Daniel Halfar - Kapitän 2015/16
ich denke da es hier noch den ein oder anderen gibt, den interessiert wie es Halfar in Bielefeld so ergeht poste ich mal den heutigen Artikel aus dem Westfalen Blatt:
Halfars Zukunft hat begonnen
Von Dirk Schuster Bielefeld (WB). Arminias Krise - an einem scheint sie vorbeigegangen zu sein: Daniel Halfar. Unbedarft ging der Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern gegen Nürnberg in seinem dritten Profi-Pflichtspiel für den DSC ans Werk. Eine Niederlage, zwei Siege, drei ansprechende Leistungen - keine schlechte Bilanz.
Weil er bei seinem Debüt in Koblenz (Pokal, 2:1) als Joker für Schwung sorgte und sich auch beim 0:4 in Leverkusen aus einer gebrochenen Mannschaft mit frechen, zielgerichteten Aktionen hervorhob, durfte Halfar am Sonntag gegen den Club zum ersten Mal von Anfang an für die Arminia spielen. »Dass wir gleich gewonnen haben, freut mich natürlich«, sagt er.
Lange hatte es nicht danach ausgesehen, als würde Halfar eine siegreiche Heimpremiere feiern können. Aber »wir haben uns in der Halbzeit zusammen eingeschworen und uns gesagt: So kann es nicht weitergehen. Wir müssen zeigen, dass wir es besser können, auch den Fans.« An Halfar schienen die Pfiffe abgeprallt zu sein. Sportchef Reinhard Saftig lobt: »Er war ballsicher und scheint mental relativ stark zu sein.«
Klaglos hatte der namhafte Neue in den Monaten zuvor hingenommen, dass Trainer Ernst Middendorp ihn (noch) nicht einsetzen wollte. Ohne Murren hatte er sich Arminias Oberliga-Amateuren zur Verfügung gestellt, wo er sich Spielpraxis holte für die Bundesliga. »Ich bin froh, dass der Trainer mir für das Nürnberg-Spiel das Vertrauen geschenkt hat«, sagt der glückliche Halfar und hält den Moment, jetzt schon an das nächste Spiel beim VfL Bochum (Samstag, 24. November) zu denken, für noch nicht gekommen. Halfar begründet: »Das ist lange hin. Es liegen noch so viele Trainingseinheiten dazwischen.«
Dass Linksfuß Halfar nicht auf seiner bevorzugten Position im linken Mittelfeld, sondern als hängende Spitze mit etwas Rechtsdrall zum Einsatz kam, konnte sein Spiel nicht negativ beeinflussen. »Diese Rolle habe ich auch ich in der Jugend oft gespielt.«
Die Jugend, sie liegt bei ihm schon länger zurück, als man es von einem 19 Jahre alten Profi erwarten dürfte. Bevor er nach Bielefeld kam, hatte Halfar bereits 29 Spiele für die Profis des 1. FC Kaiserslautern absolviert. Sein Bundesligadebüt gab er im Dezember 2005 - als 17-Jähriger. Und bei Lauterns Sieg in Duisburg ging er 2006 als jüngster Bundesligatorschütze, dem zwei Treffer in einem Spiel gelangen, in die Geschichte ein. Halfar war damals gerade 18 geworden.
Auf Initiative Reinhard Saftigs wurde der gebürtige Mannheimer vor dieser Saison vom DSC verpflichtet. Halfar erhielt einen Dreijahresvertrag. »Eine Investition in die Zukunft«, wie der Sportchef stets betonte. Die Zukunft, sie hat jetzt begonnen.
Quelle:
http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php