[Statistik] Was der Verein für Pyro und Idioten zahlen muss

Klingenstädter

Moderator
Ich finde, es kommt sehr darauf an, was geworfen wird und mit welcher Intention. Werden Schokoriegel, Feuerzeuge oder Geld auf Menschen geworfen, finde ich das ebenfalls sehr verwerflich. Landen Falschgeldscheine, Konfetti oder Klopapierrollen auf dem Spielfeld - auch in Nähe von Menschen - finde ich das nun ziemlich zu vernachlässigen.
 

playerred

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Ist aber aus Sicht der Regularien ebenfalls eine gewollte Spielbeeinflussung und somit zu anden.
Des weiteren weiss ich nicht wie es mit unserer Bewährung zwischen DFL und DFB aussieht.
Wird addiert oder extra gerechnet.
 
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uppsala

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In München fliegen gerade wieder Maßkrüge durch die Gegend und das Oktoberfest wird weltweit als deutsche Kultur schlechthin vermarktet. Aber der Fan beim Fußball ist natürlich der Untergang der westlichen Zivilisation ...
 

wolfteufel

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Von Konvetti im Block redet kein Mensch. Aber Klopapierrollen haben auch nichts auf dem Platz verloren. Überhaupt irgendwelche Dinge auf den Platz werfen ist völlig idiotisch. Ich finde es auch bescheuert jeden generischen Spieler, welcher einen Eckball tritt, als als Arschloch, Wixer...... anzuschreien. Es gab Zeiten, da machte man das nur bei Spielern, welche vorher einen Spieler z. B. umgetreten haben. Die Agressionen haben derart zugenommen und da gehört für mich das Werfen von Gegenständen auch mit dazu. Was hat man schon davon, außer dasss der Verein zahlen muss oder im schlimmsten Fall ein möglicher Spielabruch.
 

uppsala

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Ich wiederhole mich gerne: Wenn Bierkrüge fliegen bekommt kein Festzeltwirt den Strafzettel; Wenn ein Mercedesfahrer zu schnell fährt, bekommt nicht Mercedes-Benz des Strafzettel; ... aber wenn beim Fußball sich ein Fan eines Vereins "falsch" (aus Sicht des DFB/DFL) verhält, bekommt der Verein ne Strafe aufgebrummt ... Wo liegt da der Sinn drin? Und kommt mir nicht mit Hausrecht ... wenn zwei sich bei mir zuhause auf die Fresse geben, dann bekomm auch nicht ich die Strafe ...
 
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dreispitz

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Von Dingen auf den Platz werfen, halte ich auch wenig. Lieber wäre es mir aber auch, wenn man das den handelnden Personen bei gefährlichen Gegenständen anlasten würde. Das wäre für mich angemessen. Bleibt halt das Nachweisproblem für die Juristen. Kollektivstrafen sind da leichter umzusetzen.
Ansonsten muss ich aber sagen, dass mir der "Hass" früher besser gefallen hat. Lautes Pfeifen bei gegnerischem Ballbesitz liebe ich beispielsweise. Schreien, beleidigen etc. gehört für mich zum Fußball genauso dazu wie ein Eckball. Ich brauche dafür aber keine modernen Doppelhalter mit Fadenkreuzen.
 

ktown

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Ich wiederhole mich gerne: Wenn Bierkrüge fliegen bekommt kein Festzeltwirt den Strafzettel; Wenn ein Mercedesfahrer zu schnell fährt, bekommt nicht Mercedes-Benz des Strafzettel; ... aber wenn beim Fußball sich ein Fan eines Vereins "falsch" (aus Sicht des DFB/DFL) verhält, bekommt der Verein ne Strafe aufgebrummt ... Wo liegt da der Sinn drin? Und kommt mir nicht mit Hausrecht ... wenn zwei sich bei mir zuhause auf die Fresse geben, dann bekomm auch nicht ich die Strafe ...
All deine Vergleiche hinken.
Bierzelt: Wenn zu häufig Bierkrüge fliegen und somit der Festzeltwirt negativ auffällt, bekommt er im nächsten Jahr keinen Platz mehr. Da wirkt solch ein Verhalten indirekt.
Mercedesfahrer: Das StVG hat in §7 die Halterhaftung. Die greift zwar bei Ordnungswidrigkeiten nicht. Jedoch bei Straftatbeständen. Somit muss zwar nicht der Konzern zahlen, aber bezogen auf den Fußball wäre Konzern ja mit dem DFB und der DFL gleich zu setzen und nicht mit dem Halter.
Und mit deiner privaten Bude ist der Vergleich auch nicht richtig. Wenn überhaupt, dann passt das mit einem Studentenwohnheim. Da hat der Betreiber auch übergeordnete Regeln, die in dein ureigenstes Hausrecht eingreift.
 

