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Warum Wasserflaschen?

Jonny

Well-Known Member
Kapitalismus-Kritik

Lauter unsinnige Produkte

10 Fragen an Benjamin Barber: Warum der Kapitalismus die Weltprobleme nicht lösen kann.



...



Frage: Wasserflaschen?



Ja, in der ersten Welt wird Trinkwasser in Flaschen verkauft - und das, obwohl genügend gutes Wasser aus der Leitung kommt. Und zur gleichen Zeit haben in der dritten Welt gut drei Milliarden Menschen kein sauberes Trinkwasser. Der Kapitalismus hätte die Aufgabe, dieses Problem zu lösen. Das passiert aber nicht - er bleibt dort, wo das Geld ist. Er berücksichtigt zur Zeit nicht die tatsächlichen Bedürfnisse vieler Menschen. Stattdessen passiert genau das Gegenteil: Es werden überflüssige Güter für eigentlich nicht vorhandene Bedürfnisse produziert.



...





Zur Person

Benjamin R. Barber, 68, war Präsidentenberater während der Amtszeit von Bill Clinton. Der Politikwissenschaftler und Professor der Universität Maryland wurde weltweit vor allem durch sein Buch "Coca-Cola und Heiliger Krieg" (1996) bekannt, in dem er die Bedrohung der Zivilisation durch Fundamentalismus und Kapitalismus darstellt.



http://fr-online.de/in_und_ausland/magazin/?em_cnt=1341513&sid=8c0aa4829d51249167ac4ce31806d029http://fr-online.de/in_und_ausland/magazin/?em_cnt=1341513&sid=8c0aa4829d51249167ac4ce31806d029



Ich hab mich den ganzen Weg nach Hause gefragt...warum Wasserflaschen. Okay, bei Mineralwasser...aber bei Volvic (8mg magnesium auf 1 Liter...da hat Leitungswasser wohl mehr)?
 
Wenn mir jmd. nen portablen Wasserhahn entwickelt, dann verzichte ich zukünftig auf Wasserflaschen für unterwegs.
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Auch hier im Büro würde ich nicht wirklich gern Wasser aus dem Hahn trinken... so wie der aussieht und mit welcher Temperatur das Wasser aus dem Hahn läuft. Dann doch lieber ne schöne Flasche Wasser aus dem Kühlschrank.
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ich kann es mir im moment auch nicht vorstellen ... andererseits hatte ich "frueher" fuer den kindergarten, eine trinkflasche, die taeglich gefuellt wurde ... ueberspitzt ausgedrueckt ist das theam einweg vlt. das problem ... wir fuellen wasser in einwegflaschen, die anschliessend geschreddert werden ... der muell geht in die entwicklungslaender und das wasser in unsere baeuche ...
 
ich kann es mir im moment auch nicht vorstellen ... andererseits hatte ich "frueher" fuer den kindergarten, eine trinkflasche, die taeglich gefuellt wurde ... ueberspitzt ausgedrueckt ist das theam einweg vlt. das problem ... wir fuellen wasser in einwegflaschen, die anschliessend geschreddert werden ... der muell geht in die entwicklungslaender und das wasser in unsere baeuche ...


Und es werden Ressourcen verbraucht:

-zur Herstellung (Etiketten)

-zur Reinigung der Flaschen

-zum Transport der Flaschen

-für das Marketing der Flaschen (Fernsehen, Werbung in Zeitungen etc.)

-usw. usf.



Und Flaschen sind wohl nur das trivialste Beispiel.



Ich bin sehr gespannt, wie sich der Thread entwickelt.
 
