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Was hat sich verändert?

Jonny

Well-Known Member
Hallo Freunde des guten Geschmacks,



ich würde gerne mal eure Einschätzung darüber lesen, was sich bei den Fans, bei deren Einstellung verändert hat? Warum wird so heftig reagiert, wenn wir mal eine Durststrecke durchmachen müssen?



Ich meine auch, was hat sich gegenüber 1995/1996/1997 und zu den 80er Jahren verändert, da standen wir auch lange Zeit unten, bzw sind abgestiegen?



Können da vielleicht auch ältere Fans von berichten?



Oder kommt es mir nur so vor, als ob wir Fans wehleidiger geworden sind?



Und bitte denkt zuerst nach, bevor ihr antwortet! Antworten wie "Ja das liegt an den ganzen Jahren, die wir nun schon unten stehen" gelten meiner Meinung nach nicht, da wir auch in den 80ern oft unten standen.
 
Noch nie zuvor machte die Mannschaft einen so toten Eindruck,

das Gefühl das man unten rauskommt, was all die Jahre zuvor vorhanden war, ist weg!!!!

IM GANZEN VEREIN SPÜRT MAN RESIGNATION!!!!
 
da muss ich dir recht geben, man spürt keinen widerstand....

aber ich glaube/hoffe, dass das nur eine momentaufnahme ist, denn wir haben bewiesen dass wir auch guten fussball spielen können, wir müssen halt ´"nur" die defensive in den griff bekommen, dann sieht es besser aus, den unser tor machen wir (fast) immer....

wir(fans+verien) müssen einfahc wieder eine einheit werden...

ich weiß das ist lecihter gesagt als getan aber gg nürnberg aufm betze wered ich wie immer alles geben und ich werde erst recht lauter brüllen und die mannschaft anpeitschen wenn ein "fan" neben mir steht und sagt:"ach hör auf , das nützt nix"...
 
Die Mannschaft spielt ohne Herz und Leidenschaft. Die geben sich doch nach 5 Minuten schon wieder auf oder haben die Hosen voll. Ich weiß nicht, wie da die Fans noch alles geben sollen. Für wen? Für die paar Hosenscheißer dort auf dem Platz, die nach einer Niederlage mit einem grinsen im Gesicht in ihren dicken Schlitten vom Betze runterfahren?



Wenn man den Spielern wenigstens anmerken würde, dass sie mitleiden, dann würden viele Fans auch anders reagieren. Doch bis auf 2-3 Spieler ist in der Mannschaft nichts mehr los, sie ist einfach nur tot. Ich glaube nicht, dass es nur der gestiegene Anspruch ist. Wir könnten auch um die Plätze 10-15 stehen und trotzdem würden wir anfeuern, wenn man wenigstens erkennen könnte, dass den Spielern nicht alles scheißegal ist. Wenn der Verein absteigt, wechseln sie eben woanders hin. Das sie damit einen kompletten Traditionsverein zerstören, geht denen beim Blick in den Geldbeutel doch am Arsch vorbei!
 
tja leute, ich bin raus! mit meinen 16 jahrn
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Ist doch wie überall in Deutschland, die Leut können sich nur noch beschweren und meckern. Wird doch echt überall nur noch rum geheult!

Die Gesellschaft geht bergab, und das überträgt sich eben auch auf die Fanszene zumindest in Lautern, bei anderen Vereinen ja auch teilweise, aber bei uns ust besonders schlimm. Warum das grad in Lautern so krass ist weiß ich ned.

Momentan haben wir zwar eine der schlechtesten Serien der Geschichte, aber vor 2-3 Jahren wars ja schon genauso schlimm am Betze, außer das da noch 35000 Leut kamen, Stimmungsmäßig aber genauso so grottig wie heute. Bloß nix schön reden!

Ich passe mich zumindest nicht diesem Niveau an, hab ich kein Bock drauf!
 
Geb euch recht, früher hatten wir wenigstens noch Kampf bis zum Schluss! Aber wenn ich heute sehe, wie alle 2m weg vom Mann stehen und abwarten, wird mir schlecht!
 
