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US-Militärakademie West-Point mit Bewerberrekord

Find nur ich dieses Video echt verstörend? Wissen die Kids überhaupt nicht, was im Irak und in Afghanistan abging und teilweise noch immer abgeht?


http://www.spiegel.de/video/video-32301.htmlhttp://www.spiegel.de/video/video-32301.html




Zeig ihnen ne bessere und bequemere Perspektive auf, wie sie an gesellschaftliches Ansehen und ein einigermaßen gutes Einkommen kommen sollen.
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Bildung mag nicht jeder und nicht jeder, der will, kann es sich auch leisten.



In Deutschland hängen die dann nur auf der Couch rum, schauen hochintellektuelles Fernsehen, halten die Bild für ein Informationsmedium, sehen Hartz IV als akzeptable Geldquelle und wenn sie es mal nicht schaffen, durch jede Menge Selbstbetrug ihre Situation zu mögen, verprügeln sie aus Frust Rentner oder Ausländer...



Böse? Ja.

Wahr? Wohl auch...
 
Finde das Video nichtmal im Ansatz verstörend. Ich sehe es auch nicht als eine Frage der Bildung an ob man zum Militär geht, sondern zum einen wissen sie was, ihnen das Militär ermöglicht und zum anderen haben sicherlich sehr viele von ihnen einen sehr sehr engen Bezug zur eigenen Nationen und einen großen Willen dieses Land zu verteidigen, zur Not auch am Hindukusch oder eben im Irak.
 
@ redcity: Meine polemische Antwort:

http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1354367&http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1354367&





Aber im Ernst: Land am Hindukusch zu verteidigen...das ist, jedenfalls in meinen Augen Quatsch. Durch Krieg kannst du nicht verhindern, dass es nochmal einen 11.09. gibt. Ganz im Gegenteil: Dieser Krieg, geführt gegen die Zivilbevölkerung, ist doch eher kontroproduktiv.



Zumal im Laufe der letzten Jahre viele Werte, die eigentlich verteidigt werden sollten, angekratzt und einige beschädigt wurden. Was gibt es denn noch an Demokratie, Menschenrechten und Freiheit zu verteidigen, wenn ich auf der anderen Seite Abu Ghraib, Guantanamo und irakische Anschläge gg. die Zivilbevölkerung habe? Ich sehe Freiheit als universelles Recht, welches nur bestehen kann, wenn es für alle Menschen ermöglicht wird. Krieg schränkt dieses Recht auf Freiheit jedoch total ein.



Zu Afghanistan im Speziellen: http://www.zeit.de/2008/26/Taliban-neuhttp://www.zeit.de/2008/26/Taliban-neu

Kurz zusammengefasst: Die Amis haben mit der Nordallianz gegen die Menschen in Afghanistan gekämpft. Der Nordallianz ging es um Rache. Dadurch entstand in vielen Regionen erst wieder eine gewaltbereite Opposition, die Taliban. Naja...der Artikel ist echt gut.



Zum Irak: Warum musste man Amerika denn gegen den Irak verteidigen? Dort haben sich weder Al-Qaida-Kämpfer versteckt (Saddam war absolut gegen diese Art des Kampfes, da sie auf Glauben basiert und er diesen ablehnte), noch hatte der Irak Waffen, die er gegen den Westen hätte einsetzen können. Und heute? Der Irak ist eines der Hauptrekrutierungsländer der Al-Qaida, der Iran gewinnt als Regionalmacht immer mehr Macht im Irak...etc. pp.



Mein Fazit: Das Militär bietet einem natürlich ein gesichertes Gehalt und nach der militärischen Laufbahn kann man noch bei Blackwater und Konsorten absahnen (tschuldige
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der musste sein), aber wenn man die Lage etwas analysiert, dann sind die Amerikaner ohne Plan in die beiden genannten Länder gegangen und wurden sogar benutzt (von der Nordallianz). Die Situation, auch die Sicherheitssituation, in Amerika hat sich jedoch nicht verbessert. Eine Verteidigung des Landes am Hindukusch und in Bagdad sehe ich nicht gegeben. Wirklich langfristig kann sowas nur durch Dialog und internationale Zusammenarbeit geschehen. Und da bringen auch keine zig Milliarden für den Wiederaufbau etwas, denn eine funktionierende, friedliche Gesellschaft lässt sich mit Geld nicht konstruieren.
 
@ Jonny:



Westpoint hat in den staaten einen ziemlich hohen stellenwert der mit den Ivy - League colleges einher gehen kann.