In der amerikanischen Sendung "Penn and Teller - Bullshit" gabs mal eine Sendung dazu, u.a. wurden Leuten im Restaurant Wasser vom "Fuji" und "Iceland Glacier" etc. angeboten über das sie nachdem Trinken wie Weinkenner gefachsimpelt haben... Ja, es war Kranewasser, und das New Yorker Kranewasser schmeckte besser als das aus der Flasch... Hier in München schmeckt das Kranewasser auch ganz gut, so dass ich nie auf die Idee käm mir für 1,50 € 0,2 Liter in der Bäckerei zu kaufen. Allerdings, Stars und Sternchen sieht man auf Fotos nie ohne die Dinger. Mir is ja selbst ein 0.3er Bier zu weibisch, aber wer hip is trinkt hält ein Wasser zwischen Mittel- und Ringfinger...
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Hier noch eines der krassesten Beispiele einer Wassersauerei. Ich glaub dieses Szenario hatte sich in Florida abgespielt. Eine Quelle gilt auf Land des Staates als Allgemeinbesitz. Eine Firma die das kostenlose Wasser in Flaschen packt erhält Subventionen. Danach verkauft sie das eigentlich schon dem Bürger gehörende Wasser diesem für teures Geld mit dem Aufdruck Alaska Glacier Water zurück...
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Das Beste ist ja, dass Kranewasser tatsächlich gesünder ist als Mineralwasser aus der Flasche (hab da mal vor einigen Jahren was drüber gelesen und das so in der Schule berichtet - wollte mir natürlich kein Schwein glauben, bis mir der Lehrer zugestimmt hat..).



Tja, nun, warum Wasser aus Flaschen...

Ist schon eine gute Frage, aber wir sind damit doch "groß geworden" (abgesehen von irgendwelchen Trinkflaschen, die täglich für den Kindergarten/die Schule gefüllt wurden - dann aber wohl des öfteren auch mit Saft etc.), haben uns daran gewöhnt und können uns ein Leben ohne Flaschen wahrscheinlich gar nicht mal mehr richtig vorstellen.



Damit behaupte ich nicht, dass es ein wirklich ernsthaftes Problem wäre (zumindest nicht für alle
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), ohne Wasserflaschen zu leben.

Ich gehe aber hin und behaupte einfach mal, dass es sicher auch heute noch einige gibt, die lieber aus dem Kran trinken, als aus einer Wasserflasche (weils zum Teil wohl auch einfach besser schmeckt!).



Ich persönlich trinke zwar nicht unbedingt lieber aus dem Kran, gebe hiermit aber zu, dass es wirklich köstlich ist/sein kann.
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Hm... Und sonst würde ich zum "Warum?" sagen: Weil wir eben die Möglichkeit dazu haben, wieso sollte man sie dann nicht nutzen...





Na ja, kann auch vollkommener Schmarrn sein, den ich hier laber.
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.... die lieber aus dem Kran trinken, als aus einer Wasserflasche (weils zum Teil wohl auch einfach besser schmeckt!).



Ich persönlich trinke zwar nicht unbedingt lieber aus dem Kran,

Na ja, kann auch vollkommener Schmarrn sein, den ich hier laber.
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Versuche mir gerade vorzustellen, wie man wohl daraus trinkt?
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Hm... Und sonst würde ich zum "Warum?" sagen: Weil wir eben die Möglichkeit dazu haben, wieso sollte man sie dann nicht nutzen...


Besser könnte man es nicht ausdrücken. Und Wasserflaschen sind ja nur ein kleines Beispiel. Wenn jeder Autofahrer wüßte, was für seinen Liter Benzin alles sterben musste (Menschen in Kriegen, durch Umweltverschmutzungen bei der Förderung etc.; Natur...), dann würde er aber auch nur einmal überlegen, ob er mit dem Auto zum Bäcker fährt...weil ers eben kann.



Und ich will mich da gar nicht ausnehmen und hier den Dicken markieren. Aber das Beispiel mit den Wasserflaschen hat mich echt schon wach gerüttelt. An so triviale Sachen denkt man gar nicht mehr, da Wasserflaschen immer da waren.
 
