Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

Bundespräsident Köhler dankt ab

auch wenn ich sonst sehr oft deiner meinung bin, jonny:

hier ganz knapp zusammengefasst, warum ich den dreien grundsätzlich recht geben muss.




Die wichtigste Waffe eines Bundespräsident ist das Wort.


Was macht man aber, wenn ein BP kein guter Redner ist, kein Charisma hat und auch noch die falschen Sachen denkt?



Auf das Ende der Amtszeit warten ...



Insofern: Danke, Horst.


ich habe köhler nie als wortführer erlebt, seine phrasenhaften äußerungen waren meiner meinung nach gerade zum thema finanzmärkte kaum ernstzunehmen.



gerade du, der immer wieder auf die probleme in afrika hinweist, müsstest doch über die unrühmliche rolle köhlers als damaliger iwf-präsident bescheid wissen?



ich wüsste auf anhieb zwar auch kaum einen würdigen kandidaten für dieses amt, um den zurückgetretenen aber kann ich beim besten willen nicht trauern.
 
Also ich wäre jetzt wirklich für Gesine Schwan. War ich 2004 und letztes Jahr schon, verstehe beim besten Willen nicht, dass diese Frau so unbeliebt ist. Hat meiner Meinung nach die besseren Ansichten als Köhler immer gehabt.
 
auch wenn ich sonst sehr oft deiner meinung bin, jonny:
hier ganz knapp zusammengefasst, warum ich den dreien grundsätzlich recht geben muss.







ich habe köhler nie als wortführer erlebt, seine phrasenhaften äußerungen waren meiner meinung nach gerade zum thema finanzmärkte kaum ernstzunehmen.



gerade du, der immer wieder auf die probleme in afrika hinweist, müsstest doch über die unrühmliche rolle köhlers als damaliger iwf-präsident bescheid wissen?



ich wüsste auf anhieb zwar auch kaum einen würdigen kandidaten für dieses amt, um den zurückgetretenen aber kann ich beim besten willen nicht trauern.


Zum Thema Finanzmärkte:

Hier hätten die Politik UND die Medien Köhler vielleicht mal eine Chance geben sollen und seine Worte aufnehmen sollen. Er hat in diesem Bereich 100mal mehr Sachverstand als andere Führungspersonen in diesem Land. Und wenn er schon vor den Spekulanten warnt, ein Mensch, der in seiner vorherigen Karriere im System verwurzelt war, dann hör ich doch auf den.
default_icon_neutral.gif




Klar war er geschäftsführender Direktor des IWF, aber er hat eine gute und angesehene Afrika-Politik betrieben. Leider wohl zu sehr im Stillen, als das einer breiten Bevölkerungsschicht davon was mitbekommen hätte. Köhler hat versucht "Partnerschaften auf Augenhöhe" zu erreichen.



Ich trauer jetzt auch nicht, dafür war mir Köhler am Ende zu ruhig. Dennoch find ichs schade, dass Köhler einfach so geht. Schade, dass er keine Debatte anstößt. Schade, dass er von "seinen Leuten" im Regen stehen lassen wurde. Schade, dass es Merkel und Westerwelle wohl egal ist, was mit "ihrem" Präsidenten geschieht und sie keine Debatte anstoßen. Die beiden haben einfach keine Richtung. Und das find ich schon fast schlimmer, als eine "falsche" Richtung zu haben.
 
Hmmm Norbert Lammert oder Christian Wulff wurden noch ins Rennen geworfen. Mit den beiden könnte ich ja noch leben, wobei mir ein Kandidat von Außen lieber wäre.
 
War ja klar, dass sich jetzt hier wieder alle Linksorientierten Leute diebisch freuen. Ich frage mich bei solchen kurzsichtigen Äußerungen manchmal wirklich, wie weit der politische Horizont bei manchen Leuten geht.


linksorientiert ist gut gut... Jenny's bisherige Posts (in anderen Threads) haben für mich eher nach linksextrem geklungen.
default_icon_confused.gif
 
naja, nach deinen äußerungen + gesine schwan als vorschlag sagt man eh besser nix mehr dazu...
 
naja, nach deinen äußerungen + gesine schwan als vorschlag sagt man eh besser nix mehr dazu...


das war jetzt aber auch nicht viel mehr argument als jennys beitrag. können wir nicht eine umfrage "findet ihr es gut, dass köhler zurückgetreten ist?" oben einfügen, dann kann da jeder klicken und hier nen beitrag schreiben muss man dann nur noch, wenn man mehr zu sagen hat als nur, ob mans gut findet oder nicht. so wie es grad läuft wird das doch nur wieder ein gebashe.
 