Da kommen sicher eine ganze Menge unterschiedlicher Faktoren zusammen:



Einen großen Teil des Problems seh ich in der wachsenden Kommerzialisierung. V.a. seit dem Auftauchen von premiere ist ne Menge Geld im Spiel. Da dieses Geld nach "Erfolg" verteilt wird, geht die Schere zwischen reichen und armen Vereinen zwangsläufig immer weiter auseinander mit der Folge, dass der Erfolgsdruck stärker wird. Wir Fans stellen ja immer wieder fest, dass wir unsere besten Spieler nicht halten können, weil andere bessere Angebote machen können. Also können wir unserer Mannschaft keine dauerhaft schlechte Leistung mehr zugestehen, weil das direkte Auswirkungen auf unsere künftige Leistungsfähigkeit haben wird.



Ein weiteres Problem dieser Kommerzialisierung besteht darin, dass die Spieler oft geradezu als "Popstars" dargestellt und wahrgenommen werden, was durch die ständige Medienpräsenz begünstigt wird. Wir sehen nicht mehr normale Sportler auf dem Platz, sondern junge Großverdiener mit oft unverhältnismässig großen Privilegien. Da gleichzeitig ein großer Teil der Fans mit den Folgen des wirtschaftlichen Niedergangs zu kämpfen hat, einen immer größeren Anteil seines Einkommens für Eintrittskarten, Fahrten etc. aufwenden muss, wächst die Unzufriedenheit, wenn die Mannschaft nicht die erwartete Leistung bringt. Auch der fanatischste Anhänger will ja nicht nur seinen Verein irgendwie spielen sehen - er möchte guten Fußball und wenn irgend möglich Siege sehen.



Früher konnte man noch von einer weitgehenden Chancengleichheit zwischen den Vereinen ausgehen. Damals waren noch andere Faktoren als nur Geld für den Erfolg ausschlaggebend, nämlich z. B. solche Dinge wie Identifikation der Spieler mit dem Verein. Da konnte man dann noch von einem gemeinsamen Interesse von Spielern und Fans ausgehen, was dann zu einem heute nicht mehr vorhandenen "Wir-Gefühl" beitrug.



Wir zehren heute von vergangenem Ruhm, der nicht wieder erreichbar ist. Wir sehen uns immer noch z.B. als den Bayern-Jäger Nr. 1 - das waren wir tatsächlich mal. Selbst wenn wir damals auch oft genug schlechte Spiele zu sehen bekamen - damals waren wir noch "wer", da änderte auch eine schlechte Vorstellung nichts.



Heute sind wir bestenfalls einer von vielen mittelmässigen Vereinen. Ich denke, dass die Fans ihren Anspruch herunterschrauben und einsehen müssen, dass die höheren Ziele nicht mehr realistisch sind. Erst wenn wieder eine realistische Einschätzung des tatsächlich Möglichen stattfindet, wird es auch wieder eine unbedingte Unterstützung für die Mannschaft geben können.
 
hat wohl auch viel mit unserer schnellebigen gessellschaft zu tun.

vergleicht mal die kriegsjahre mit den heutigen.

damals hielten alle zusammen, weil se nix hatten.

durch den wohlstand ist dieses zusammenhalten immermehr verschwunden.



heute stehn doch viele nur dumm rum, wenn vor ihnen einer verreckt, gaffen statt zu helfen.

das könnte man auch aufs stadion übertragen, viele gaffen nur, als dass sie das maul aufmachen und mithelfen den BETZE zum sieg zu schreien.
 
@ Teufelsanbeterin:



Guter Beitrag! Die weitgehende Kommerzialisierung und damit verbundene Chancenungleichheit kann sicher ein Faktor sein.





Jedoch finde ich Docs Ansatz auch interessant. Vielleicht ist die junge Generation (bis 30 Jahre? kann man vielleicht nicht so genau abgrenzen) auch einfach verwöhnt. Ich will mich da jetzt gar nicht rausnehmen und mit dem Finger zeigen, aber ich denke mal dadurch, dass man alles kaufen kann und eigentlich in relativem Wohlstand lebt (ohne Not, wie Doc auch sagte), ist man es nichtmehr gewöhnt mit dem Verein zu leiden.



Hinzu kommt sicher auch das Kriterium Neid/Eifersucht. Man muss sich ja immer wieder Sachen anhören wie: "Über den FCK kann man ja nur noch lachen", ich denke mal viele junge Menschen können damit nicht umgehen und lassen ihren Frust dann am Trainer oder den Spielern aus. Geäußert eben durch Pfiffe oder "XY raus"-Gebrüll im Stadion.
 
