Teufelsanbeterin
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Beim Thema Blocksperre wurde es deutlich: Der 12. Mann des FCK ist keine Einheit mehr.
Wenn ein Teil der Fans nach acht Spieltagen die Mannschaft mit einer Blocksperre abstrafen will und der eigene Kapitän bei seiner Auswechselung gnadenlos ausgepfiffen wird, dann hat der Verein ein zusätzliches Problem.
Probleme, die wir nicht beeinflussen können, gibt es genug: Kein Geld für die höheren Gehaltsansprüche überdurchschnittlicher Spieler, daher vorprogrammierter Abstiegskampf, keine internationalen Spiele, daher kein großes Renommée, provinzielle, für junge Spieler wenig attraktive Region.
Auf der Habenseite stehen der Ruf des FCK als Traditionsverein, und bis vor kurzem war auch der gute Ruf der Fans als bester 12. Mann für viele Profis ein guter Grund, in die Pfalz zu wechseln.
Leider sind wir dabei, diesen guten Ruf, einen unserer wenigen Aktivposten, zu verspielen.
Begonnen hat es schon mit den unsäglichen Sprechchören "Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot" in der vorletzten Saison. Klar, dass das nur eine kleine Minderheit war, die Außenwirkung ist dennoch verheerend.
Jaras Abgang mit Hinweis auf das Fan-Verhalten (so fragwürdig diese Begründung auch war) hat die Fans ein weiteres Mal ins Gerede gebracht und weiter am Ansehen der Fans gekratzt.
Nun hat es ein Teil der Fans für richtig gehalten, bereits am 9. Spieltag die Mannschaft mit einer Blocksperre abzustrafen - wofür?
Nach anfänglich guten Spielen fiel die Mannschaft in ein Tief. Dass der qualitativ und quantitav ohnehin sehr schwach besetzte Kader nicht in der Lage war, die Verletzungen von Sanogo und Jancker zu kompensieren, hätte eigentlich niemanden wundern dürfen. Dass im Nachhinein gesehen manche Entscheidung von Henke bezüglich der Taktik falsch war, kann man der Mannschaft nicht anlasten.
Von den Befürwortern wurde die Blocksperre mit der angeblich mangelnden Einsatzbereitschaft der Spieler begründet. Dieser Vorwurf trifft allerdings die wenigstens Spieler, wenn überhaupt irgend einen. Vielmehr sieht es so aus, dass die Mannschaft wegen ihrer Erfolglosigkeit abgestraft wurde.
Das legt die Vermutung nahe, dass sich die betreffenden Fans unrealistische Vorstellungen über die Leistungsfähigkeit und die spielerischen Möglichkeiten unserer derzeitigen Spieler machen und einfach überzogene Ansprüche haben.
Absoluter Tiefpunkt des Fanverhaltens ist aber wohl die Reaktion von Teilen der Fans bei der Auswechslung von Marco Engelhardt. Auch der Böswilligste kann Engelhardt nicht vorwerfen, dass er nicht vollen Einsatz gezeigt und bedingungslos gekämpft hat.
Hier wird der Widerspruch im Verhalten der Fans deutlich: Hat man die Blocksperre noch damit begründet, dass man Kampf und Einsatz sehen will, auch wenn der Erfolg dann letztlich ausbleibt, macht man Engelhardt nieder, der erkennbar in einem schlimmen Tief steckt, aber wie immer vorbildlich gekämpft hat.
Wie wirkt sich das auf die Mannschaft aus? Sie stellt sich zu recht hinter ihren Kapitän und damit zwangsläufig gegen einen Teil der Fans. Die einzelnen Spieler wissen nun auch, dass sie sich bei allem Einsatz keine Fehler und kein Formtief leisten dürfen. Die Verunsicherung wird wachsen, gleichzeitig aber auch die Bereitschaft sinken, für die Fans zu spielen.
So wird gefördert, dass im Team jeder für sich versuchen wird, seinen "Arsch zu retten", wie Marco Engelhardt das neulich im Interview schon richtig erkannt hat. Die viel beschworene Einheit von Mannschaft und Fans ist dahin, die negativen Folgen werden sich zeigen.
Wir FCK-Fans sind kein Argument mehr, nicht für Altintop, uns zuliebe noch ein Jahr FCK dranzuhängen, nicht für Engelhardt, nächstes Jahr zu verlängern, nicht für sonstige überdurchschnittliche Spieler, bei uns zu unterschreiben.
Es ist an uns allen, die alten Tugenden wiederzubeleben, bedingungslos die Mannschaft zu unterstützen, jeden einzelnen Spieler, der unser Trikot trägt, gerade dann, wenns nicht läuft.
Wer meint, dass er sein Geld rausschmeißt, wenn er auf den Betze fährt, der soll zuhause bleiben. Und der soll nicht das Betzelied singen ("... geschlossen hinter unserer Mannschaft stehn") und soll vor allem nicht singen : "You'll never walk alone". In den Ohren unseres Kapitäns muss das wie purer Hohn klingen.