uppsala

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Ist mir zwar neu, dass das Werfen eines Feuerzeugs oder das Abbrennen einer Wunderkerze einen Straftatbestand darstellen, aber OK.
Für mich sind das Vorfälle, in die sich DFB/DFL nicht einzumischen haben und dass ich Sippenhaft verabscheue ist auch nicht neu. Insofern gesteht einem alten Mann einfach seinen Altersstarrsinn zu und lasst ihn schwelgen in Zeiten als die Gegner noch Schiss hatten, auf den Berg zu fahren, weil Trainer und Schiris mit Stöcken von der Nord traktiert wurden, die West noch brannte und Spieler beschimpft wurden :smiley:
 

Dr.BETZE

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jaja, die guten alten rentner.
sind wohl inzwischen alle weggestorben und die heutigen gammeln auch nur noch lethargisch auf der nord vor sich hin.
 

stiller

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Katsching ... 7.175 Euro Strafe für Vorkommnisse in Jena: https://fck.de/de/7-175-euro-strafe-fuer-den-fck/

Beim Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena am 22. September 2018 wurde im Laufe der ersten Halbzeit im Fanblock des 1. FC Kaiserslautern eine bengalische Fackel sowie vor Beginn der zweiten Halbzeit mehrere bengalische Fackeln und Nebeltöpfe gezündet, so dass sich der Anpfiff der zweiten Halbzeit um drei Minuten verzögerte.
 

Dr.BETZE

Moderator
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gerade im kicker gelesen, 4 500 für die vergehen in münster.
die münsteraner wurden zu 6 000€ verdonnert, legten einspruch ein und müssen jetzt nur 4 000 berappen, unter anderem weil einige von den idioten identifiziert wurden, die auf den platz rannten.
 

Dr.BETZE

Moderator
Teammitglied
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den 1. FC Kaiserslautern im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 4.900 Euro belegt.

Grund für die Strafe: Vor dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg am 18. Oktober 2019 wurden im Gästeblock mehrere pyrotechnische Gegenstände abgebrannt, in der 3. Minute dann an gleicher Stelle nochmals.
fck. de
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den 1. FC Kaiserslautern im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen drei Fällen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger beim Auswärtsspiel in Münster im Februar diesen Jahres sowie dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig im März 2019 mit Geldstrafen in Höhe von insgesamt 5.700 Euro belegt.


Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den 1. FC Kaiserslautern im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 4.900 Euro belegt.

Grund für die Strafe: Vor dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg am 18. Oktober 2019 wurden im Gästeblock mehrere pyrotechnische Gegenstände abgebrannt, in der 3. Minute dann an gleicher Stelle nochmals,
fck app


was denn jetzt, 4900 oder 5700 oder beides?
 

Lenfer

Well-Known Member
was denn jetzt, 4900 oder 5700 oder beides?
Ei, beides natürlich. Sind ja auch zwei verschiedene Spiele/Vorfälle!

Ich finde es auch bescheuert jeden generischen Spieler, welcher einen Eckball tritt, als als Arschloch, Wixer...... anzuschreien. Es gab Zeiten, da machte man das nur bei Spielern, welche vorher einen Spieler z. B. umgetreten haben.
Dann mußt Du aber "früher" weit weg vom schreienden Mob gestanden haben oder gar nicht im Stadion gewesen sein. Nach meiner Erfahrung ist die verbale Verunglimpfung in niederster Form seit eh und je das absolute Standardprogramm.
 

