Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

Viertes Jahr in Folge Reallohneinbußen

Jonny

Well-Known Member
Schon wieder Minus-Jahr für Bundesbürger - Inflation frisst Lohnzuwachs auf



Schleichender Einkommensverlust für Millionen Deutsche: Die Bundesbürger mussten 2007 das vierte Jahr in Folge Reallohn-Einbußen hinnehmen. Die Tariflöhne sind zwar im Schnitt leicht gewachsen – aber die Preise stiegen viel schneller.



http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,539510,00.htmlhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,539510,00.html



"Der Aufschwung kommt diesmal auch unten an" oder wie heißt es so schön von Seiten der Politiker.





Wie seht ihr das? Woran liegt es?



An schwachen Gewerkschaften, die eine Politik der großen Lohnzurückhaltung befolgen?

An der Politik, an "denen da oben", sprich am Zwang durch Globalisierung?

An der Solidarität, die in Deutschland herrscht? "Lieber auf Lohnerhöhungen verzichten, damit mein Nachbar einen neuen Job bekommt"?

Oder vielleicht an jedem von uns, der das mit sich machen lässt und sie nicht in Gewerkschaften oder ähnlichem engagiert?



(Mal ein paar Thesen in Frageform ...
default_wink.png
)
 
ich weiß nur das ein ipod nano mit 8gb ohne mwst. 70€ weniger kostet (aber damit kann ich leben denn ich brauch nich unbedingt nen ipod um glücklich zu sein).. und das der spritpreis pro liter ohne steuer bei knapp 70 cent liegen würde(damit kann ich nicht leben weil ich das von meim azubi gehalt bezahlen muss).... ich denk es liegt an den großen politikern oben und daran, dass wir uns nicht gegen deren machenschaften wehren...
 
Es liegt zum Teil an den Menschen selbst, das ist meine Meinung und eine Meinung, die auch niemand teilen muss und wenige werden sie auch teilen.

Die Einbußen im Reallohn sind selbstgemacht, die Menschen haben diese Einbußen zu einem ordentlichen Teil selbst zu verantworten. In einer Zeit in der es den Menschen recht gut ging und finanziell noch einige Möglichkeiten da waren hat man sich hier in Deutschland auf einmal einer anderen Mentalität hingegeben. Nichtmehr "Qualität darf kosten" sondern "Geiz ist geil" war angesagt.

Mit "Geiz ist geil" kann man aber nicht leben. Zu beobachten ist dies z.B. bei meinem Lieblingsbeispiel Mineralwasser. Da gibt es im Angebot den Kasten für unter 2€. Für diese 2€ wird das Wasser hergestellt, die Flasche gespült, abgefüllt und einmal quer durch die Republik gefahren, anschließend werden die leeren Flaschen sogar noch zum Hersteller zurück gebracht. Auch in anderen Bereichen z.B. bei Milchprodukten gab es jahrelang eine Stagnation oder sogar ein Verfall im Preis, bis es im letzten Jahr quasi zum großen Knall kam.

Diese "Geiz ist geil"-Mentalität hat sehr sehr viel nachhaltig zerstört und daran wird man in Zukunft noch knabbern müssen.

Das andere, was z.B. die Strompreise angeht ist zum Teil auch ein Problem, dass man sich hier im Land selbst geschaffen hat. Aber bis ich das ausgeführt habe wird es acht Uhr
default_wink.png
 
Ich nehme mal den Beitrag von Sascha89 als Aufhänger:



Also mich freut's ungemein, dass der ipod so günstig ist. Das hilft mir als zweifacher Familienvater aber nicht wirklich weiter. Ich sehe nur, dass mein Gehalt seit 4 Jahren im vergangenen Jahr um 0,5 % (!) angewachsen ist. Real musste ich somit einen massiven Kaufkraftverlust hinnehmen. Dabei wird mir schon schwindelig, wenn's samstagsmorgens zum Einkaufen geht. Da überlege ich mir auch immer, wie schön es ist, dass z. B. Flachbildfernseher relativ billiger geworden sind. Allerdings habe ich auch dann eher Brot, Butter, Wurst, Milch, Fleisch etc. im Korb. Also alles Dinge, die im Preis doch ganz schön angezogen haben.



Dabei bleibt's ja dann auch nicht. Versicherungen, Miete, Strom, Wasser, Gas, Sprit...