Wenn du ein militärisches Berufsziel hast und es mit einem Akademischen studium koppeln willst wirst du keine bessere Universität in der westlichen welt finden.

Ausserdem sind die möglichkeiten in den USA einen gesicherten Job mit Krankenversicherung, Rente , etc beim Militär weit höher als bei einem anderen Job.schade - aber wahr!



Meiner Meinung nach also verständlich.
 
Das Militär hat in den USA eine sehr sehr hohe Stellung, es bietet dir ein sicheres und dauerhaftes Einkommen und viele Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entwicklung. Das Militär ist dort so hoch angesehen, dass du es im Vergleich zu einem ehemaligen Soldaten deutlich schwerer hast, auch in der privaten Wirtschaft. Das ist die eine Seite.

Und diese Seite gewinnt in Zeiten, in denen es in den USA eine schwere Rezession gibt, man könnte es auch durchaus als Krise bezeichnen, immer mehr an Bedeutung. Es ist eine normale Entwicklung, dass sich Menschen in Zeiten der wirtschaftlichen Schwäche zum Staat und eben häufig zum Militär hingezogen fühlen, weil sie dort eine sichere Arbeitsstelle haben. Diese Entwicklung findest du nicht nur in den USA sondern überall in der Welt.



Zu Afghanistan: Hier habe ich immer noch die Meinung, dass ein Land ohne eine Herrschaft der Taliban besser ist als ein Land mit, auch wenn dieser Weg lange dauern wird und sehr sehr steinig ist. Afghanistan verdankte die Aufrechterhaltung seiner politischen Unabhängigkeit den Vereinigten Staaten. Ohne die Hilfe aus Amerika, auch wenn sie sicherlich zum Guten für Amerika war, wäre Afghanistan damals mit Sicherheit früher oder später in die Hände der Sovjetmacht gefallen. Den "heiligen Krieg" haben die USA diesem Land erst ermöglicht. 1995 haben sich dann die Taliban bedient und Afghanistan schrittweise erobert und sie haben einem Mann Unterschlumpf gegeben der sein großes Privatvermögen auch den Vereinigten Staaten zu verdanken hat. 2001 hat er gezeigt wie dankbar er den Vereinigten Staaten ist und es war eine logische Folge, dass die USA gegen dieses Land in den Krieg ziehen. Dieses Land, respektive die Menschen die in diesem Land Unterschlupf gefunden hatten haben am 11. September Amerika angegriffen und Amerika musste dieses Regime auf irgendeine Weise beseitigen. Dass das nicht über einen "sozialverträglichen" Weg geht sollte jedem verständlich sein.

Es wird die Aufgabe sein dieses Land in den nächsten Jahren immer weiter zu befrieden und vor allem zu zivilisieren, das heißt den Menschen eine Zukunft zu geben und ihnen aufzuzeigen, dass ein Leben in Freiheit weitaus schöner ist als ein Leben in der Knechtschaft irgendwelcher Personen, die sich in ihren Handlungen auf den Willen eines Gottes beziehen.

Ein internationaler Dialog wie du ihn forderst ist zwar eine schöne Sache aber nenne mir einen gesunden Dialog in den vergangenen Jahren der erfolgreich gewesen wäre. Diese "Welt" und ihre vertretende Organisation, die Vereinten Nationen, sind nicht einmal in der Lage sich über eine Resulution für eine friedliche Lösung in afrikanischen Länder einzusetzen, weil immer jemand sein Veto erhebt. Dieser Weg von Politik ist nicht zielführend, beim besten Willen nicht.



Über den Irak gibt es in meinen Augen nicht viel zu sagen, der 3. Golfkrieg war sicherlich falsch und hätte nicht begonnen werden dürfen. Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass dieses ganze Szenario hätte verhindert werden können wenn die Vereinigten Staaten unter George Bush senior damals schon das Übel Saddam Hussein in irgendeiner Form beseitigt, bzw. aus dem Amt enthoben hätten. Aber: Die USA haben sich an die Resolutionen 660 und 678 der Vereinten Nationen gehalten und haben den Irak aus Kuwait vertrieben ohne in den Irak tiefer einzumarschieren und die Wurzel des Übels zu beseitigen. Und um Saddam Hussein hätte es mir bei Leibe nicht Leid getan, wenn dieser schon damals für seine menschenverachtende Politik hätte büßen müssen, aber auch dies ist ein Zeichen der Feigheit und Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft in Krisensituationen schnell und unabhängig zu entscheiden und zu helfen.