Wenn ein Teil der Fans nach acht Spieltagen die Mannschaft mit einer Blocksperre abstrafen will und der eigene Kapitän bei seiner Auswechselung gnadenlos ausgepfiffen wird, dann hat der Verein ein zusätzliches Problem.
Probleme, die wir nicht beeinflussen können, gibt es genug: Kein Geld für die höheren Gehaltsansprüche überdurchschnittlicher Spieler, daher vorprogrammierter Abstiegskampf, keine internationalen Spiele, daher kein großes Renommée, provinzielle, für junge Spieler wenig attraktive Region.
Auf der Habenseite stehen der Ruf des FCK als Traditionsverein, und bis vor kurzem war auch der gute Ruf der Fans als bester 12. Mann für viele Profis ein guter Grund, in die Pfalz zu wechseln.
Leider sind wir dabei, diesen guten Ruf, einen unserer wenigen Aktivposten, zu verspielen.
Begonnen hat es schon mit den unsäglichen Sprechchören "Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot" in der vorletzten Saison. Klar, dass das nur eine kleine Minderheit war, die Außenwirkung ist dennoch verheerend.
Jaras Abgang mit Hinweis auf das Fan-Verhalten (so fragwürdig diese Begründung auch war) hat die Fans ein weiteres Mal ins Gerede gebracht und weiter am Ansehen der Fans gekratzt.
Nun hat es ein Teil der Fans für richtig gehalten, bereits am 9. Spieltag die Mannschaft mit einer Blocksperre abzustrafen - wofür?
Nach anfänglich guten Spielen fiel die Mannschaft in ein Tief. Dass der qualitativ und quantitav ohnehin sehr schwach besetzte Kader nicht in der Lage war, die Verletzungen von Sanogo und Jancker zu kompensieren, hätte eigentlich niemanden wundern dürfen. Dass im Nachhinein gesehen manche Entscheidung von Henke bezüglich der Taktik falsch war, kann man der Mannschaft nicht anlasten.
Von den Befürwortern wurde die Blocksperre mit der angeblich mangelnden Einsatzbereitschaft der Spieler begründet. Dieser Vorwurf trifft allerdings die wenigstens Spieler, wenn überhaupt irgend einen. Vielmehr sieht es so aus, dass die Mannschaft wegen ihrer Erfolglosigkeit abgestraft wurde.
Das legt die Vermutung nahe, dass sich die betreffenden Fans unrealistische Vorstellungen über die Leistungsfähigkeit und die spielerischen Möglichkeiten unserer derzeitigen Spieler machen und einfach überzogene Ansprüche haben.
Absoluter Tiefpunkt des Fanverhaltens ist aber wohl die Reaktion von Teilen der Fans bei der Auswechslung von Marco Engelhardt. Auch der Böswilligste kann Engelhardt nicht vorwerfen, dass er nicht vollen Einsatz gezeigt und bedingungslos gekämpft hat.
Hier wird der Widerspruch im Verhalten der Fans deutlich: Hat man die Blocksperre noch damit begründet, dass man Kampf und Einsatz sehen will, auch wenn der Erfolg dann letztlich ausbleibt, macht man Engelhardt nieder, der erkennbar in einem schlimmen Tief steckt, aber wie immer vorbildlich gekämpft hat.
Wie wirkt sich das auf die Mannschaft aus? Sie stellt sich zu recht hinter ihren Kapitän und damit zwangsläufig gegen einen Teil der Fans. Die einzelnen Spieler wissen nun auch, dass sie sich bei allem Einsatz keine Fehler und kein Formtief leisten dürfen. Die Verunsicherung wird wachsen, gleichzeitig aber auch die Bereitschaft sinken, für die Fans zu spielen.
So wird gefördert, dass im Team jeder für sich versuchen wird, seinen "Arsch zu retten", wie Marco Engelhardt das neulich im Interview schon richtig erkannt hat. Die viel beschworene Einheit von Mannschaft und Fans ist dahin, die negativen Folgen werden sich zeigen.
Wir FCK-Fans sind kein Argument mehr, nicht für Altintop, uns zuliebe noch ein Jahr FCK dranzuhängen, nicht für Engelhardt, nächstes Jahr zu verlängern, nicht für sonstige überdurchschnittliche Spieler, bei uns zu unterschreiben.
Es ist an uns allen, die alten Tugenden wiederzubeleben, bedingungslos die Mannschaft zu unterstützen, jeden einzelnen Spieler, der unser Trikot trägt, gerade dann, wenns nicht läuft.
Wer meint, dass er sein Geld rausschmeißt, wenn er auf den Betze fährt, der soll zuhause bleiben. Und der soll nicht das Betzelied singen ("... geschlossen hinter unserer Mannschaft stehn") und soll vor allem nicht singen : "You'll never walk alone". In den Ohren unseres Kapitäns muss das wie purer Hohn klingen.