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Tschernobyl - Eure Erinnerungen

Jonny

Well-Known Member
Ich lese gerade einen Bericht im Spiegel über das Reaktorunglück damals in Tschernobyl. Es jährt sich ja dieses Jahr das zwanzigste Mal. Ich habe zwar schon viel darüber gelesen, aber mich würde interessieren, wie ihr es damals erlebt habt. Geht natürlich nur an die etwas älteren unter uns.
 
das jetzt ist kein Spass...ich habe nur einen Spruch von unserer Regierung von damals im Kopf..."Wir haben davon nix abbekommen...Die Wolke hat einen Bogen um die DDR gemacht..."



Sonst kann ich mich leider an nix erinnern...
 
Ich lese gerade einen Bericht im Spiegel über das Reaktorunglück damals in Tschernobyl. Es jährt sich ja dieses Jahr das zwanzigste Mal. Ich habe zwar schon viel darüber gelesen, aber mich würde interessieren, wie ihr es damals erlebt habt. Geht natürlich nur an die etwas älteren unter uns.






Ich war gestern im Kinofil ,,Die Wolke" das handelt davon.......an ich kann euch sagen der Filmt geht unter die Haut!!





Insiderinfo



Packende Bestseller-Verfilmung über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.



Vorbei die einstmals starke Anti-Atomkraftbewegung, fast völlig verschwunden die "Atomkraft? Nein danke!"-Sticker, wie auch die Erinnerung an die Katastrophen von Harrisburg und Tschernobyl, die Regierung diskutiert gar, den geplanten Atomausstieg zu verzögern. Da ist "Die Wolke", die Leinwandadaption von Gudrun Pausewangs 1988 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetem Roman, der richtige Film zur richtigen Zeit. Das Individuum in seinem Ausgeliefertsein steht im Mittelpunkt, nicht die Politik wie in der Vorlage. Dieser neue Ansatz sollte ein jugendliches Publikum ansprechen. Nicht zuletzt wegen Paula Kalenberg und Franz Dinda, den Darstellern der 16jährigen Hannah und ihres zwei Jahre älteren Klassenkameraden Elmar. Zwischen Stress mit Eltern, Lehrern und Matheklausuren verspüren sie dieses seltsame Kribbeln, empfinden eine Gänsehaut beim ersten Kuss. Mitten hinein in diese zärtliche Szene schrillt die Alarmsirene. Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk südöstlich von Frankfurt breitet sich eine riesige todbringende Wolke aus. Letzte Chance: ein Zug in Bad Hersfeld. Chaos, Panik, Anarchie greifen um sich. 38.000 Menschen in unmittelbarer Nähe des AKWs sterben sofort, ein paar Kilometer weiter sind Tausende kontaminiert, darunter auch Hannah, die in radioaktiven Regen gerät. Und die Politiker beschwichtigen weiter.

Georg Schnitzler erzählt die Geschichte aus Perspektive der Jugendlichen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten und denen jetzt nur noch eine kleine Zeitspanne bleibt. Mit naiver Kraft versuchen die beiden, die sich in Hamburg wiederfinden, das Schicksal auszutricksen, es gütig zu stimmen. Gegen jegliche Ratio und mit dem Mut der Verzweiflung nehmen sie den Kampf gegen die Radioaktivität auf, die ihren Körper zerfrisst und ihre Seelen verletzbar macht. Sie nutzen das Privileg der Jugend, an das Unmögliche zu glauben, sich an jeden noch so kleinen Strohhalm zu klammern. Vom anfänglich harmlos wirkenden Teenie-Movie über das Genre Katastrophenfilm schlägt Schnitzler den Bogen zum Liebesdrama, wobei es manchmal knirscht in den Übergängen. Die Stärke liegt in der beklemmenden Gegenüberstellung von turbulenten Gefühlswelten und entvölkerten Landschaften im Sonnenschein, in Andeutungen und Details. Wenn Hannah vor dem Spiegel büschelweise Haare ausfallen, sie unter der Gleichgültigkeit der anderen leidet oder am Ende leichten Flaum auf ihrem kahlen Kopf spürt und sich gegen den Wind stemmt, ist der Film emotional beim Zuschauer angekommen. mk.
 
ich kann mich da so gut wie gar nich erinnern dran. ich weiß nur noch, dass wir keine pilze mehr sammeln/essen durften.
 
Ich weiß noch, dass ich damals nicht raus auf den Spielplatz durfte (war knapp fünf), wegen irgendwas mit Atom. Verstanden habe ich das damals natürlich noch nicht.
 
Ich habe damals überhaupt nichts davon mitbekommen. Das einzige was ich weiss kam von Erzählungen und Berichten.
 
Habe davon nichts mitbekommen, war süße 1,5 Monate alt
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Aber was man so in Berichten und Filmen sieht, sehr schockierend!
 
Ich weiß noch, dass ich damals nicht raus auf den Spielplatz durfte (war knapp fünf), wegen irgendwas mit Atom. Verstanden habe ich das damals natürlich noch nicht.


war bei mir genauso, nix verstanden... durft aber net zum Kicken raus
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Ich war gestern im Kinofil ,,Die Wolke" das handelt davon.......an ich kann euch sagen der Filmt geht unter die Haut!!




Insiderinfo



Packende Bestseller-Verfilmung über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.