Besser könnte man es nicht ausdrücken. Und Wasserflaschen sind ja nur ein kleines Beispiel. Wenn jeder Autofahrer wüßte, was für seinen Liter Benzin alles sterben musste (Menschen in Kriegen, durch Umweltverschmutzungen bei der Förderung etc.; Natur...), dann würde er aber auch nur einmal überlegen, ob er mit dem Auto zum Bäcker fährt...weil ers eben kann.


Und ich will mich da gar nicht ausnehmen und hier den Dicken markieren. Aber das Beispiel mit den Wasserflaschen hat mich echt schon wach gerüttelt. An so triviale Sachen denkt man gar nicht mehr, da Wasserflaschen immer da waren.


Jo, mit dem Auto zum Bäcker fahren, der ja eigentlich nur um die Ecke ist - find ich absolut daneben, da bin ich ganz ehrlich!



Hab ja noch keinen Führerschein (bin aber dran) - aber DAS werde ich unterlassen. Punkt.
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Ist vor allem auch zu teuer.
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Ne, Quatsch, würds auch sonst nicht tun.

Ich hab Beine bzw. Füße bis auf den Boden, also bitte...
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Aber ich mag mich trotzdem nicht davon ausnehmen, dass ich bei manchen Sachen zu faul zum Laufen bin (bevor hier Klinge reinplatzt und rumschreit: "ABER NACH MAINZ FAHREN WOLLEN, ANSTATT ZU LAUFEN!"
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).
 
Nimm doch mal das Thema Fleisch essen. Ist auch so etwas Triviales. Damit unser Fleisch billig bleibt und viele es sich leisten können, werden in Südamerika Regenwälder geroded und Rinderherden darauf grasen lassen. Mc Donalds lässt grüßen.
 
Nimm doch mal das Thema Fleisch essen. Ist auch so etwas Triviales. Damit unser Fleisch billig bleibt und viele es sich leisten können, werden in Südamerika Regenwälder geroded und Rinderherden darauf grasen lassen. Mc Donalds lässt grüßen.


Stimmt. Der Mensch hat eben scheinbar immer das Bedürfnis, über allem Anderen zu stehen - koste es was es wolle. Weil er es ja kann...
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Wenn jeder Autofahrer wüßte, was für seinen Liter Benzin alles sterben musste (Menschen in Kriegen, durch Umweltverschmutzungen bei der Förderung etc.; Natur...), dann würde er aber auch nur einmal überlegen, ob er mit dem Auto zum Bäcker fährt...weil ers eben kann.
Deine jugendliche Naivität ist echt erfrischend. Das is doch 99% der Bevölkerung total wurscht, die regen sich mehr darüber auf, auf sowas hingewiesen zu werden als über die Missstände selbst. Wenn du dir da jetzt nichts drunter vorstellen kannst, sprich doch mal mit einem Fahrer von nem getunten Golf mit breede Schlabbe oder einem Formel 1 Fan darüber...
 
Deine jugendliche Naivität ist echt erfrischend. Das is doch 99% der Bevölkerung total wurscht, die regen sich mehr darüber auf, auf sowas hingewiesen zu werden als über die Missstände selbst. Wenn du dir da jetzt nichts drunter vorstellen kannst, sprich doch mal mit einem Fahrer von nem getunten Golf mit breede Schlabbe oder einem Formel 1 Fan darüber...


erfrischend finde ich, dass "seinerzeit" sich jeder ueber die gruenen aufregte, als es hiess: der sprit wird mal 5 mark kosten .... und heute ist es nur noch eine frage der zeit, wann die 2 euro marke faellt ... ganz ohne beteiligung der gruenen ... oder wie sich vor nicht mal dreissig jahren die leute ueber sicherheitsgurte im auto aufgeregt haben ... und es heute als selbstverstaendlich betrachten .... was einmal war, muss nicht immer so bleiben ... und was heute nervt, kann morgen durchaus zur selbstverstaendlichkeit werden ... manchmal auch, weil es keine andere loeseung gibt ...
 
