Julian Pollersbeck (wechselt für 3,5 mios + zum HSV)

Shelter

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Come on. Soll er nicht mehr zum Frisör deswegen?
Ich kann da nur für mich sprechen aber wenn ich sportlich seit Monaten so desaströs unterwegs wäre und wie Pollersbeck durch private Belange auch nicht gerade den besten Start in Hamburg hinter mir hätte, würde ich persönlich ein bißchen mehr auf Understatement setzen und mir vllt. erstmal neue TW-Handschuhe kaufen um auf dem Platz anstatt abseits dessen auf mich aufmerksam zu machen indem ich mir die Haare silber färbe. Aber hey, vllt. bin ich dafür auch schon zu alt und Fußball-romantisch unterwegs...#grauerwolf, #allesfürdieinstagramfans...
 

strowbowse

Well-Known Member
Ich kann da nur für mich sprechen aber wenn ich sportlich seit Monaten so desaströs unterwegs wäre und wie Pollersbeck durch private Belange auch nicht gerade den besten Start in Hamburg hinter mir hätte, würde ich persönlich ein bißchen mehr auf Understatement setzen und mir vllt. erstmal neue TW-Handschuhe kaufen um auf dem Platz anstatt abseits dessen auf mich aufmerksam zu machen indem ich mir die Haare Silber färbe. Aber hey, vllt. bin ich dafür auch schon zu alt und Fußball-romantisch unterwegs...
Ist ja genau was ich meine: manche machen genau sowas eben als Zäsur.
Und aber interpretieren es so, dass ihm die komplette Situation am Arsch vorbei geht ...
Und in Wahrheit hat er wahrscheinlich die ersten grauen entdeckt.
 

Shelter

Well-Known Member
Ist ja genau was ich meine: manche machen genau sowas eben als Zäsur.
Kann ja jeder halten wie er will, v.a. extrovertierte Profifussballer.

Für mich persönlich sieht das einfach lächerlich aus und ich deute das so dass es für ihn wichtigere Sachen gibt als seine sportlich durchaus prekäre Situation. Wenn ich als U21-Nationaltorhüter und frischgebackener Europameister seit einem halben Jahr nur auf der Bank sitze und hinter meinem Vordermann, der jetzt auch keine M.Neueresquen Leistungen abruft, nur zweite Wahl bin, dann hätte ich persönlich andere Probleme als zum Friseur zu rennen und würde die Zeit wohl mehr auf dem Trainingsgelände zubringen aber jeder ganz nach seiner façon.
 
Zuletzt bearbeitet:

dreispitz

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Ich gehöre ja noch zur Generation "Fussballschuhe sind schwarz/weiß" etc. Insofern kann ich schon verstehen, dass man sich an Pollersbeck Frisur hochzieht und entsprechende Kritik übt.

Bei Pollersbeck bin ich aber der Meinung, dass er neben seinem sportlichen Talent eben eine große Stärke hat und das ist seine Kaltschnäuzigkeit. Man kann ihm das als arrogant oder unangemessen auslegen, aber ich finde das übertrieben und unangemessen.

Die Skandalisierung schon kleiner und kleinster Vorgänge führt doch dazu, dass wir nur noch stromlinienförmige Kicker bekommen, die wir uns andererseits an anderer Stelle gar nicht wünschen. Ein Paradoxon ...
 
Polle hat ne Klausel im "höheren einstelligen Millionenbereich", Vereine aus England sollen Interesse haben. Vllt springt ja der ein oder andere Euro für uns raus.

https://www.abendblatt.de/sport/fus...usel-bei-Pollersbeck-Abflug-nach-England.html

€: Weiss nicht ob mans lesen kann. Via google gehts ohne Probleme.

Engländer sind heiß auf Pollersbeck
So besitzt Torhüter Julian Pollersbeck nach Abendblatt-Informationen durch den Abstieg eine bislang nicht öffentlich gewordene Ausstiegsklausel im höheren einstelligen Millionenbereich. Dem 23-Jährigen liegen einige Anfragen aus England vor. Eintracht Frankfurt, das Pollersbeck noch zu Zeiten, als er Reservist beim HSV war, verpflichten wollte, ist dagegen aus dem Poker ausgestiegen. Der Pokalfinalist will sich die festgeschriebene Ablöse nicht leisten und hat stattdessen den kostengünstigeren dänischen Nationaltorwart Frederik Rönnow für 2,8 Millionen Euro von Bröndby als Ersatz für den wohl nach Leverkusen abwandernden Lukas Hradecky geholt.

Obwohl Pollersbeck in England sowohl erstklassig Fußball spielen als auch verdienen könnte, ist sein Abschied keinesfalls beschlossene Sache. Auch ein Verbleib in Hamburg ist weiterhin denkbar. Der vor einem Jahr für 3,3 Millionen Euro von Kaiserslautern verpflichtete U-21-Europameister macht seine Zukunft neben der Vertragsverlängerung mit Trainer Titz, der Pollersbeck zur Nummer eins geformt hat, davon abhängig, ob der HSV eine schlagkräftige Mannschaft für die Mission Wiederaufstieg zusammenstellt.
 