Also - auf die Gefahr hin, dass sich das jetzt ein bisschen seltsam anhört: Beim FCK ging es kontinuierlich den Bach runter, seit die Deutsche Vermögensberatung Trikot-Sponsor ist. Nicht dass ich einen direkten Zusammenhang vermute (obwohl es ja auch immer wieder Scientology-Gerüchte um die DVB gibt) - aber irgendwie gab's da nach der Meisterschaft einen Bruch und seitdem ist das, was den FCK in guten wie in schlechten Zeiten einmal ausgemacht macht, Stück für Stück verloren gegangen.

Ich will die Crunchips-Girls zurück!!!
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klar ist, die zeiten ändern sich....und die zeit in der FCK-Vereinsgeschichte hat sich geändert...guckt euch doch mal die mannschaft an...wer dieser mannschaft die deutsche meisterschaft zu getraut hat, der ist/war ein träumer...wir haben nicht einen einzigen meisterlichen Spieler in unserer Mannschaft, denn solche Spieler wandern in der heutigen zeit lieber dem geld hinterher...klar würde doch jeder von uns machen. Ich gehe doch auch hin, wo ich mich weiterentwickeln kann und sind wir doch alle ehrlich, wenn es ein wenig mehr geld dafürgibt, dann sagen wir doch nicht nein. Aber daran denkt man nicht, wenn wir hören, dass de Altintop wechselt... Es ist doch erstmal einfacher zu kritisieren und zu mosern, aber wir würden es genau so machen.



Desweitern...schaut euch doch mal die Fans an, die in der West stehen...da hat de Jäggi seinen Kindergarten...und in was für einer Zeit wachsen die Kiddies auf...einige familien sind vielleicht sozialhile empfänger und sind von daher mit ihrem leben unzufrieden und so etwas spiegelt sich auch in den kiddies wider...und in deren Lebenseinstellung...



Klar hat der FCK wenig Geld zur Verfügung und wir gehören zu den ganz kleinen Lichtern der 1. Liga...klar macht das unzufrieden, wenn man sich nur mittelmässige Spieler leisten kann oder die, die gut sind, kann man nicht halten, weil die einfach mehr Gehalt haben wollen...nur wir müssen mit dem zufrieden sein, was wir haben...das gemotze bringt uns nicht weiter...



Ich kann leider nicht sagen, wie es früher beim FCK war...nur ich denke mal, es gab zeiten, die waren besser als die jetzigen...und es wird auch genug alte Fans geben, die sich gern an diese Zeiten erinnern und festhalten und die heutige Zeit mit der damahligen vergleichen...aber was bringt uns das? Wir machen uns doch nur das Leben sleber schwer...klar...war es schön deutscher meister zu sein.Nur leider sind wir heute meilen weit davon entfernt.



Wird viel von Vereinsseite für das verhältnis Fans--->Mannschaft getan? nein...was spricht dagegen, wenn sich die Fans der Mannschaft mal annähern? Kein Wunder, dass das verhältnis gespannt ist...Mich nervt es, wenn ich nachm spiel beim Auslaufen zuschauen möchte und von den Ordnern ausm Stadion geworfen werde und dann muss man sich noch anhören, wenn man nicht freiwillig geht, dass man auch mit Handschellen rausgeführt werden kann...was soll das? Bin ich ein Verbrecher? Ich will die Jungs doch nicht wie ein reutiges Tier anspringen...Der Verein tut einfach zu wenig für das Verhältni s Fans---> Mannschaft!!! Und dann wird sich gewundert, warum die Fans

so eine schlechte Meinugn von den nicht FCK-eigengewächse haben. Ist doch kein Wunder...Die Fans können doch gar nicht die Mannschaft richtig kennenlernen...Ich habe mir sgaen lassen, dass das früher nicht so war...vielleicht sollte man so etwas ändern...
 
also, ich glaube, ich kann von mir sagen, dass ich nicht besonders hohe Ansprüche habe! Mein Ziel ist am Ende ein Nichtabstiegsplatz unseres FCK, am liebsten im gesicherten Mittelfeld.

Ich will eine Mannschaft sehen, die alles dafür gibt, alles investiert, um zu gewinnen und am Ende als Sieger vom Platz zu gehen, die kämpft, beisst und läuft! Daran hatte und habe ich immer noch bei einigen grosse Zweifel! Fakt ist, es kommt einiges zusammen in unsrer momentanen Lage.