Wär er nicht schon vorher zurückgetreten, wär ich für Roland Koch als Bundespräsident gewesen. Schade.
 
Obwohl ich hier keinen Nachruf schreiben will, war Köhler für mich kein Bundespräsident, der mir in besonderer Weise in Erinnerung bleiben wird. Da gibt es andere seiner Vorgänger, deren politische Vergangenheit (also vor ihrem Amtsantritt als Bundespräsident) meiner eigenen politischen Auffassung entgegen läuft, aber denen ich für ihre Amtsausübung als Staatsoberhaupt großen Respekt zolle.



Der Anlass, den Köhler für seinen Rücktritt nimmt, ist für mich keiner, der diesen Schritt erforderlich machen würde. Allerdings hat seine Begründung, nämlich die Beschädigung des Ansehens des Präsidentenamtes durch die nachfolgende Diskussion um seine Äußerungen, schon etwas von "beleidigter Leberwurst". Selbst ein Bundespräsident in einem demokratischen Staat steht nicht außerhalb jeglicher Kritik, sozusagen über allem. Diese Kritik hätte auch ein Horst Köhler aushalten müssen.
 
Jo klar, wenn der Bundespräsident Schwachsinn redet, ist die Presse schuld, die den Unsinn veröffentlicht ^^
 
Es wird nix Besseres nachkommen, insofern bedaure ich Köhlers Rücktritt. Schade, anfangs dachte ich, er würde das Amt etwas offensiver nutzen, der Regierung ein bisschen kontra geben, wenn es angebracht ist. Davon war aber in der zweiten Amtszeit nicht mehr viel zu merken.



Richtig finde ich es nicht, von jetzt auf gleich die Brocken hinzuschmeißen und das Land quasi führungslos zu lassen, gerade jetzt. Ich finde es im Gegenteil ziemlich verantwortungslos, seine persönlichen Empfindsamkeiten vor die Verpflichtungen des Amts zu stellen. Diese Einstellung relativiert im nachhinein seine Amtsführung - mit seinem Verantwortungsgefühl, das dieses Amt braucht, wars wohl nicht allzu weit her.
 
Wär er nicht schon vorher zurückgetreten, wär ich für Roland Koch als Bundespräsident gewesen. Schade.


Hast du den Smiley vergessen oder hältst du dir tatsächlich einen Pitbull als Familienhund?
default_wink.png




Also ein Roland Koch, ein Politiker, der die scharf kalkuliere Konfrontation und Provokation als alltägliches Mittel politischen Handelns im Repertoire hat, hat nicht im mindesten die Befähigung als Präsident aller Deutschen.
 
Obwohl ich hier keinen Nachruf schreiben will, war Köhler für mich kein Bundespräsident, der mir in besonderer Weise in Erinnerung bleiben wird. Da gibt es andere seiner Vorgänger, deren politische Vergangenheit (also vor ihrem Amtsantritt als Bundespräsident) meiner eigenen politischen Auffassung entgegen läuft, aber denen ich für ihre Amtsausübung als Staatsoberhaupt großen Respekt zolle.


Der Anlass, den Köhler für seinen Rücktritt nimmt, ist für mich keiner, der diesen Schritt erforderlich machen würde. Allerdings hat seine Begründung, nämlich die Beschädigung des Ansehens des Präsidentenamtes durch die nachfolgende Diskussion um seine Äußerungen, schon etwas von "beleidigter Leberwurst". Selbst ein Bundespräsident in einem demokratischen Staat steht nicht außerhalb jeglicher Kritik, sozusagen über allem. Diese Kritik hätte auch ein Horst Köhler aushalten müssen.


dem kann ich nur vorbehaltlos zustimmen. statt eine kontroverse diskussion zu starten und sich mit kritikern auseinander zu setzen, lieber den schwanz einziehen ist kein stil. also ich weine ihm keine träne nach.



käßmann als nachfolgerin wäre ein ganz starkes zeichen, wobei ich befürchte dass sie sich diese amt nicht zutrauen würde.



wenns lustig werden soll, dann bitte den ede stoiber.
default_icon_razz.gif
 
Wär er nicht schon vorher zurückgetreten, wär ich für Roland Koch als Bundespräsident gewesen. Schade.


ohne jetzt zu ihm von meiner warte aus stellung zu beziehen, das würde zu hässlich: koch ist keiner, der das ganze land halbwegs geeint repräsentieren kann, sondern einer, der an einem ende des demokratischen spektrums anzusiedeln ist, und vor dem ein "linksorientierter" einfach nicht die nötige achtung, die man für dieses amt braucht. ebenso ungeeignet wie es einer von der linken oder ein sehr linker spdler wäre. bundespräsidenten müssen aus der mitte kommen, und koch hat sehr deutlich gezeigt, dass er nur die interessen eines sehr kleinen teils der deutschen bürger vertritt.
 