ViehliebMA

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Ein Wechsel wäre ziemlich unsinnig. Jetzt ist er dort doch nach einer langen Anlaufstrecke einigermaßen angekommen, da kann er doch nicht schon wieder einen Verein nach kurzer Zeit verlassen.
 

playerred

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KAISERSLAUTERN KOMPAKT
Becker nicht mehr Pollersbeck-Berater

Im Vorfeld eines Gerichtsstreits über eine Provision, die die International Football Consulting GmbH, Luxemburg, die Firma von Spielerberater Michael Becker, im Nachgang zum Wechsel von Julian Pollersbeck vom 1. FCK zum Hamburger SV am Mittwoch vor dem Landgericht Kaiserslautern einklagt, haben sich gestern der Vater und der neue Spielerberater des Torhüters zu Wort gemeldet. Sie erklärten, dass Becker mit seiner Beraterfirma International Football Consulting GmbH heute nicht mehr für Julian Pollersbeck zuständig sei. Die Beratung liege aktuell bei der Rummenigge Sport Marketing GmbH. Pollersbeck war nach deren Angaben im Frühjahr 2017 dorthin gewechselt. Die Münchner Agentur hatte den Transfer des Torhüters zum Hamburger SV bereits getätigt. Becker klagt als Folge des Wechsels des 24-jährigen Torhüters zum HSV eine nach RHEINPFALZ-Informationen namhafte Provision beim Fußball-Drittligisten 1. FCK ein. rdz

Quelle Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 22 Samstag, den 26. Januar 2019
 

Alb-Teufel

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Wenn Rummenigge Sport Marketing GmbH den Wechsel begleitet hat, welchen Anspruch hat Becker denn dann auf eine Provision? Weil er zuvor bereits Gespräche geführt hat?
 

playerred

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„Stundungen bis zum Sankt-Nimmerleinstag“

Durch das Justizzentrum wehte schon oft der Duft der großen Fußballwelt. Gestern streifte ein Hauch des glamourösen Geschäfts den Sitzungssaal 6. Der Fall war zwar nur zweitklassig, die Unterhaltung hingegen erstklassig.
Von Gerhard Dürnberger

Im Landgericht gaben sich zwar kein Ciriaco Sforza oder ein Hans-Peter Briegel die Ehre. Aber der in Kaiserslautern geborene Spielerberater Michael Becker ist auch wer in der Welt des Profifußballs, in der es vordringlich um eines geht: Geld, Geld und noch mal Geld. So auch gestern. Becker fordert mit seiner International Football Consulting 375.000 Euro vom FCK, die aus dem Wechsel von Torsteher Julian Pollersbeck zum Hamburger SV im Sommer 2017 resultierten – und beruft sich auf einen Vertrag mit dem FCK, datiert vom 26. September 2016, in dem eine je nach Ablöse gestaffelte Geldzahlung vereinbart wurde, falls Becker seinen damaligen Schützling Pollersbeck bei einem Verein unterbringt, der bereit ist, eine Ablöse dafür zu zahlen, dass er sein Tor hütet.Pollersbeck wechselte im Sommer 2017 zum Hamburger SV, die Ablöse soll 3,5 Millionen Euro betragen haben, daraus errechnet der Spielerberater seinen Anteil von 375.000 Euro. Sein Pech: Der Vertrag wurde lediglich vom damaligen Sportvorstand Uwe Stöver unterschrieben, es fehlt die zweite Unterschrift eines Vorstandes. Auch wurde die Vereinbarung nicht eingehalten, dass Pollersbeck mindestens zwölf Spiele für den FCK absolviert.

Für Becker, der das Geschehen neben seinem Rechtsvertreter Markus Schütz am Tisch der Kläger verfolgte, erklärte der Anwalt, die Anzahl der Pflichtspiele stehe zwar im Vertrag, habe aber gar nicht absolviert werden können, da Pollersbeck vorzeitig zum HSV wechselte. Der „kometenhafte Aufstieg“ des Torstehers sei bei Vertragsabschluss nicht absehbar gewesen. Becker habe einfach nicht daran gedacht, auf die zweite Unterschrift im Vertrag zu drängen, aber diese juristische Hürde sei mit Leichtigkeit zu nehmen. Der aus Kaiserslautern stammende Spielerberater sei „nicht irgendeine Laufkundschaft, die mal beim FCK vorbeischaute, um schnell ein Geschäft zu machen“. Becker sei Jahrzehnte für den Verein tätig gewesen, habe viele Transfers mit ihm gemacht, und schließlich habe der Transfer von Pollersbeck dem FCK Einnahmen beschert, „ohne die der Laden dicht gemacht worden wäre“.
Der Anwalt des FCK reagierte emotionslos. Moral und Spielervermittlungsromantik führten zu keinem rechtlichen Anspruch. Das Vereinsregister sage klipp und klar, was Sache ist. Im übrigen habe Becker in Sachen Pollersbeck keine Vermittlungsleistungen erbracht, der HSV sei auf den FCK zugekommen.