Deine jugendliche Naivität ist echt erfrischend. Das is doch 99% der Bevölkerung total wurscht, die regen sich mehr darüber auf, auf sowas hingewiesen zu werden als über die Missstände selbst. Wenn du dir da jetzt nichts drunter vorstellen kannst, sprich doch mal mit einem Fahrer von nem getunten Golf mit breede Schlabbe oder einem Formel 1 Fan darüber...


Warum Naivität? Hab doch geschrieben, dass sie nur einmal drüber nachdenken würden...damit meine ich, dass es nur ein "Ja, ich nehm die Karre, um zum Bäcker zu fahren" für sie gibt.



Ich habe meinem Dad dieses Buch gegeben (http://www.amazon.de/Schwarzbuch-Öl...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1212060097&sr=8-1http://www.amazon.de/Schwarzbuch-Öl-Geschichte-Krieg-Macht/dp/3552060235/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1212060097&sr=8-1), da ich ihn für einen politisch Interessierten halte...aber er hats bisher noch nicht gelesen.

Oder bei Familienfeiern: Alle können mitreden, dass ja alles teurer wird und die Politik total schlecht sei, aber wenn du sie mal drauf hinweist, dass sie an vielem selber schuld sind, dann ist plötzlich betretenes Schweigen.



Ich glaube hier schätz du mich falsch ein, wenn du mir Naivität vorwirfst.
 
ich kann es mir im moment auch nicht vorstellen ... andererseits hatte ich "frueher" fuer den kindergarten, eine trinkflasche, die taeglich gefuellt wurde ... ueberspitzt ausgedrueckt ist das theam einweg vlt. das problem ... wir fuellen wasser in einwegflaschen, die anschliessend geschreddert werden ... der muell geht in die entwicklungslaender und das wasser in unsere baeuche ...


aus dem "Muell" unserer "Pet-Flaschen" werden in Asien Pullover hergestellt!
 
Und benutzte Kondome die im Müll landen werden zu Wasserflaschen gemacht?
 
Und benutzte Kondome die im Müll landen werden zu Wasserflaschen gemacht?


Ne, daraus machen die Chinesen doch Haargummis
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Zu den Wasserflaschen: Ich trink oft und gern Hahnewasser, aber ab und zu will ich doch mal ne Flasche mit Kohlensäure.



Ansonsten ist den meisten Menschen nicht klar, wie glücklich man sich schätzen müsste, dass man Wasser, Essen, Strom etc. immer zur Verfügung hat. Aber verübeln kann mans uns doch auch net, wir kennen es doch nicht anders. Glücklicher sind wir aber deswegen nicht!
 
Ne, daraus machen die Chinesen doch Haargummis
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Zu den Wasserflaschen: Ich trink oft und gern Hahnewasser, aber ab und zu will ich doch mal ne Flasche mit Kohlensäure.



Ansonsten ist den meisten Menschen nicht klar, wie glücklich man sich schätzen müsste, dass man Wasser, Essen, Strom etc. immer zur Verfügung hat. Aber verübeln kann mans uns doch auch net, wir kennen es doch nicht anders. Glücklicher sind wir aber deswegen nicht!


Absolut nicht!

Weil die meisten eben nicht wissen, dass sie glücklich sein können, es zu haben.

Ich bin der Meinung, viele wissen gar nicht, was Glück ist.

Glück über so Sachen kann man nur empfinden, wenn man es vorher nicht bzw. nur in sehr geringen Massen hatte...
 