Diese Kritik hätte auch ein Horst Köhler aushalten müssen.


Das sehe ich nicht so. Der Bundespräsident ist kein Politiker, er gehört nicht in die Tagespolitik hineingezogen, er gehört nicht von irgendwelchen Bundestagsabgeordneten aus der dritten Reihe in dieser Form kritisiert. Dieser Mensch war als Präsident beliebt bei der Bevölkerung, weil er sich eben aus der Tagespolitik herausgehalten hat, weil er über den Dingen stand und weil er ob seiner Vergangenheit unbelastet war. Nicht als parteipolitischer Bundespräsident trat er auf, sonder als neutrales Staatsoberhaupt, obwohl er ja durchaus jahrelanges Mitglied der CDU gewesen ist.



Und sind wir mal ganz erhlich, schauen uns offen in die Augen und lügen uns nicht ständig gegenseitig an: Der Mann hat die Wahrheit gesagt. Wir kämpfen am Horn von Afrika einen Krieg aus wirtschaftlichen Interessen und wir tun das zum größten Teil aus Überzeugung. Man führt nicht nur Krieg, weil man "Gutmensch" ist und helfen möchte, man führt auch Krieg, weil man wirtschaftliche Interessen vertreten möchte und weil man dadurch negative Einflüsse im Inland verhindern möchte. Dafür stellt man den Bundespräsidenten nicht an den Pranger, wie einen kleinen Schulbuben. Da fehlt in diesem Land in der sogenannten "politischen Klasse" sowohl der Anstand, als auch der Verstand.
 
der bundespräsident ist aber nicht sakro-sankt. er muss und sollte auch mit kritik fertig werden, auch wenn er der erste mann im staat ist. noch dazu wenn er sich im interview tatsächlich sehr mißverständlich ausdrückt. man kann seine aussagen nämlich tatsächlich so verstehen, dass militäreinsätze zur wahrung wirtschaftlicher interessen (uns zwar primär wirtschaflichen intressen) durchgeführt werden. wahrscheinlich nur eine ungeschickt formulierte aussage, aber eben eine aussage des staatsoberhauptes, die dem auftrag der bundeswehr komplett entgegen steht. das er damit widerspruch provozieren würde, sollte einem so erfahrenen politiker/wirtschaftsführer klar sein. wenn er tatsächlich eine diskussion über die sinnhaftigkeit und die gründe von militäreinsätzen starten wollte, dann ist schwer zu verstehen warum er heute zurück getreten ist.



einen meiner meinung nach sehr guten kommentar kann bei der zeit lesen
 
Und sind wir mal ganz erhlich, schauen uns offen in die Augen und lügen uns nicht ständig gegenseitig an: Der Mann hat die Wahrheit gesagt. Wir kämpfen am Horn von Afrika einen Krieg aus wirtschaftlichen Interessen und wir tun das zum größten Teil aus Überzeugung. Man führt nicht nur Krieg, weil man "Gutmensch" ist und helfen möchte, man führt auch Krieg, weil man wirtschaftliche Interessen vertreten möchte und weil man dadurch negative Einflüsse im Inland verhindern möchte. Dafür stellt man den Bundespräsidenten nicht an den Pranger, wie einen kleinen Schulbuben. Da fehlt in diesem Land in der sogenannten "politischen Klasse" sowohl der Anstand, als auch der Verstand.


Zumal es in der "militärischen Doktrin" Deutschlands steht (was ich vor einigen Tagen im anderen Thread auch ausgeblendet hatte). Der Mann hat also nur ausgesprochen, was schon längst getan wird. Das macht die Sache an sich, das Kämpfen für Wirtschaftsinteressen nicht weniger schlimm.



http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=2696046&http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=2696046&





Kleiner "fun fact" am Rande

[size=-2]P.S.: Das Mandat der Atalanta Mission vor der Küste Somalias beginnt im Übrigen folgendermaßen (nicht wörtlich):[/size]
[size=-2]
[/size]
[size=-2]
Zur Sicherung der [/size][size=-2]Lebensmittelhilfe für Somalia ...[/size]
 
Hast du den Smiley vergessen oder hältst du dir tatsächlich einen Pitbull als Familienhund?
default_wink.png


Es muss ja nicht immer ein Smiley dranhängen, oder?
default_wink.png






<iframe width="459" height="344" src="https://www.youtube.com/embed/KWuinyJgKew?feature=oembed&start=132" frameborder="0"></iframe>
 
Da sagt Köhler EINMAL in 6 Jahren was wirklich richtiges, dazu etwas was die Leute beschäftigt und aufhorchen lässt... und dann sowas..... ich denke er hatte allgemein keinen Bock mehr. Frei nach Abahachi war er mit der Gesamtsituation unzufrieden.
 