Noch etwas zum Thema USA an dieser Stelle:

Die Menschen in Deutschland vergessen sehr leicht, vor allem die jüngere Generation. Es hat sich in diesem Land eine antiamerikanische Haltung entwickelt die alles andere als verständlich ist. Deutschland hat den Vereinigten Staaten sehr viel zu verdanken, mehr als sich die meisten vorstellen können. Ohne das starke Amerika wäre Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg in die Hände des Kommunismus gefallen oder zum Spielball der Internationalen Politik geworden, mit schwerwiegenden Folgen für Deutschland, das deutsche Volk und das heute geeinte Europa. Es ist maßgeblich den Staaten zu verdanken, dass dieses Land dort steht wo es heute ist, dass es nicht ein brachliegendes Ackerland in der Mitte Europas ist, wie es manche der Siegermächte forderten. Das es wiedervereint ist und zu einem Motor Europas geworden ist, ein Motor der mehr Kraft entwickelt als viele andere Staaten der Europäischen Union zusammen.

Dass diese Dankbarkeit leidet ist verständlich, vor allem bei den aktuellen politischen Geschehnissen aber es geht teilweise der Respekt vor dem Gegenüber verloren und das ist bedenklich. Ich sage nicht, dass man aus tiefer Dankbarkeit unkritisch sein muss und die möglicherweise "bitteren Kröten" aus den USA schlucken muss, ich sage aber, dass man trotz dieser Kröten und Fehler den Respekt voreinander nicht verlieren darf. Kritik gehört zu einer Freundschaft aber eine Freundschaft sollte auch in schweren Zeiten Bestand haben.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass ein Anschlag in Deutschland bei vielen Menschen eine sehr extreme Reaktion zur Folge hätte, da der Antisemitismus in Deutschland weiter verbreitet ist als dies die meisten zugeben möchten. Diese Situation die Amerika damals mitgemacht hat ist eine Situation die kein anderes westliches Land jemals erlebt hat. Kein Land ist so unvorbereitet und heftig getroffen worden, nicht England, nicht Spanien, nicht Deutschland.

Und ich bin auch der Meinung, dass man das Handeln der Vereinigten Staaten und die Reaktionen der Bevölkerung erst dann verstehen kann, wenn man eine solche Situation einmal durchgemacht hat. Und glaube mir: Wenn du Freunde, Bekannte oder gar Familienangehörige verlierst, weil eine Gruppe wie Al-Quaida meint, sie müsse für eine bessere Welt eintreten, dann wirst du kein gesteigertes Interesse daran haben diese Organisation auf einem langwierigen und schwierigen Weg in irgendeiner Weise politisch in die Schranken zu Weisen, du wirst dich nach einer schnelleren Lösung sehnen und hoffen, dass ein Land wie Amerika dazu bereit ist diese Lösung, auch über den unbequemen Weg zu gehen.
 
Entschuldige bitte vorab die Form meiner Antwort. Hab für diese schöne Diskussion eigentlich gar keine Zeit
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-Afghanistan ist alles andere als politisch unabhängig



-die Angreifer des 11.09. stammten nicht überwiegen aus Afghanistan, aber sicher hast du Recht: das Taliban-Regime musste beseitigt werden...wurde es aber nur in bestimmten Gebieten. Zumal: Nach Afghanistan kamen durch die Invasion der Sowjets viele Menschen aus benachbarten Ländern (Pakistan, Jordanien, vor allem Saudi-Arabien), um die Luft des Krieges zu schnuppern. Es wird gemunkelt, dass sie keine richtigen Kämpfer waren. Ja selbst Bin Laden hat kaum wirklich gekämpft und wenn, dann hat er kleine Schlachten groß verloren. Die Menschen jedoch lernten den "Dschihad" kennen und trugen die Ideen des Dschihad in ihre Heimatländer, gründeten dort lokalen Büros. Der zweite Afghanistan-Krieg (...der zweite der "Neuzeit") hat ähnliches bewirkt, da die USA keinen Plan für einen Wiederaufbau hatten und sich haben benutzen lassen. -> Durch dieses Benutzen lassen, sind vielerorts wieder Taliban an die Macht gekommen, da sich die Bevölkerung nicht von den "fremden" Nordafghanen (Paschtunen) ausbeuten lassen wollte...



