ENGLAND:
«Daily Telegraph»: «Lassen Sie sich nicht von Fabio Capellos Vernebelungsmanöver über Frank Lampards «Tor» in die Irre führen. Selbst wenn das außergewöhnliche Tor des Mittelfeldmannes gegolten hätte, was es hätte sollen, kann sich England nicht der brutalen Erkenntnis entziehen, dass Deutschland in allen Belangen überlegen war.»
«The Times»: «England draußen, Capello gibt Schiedsrichter die Schuld, Englands alte Garde zeigt alle alten Schwächen - Irgendwo, unbeachtet im Gewirr grimmig dreinblickender England-Spieler und fröhlicher, junger Deutscher wäre der Sündenbock zu finden gewesen. Irgendwo im Bauch des Free State Stadium war der uruguayische Linienrichter ... In der Vergangenheit gab es immer praktische Sündenböcke, auf die sich englische Frustrationen richten konnten - Peter Bonetti, Diego Maradona, David Beckham, Phil Neville, Cristiano Ronaldo oder Urs Meier, der Schweizer Schiedsrichter -, aber die Fehlschläge in Serie zwingen uns, genauer hinzusehen. Es liegt nicht an ihnen. Es liegt an uns. Ein jämmerlicher WM-Auftritt endet passend - Eine Niederlage hätten wir hingenommen, aber England krachte aus der WM, weil es von einem geschmeidigeren, schnelleren, clevereren Deutschland an die Wand gespielt wurde. Die Nachbetrachtung wird lange, schmerzhaft und weitreichend sein - aber ist das nicht jedes Mal der Fall?»
«The Guardian»: «Echos von 1966: Aber für Englands goldene Generation ist alles aus - Einer der kontroversesten Momente in Englands Fußballgeschichte kehrte zurück, um die Nationalspieler der heutigen Generation zu verfolgen. England führt das Drama des Scheiterns wieder auf. Diese 44 Jahre ohne einen WM-Sieg sind wohl nur der Auftakt der Wartezeit.»
«The Independent»: «Opfer einer grausamen Ungerechtigkeit, aber am Ende wurde England zu Recht geschlagen. Die gewitzteren Deutschen ließen England chronisch träge aussehen. Am Ende machte die Qualität des Augenlichts des Linienrichters den Unterschied aus, und Deutschlands überlegene Schnelle, in den Beinen wie im Kopf.»
«The Sun»: «Zeit zu gehen, Fabio - Verzieh Dich, und nimm Deine Spieler mit. Deutschland reißt England in Stücke, Fans sauer auf «Müll»-Team. Manche Dinge ändern sich nie: Wieder eine WM, und wieder verabschiedet sich England früh, mit gesenktem Kopf und ruiniertem Ruf, nachdem es Fußball aus dem Mittelalter spielte.»
«The Mirror»: «Fabi-Go: Capello sollte in Schande seinen Rücktritt einreichen. Three Lions? Wir waren eher wie drei Kätzchen.»
«Daily Mail»: «Oh mein Gott - die Worte des Linienrichters, als er die Fernsehbilder sah. Es ist sinnlos, über Frank Lampards nicht gegebenes Tor zu weinen, die Anzeigentafel lügt nicht. Wäre es so sehr anders gelaufen, wenn es nach 38 Minuten 2:2 gestanden hätte? Hat jemand Rooney gesehen?»
«Express»: «Deutschland zerstört Englands WM-Träume - Nach 44 Jahren der Schmerzen und des schwelenden Ärgers nahm Deutschland Revanche. Heute trägt England alle Wunden davon. ... Dieses Mal überschritt der Ball klar die Linie, aber England blieb deutlich hinter den Anforderungen zurück.»
SÜDAFRIKA:
«The Star»: «Teutonic supersonic - Müller war brillant, Rooney enttäuschend, als Deutschland England skrupellos die schlimmste WM- Niederlage verpasste.»
«The Herald»: «Deutschlands Kids haben Englands alte Garde weggefegt - Deutschlands Wunderkinder waren für Englands alte Männer einfach zu viel!»
«Sowetan»: «Geblitzt durch die Wunderkinder! Deutsche Präzision hat Englands WM-Hoffnungen unter einer 4:1-Schlappe begraben.»
«The Citizen»: «Wunderbar! Die Deutschen rollen wie eine Dampfwalze über das glücklose England.»
«Business Day»: «Zeitgeist: Deutsche kippen England aus der WM - Deutschland zerreißt England in Stücke.»
«Cape Times»: «Überragende Deutsche, überlegen mit ihrer Schnelligkeit, Technik und Fähigkeiten. Deutsche demütigen und verwüsten England.»