Dr.BETZE

Moderator
Teammitglied
Ei, beides natürlich. Sind ja auch zwei verschiedene Spiele/Vorfälle!
ist etwas verwirrend, da in der überschrift nur von 4900€ strafe die rede ist.

immerhin haben wir uns wenigstens in der strafentabelle nach oben geschossen und ein "becca hau ab!" macht da natürlich noch viel mehr sinn, wenn das geld des vereins in pyro und rauch aufgeht.
 
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ktown

Well-Known Member
Ei, beides natürlich. Sind ja auch zwei verschiedene Spiele/Vorfälle!



Dann mußt Du aber "früher" weit weg vom schreienden Mob gestanden haben oder gar nicht im Stadion gewesen sein. Nach meiner Erfahrung ist die verbale Verunglimpfung in niederster Form seit eh und je das absolute Standardprogramm.
Da muss ich dir widersprechen. Ich steh seit 88 in der West und früher wurden die Verunglimpfungen nicht derart inflationär genutzt wie heute. Da lag das Augenmerk noch mehr auf die Anfeuerung der eigenen Mannschaft und Verunglimpfungen gab es vorwiegend, wenn ein gegnerischer Spieler oder der Schiri sich unserer Ansicht nach nicht korrekt verhalten hatten.
 

Lenfer

Well-Known Member
Da muss ich dir widersprechen. Ich steh seit 88 in der West und früher wurden die Verunglimpfungen nicht derart inflationär genutzt wie heute. Da lag das Augenmerk noch mehr auf die Anfeuerung der eigenen Mannschaft und Verunglimpfungen gab es vorwiegend, wenn ein gegnerischer Spieler oder der Schiri sich unserer Ansicht nach nicht korrekt verhalten hatten.
Ok, dann ist das vielleicht auf dem Betze über die letzten 20 Jahre schlimmer geworden. Nach meinem Empfinden (hptsl aus anderen Stadien) war das Niveau schon immer so niedrig, daß gegnerische Spieler schon beim Einlaufen übelst beleidigt wurden (gleiches gilt bei Auswechslungen, dem Gang in die Kabine zur Pause bzw nach Spielende, Ecken, etc pp).
 

Klingenstädter

Moderator
Also ich muss sagen, dass mein heutiges Ich sich in den 90ern vermutlich mit Grausen vom Dasein als Fußballfan abgewandt hätte. In so ziemlich jedem meiner besuchten Spiele zwischen 1993 bis ca. 1998 gab es rassistische, homophobe, sexistische, antiziganistische und/oder antisemitische Gesänge/Rufe (von mehreren Personen).

Heute hingegen gibt es ja komplette Spiele, in denen es nicht mal ein "scheiß [Vereinsname]" gibt, sondern ausschließlich Support der Mannschaft. Oder Gemecker gegenüber der eigenen Mannschaft. Ich habe das Gefühl, dass sich das seit dem letzten Bundesligaabstieg ziemlich schlagartig gewandelt hat. Entweder, weil die Gegner nicht so stark polarisieren wie in der BL oder weil positiver Support der Standard ist und Beleidigung des gegnerischen Vereins nur bei aufwühlenden Situationen anzubringen ist. Keine Ahnung.

Was ich aber absolut inakzeptabel finde, ist das Beleidigen von verletzten Gegner. Ob das jetzt der Nürnberger Sorg ist, der klar bewusstlos am Boden liegt oder der Nürnberger Torwart, bei dem es in der Situation keinerlei Anhaltspunkt für Schauspielerei gab und bei dem auch sofort klar war, dass eine schwerere Verletzung vorliegt. Das ist echt unterste Schublade und sowas von letztes Jahrtausend. Anderswo werden verletzte Gegner bei der Auswechslung mit Applaus verabschiedet - finde ich gut, erwarte ich als ersten Schritt bei uns aber auch gar nicht. Aber unsere Variante mit "Steh auf, du Sau" und "Auf Wiederseh'n!" ist echt zum kotzen.
 

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