Fußball: Ungereimtheiten beim Drei-Punkte-Abzug vor drei Jahren - Anwalt: Die DFL urteilte aufgrund von Vermutungen
KAISERSLAUTERN. Ist der Bundesliga Absteiger 1. FC Kaiserslautern vor drei Jahren zu Unrecht vom Fußballligaverband DFL mit dem Abzug von drei Punkten und 125000 € Geldstrafe bestraft worden? Wie der Trierische Volksfreund (TV) heute berichtet, vertritt diese Ansicht der saarländische Insolvenzanwalt Jean-Olivier Boghossian, der den ehemaligen FCK-Chef Jürgen Friedrich gegen Schadensersatzansprüche des Klubs verteidigt.
Nach der Selbstanzeige der damals neu instalierten FCK-Führung unter René C. Jäggi war dem alten Vorstand vorgeworfen, er habe über den Ankauf von Persönlichkeitsrechten diverser Spieler verdeckte Lohnzahlungen geleistet und so Steuern hinterzogen.
Später stellte sich heraus, dass es sich beispielsweise im Fall des französischen Nationalspielers Youri Djorkaeff, den die DFL als "besonders schwerwiegend" einstufte, um ordnungsgemäß versteuerte Rentenzahlungen gehandelt hatte.
Als die DFL den FCK im März 2003 bestrafte, lagen nach dem Zeitungsbericht keine Beweise für schuldhaftes Verhalten des Vereins vor, sondern nur ein vorläufiger Bericht einer Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft, der lediglich Vermutungen und Verdächtigungen enthilet. Auch der Vorwurf der DFL, die entsprechenden Verträge hätten ihr nicht vorgelegen, ist laut Boghossian unzutreffend.
Die DFL hat sich zu den Vorwürfen des Insolvenzanwalts bislang nicht geäußert und auch zu einer Anfrage des Trierischen Volksfreund keine Stellung bezogen.
Quelle: Rhein-Zeitung, Dienstag, 6. Juni 2006, Ausgabe Betzdorf
KAISERSLAUTERN. Ist der Bundesliga Absteiger 1. FC Kaiserslautern vor drei Jahren zu Unrecht vom Fußballligaverband DFL mit dem Abzug von drei Punkten und 125000 € Geldstrafe bestraft worden? Wie der Trierische Volksfreund (TV) heute berichtet, vertritt diese Ansicht der saarländische Insolvenzanwalt Jean-Olivier Boghossian, der den ehemaligen FCK-Chef Jürgen Friedrich gegen Schadensersatzansprüche des Klubs verteidigt.
Nach der Selbstanzeige der damals neu instalierten FCK-Führung unter René C. Jäggi war dem alten Vorstand vorgeworfen, er habe über den Ankauf von Persönlichkeitsrechten diverser Spieler verdeckte Lohnzahlungen geleistet und so Steuern hinterzogen.
Später stellte sich heraus, dass es sich beispielsweise im Fall des französischen Nationalspielers Youri Djorkaeff, den die DFL als "besonders schwerwiegend" einstufte, um ordnungsgemäß versteuerte Rentenzahlungen gehandelt hatte.
Als die DFL den FCK im März 2003 bestrafte, lagen nach dem Zeitungsbericht keine Beweise für schuldhaftes Verhalten des Vereins vor, sondern nur ein vorläufiger Bericht einer Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft, der lediglich Vermutungen und Verdächtigungen enthilet. Auch der Vorwurf der DFL, die entsprechenden Verträge hätten ihr nicht vorgelegen, ist laut Boghossian unzutreffend.
Die DFL hat sich zu den Vorwürfen des Insolvenzanwalts bislang nicht geäußert und auch zu einer Anfrage des Trierischen Volksfreund keine Stellung bezogen.
Quelle: Rhein-Zeitung, Dienstag, 6. Juni 2006, Ausgabe Betzdorf