Ist alles teuerer geworden. Weil wir gerade beim Sprit sind: Eine Diskussion um die Steuerquote beim Sprit ist auch recht müßig. Wenn der Staat an dieser Schraube zu unseren Gunsten drehen würden, bin ich mir absolut sicher, dass die Mineralölkonzerne den Spritpreis in 4 Wochen wieder auf altem Niveau hätten und somit ihren Gewinn maximieren.



Ich will hier auch nicht allzu sehr jammern. Ich gehöre (immer noch) zu einer Bevölkerungsschicht, die sich ein angenehmes Leben leisten kann. Aber ist es um einiges schwieriger geworden und wir verzichten auch schon auf einige liebgewordene Sonderausgaben. Wie das andere Arbeitnehmer anstellen, die z. T. erheblich weniger verdienen als ich, dazu fehlt mir die Vorstellungskraft...



"Die großen Politiker" haben meines Erachtens da nur wenig Einfluss. Eher liegt's an den großen Konzernen. Wo früher noch so etwas wie Sozialbindung zu finden war, geht's nur noch um die Gewinnmaximierung und die Zufriedenheit der Aktionäre. Der normale Arbeitnehmer verkommt vom arbeitenden Menschen - das einzige "Kapital", das er hat - zum betriebswirtschaftlichen (Stör-) Faktor.



Das "Lustige" daran ist: Es wird keinesfalls besser!



Sehr lesenswerter Artikel hierzu:



http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,539083,00.htmlhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,539083,00.html



Und noch ein Kommentar zu den anstehenden Tarifrunden, der meiner Meinung nach auch zum Nachdenken anregen sollte:



http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/?em_cnt=1298463http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/?em_cnt=1298463
 
wenn ich schon sehe das von 1 euro mir selbst nur 48% bleiben, dann frag ich mich manchmal echt, für was ich im monat über 200 std. arbeiten gehe, wenn davon so wenig hängen bleibt..
default_icon_sad.gif
 
Ich sage nur! 8100 Arbeitnehmer entlassen um 26%
default_icon_surprised.gif
(ja sechsundzwanzig Prozent) Rendite zu garantieren!



Ich sage nur, der billigste bekommt den Zuschlag! (Vergabe von öffentlichen Aufträgen)! Schlagwort! Sozialarbeiter im 1 Euro Job!



Ich sage nur, Generation Praktikum! Firmen holen sich Aufträge und lassen sich Praktikanten/Auszubildende von der Argentur oder den Arbeitsgemeinschaften bezahlen.



Ich sage nur, erzwungene Flexibilität! Arbeitnehmer "müssen" weit fahren!



Hohe Sozialversicherungsbeiträge!



Dies sind die, die mir am ehesten einfallen!
 
da ist dir aber als politik eben irgendwo die handlungsfähigkeit genommen. was will die politik dagegen machen, dass z.b. der exxon konzern einen jahresüberschuss von circa 40 mrd € einfährt..
 
"Die großen Politiker" haben meines Erachtens da nur wenig Einfluss. Eher liegt's an den großen Konzernen. Wo früher noch so etwas wie Sozialbindung zu finden war, geht's nur noch um die Gewinnmaximierung und die Zufriedenheit der Aktionäre. Der normale Arbeitnehmer verkommt vom arbeitenden Menschen - das einzige "Kapital", das er hat - zum betriebswirtschaftlichen (Stör-) Faktor.



Das "Lustige" daran ist: Es wird keinesfalls besser!


Hierbei geb ich dir absolut recht, leider schreit in diesem Land die Politik gleich Kommunist, Investionsblocker und Brunnen-der-Zukunft-Vergifter, wenn an der Wirtschaft Kritik geübt wird. Keiner profitiert wirklich von einer (ohnehin praktisch unmöglichen) Vollbeschäftigung wenn Arbeitnehmer unter dem Existenzminimum verdienen. Die Steuern und Abgaben werden lieber am unteren Rand oder für alle erhöht. Dabei wäre es gescheiter die Spitzensteuersätze um 0,1% azuheben als bei Geringverdienern um 1%, weils mehr Geld in die Kassen bringt. Ackermann hat im Spiegel die Woche auch wieder vom Stapel gelassen.
 