Die Spieler machen einen Last-Minute-Erfolg mit solchen Leistungen wie gegen Berlin - völlig wehrlos, kämp- und leblos - doch selbst kaputt! Wenn ich sehe, wie Mainz in Berlin gespielt hat, letztendlich 3:1 verloren hat, aber Kampf, Einsatz, Laufbereitschaft und Elan zeigte, 31 Torschüsse abgab und dann unser Spiel ansehe, wird mir schlecht.

Über die Grunddinge wie Kampf, Zweikampfverhalten, Laufbereitschaft etc., wie Ernst sagte, muss es anfangen - aber das scheint für einige im Team schon zu viel.



Wenn Du in so einer Lage bist wie wir jetzt, hilft nur eines - ZUSAMMENHALT und Auftritt als MANNSCHAFT! Das vermisse ich derzeit am meisten und kann man sich am besten mal am Bruchweg anschauen - so bitter das ist! Man braucht keine grossen Stars, wenn man als KOLLEKTIV auftritt, sind Erfolge genauso möglich!



Das ist auch das, was Hannes Riedl zuletzt in TB sagte und in scharfe Worte packte. Auf dem Platz ist kein Leben, keiner spricht mit dem anderen, keiner hilft dem anderen, das ist keine Mannschaft! - das gab´s früher eigenlich nie, soweit ich das sagen kann.



Selbst miterlebt habe ich es nicht, aber man weiss es vom Hörensagen - Früher war die Einstellung vieler anders, viele identifizierten sich eben mit dem Verein und der Umgebung, den Fans - diese standen eben bedingungslos hinter ihren Jungs, weil diese alles für sie gegeben hatten! Wenn´s mal schlecht lief, wurde drüber gesprochen und beim nächsten Mal versuchte man alles, dass es wieder besser klappte. Klar gab es ähnliche Krisen, an der Einstellung der Spieler, an dem Willen der Leute auf dem Platz gab es aber NICHTS zu deuteln!



Das ist doch genau das, was heute sooo viele vermissen - eine Mannschaft mit Herz, keine wie die in Berlin...
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Tja, Jonny, gute Frage. Was hat sich verändert?



Ich glaube zu erst hat sich die Erwartungshaltung der Fans im allgemeinen verändert. In den neunzigern sind wir alle doch sehr verwöhnt worden, trotz des Abstiegs. Da waren wir einer der erfolgreichsten Vereine in Deutschland. Damals haben alle Fans geglaubt es geht so weiter. Wenn man sich die achtziger anschaut, dann sind wir heute auch nicht weiter als damals. Allerdings haben die Fans von damals mittlerweile auch andere Ansprüche. Der FCK hat in seiner langen Bundesliga-Karriere öfter gegen den Abstieg gespielt als einen Platz im oberen Mittelfeld erreicht. Daran erinnert sich aber keiner mehr (oder will sich daran erinnern).

Die größte Veränderung hat sich meiner Meinung aber im Bereich der Medien ereignet. Früher gabe es kein Premiere, kein RAN, kein Internet und auch keine Sport-Bild oder ähnliches. Wenn man etwas vom FCK erfahren wollte, dann musste man seinen Arsch auf den Betze bewegen. Sei es zum Training oder zum Spiel. Damals waren auch noch die klassischen Fan-Clubs viel wichtiger. Da musste man sich noch in der Kneipe nebenan treffen, statt mal eine SMS oder ne e-mail zu schreiben. Man hatte nicht die Möglichkeiten in Internet-Foren sich auszutauschen und über das Zwicken im kleinen Zeh des Zeugwarts irgendwelche Abstimmungen vorzunehmen. Ich will das keinesfalls schlecht machen, aber in den achtzigern war das unmöglich, in den neunzigern zum großen Teil.

Was heißt das ganze jetzt für den FCK? Müssen die Fans ihren Anspruch zurückschrauben? Sollte man zu den Ursprüngen zurückkehren? Oder ist es einfach so, wie es jetzt ist?



Es wurde hier nach den Veränderungen gefragt. Hier ein paar Beobachtungen von mir:



- Die Fans sind in viele kleine Lager gespalten (Ultras, Kutten, "normale" Fans, in Clubs organisiert, allesfahrer etc. pp.)

- ALLE Fanlager haben die Weisheit mit Löffeln gefressen, will heißen die "anderen" haben doch keine Ahnung

- Die Kluft zwischen Mannschaft/Verein und Fans ist gewachsen

- Die Medien stürzen sich auf alles was in und um den Verein passiert

- ALLE Beteiligten sind extrem dünnhäutig geworden

- Keiner ist an gemeinsamen Lösung interessiert, weil derjenige dann vielleicht als Verlierer dasteht



Soweit meine Eindrücke, vielleicht erkennt sich der ein oder andere wieder...
 
