sven Müller: Der Mannschaft kann man ja keinen Vorwurf machen, es war ja mein Fehler der da passiert ist. Und meine Gelb-Rote Karte war mit ein Anstoß zur Niederlage und wahrscheinlich auch ausschlaggebend. Daher ist die Reaktion ja nur verständlich, aber ich finde es nicht fair die ganzen Fehler der Saison auf mich abzuwälzen. Wir haben überall Punkte liegen lassen und da war die ganze Mannschaft beteiligt. Ich denke, es wäre jetzt nicht fair zu sagen, dass ich daran schuld bin, wenn wir nicht aufsteigen. Es stehen halt immer elf Mann auf dem Platz und ich werde weiterhin versuchen alles zu geben. Gerade wenn man den Saisonverlauf betrachtet, sieht man eigentlich, dass ich das immer gemacht habe. Ich bin mit dem ganzen Herzen hier und werde hier auch weiterhin alles geben.
Was sagst Du denn zu den Leuten, die jetzt von Dir behaupten, Du hättest das mit Absicht getan und das im Hinblick auf die Entlassung von Wolfgang Wolf, der Dich ja geholt hat, beziehen?
Sven Müller: Was hat das denn mit Wolfgang Wolf zu tun? Ich bin in erster Linie wegen dem Verein und auch wegen mir hier her gekommen. Ich wollte wieder Fußball spielen. Klar hat mich Wolfgang Wolf nach Kaiserslautern geholt, aber ich wollte hier etwas erreichen und will es auch immer noch. Ich hab mit Nürnberg schon mal den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft und genau das wollte ich hier auch erreichen und will es wie gesagt auch jetzt noch, da es einfach eine riesige Sache ist. Und mal ganz ehrlich, was hat denn Wolfgang Wolf davon oder was hab ich denn davon? Das Thema sollte man endlich mal sein lassen. Ich bin einer von 20 Spielern, der hier versucht alles für den Verein zu geben und nicht für den Trainer. Ehrlich gesagt, nervt mich das Thema Wolfgang Wolf ein bisschen.
Das heißt, du willst auch nächste Saison, egal in welcher Liga, für den FCK spielen?
Sven Müller: Definitiv! Ich will ja was erreichen und ich will nicht, dass man sagt, Sven Müller, der hat mal hier gespielt, hat aber nichts erreicht. Ich will schon, dass mein Name positiv hier in Erinnerung bleibt. Daher will ich weiterhin alles geben und genauso in den nächsten drei Spielen. Vielleicht ist dann doch noch was möglich, und wenn nicht, dann greifen wir die nächste Saison voll an. Und auch dann werde ich versuchen eine gute Leistung über die gesamte Saison abzurufen.
Hast du noch eine Botschaft an die Fans?
Sven Müller: Ja, dass es mir Leid tut. Es war keine Absicht und ist ohne Hintergedanken passiert. Es war einfach situationsbedingt. Ich habe es von meiner Seite her nicht als so schlimm empfunden. Ich hoffe natürlich, dass die Fans mir verzeihen. Und wie gesagt ich werde weiterhin für den Verein alles geben und versuchen das wieder gut zu machen.
Quelle: www.fck.de