Was genau geschehen ist, mag Jenny* nicht verraten. Es ist ihr peinlich. Bis vor Kurzem hat sie bei ihrem Vater gewohnt. Jetzt nicht mehr. »Ich hab Scheiße gebaut«, sagt sie. »Da hat er mich rausgeschmissen.« Jenny ist zwölf Jahre alt, ein freundliches, noch sehr kindliches Mädchen. Immerhin kam sie nicht, wie zuvor schon ihre drei Geschwister, in eine Pflegefamilie. Stattdessen durfte sie zu ihrer Mutter und deren neuem Freund ziehen. Einen eigenen Bereich hat sie dort, in der Zweizimmerwohnung, nicht. »Aber das macht nichts. Tagsüber sitzen meine Mutter und ihr Freund sowieso immer im Wohnzimmer. Da kann ich im Schlafzimmer in Mamas Bett spielen.«
Kein Raum zum Spielen und Lernen, Kleidung aus dem Secondhandshop und womöglich kein regelmäßiges Essen: Im reichen Deutschland wächst die Kinderarmut. Mehr als jedes fünfte Kind lebe bereits auf Sozialhilfeniveau, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung berechnet. Verschiedene Initiativen bieten inzwischen Mahlzeiten für die Jüngsten an, und der Andrang ist groß....
Der Rest des Artikels ist hier zu lesen
http://www.zeit.de/2007/33/Kinderarmuthttp://www.zeit.de/2007/33/Kinderarmut
Kein Raum zum Spielen und Lernen, Kleidung aus dem Secondhandshop und womöglich kein regelmäßiges Essen: Im reichen Deutschland wächst die Kinderarmut. Mehr als jedes fünfte Kind lebe bereits auf Sozialhilfeniveau, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung berechnet. Verschiedene Initiativen bieten inzwischen Mahlzeiten für die Jüngsten an, und der Andrang ist groß....
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