Der Anwalt Beckers konterte dies mit dem Verweis darauf, es komme auf den Geist des Vertrages an. Becker sei nicht untätig gewesen, habe in Sachen Pollersbeck den Markt eruiert, habe unzählige Telefonate geführt, pikanterweise auch mit FCK-Geschäftsführer Sport Martin Bader, als der in gleicher Funktion für Hannover 96 tätig gewesen sei, Becker wisse, wie das Geschäft läuft.

Der Anwalt des FCK lehnte jegliche Zahlungen des Vereins ab und ging auch nicht auf das Angebot der Becker-Seite ein, „Stundungen bis zum Sankt-Nimmerleinstag“ zu gewähren. Da keine gütliche Einigung möglich ist, wird die dritte Zivilkammer den Fall entscheiden. Verkündungstermin ist am 1. März um 12 Uhr im Justizzentrum.Sport

Quelle Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 26 Donnerstag, den 31. Januar 2019
 

Jonny

Well-Known Member
Becker sei Jahrzehnte für den Verein tätig gewesen, habe viele Transfers mit ihm gemacht, und schließlich habe der Transfer von Pollersbeck dem FCK Einnahmen beschert, „ohne die der Laden dicht gemacht worden wäre“.


Der Anwalt Beckers konterte dies mit dem Verweis darauf, es komme auf den Geist des Vertrages an.
Lernt man im Jura-Studium im ersten Semester: Verträge sind nur so gut, wie der Geist, der in ihnen steckt.

Das wir für die Abwehr von sowas noch einen Anwalt bezahlen müssen ... unfassbar.
 

Dr.BETZE

Moderator
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Sollen wir ihm jetzt gnädigerweise diesen betrag zahlen, weil er schon so oft für uns tätig war oder wie?
Als ob er das immer kostenlos und aus sympathie zum verein gemacht hätte.
 

SaarBetzi86

Moderator
Mitarbeiter
Aber nur falls wir verlieren sollten, oder?
Und der Becker ihn bezahlen kann, ja. Der Honoraranspruch besteht immer noch gegenüber dem eigenen Mandanten :wink:

Und so zynisch das jetzt klingen mag, aber ob ein vernünftiger Anwalt im Moment ohne Vorschuss für den FCK auch nur den PC anmacht, weiß ich nicht - von daher müssen wir das Geld wahrscheinlich jetzt definitiv aufbringen. Und bei nem Streitwert von € 375.000,00 bin ich allein mit Verfahrens- und Terminsgebühr schon bei um die € 8.000 brutto (grob geschätzt).
 

Jonny

Well-Known Member
Und der Becker ihn bezahlen kann, ja. Der Honoraranspruch besteht immer noch gegenüber dem eigenen Mandanten :wink:

Und so zynisch das jetzt klingen mag, aber ob ein vernünftiger Anwalt im Moment ohne Vorschuss für den FCK auch nur den PC anmacht, weiß ich nicht - von daher müssen wir das Geld wahrscheinlich jetzt definitiv aufbringen. Und bei nem Streitwert von € 375.000,00 bin ich allein mit Verfahrens- und Terminsgebühr schon bei um die € 8.000 brutto (grob geschätzt).
Ich steh gerade auf dem Schlauch. Widersprechen sich deine Aussagen nicht? Wir müssen _jetzt_ zahlen (also Vorschuss?) und wenn Becker verliert, muss er die Kosten für unseren Anwalt tragen??

@Docces: Haargenau! Diese "Berater" saugen doch seit Jahren und Jahrzehnten an den Vereinen wie Blutegel.
 

SaarBetzi86

Moderator
Mitarbeiter
Ich steh gerade auf dem Schlauch. Widersprechen sich deine Aussagen nicht? Wir müssen _jetzt_ zahlen (also Vorschuss?) und wenn Becker verliert, muss er die Kosten für unseren Anwalt tragen??
Du kannst als Anwalt grds. einen Vorschuss verlangen, bevor zu tätig wirst - bei insolvenzgefährdeten Mandanten bietet sich das an. Du musst deinen Anwalt grundsätzlich selbst bezahlen. Wenn du vor Gericht gewinnst und das Gericht entscheidet, dass der Gegner die Kosten des Rechtsstreits trägt, gibt das dir (als Mandant) einen Anspruch gegen den Gegner auf Erstattung der Kosten.

Der Anwalt verrechnet das dann mit dem Vorschuss und den kriegt der Mandant natürlich zurück.
 

Jonny

Well-Known Member
Du kannst als Anwalt grds. einen Vorschuss verlangen, bevor zu tätig wirst - bei insolvenzgefährdeten Mandanten bietet sich das an. Du musst deinen Anwalt grundsätzlich selbst bezahlen. Wenn du vor Gericht gewinnst und das Gericht entscheidet, dass der Gegner die Kosten des Rechtsstreits trägt, gibt das dir (als Mandant) einen Anspruch gegen den Gegner auf Erstattung der Kosten.

Der Anwalt verrechnet das dann mit dem Vorschuss und den kriegt der Mandant natürlich zurück.
Bedankt! Wenn wir dich nicht hätten!
 

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