Den Vorbehalten gegen Köhler muss meiner Meinung nach widersprochen werden. Wie ich schon geschrieben hatte, ist sein Rücktritt in meinen Augen nicht das Ergebnis mangelndes Verantwortungsgefühls, sondern der traurige Tiefpunkt einer Entwicklung, die schon vor mehr als 10 Jahren eingesetzt hat:



Der Verlust von Anstand und Respekt gegenüber dem Staatsoberhaupt, dem Amt und der Person. Amt und Person des BP wurden nicht erst seit der Wahl Köhlers von den Parteien - und hier sind alle angesprochen - für parteipolitische Muskelspielchen mißbraucht. Das setzte sich dann auch in den Amtsperioden fort. Wenn der jeweilige Bundespräsident für ungebundene, eigenwillige und kritische Äußerungen von allen Parteien und Medien in übelster öffentlich gebrandmarkt und wie die Sau durchs Dorf getrieben wird, ist das schonmal schlechter Stil und beweist wenig Benehmen und Respekt gegenüber seiner Funktion. Er ist nicht sakrosankt, aber für Kritik an ihm gelten meines Erachtens engere Grenzen als für in der tagespolitischen Arena um Wählerstimmen kämpfende Berufspolitiker.



Dazu kommt dann auch noch, dass speziell Köhler ohne eigenes Zutun für parteipolitische Diskussionen mißbraucht wurde. Wenn ich heute Gysi höre, wie er sich freut und sagt, dass der Rücktritt der Bundesregierung einen entscheidenden Schlag versetzt hat, dann frage ich mich ernsthaft, ob der Mann a) das GG gelesen hat und ob er sich
default_cool.png
bewusst ist, dass mit Köhler auch sein Bundespräsident zurückgetreten ist.

Köhler wurde ohne Schuld zwischen Parteipolitischen Zänkereien zerrieben und instrumentalisiert, und nicht erst seit dem Afghanistan-Interview.



Dabei hat er so viel Positives in weiten Teilen der Bevölkerung bewirkt, sich für Afrika vorbildlich engagiert, mit seiner Berliner Rede zur Finanzkrise den Finger in die offene Wunde gelegt. Seine Beliebtheitswerte kamen ja nicht von ungefähr.

All das hat man in Berlin nicht gesehen. Mal schön lieber ohne Rücksicht auf Amt und Person ihn mal in diese, mal in jene Ecke gestellt, um evtl. Äußerungen als Munition für den Angriff auf den politischen Gegner zu mißbrauchen.



Und das hat man nun davon. Köhler ist zurückgetreten, weil er diese Mißachtung und den mangelnden Respekt vor dem Amt des Staatsoberhauptes, die Zeugen für den politischen Verfall unseres Landes sind, nicht mehr mitmachen wollte. Weil am Ende nämlich auch auf seine Person keine Rücksicht mehr genommen wurde. Und deswegen verdient sein Schritt großen Respekt, weil er konsequent war und zeigt, das Köhler mehr war als nur ein Politiker. Er ist immer Mensch geblieben, und hat das auch als BP nicht vergessen.



Und wer sich aus parteipolitischen Gründen jetzt über Köhlers Rücktritt freut, der hat entweder so wenig Gespür bzw. Ahnung wie Gregor Gysi und Konsorten, oder begreift nicht, dass sein Rücktritt das Zeichen dafür ist, dass sich unser Land nicht nur in einer wirtschaftlichen, sondern auch einer tiefen politischen Krise befindet, die alle politischen Parteien betrifft und an der diese auch alle ohne Ausnahme mitbeteiligt sind.



Es gilt jetzt, schnellstens in Zusammenarbeit der vier demokratischen Parteien einen Nachfolger jenseits allen parteipolitischen Gezänks zu finden, damit unser Land nicht geistig und moralisch Führungslos bleibt, das wäre das Schlimmste, was momentan passieren kann.