Ich denke, das Problem ist einfach, das der Fisch von Innen stinkt! Klar, vor 8 Jahren war es ein ganz andere Fussball, da wurde gekämpft, gerackert, Bällen hintergegangen, alles das, was nu fehlt. Natürlich, früher wurde ein anderes system gespielt, mehr auf Offensive, was dazu auch begetragen hat, aber daran muss es ja nicht liegen!



Beispiel? Heute ManU ggn London ... was die Jungs von Manu gerackert und gekämpft habe, ich sage ich, würde unsere Jungs so spielen, auch wie sie nicht techisch so gut wären, wir hätte nichts mit dem Absteig zu tun! War das mal klasse ... auf lautern, abschauen, nachmachen!
 
Tja, Jonny, gute Frage. Was hat sich verändert?


Ich glaube zu erst hat sich die Erwartungshaltung der Fans im allgemeinen verändert. In den neunzigern sind wir alle doch sehr verwöhnt worden, trotz des Abstiegs. Da waren wir einer der erfolgreichsten Vereine in Deutschland. Damals haben alle Fans geglaubt es geht so weiter. Wenn man sich die achtziger anschaut, dann sind wir heute auch nicht weiter als damals. Allerdings haben die Fans von damals mittlerweile auch andere Ansprüche. Der FCK hat in seiner langen Bundesliga-Karriere öfter gegen den Abstieg gespielt als einen Platz im oberen Mittelfeld erreicht. Daran erinnert sich aber keiner mehr (oder will sich daran erinnern).

Die größte Veränderung hat sich meiner Meinung aber im Bereich der Medien ereignet. Früher gabe es kein Premiere, kein RAN, kein Internet und auch keine Sport-Bild oder ähnliches. Wenn man etwas vom FCK erfahren wollte, dann musste man seinen Arsch auf den Betze bewegen. Sei es zum Training oder zum Spiel. Damals waren auch noch die klassischen Fan-Clubs viel wichtiger. Da musste man sich noch in der Kneipe nebenan treffen, statt mal eine SMS oder ne e-mail zu schreiben. Man hatte nicht die Möglichkeiten in Internet-Foren sich auszutauschen und über das Zwicken im kleinen Zeh des Zeugwarts irgendwelche Abstimmungen vorzunehmen. Ich will das keinesfalls schlecht machen, aber in den achtzigern war das unmöglich, in den neunzigern zum großen Teil.

Was heißt das ganze jetzt für den FCK? Müssen die Fans ihren Anspruch zurückschrauben? Sollte man zu den Ursprüngen zurückkehren? Oder ist es einfach so, wie es jetzt ist?



Es wurde hier nach den Veränderungen gefragt. Hier ein paar Beobachtungen von mir:



- Die Fans sind in viele kleine Lager gespalten (Ultras, Kutten, "normale" Fans, in Clubs organisiert, allesfahrer etc. pp.)

- ALLE Fanlager haben die Weisheit mit Löffeln gefressen, will heißen die "anderen" haben doch keine Ahnung

- Die Kluft zwischen Mannschaft/Verein und Fans ist gewachsen

- Die Medien stürzen sich auf alles was in und um den Verein passiert

- ALLE Beteiligten sind extrem dünnhäutig geworden

- Keiner ist an gemeinsamen Lösung interessiert, weil derjenige dann vielleicht als Verlierer dasteht



Soweit meine Eindrücke, vielleicht erkennt sich der ein oder andere wieder...




Kann ich nur zustimmen, vor allem was die Spaltung der Fanlager angeht! Gibt doch nur noch Sitzplatzschweine oder Nordtribünenfan oder was weiß ich!

Die Frage ist, wie kann der Zustand wieder besser werden. Ich will wieder die Zeiten haben, wo am Betze selbst bei Gegnern wie Duisburg oder Rostock 35.000 Leute oben waren und wo wir von 17 Heimspielen 10-12 gewonnen haben!

Ich will wieder Kampfspiele, wo in der zweiten Halbzeit auf die Westkurve gespielt wird mit der Brechstange bis der Ball endlich im Tor ist.

Ich will wieder, dass die Westkurve oder das ganze Stadion die Mannschaft zum Sieg zwingt durch die Schlachtrufe!
 
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