- erfolgreiche Dialoge: Zusammenkünfte und Versammlungen in Uganda, Ruanda. Dort sprachen die Völkermörder mit Opfern und Angehörigen und haben versucht sich auszusöhnen. Erfolgreich insofern, als das die Leute immerhin nebeneinander leben. Des Weiteren: Die Truth And Reconciliation Comission in Südafrika nach der Apartheid...fällt was auf? Alles Dialoge fast ohne den Westen!?



Frage: Kann sowas nach einem Angriff auf ein Land auch sinnvoll sein? Werde sogar ich kleiner "Idealist" verneinen
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Aber es gibt sicher andere Wege als "Kriege ohne (Aufbau-)Perspektive". Stell dir vor, dass 10 Leute aus deiner Heimatstadt das Nachbardorf angreifen und dann kommen 100000 Leute aus deinem Nachbardorf und bringen deine Mutter, Schwester und zwei Cousin um...nennst du das Freiheit und schönes Leben?

Gut ist etwas polemisch von mir...



Wie gesagt: Der Krieg hat mehr neue Feinde erschaffen, als er alte vernichtet hat. Und wenn die Amerikaner die Lage besser analysiert hätten, dann wäre Afghanistan auch nicht so ein Hummelnest geblieben.





Zu Irak: Da sind wir sehr d´accord. Wobei ich hier nochmal die Dummheit der Amerikaner herausstellen will. Ich habe ein Pulverfass Afghanistan, habe dort keinerlei Ahnung wie es weitergehen soll und gehe gut 18 Monate später in ein anderes Land in der gleichen Region?! Kein Wunder, dass es nun eine Al-Qaida im Irak gibt, die den amerikanischen Soldaten wohl dutzendfach mehr Verluste beigebracht hat, als die Amerikaner sie am 11.09. hinnehmen mussten.





Zu deinem Statement über die USA:

Magst ja Recht haben.

Aber: Auf der anderen Seite gab es Politiker in den USA, die Deutschland bei einem Angriff der Sowjetunion ("diese wäre mit einem Blitzkrieg wohl in 4, 5 Tagen in Belgien und den Niederlanden gewesen"...so jedenfalls die Amis...wären die Kommis natürlich nicht, da sie totale Logistikprobleme bekommen hätten), per Nuklearschlag in die Steinzeit bomben wollten.

Zudem: Die USA hatten ein riesen Interesse an einem starken Deutschland. Eben als Bollwerk gg. den Kommunismus, als Handelspartner etc. pp.



Aber von diesen negativen Aspekten mal ganz ab: Ich bin nicht anti-Amerika eingestellt. Vielleicht Anti-Neocon. Und ich glaube mir auch anmaßen zu dürfen, dass meine Kritik nicht allzu polemisch und unwissend daherkommt.




Und glaube mir: Wenn du Freunde, Bekannte oder gar Familienangehörige verlierst, weil eine Gruppe wie Al-Quaida meint, sie müsse für eine bessere Welt eintreten, dann wirst du kein gesteigertes Interesse daran haben diese Organisation auf einem langwierigen und schwierigen Weg in irgendeiner Weise politisch in die Schranken zu Weisen, du wirst dich nach einer schnelleren Lösung sehnen und hoffen, dass ein Land wie Amerika dazu bereit ist diese Lösung, auch über den unbequemen Weg zu gehen.


Unterschreib ich dir sofort! Du hast absolut Recht.

Aber gerade deswegen fordere ich doch, dass die Amis und ihre Verbündeten (ja, auch Deutschland!) einen Weg finden sollten, um den Taliban ihren Nährboden zu entziehen. Ich kann den Wolf (Taliban, Osama, Saddam...) nicht vergiften, wenn meine Schafsherde (das irakische, afghanische Volk; Sympathisanten im Westen) dem gleichen Gift ausgesetzt ist und dadurch zum nächsten Wolf wird.



Es hätte auf jeden Fall ein Weg gefunden werden können, der die sozialen Folgen einer Intervention auffängt. Sowas geht eben nicht mit 50 Milliarden an Aufbauhilfe, sondern nur, wenn man die Menschen erreicht...passt perfekt zum "Ackerland Deutschland". Und das Argument (hab ich schon öfter gehört), dass die Afghanen nie etwas hatten bzw. nur Krieg kannten...ich finde das zieht nicht. Zeig ihnen deutlich, dass es ihnen besser gehen wird, gewinn ihre Stammesältesten, ihre (religiösen) Führer...