Ein weiterer Kandidat, dem ich das genügende Format, unheimlich große Sachkenntnis und Integrationskraft zutraue, ist Paul Kirchhof. Zudem besitzt er durch seine Vergangenheit als Präsident des BVerfG genug Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung und dazu noch eine unbezweifelte menschliche Integrität, die ihn für dieses Amt qualifiziert. Vielleicht macht er's ja.
 
Der einzige richtige für das Amt des Bundespräsidenten wäre Helmut Schmidt,schade dass er zu alt dafür ist.
 
So eine durchdachte Analyse und dann der Vorschlag Paul Kirchhof? Ich denke der Kirchhof ist zu sehr vorbelastet. Kirchhof wurde doch von Merkel und ihren politischen Gegnern auch benutzt.



Von Merkel weil sie ihn fallen ließ, nachdem sie merkte, dass seine Vorschläge (im Wahlkampf getätigt) nicht auf breite Zustimmung oder Verständnis fielen.

Und von dem politischen Gegner ebenso im Wahlkampf.
 
schade, der beste bundespräsident seit langem. hoffentlich trägt sein rücktritt wenigstens dazu bei, dass amt und würden des bundespräsidenten nicht weiter leiden. allerdings glaube ich nicht, dass sich blindgänger ala trittin von so einem schritt beeindrucken lassen. die schlagen wahrscheinlich weiter hohl auf die buschtrommel ohne zu kapieren, dass ein institution bundespräsident so auf dem weg zur farce ist...
 
Wenn der jeweilige Bundespräsident für ungebundene, eigenwillige und kritische Äußerungen von allen Parteien und Medien in übelster öffentlich gebrandmarkt und wie die Sau durchs Dorf getrieben wird, ist das schonmal schlechter Stil und beweist wenig Benehmen und Respekt gegenüber seiner Funktion.


Hä? Übelst öffentlich gebrandmarkt? Wie die Sau durchs Dorf getrieben? Also bitte - wenn sich der höchste Amtsträger im Land öffentlich äußert, dann darf und muss man seine Meinung dazu offen sagen dürfen. Es hat ihn keiner persönlich beleidigt, sondern man ist lediglich auf seine - von ihm selbst ja dann geradegerückten Aussagen - eingegangen.



Ein Bundespräsident, der Kritik als Majestätsbeleidigung auffasst und zurücktritt, weil ihm seine Parteigenossen nicht eilfertig zur Seite springen, hat eine eigenartige Auffassung von seinem Amt und der damit verbundenen Verantwortung.
 
Äääääh, ich bin konfus, ehrlich.



Ich mochte ihn immer - habe seine unbequeme Art geschätzt, und fand es spannend, einen Bundespräsidenten zu sehen, der sich politisch äußert und nicht nur nickend Gesetze unterschreibt. Man musste nicht mit allem einverstanden sein, was er sagte, aber er hat sich nie gescheut, kontroverse Themen anzusprechen. Davor hatte ich immer Respekt - jetzt hab ich persönlich einen etwas bitteren Nachgeschmack.

So menschlich nachvollziehbar ich seinen Rücktritt finde - über die Begründung kann man sich, finde ich, lebhaft streiten. Die bloße Argumentation. er sei in solchem Maße kritisiert worden, dass er den Respekt vor seinem Amt vermisst, lass ich persönlich nicht gelten - wer sich, so wie hr, politisch einbringt und "unbequem" sein will, muss mit Gegenwind rechnen. Und dass der Ton rau ist, ist jetzt keine sonderliche Überraschung. Womit ich ihm ejdoch recht gebe und was ich für den wahren Rücktrittsgrund halte ist das, was der onkelhelmut angesprochen hat: der allgemein schwindende Respekt vor dem Amt, der parteipolitische Missbrauch des Amtes ...



Wenn ich sehe, dass sich manche hier als parteipolitischen Grunden freuen oder Politiker sich über den Rücktritt ihres Staatsoberhauptsfreuen, muss ich mir an den Kopf fassen. Dieser Mann war unser aller Cheffe, und es zeugt weder von gutem Demokratieverständnis noch von Fairness, ihn jetzt herunterzuputzen oder Freudentänze aufzuführen. Jeder sollte es bedenklich finden, wenn sich ein STAATSOBERHAUPT zurückzieht, weil es nicht mit gebührendem Respekt behandelt wird. Und gerade Herren wie Gysi, die jetzt die Parallelle zum pathetischen Niedergang von Schwarz-Gelb schlagen zeigen, dass sie gar kein Gespür außerhalb ihres Parteidenkens haben.
 
Zurück
Oben