über den netten herrn barber da oben hab ich mal ne hausarbeit geschrieben
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es ist zu einfach zu sagen: wir lassen jetzt mal allen überflüssigen schnickschnack weg, trinken nur noch ausm kran, drucken keine aufkleber für die flaschen und machen auch keine dämlichen gewinncodes in die deckel.

an all diesen sachen hängt ja nicht nur der spaß, dass mans machen kann. daran hängt ja ein arbeitssystem, ein lebenssystem, ein luxussystem - es geht nicht nur darum, dass menschen anderen menschen dinge verkaufen, die sie nicht benötigen - man braucht vieles nicht und es macht trotzdem spaß, es macht das leben anders, schöner, blöder - egal.



es würde dadurch, dass man dieses umkrempelt woanders nicht unbedingt besser werden.
 
über den netten herrn barber da oben hab ich mal ne hausarbeit geschrieben
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es ist zu einfach zu sagen: wir lassen jetzt mal allen überflüssigen schnickschnack weg, trinken nur noch ausm kran, drucken keine aufkleber für die flaschen und machen auch keine dämlichen gewinncodes in die deckel.

an all diesen sachen hängt ja nicht nur der spaß, dass mans machen kann. daran hängt ja ein arbeitssystem, ein lebenssystem, ein luxussystem.



es würde dadurch, dass man dieses umkrempelt woanders nicht unbedingt besser werden.


Jo und nicht nur das, denn wie du ja selbst sagst, hängt ein Arbeitssystem dran - und somit eben auch Arbeiter (auch wenn den Großteil natürlich Maschinen erledigen). Heißt, hier würds wieder schlechter werden.
 
über den netten herrn barber da oben hab ich mal ne hausarbeit geschrieben
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es ist zu einfach zu sagen: wir lassen jetzt mal allen überflüssigen schnickschnack weg, trinken nur noch ausm kran, drucken keine aufkleber für die flaschen und machen auch keine dämlichen gewinncodes in die deckel.

an all diesen sachen hängt ja nicht nur der spaß, dass mans machen kann. daran hängt ja ein arbeitssystem, ein lebenssystem, ein luxussystem - es geht nicht nur darum, dass menschen anderen menschen dinge verkaufen, die sie nicht benötigen - man braucht vieles nicht und es macht trotzdem spaß, es macht das leben anders, schöner, blöder - egal.



es würde dadurch, dass man dieses umkrempelt woanders nicht unbedingt besser werden.


Barber sagt auch später im Interview, dass es nicht nur einen mündigen Verbraucher, sondern vielmehr einen mündigen Bürger geben müsse.
 
ja, er hat ne sehr romantische demokratievorstellung. das klingt alles super toll, ich war sehr begeistert als ich das alles gelesen hatte etc. common sense, community, entscheidungen zum besten aller, mündige, teilhabende bürger.



ich denke aber genau da ist der knackpunkt. vlt ist der mensch einfach nicht gerecht? nicht mündig, nicht an gleicheit interessiert, vlt isser auch egoist, vlt hat ers gerne bequem, vlt mag er luxus? oder vielleicht ist das mal so mal so? es ist aber mMn nicht so, dasses irgendwie eindeutig wäre.



und wenn man all diesen kapitalistischen (ich sach jetzt mal) "quatsch" ausstreichen könnnte, ich denke der mensch würde andere wege finden sich und seine unterschiedliche stellung zu produzieren.



ich sage nicht, dasser mist erzählt. es klingt alles toll, aber zu idealistisch. und in manchen bereichen auch leicht verblendet und in einigen wenigen bereichen auch übertrieben. n bisschen amerikanisch halt, hehe.



übrigens hat es auch n immensen aufwand hinter dem guten wasser aus der leitung. ich hab ja keine ahnung, aber wäre wasser aus flaschen vlt nicht sogar "günstiger"? die ganzen leitungen, verteilerstationen, etcpp... warum regt er sich über die unnötige faulheit mit wasserflaschen auf und fordert stattdessen nicht nen brunnen?
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Also meine Sichtweise hat sich nach meinen bisher knapp 3 Monaten in Südamerika schon ziemlich gewandelt. Hier ist es übrigens nicht möglich, Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken
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Es sei denn, man kommt mit Chlor extrem gut zurecht.