«Sun: «England zerschmettert.»
JAPAN:
«Nikkan Sports»: «England erleidet Fehlentscheidung und verließ zu früh die Weltmeisterschaft.»
«Sports Hochi»: «Mit vier Toren zerschmetterte Deutschland England!»
«Yomiuri Shimbun»: «Das Vaterland des Fußballs war weder in Angriff noch in Verteidigung fit. Natürlich war es ein Pech, aber mit der katastrophalen Verteidigung, die eigentlich die Stärke von England war, ist die Weltmeisterschaft nach 44 Jahren sowieso ein ferner Traum gewesen.»
ISRAEL:
«Jediot Achronot»: «Wer in England dieses (nicht gegebene) Tor als Ausrede oder Trost benutzen will, betrügt sich selbst. Das Fußball- Mutterland hat die beste Liga der Welt, aber eine alte, langweilige, ziellose, planlose, unintelligente WM-Mannschaft ohne echte Verteidigung. Die Abwehr hatte mehr Löcher als Schweizerkäse.»
TÜRKEI:
«Fanatik»: «Die Panzer zerquetschten England und sind weiter. Mit Klose, Müller und Podolski hat Deutschland England ausgelöscht.»
«Hürriyet»: «1966 eine Ausrede - Deutschland großartig. Der Schiedsrichter aus Uruguay hat dieses Tor nicht gegeben und damit seine Unterschrift unter einen großen Skandal gesetzt.»
RUSSLAND:
«Sport Express»: «Deutschland spielte besser, England spielte überhaupt nicht. Eine Freude zuzuschauen! Die goldene Generation der Engländer wurde von den Jungen (Deutschen) erniedrigt.... Der (Wembley-)Treffer von (Geoff) Hurst bleibt weiter diskussionswürdig - aber hier war alles klar. Es ist einer der größten Skandale in der Geschichte der FIFA.»
BAHRAIN:
«Gulf Daily News»: «Blitzkrieg!»
BULGARIEN:
«Monitor»: «Deutschland zertrampelte England mit 4:1. Sie (die Schiedsrichter) revanchierten sich bei der (deutschen) Mannschaft für 1966, indem sie ein reguläres Tor von Lampard nicht anerkannten. Deutschland setzte die Tradition fort, die «Drei Löwen» auszuschalten, wenn es sie bei großen Spielen trifft. Im Stadion von Bloemfontein erschien auch das Gespenst von 1966 - dieses Mal wurden aber die Engländer benachteiligt.»
«Trud»: «Deutschland und Schiedsrichter brachten England zum Weinen. Ein solches Fußball-Bombardement hatte die Insel nicht erwartet.»
«24 Tschassa»: «Das Schicksal rächte sich an England.»
«Standart»: «Deutschland rächte sich für Wembley. Blinder Schiedsrichter und schwache Abwehr warfen die Engländer aus der Weltmeisterschaft.»
«Dnewnik»: «Deutschland zerschlug das beraubte England.»
FRANKREICH:
«Le Parisien»: «Deutschland hatte die Hilfe des Schiedsrichters nicht nötig... Argentinien auch nicht.»
«L'Équipe»: «Was für eine Geschichte! Noch ein legendäres Deutschland-England! Die Engländer wurden von einem unglaublichen Schiedsrichter-Irrtum um den Ausgleich zum 2:2 gebracht. In der zweiten Hälfte hielten sie der Qualität des deutschen Kollektivspiels nicht stand.»
«Libération»: «Deutschland hat England den Hintern versohlt und sich logisch für das Viertelfinale qualifiziert. Kein Zweifel: Lampards Tor war drin. Alle haben es gesehen, nur der uruguayische Schiedsrichter Jorge Larrionda nicht. Die Episode könnte als Feigenblatt für die fußballerische Misere der Engländer dienen.»
«Le Figaro»: «Deutschland triumphiert über England. Die "Mannschaft" war deutlich besser als Capellos Truppe in dem Spiel, das von einem groben Fehler des Schiedsrichters geprägt wurde.»
INDIEN:
«Hindustan Times»: «1, 2, 3, 4... Deutschland weist England die Tür»
«The Times of India»: «Deutschland zerlegt England mit 4:1, nachdem der Schiedsrichter Lampards Treffer verweigert. Müllers Schüsse töten die Löwen.»
«The Asian Age»: «Die deutsche Maschine rollt weiter - Ein feuriger Müller triff zweimal, als die Deutschen die Löwen überwältigen»
«The Indian Express»: «England lässt vier Tore zu und klagt über ein verweigertes, als Gerrard & Co nach ihrer schlimmsten Niederlage bei einer Weltmeisterschaft ausscheiden.»