Soweit ich mich erinnern kann, standen wir damals unter Gerets trotz einem Punkt mehr wesentlich schlechter da. Ausserdem kann ich mich vor der Winterpause an 2 Spiele erinnern, wo der FCK eine Einheit war und Wolfsburg knapp schlug, im Pokalspiel Mainz (moralisch) besiegte.
Hier noch ein Interview:
KAISERSLAUTERN: Der frühere Nationalspieler über sein Comeback und die Chancen des FCK
Carsten Jancker: „ Rettung? Mit uns rechnet keiner mehr!“
AUS LA MANGA BERICHTET SEBASTIAN WOLFF
kicker: Herr Jancker, Kritiker reden von der letzten Chance in Ihrer Karriere, Ihr Trainer sagt, wenn Sie richtig fit seien, könnten Sie mit Ihrer Art im Abstiegskampf äußerst wertvoll werden. Wie weit sind Sie nach Ihrer Knie- OP im November?
Carsten Jancker ( 31): Ich mache problemlos alles mit, habe aber noch Rückstand.
kicker: Wolf will vorne noch nachlegen. Sind Sie nun Hoffnungsträger oder nur Platzhalter?
Jancker: Es ist legitim, dass er in unserer Situation was machen will.
Ich muss mich durchsetzen. Für mich zählt nur, richtig fit zu sein.
kicker: Genau das waren Sie in Ihren ersten eineinhalb Jahren in der Pfalz zu selten. Warum?
Jancker: Ich war eigentlich auf einem ganz guten Weg. Dann kam diese Schambein- Entzündung, die mich aus dem Tritt gebracht hat.
kicker: Außer der erhofften Sturm Verstärkung kamen drei Neue, etliche Profis stehen auf der Streichliste, sind aber mit in La Manga. Eine Belastung für einen Kader, der ohnehin als nicht gefestigt gilt?
Jancker: Natürlich ist das nicht einfach, gerade für die Spieler, die betroffen sind. Aber das ist die Sache des Trainers und auch das ist ganz einfach das Geschäft. Bei Bayern war das ganz und gar nicht anders.
kicker: Aus München kennen Sie den Druck, Titel holen zu müssen, beim FCK geht es ums Überleben – sind die Situationen vergleichbar?
Jancker: In München hast du Feuer, wenn du zweimal nacheinander nicht gewinnst, das war extrem.
Jetzt ist es trotzdem ein anderer Druck. Hier bringt uns jede Niederlage näher an den Abgrund.
kicker: Wie kam es so weit?
Jancker: Als ich vor eineinhalb Jahren kam, wusste ich, dass ein Umbruch stattfinden sollte. Diesen Sommer hat sich von der Substanz her eigentlich nicht viel verändert – die Antwort fällt mir deshalb schwer. Platz 18 habe ich nicht erwartet.
kicker: Unruhe, Patz 18 – - ist der Dauerpatient FCK noch zu retten?
Jancker: Mit uns rechnet keiner mehr! Alle sagen, wir sind ein sicherer Absteiger. Aus der Position heraus kann man das Ruder rumreißen. Wir müssen unsere Heimspiele, die Duelle gegen die Mitkonkurrenten gewinnen. Ich will im Sommer kein Absteiger sein.
kicker: Dann findet die WM statt.
Bei der letzten waren Sie noch Stammkraft. Schmerzt Sie die Aussicht, dass im Sommer 2006 mit dem Abstieg der Karrieretiefpunkt statt dem Höhepunkt droht?
Jancker: So darf ich nicht denken.
Mir war, nachdem ich in Italien nicht spielte und nicht mehr eingeladen wurde, schnell klar, dass das kein Thema ist. Ich habe seitdem nicht mehr die Leistung gebracht, um überhaupt für die WM in Frage zu kommen. Aber ich freue mich trotzdem drauf. Vor dem Fernseher.
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