Hierbei geb ich dir absolut recht, leider schreit in diesem Land die Politik gleich Kommunist, Investionsblocker und Brunnen-der-Zukunft-Vergifter, wenn an der Wirtschaft Kritik geübt wird.


Wenn's nur die Politik wäre, die dann schreit!

Leider ist es wohl so, dass viele "Normalos" das schon derart aufgesogen haben, dass sie da kräftig mitschreien.



Ob nun Kommunist, Investitionsblocker oder sonstwas. Wie ich dann beschimpft werde, ist mir vollkommen Wurscht. Allerdings kann ich eine deutliche Radikalisierung meiner Ansichten feststellen, je mehr ich mich mit dem großen Themenkreis "soziale Schieflage" beschäftige.
 
Ich nehme mal den Beitrag von Sascha89 als Aufhänger:


Also mich freut's ungemein, dass der ipod so günstig ist. Das hilft mir als zweifacher Familienvater aber nicht wirklich weiter.


... ich hab nicht gesagt der iPod ist günstig, ich hab gesagt der iPod wäre günstiger ohne die riesige mwst. ich find einen mp3 player mit 8gb speicherplatz für 200€ schon ziemlich teuer.. das is 1/3 meines gehalts.. (mal abgesehen davon dass ich fast die hälfte von meinem gehalt für die bahntickets, riesterrente, kfz-steuer und kfz-versicherung ausgeben muss)



muss aber auch sagen um mich richtig an dieser diskussion beteiligen zu können fehlt mir die lebenserfahrung.. hab ja im sept. erst angefangen mit meiner ausbildung und erst seit ende feb. ein auto.. mir fehlt da noch en bissl der blick fürs finanzielle...



tG
 
Ich habe gerade gestern ein Mailing von einem Berufsverband gelesen, in dem eine Erhöhung der Regelsätze für 2008 von 0,64% mitgeteilt wurde, das ist ein niedriger zweistelliger Centbetrag pro Stunde, brutto, versteht sich.
 
... ich hab nicht gesagt der iPod ist günstig, ich hab gesagt der iPod wäre günstiger ohne die riesige mwst. ich find einen mp3 player mit 8gb speicherplatz für 200€ schon ziemlich teuer.. das is 1/3 meines gehalts.. (mal abgesehen davon dass ich fast die hälfte von meinem gehalt für die bahntickets, riesterrente, kfz-steuer und kfz-versicherung ausgeben muss)


Du musst aber nun einmal so sehen, der Staat selbst ist ohne Geld auch nicht zu finanzieren. Deutschland lag mit seiner USt von 16% bis zur Erhöhung auf 19% im europäischen Schnitt sehr weit unten. Auch mit einer USt von 19% gehört man nicht zur Spitzengruppe.

Im Übrigen sind in Deutschland viele Dinge, die man im Leben das ein oder andere mal konsumieren möchte recht preiswert. Hierzu dient alleine ein Vergleich der Luxus-Suchtgüter Alkohol und Tabak und man wird feststellen, dass diese z.B. in den skandinavischen und britischen Ländern kaum zu bezahlen sind.

Natürlich sind die Abgaben an den Staat sehr sehr hoch aber z.B. Arbeitslosengeld, Pflege- und Krankenversicherung etc. sind Elemente auf die niemand verzichten will. In einem Land mit ca. 6 Mio Erwerbslosen ist dies aber nicht zu finanzieren, entweder man senkt die Steuern und spart dort massiv ein oder man lässt die Steuern und versucht die Ausgaben des Staats sinnvoller als bisher zu verteilen, was aber irgendwann auch schwer wird.
 
@redcity:



...oder man achtet darauf, dass wirklich alle die Steuern bezahlen, die sie lt. Gesetz auch zahlen müssten!
default_wink.png




und in einem 2. Schritt könnte man dieses unbeschreiblich komplexe Steuersystem vereinfachen und schon alleine hiermit mehr Steuergerechtigkeit erzeugen.



Ich sehe da extrem viele Baustellen.
 
@redskin

ich glaube wenn jeder seine steuern bezahlt macht das auch nicht die welt aus
default_wink.png
der spritpreis pro liter dürfte maximal um 1 cent fallen...
default_icon_cool.gif




man könnte natürlich auch darauf achten, dass niemand schwarz arbeitet aber hat nicht jeder mal die schwarzarbeit genutzt^^
 
Zurück
Oben