ich find farbe is noch nicht genug .. man sollte die bösewichte einspeeren ...
lern erstmal schreiben...
Draufhauen ist immer schön einfach, aber auch die "bösen Jungs" sind Teil einer lang gewachsenen Fankultur und solange diese weiterwächst, sich weiterentwickelt, sich verändert wird es die Bösewichte auch geben. Denn eins darf man hier nicht vergessen, die Fußballszene ist auch nichts weiter als ein Abbild unserer Gesellschaft!
Und solange wir es mit prügelnden Polizisten, durchgeknallten Funktionären, Schäubles poerversem Weltbild und ähnlichem zu tun haben, wird es Leute geben, die sich dagegen wehren, was ich perönlich für gut halte. Dass die Leute mal über die Stränge schlagen halte ich dabei auch für normal, wie am Beispiel Deutschland gut zu sehen ist. Den Hooliganismus gibt es so nicht mehr, der ist ausgewichen auf andere Schauplätze. Um die Stadien passieren mehr Sachen mit Ultrabeteiligung im ständig währenden Krieg Ultras vs. Polizei... Wer angefangen hat... Das weiß keiner mehr, man versucht sich nur noch gegenseitig zu provozieren und die Polizei freut sich, dass sie am längeren Hebel sitzt!
Hierzulande wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen, weil man scheinbar immernoch meint es mit den Hooligans von vor etlichen Jahren zu tun hätte, hier steht aber eine ganz andere Qualität auf der Straße und zwar Gruppen, die aus Jugendlichen bestehen, die früher noch ihr Heil in der Punk- oder in der Skinheadszene gesucht haben. Heute allerdings ist Fußball und dortige Aktivität weitaus attraktiver, da man meist nicht in eine politische Ecke gedrängt wird und sich dadurch im "normalen" Leben nicht so vielen Zwängen unterwirft. Es ist eine Art Identifikation, wie es sie vor Jahren noch nicht gab. In einer Zeit in der kaum noch ein Spieler aus Deutschland, geschweige denn aus der Region kommt sinkt auch hier die Identifikation mit der Mannschaft, mit dem Erfolg oder Mißerfolg. Die Schwelle der Unzufriedenheit liegt weit tiefer, da man den Spielern nicht so gern verzeiht wie das noch vor 10 Jahren der Fall war. Das Argument: Spiel verloren? Söldner! zieht nahezu immer.
So steht also die Identifikation mit der Gruppe und dem höheren Ziel, das man verfolgt im Vordergrund, die Jungs sehen sich als Retter des Fußballs, nicht als dessen Zerstörer. Diese Rolle bekleiden für sie Politiker, Funktionäre und Polizei.
Also ist zumindest bei uns eine ganz andere Qualität des Fandaseins unterwegs, die sich deutlich von Hooligans oder Kutten oder was auch immer unterscheidet. Hier sind andere Mittel als Repression und Gewalt von staatlicher Seite angesagt. Es würde manchmal schon reichen den Gästefans ein paar Trommeln und Fahnen zu genehmigen, um Ruhe um die Spiele herum zu schaffen, aber diesen Gedankenschritt geht bisher noch niemand. Da haben weder Fanprojekte noch SKBs etwas gebracht!
Und diese Entwicklung wird sich auch nicht ändern, solange es ignorante Fans gibt, die die ganze Macht des Gesetzes gegen ein paar 15 bis 20-jährige Hansel fordern, die gerade anfangen ein soziales Bewusstsein zu entwickeln, indem sie etwas sinnvolleres tun als sich auf Spielplätzen vollzusaufen.
Nur, wenn die Jungs jedes WE angegriffen werden und sich ständig Vorwürfe gefallen lassen müssen, werden sie dieses soziale Bewusstsein nie vollständig entwickeln oder es wird sogar ganz verkehrt. Das widerum führt auf lange Sicht zu einer Gewaltspirale in der sich Fans und Polizei nichts nehmen. Hier muss es also heißen, der klügere gibt nach, bzw. der mächtigere gibt nach. Dürfte wohl klar sein, wen ich damit meine...
Nochmal direkt an Dich Halfarfan94:
Mach Dir mal die Mühe lern die Szene kennen, die verschiedenen Schattierungen von Fans, ihre Absichten, ihr tun. Versuch mal von anderen Seite aus zu denken und wäge die beiden Seiten ab.
Sorry, dass ich so weit auholen musste und es evtl. für dieses spazielle Thema etwas übertrieben erscheint, aber das ganze Problem und seine Entstehung ist so vielschichtig, da könnte man ganze Romane drüber schreiben! Aber hierbei möchte ich es mal belassen