Ich ziehe es mal hierher um den Thread zu Sirch nicht weiter zu verwässern:
Solche Transfer machen durchaus Sinn wie bei Niehues oder Tomiak, jedoch sollte man hier aufs Alter achten, älter als 22-23 sollten diese Spieler nicht sein.
Einen 25 jährigen 1-2 Jahre anzulernen und dann einen angemessenen Wiederverkaufswert für einen 27-28 jährigen zu erzielen wird durchaus schwer.
Ich glaube dass die Transferfenster für uns immer anspruchsvoller und schwieriger werden. Ich habe von der Ausbildung/sportlichen Eignung eines RL/Drittligaspielers im direkten Vergleich zu einem Spieler der zweiten oder ersten Bundesliga wirklich keine Ahnung, aber mir ist schon jetzt zu diesem extrem frühen Zeitpunkt der diesjährigen Transferphase schon wieder aufgefallen, wie viel Spieler aus den "unterklassigen Ligen" mit einem Wechsel direkt zwei Klassen überspringen oder sich Vereinen anschließen, die in der sportlichen Nahrungskette nach wie vor deutlich über uns stehen dürften.
Max Geschwill (22, IV) aus Sandhausen wechselt zum Bundesligaaufsteiger nach Kiel, Leistungsträger wie Léo Scienza und Luca Marseiller (wenn auch schon im etwas "gehobeneren" Alter) gehen aus der 3. Liga nach Heidenheim bzw. Darmstadt, Fynn Lakenmacher (24) und Paul Will (25) wechseln ebenfalls zu den Lilien, Götze nach Paderborn, Caspar Jander (der Unterschiedsspieler bei den abgestiegenden Duisburgern) schließt sich dem guten Ausbildungsclub aus Nürnberg an, auch die bisherigen Zugänge der Kleeblätter (Reno Münz, Matti Wagner oder Noel Futkeu) können sich rein auf dem Papier sehr gut sehen lassen.
Ich kann da einfach aktuell null einschätzen auf welcher "Range" wir da im direkten Vergleich liegen bzw. ob wir mit einem nachhaltigen (ok, guter Joke) sportlichen Konzept tatsächlich in der Lage sind, in ähnlichen Teichen zu fischen um solche Spieler oder jüngere Rookies zum FCK zu lotsen, von den finanziellen Rahmenbedingungen ganz abgesehen. Natürlich gibt es bspw. mit Niehues oder Tomiak extreme Positivgegenbeispiele aus Liga drei, aber die Falhöhe für junge Spieler ist bei einem Tradtionsverein in der 2. Liga ohne einen gewissen Unterbau und nach wie vor relativ stiefmütterlich-behandelten Abteilungen wie der U23/Jugendmannschaften darunter da nochmal deutlich höher, wie ich finde.
Wir bräuchten/brauchen im direkten Vergleich da m.E. schon starke sportliche wie auch finanzielle Argumente um auch weiterhin Talenten hier eine entsprechende Bühne geben zu können. Auch ein potentieller Leihverein wird daran bspw. ganz besonders interessiert sein, um seinem Schützling eine entsprechende sportliche Perspektive in der Pfalz bieten zu können.
Dazu gehört imho aber auch eine Umkehr weg von der Denke der bisherigen Resterampe der Erst-/Zweitligisten und eine Wandlung unser bisherigen Transferphilosophie, hin genau zu diesen jungen Spielern mit dem berühmten "Wertsteigerungspotential", wie es unser GF Sport gerne ins Feld führt. Dass Thomas Hengen im kürzlichen Interview dahingehend verstärkt darauf hingewiesen hat, dass der neue Trainer im Optimalfall auch bereits seine Erfahrungen in NLZ's oder Jugendbereichen gesammelt hat, habe ich wirklich sehr positiv aufgenommen und hoffe dass man diesen Weg (gerade nach der Häufigkeit der gescheiterten Experimente aus den letzten Spielzeiten die oftmals noch einer anderen Überzeugung in Sachen Transfers unterlagen) wirklich weiter verfolgen und wieder deutlich mehr forcieren wird.