@ rmpa:

Aber West-Point wird doch auch nicht jeden nehmen? Sondern nur die besten Bewerber. Die könnten sich doch sicher auch für eine gute Uni bewerben und sich somit auch eine Perspektive auf einen guten Job sichern/aufbauen.



Naja...vielleicht seh ich das einfach zu negativ, da ich erst nur die Platitüden aus dem Video gesehen habe ("ich komm rum...lern neue Leute kennen...das Militär ist toll")...vielleicht machen diese jungen Menschen (das Alter hat mich auch etwas schockiert: 16, 17 Jahre sind die Kids...da hab ich nicht übers Töten nachgedacht und hatte keine festen Ansichten zum Vaterland etc.) sich in West-Point auch Gedanken über das politische hinter den Militäreinsätzen. Der Patraeus (schreibt sich der Mann so?) hat da ja schon ein paar Ansätze aufgezeigt.
 
Zu Afghanistan: Es ist in einer solchen Situation, in der ein schnelles Handeln notwendig ist, auch auf der Druck der eigenen Bevölkerung, der Politik, kaum möglich jahrelang in die Vorbereitung zu gehen und jede Eventualität auszuklammern. In jedem Krieg werden Fehler gemacht, viele Fehler. Hätte Hitler die Panzer nicht vor Dünkirchen stoppen lassen wären wir heute vermutlich noch beim morgendlichen Fahnenappell, solche taktischen Fehler in der Kriegsvorbereitung und -durchführung ziehen sich wie ein Roter Faden durch die Geschichte und meistens war es schon ein Fehler den Krieg überhaupt erst zu beginnen.

Natürlich hat der Krieg in Afghanistan der westlichen Welt Feinde gebracht aber in gewisser Weise war es auch das Ziel des westlichen Bündnisses zu zeigen, dass man diesen Menschen keinen Unterschlupf gewähren kann und darf. Länder wie Pakistan, die man eigentlich auch in Grenzen zwängen müsste und sollte haben sich quasi unangreifbar gemacht. Diese Länder werden auch von Menschen geführt die eine sehr starke politische und religiöse Weltanschauung haben, von dieser werden sie sich vermutlich auch nicht abbringen lassen. Das größere Problem ist aber, dass diese Länder unter ihrem allerwertesten eine Atombombe haben und solche Länder greift man nicht gerne an, auch wenn sie einem deutlich unterlegen sind. Die Angst vor den Folgen ist einfach zu groß, als das man dieses Risiko eingehen wollte.

Noch etwas zu dem was du weiter unten sagst: Menschen die nur ihre Religion als "Richtlinie" kennen, die ihrem Prediger mehr vertrauen als allen anderen Menschen. Die zu einem großen Teil nicht gebildet sind, keinen Zugang zur Außenwelt haben und noch dazu in einem Land leben, dass von der politischen Führung völlig unter Kontrolle und Isolation gehalten wird, wie willst du solche Leute erreichen? Das ist mehr als eine gewaltige Aufgabe und ich mutmaße, dass du so etwas in der Zeit die wir auf dieser Erde weilen kaum hättest erreichen können.

Der Weg, das ist meine Meinung für Afghanistan, ist die Befreiung des Volkes von der Herrschaft der Taliban, was nur über einen Krieg möglich ist und ein langsamer Aufbau. Es wird jahrzehnte Dauern aber ich bin guter Dinge, dass es in diesem Land eine Generation geben wird, die auch Dank der Hilfe privater Personen, soweit gebildet sind, dass sie erkennen können, dass ein Leben ohne fanatischen Fundamentalismus weitaus besser ist als ein Leben mit.



Zu den erfolgreichen Dialogen: Mir ist wirklich kein Dialog bekannt, der "entscheidend" für die Weltgeschichte gewesen wäre, bei dem alle Nationen, außer die Betroffene, an einem Strang gezogen hätte. Das Elend und Leid der Bevölkerung in Nordkorea wird seit Jahren und Jahrzehnten durch den großen Bruder China gedeckt und zwar in einer Art und Weise die den Machthabern in Pjöngjang die Macht erhält, ohne dass sich die Weltgemeinschaft zu einschneidenden Verbesserungen aufraffen könnte.

Im Bürgerkriegsserbien hielt lange Zeit der russische Bruder die schützende Hand über das Land und die Kriegstreiber um Slobodan Milosevic. Lange Zeit ohne ein Einschreiten der Weltgemeinschaft. Und als die Gemeinschaft sich endlich aufraffen konnte und ihre Hilfe geschickt hat, da hat sie sich wie ein feiger Maulwurf verhalten und hat den Menschen die vor ihren Augen in das Verderben selektiert wurden nicht geholfen. Für mich einer der deutlichsten Beweise der Handlungsunfähigkeit der Vereinten Nationen.