Es gibt hier 2 Möglichkeiten und gerade die zweite finde ich wirklich toll. Möglichkeit 1 ist genauso wie bei uns Flaschen zu kaufen. Kosten in der Regel knapp 15 Cent. Die zweite Möglichkeit kostet knapp 1,60 Euro. Ein 20 Liter Fass, und das Wasser füllt man anschließend in die normalen Flaschen.

Aber wie vorher schon zu Recht angemerkt wurde, meckern können alle und tun alle, aber etwas tun, das ist etwas ganz anderes in jeder Hinsicht. In manchen Bereichen ist es nämlich sogar relativ einfach etwas im kleinen zu verbessern.
 
Finde das Interview doch sehr simpel und die Argumentation sehr eindimensional.

Wieso sollte es in der dritten Welt mehr sauberes Trinkwasser geben, wenn die Industrieländer Wasserflaschen aufgeben würden? Wo ist da die Logik? Als würde plötzlich ein Haufen Geld nutzlos rumliegen, wenn wir auf Flaschen verzichten würden. Das Problem von unsauberem Trinkwasser ist doch ein Verteilungsproblem wie es viele Verteilungsprobleme gibt. Diese Probleme müssen gelöst werden, aber nicht durch plakative Maßnahmen, sondern durch Demokratisierung.



Der Sprung hin zur allgemeinen Kapitalismuskritik, wirkt auf mich sehr gewollt.

Auch der "Mickey Mouse"-Anfang und die Aussage über eine "Gesellschaft, in der Marketing und Konsumkapitalismus alles andere beherrschen" ist übertrieben. Ich finde eine solche Aussage arrogant weil sie beinhaltet, dass sich Millionen Menschen ausschließlich über Konsumgüter definieren und in ihnen ihren Lebensmittelpunkt sehen. Dabei übersieht man, dass Familie, Freundschaften, Gesundheit und eine gewisse Selbstverwirklichung für Menschen das Leben lebenswert machen. Sicher ist der Konsum unnötiger Produkte für viele Menschen ein zentrales Bedürfnis, aber Menschen auf ihren Konsum zu reduzieren und ihnen jedes andere Interesse als unwichtigeres zu unterstellen, ist für mich akademische Arroganz.
 
Auch der "Mickey Mouse"-Anfang und die Aussage über eine "Gesellschaft, in der Marketing und Konsumkapitalismus alles andere beherrschen" ist übertrieben. Ich finde eine solche Aussage arrogant weil sie beinhaltet, dass sich Millionen Menschen ausschließlich über Konsumgüter definieren und in ihnen ihren Lebensmittelpunkt sehen. Dabei übersieht man, dass Familie, Freundschaften, Gesundheit und eine gewisse Selbstverwirklichung für Menschen das Leben lebenswert machen.


Auch wenn ich jetzt Prügel einstecken muss und das wohl auch ziemlich zu Recht, aber genau darauf sehe ich unsere Welt hinsteuern. Es gibt so viele die immer das neueste Handy haben müssen als Statussymbol, wie viele männliche Wesen kaufen sich ein super Auto und tunen was das zeug hält, oder viele Frauen, bei denen es nur um Marken geht, selbst kleine Kinder dürfen natürlich nur Markenkleidung kaufen.

Erklär dieses Verhalten einmal den Leuten in einem Land, in dem 36% der Bevölkerung weniger als 2 US Dollar zur Verfügung haben, da wirst du hoffentlich nachdenklich, ich wurde es jedenfalls.

Adidas hat hier eine Firma mit 1000 Mitarbeitern, die verdienen knapp 50 Cent in der Stunde! Als ich das einem Freund erzählte meinte er, dass das noch eine gute Bezahlung ist.

In dieser hinsicht verweise ich gerne auf die Maslowsche Bedürfnispyramide, die ich immer mehr zu schätzen lerne
 
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