Ohne die Staatengemeinschaft und mit einem Aufstand von Innen heraus läuft es besser und Fälle in Afrika zeigen, dass es erfolgreich sein kann. Nelson Mandela lässt grüßen. Aber ich stelle sehr sehr schwer in Frage, dass die beiden hauptsächlich beteiligten Länder Afghanistan und Pakistan von Innen heraus nach dem 11. September einen solchen erfolgreichen Dialog geführt hätten. Auch mit Antrieb des Westens wäre es auf Dauer nicht gelungen eine Veränderung der politischen Lage herbeizuführen. Welches Interesse sollten die Afghanischen Machthaber der Taliban an einer Veränderung haben, die Taliban hätten einen Krieg nicht zu scheuen gehabt, da ihnen von Anfang an klar gewesen wird, dass sie zwar das Land verlieren, nicht aber die Gruppe. Pakistan hätte daran sicherlich auch kein gesteigertes Interesse gehabt und selbst wenn, ein Dialog der nur von einer Seite geführt wird ist ein Monolog und Monologe sind langweilig, aber nicht zielführend.



Zu der Amerika-Haltung: Ich wollte es auch nicht dir unterstellen, dass du Amerika-feindlich eingestellt bist und als unwissend daherkommst, etc. Aber es ist so, dass sich Abneigung gegen Bush Hass entwickelt hat und diese Abneigung und teilweise Hass haben sich auf die USA als Gesamtheit übertragen. Das ist etwas was ich anprangere.

Ob die USA Deutschland aus eigenem Interesse geholfen haben oder nicht ist zweitrangig, Fakt ist, sie haben geholfen und das in einer Art und Weise die nicht viele andere Staaten gemeistert hätten. Als Beispiel kann hier die Luftbrücke dienen, es gab in Deutschland Politiker die Berlin aufgeben wollten, weil sie eine Finanzierung der Luftbrücke nicht stemmen wollte. Die Alliierten haben Deutschland quasi zur Luftbrücke gezwungen. Und Berlin war vielmehr eine moralische "Festung" die man in Amerika aufrecht halten wollte, Berlin war strategisch und politisch kaum von Bedeutung und Berlin wäre auch nicht zu halten gewesen, wenn Moskau wirklich ernst gemacht hätte.



Zu Westpoint: Ich kenne Menschen die lange Jahre in den Streitkräften waren, die jetzt in einer sehr gehobenen Stellung bei US-Firmen sind und auch hier hat der Weg über das Militär sehr geholfen, denn ohne diese Zeit wären sie auch in der privaten Wirtschaft nicht so weit gekommen. Und das Gute an der Sache, Personen die solche Akademien erfolgreich durchlaufen sind haben immer die Möglichkeit zum Militär zurückzukehren, was im Gegenzug auch ihr Gehalt bei den privaten Firmen nach oben treibt.

Der große Unterschied und das solltest du auch bedenken, zwischen Westpoint und einer guten privaten Uni: Nehmen wir mal an, ich bin einer der klügsten Köpfe Amerikas, das wissen nicht viele aber die Noten sagen es aus, weil du deine schulische Laufbahn in jedem Fach mit 1,0 bestanden hast. Deine Eltern sind nicht bettelarm aber sie können dir gerade einmal eine gute schulische Laufbahn finanzieren, nicht mehr aber auch nicht weniger. Jetzt hast du die Möglichkeit zwischen Yale und Westpoint. Auf der einen Seite die "Freiheit", auf der anderen das Militär. Die "Freiheit" sagt dir, dass du herzlich willkommen bist aber dass du eine große Stange Geld mitbringen musst um dein Studium beginnen zu können, Geld dass deine Eltern nicht haben und das sie nicht einmal zahlen können wenn es für die Stipendien gibt. Das Militär garantiert dir einen sicheren Job bis an das Ende deiner Tage, ein gesichertes Einkommen für dich und deine Familie, die Möglichkeit nach einem exzellenten Studium in die freie Marktwirtschaft zu gehen und es finanziert dir dein Studium, schlagende Argumente, die für eine Laufbahn beim Militär sprechen, da du dir auf dem anderen Weg das Studium oft gar nicht leisten kannst!
 
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