Vorbei die einstmals starke Anti-Atomkraftbewegung, fast völlig verschwunden die "Atomkraft? Nein danke!"-Sticker, wie auch die Erinnerung an die Katastrophen von Harrisburg und Tschernobyl, die Regierung diskutiert gar, den geplanten Atomausstieg zu verzögern. Da ist "Die Wolke", die Leinwandadaption von Gudrun Pausewangs 1988 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetem Roman, der richtige Film zur richtigen Zeit. Das Individuum in seinem Ausgeliefertsein steht im Mittelpunkt, nicht die Politik wie in der Vorlage. Dieser neue Ansatz sollte ein jugendliches Publikum ansprechen. Nicht zuletzt wegen Paula Kalenberg und Franz Dinda, den Darstellern der 16jährigen Hannah und ihres zwei Jahre älteren Klassenkameraden Elmar. Zwischen Stress mit Eltern, Lehrern und Matheklausuren verspüren sie dieses seltsame Kribbeln, empfinden eine Gänsehaut beim ersten Kuss. Mitten hinein in diese zärtliche Szene schrillt die Alarmsirene. Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk südöstlich von Frankfurt breitet sich eine riesige todbringende Wolke aus. Letzte Chance: ein Zug in Bad Hersfeld. Chaos, Panik, Anarchie greifen um sich. 38.000 Menschen in unmittelbarer Nähe des AKWs sterben sofort, ein paar Kilometer weiter sind Tausende kontaminiert, darunter auch Hannah, die in radioaktiven Regen gerät. Und die Politiker beschwichtigen weiter.

Georg Schnitzler erzählt die Geschichte aus Perspektive der Jugendlichen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten und denen jetzt nur noch eine kleine Zeitspanne bleibt. Mit naiver Kraft versuchen die beiden, die sich in Hamburg wiederfinden, das Schicksal auszutricksen, es gütig zu stimmen. Gegen jegliche Ratio und mit dem Mut der Verzweiflung nehmen sie den Kampf gegen die Radioaktivität auf, die ihren Körper zerfrisst und ihre Seelen verletzbar macht. Sie nutzen das Privileg der Jugend, an das Unmögliche zu glauben, sich an jeden noch so kleinen Strohhalm zu klammern. Vom anfänglich harmlos wirkenden Teenie-Movie über das Genre Katastrophenfilm schlägt Schnitzler den Bogen zum Liebesdrama, wobei es manchmal knirscht in den Übergängen. Die Stärke liegt in der beklemmenden Gegenüberstellung von turbulenten Gefühlswelten und entvölkerten Landschaften im Sonnenschein, in Andeutungen und Details. Wenn Hannah vor dem Spiegel büschelweise Haare ausfallen, sie unter der Gleichgültigkeit der anderen leidet oder am Ende leichten Flaum auf ihrem kahlen Kopf spürt und sich gegen den Wind stemmt, ist der Film emotional beim Zuschauer angekommen. mk.


Naja, lässt sich streiten, fand ihn nicht soo toll. Die Szene mit Ihrem Bruder war schon heavy - besonders wenn mann eine Tochter in dem alter hat.



Was ich noch aus erinnerungen der Schulzeit habe, ist so ein Film von den Atomkraftwerk in Biblis. Da haben die auch nen GAU simuliert. Da gabs jede Menge Aufnahmen von Darmstadt u.s.w.



Vielleicht kann mit da EVO helfen - hab mal danach gegoogelt. Muß ne Produktion von hr oder ard sein.



Das kann ich mich noch mit grauen daran erinnern.



Zum Thema Tschernobyl.



Da war ich in der Grundschule, glaub ich, da durften wir nicht in den Pausen draussen im Hof essen. Auch net Zeitlang garnet raus. Meine Oma sagte noch, daß mann das angepflanzte Obst und Gemüse aus dem Garten net essen darf. Damals wusste ich nicht wieso...!?
 
das einzigste was ich mit Tschernobyl verbinden kann, ist das ich 3 Jahre dannach geboren wurde, am 26.4.89...
 
Meine Erinnerung ist, dass es auf dem Landauer Wochenmarkt wochenlang kein frisches Gemüse gab - die Regale im 25 km entfernten Wissembourg aber prall gefüllt waren (und dort auch fleißig eingekauft wurde).
 
Muss gestehen, dass ich mich trotz hinreichenden Alters nicht konkret erinnere, was ich in diesen Tagen erlebt und erfahren habe (anders als beim 11.9. - das werde ich kaum je vergessen). Ich war vorher, nachher und währenddessen gegen Atomkraft - und sah mich vermutlich in meiner Meinung bestätigt...
 
in der schule haben wir das Buch gelesen...ist der film besser?


Das Buch hab ich auch gelesen. Übel.

In der Schule hatten wir von der gleichen Autorin "Die letzten Kinder von Schewenborn" gelesen - in der 7. Klasse!! Ich hatte da jahrelang Alpträume von und könnte meiner Deutschlehrerin immer noch in den Arsch treten.

Das ist ja sowas von pervers... Diese ganzen detaillierten Schilderungen. Besonders das Ende, als die Mutter von der Hauptfigur ihr Baby bekommt, bei der Geburt stirbt, das Baby hat kein Gesicht, keine Arme und keine Beine (glaub ich jedenfalls) und wird vom Vater nach der Geburt direkt begraben.

Da läuft mir schon wieder ein Schauer den Rücken runter - echt traumatisch.



An Tschernobyl kann ich mich logischerweise nicht erinnern.

Meine Mutter ist mit ein paar anderen Müttern + Babies an dem Tag im Wald spazieren gewesen.



Unsere Schule hatte mal ne Spendenaktion für ein Kinderkrankenhaus in Belinitschy (odder so). Wir haben einen RTW + Betten und Teile einer OP-Einrichtung zusammen bekommen.
 
Ich kann mich nicht mehr so allzugenau erinnern. Ich meine, daß ich da auf unserer Straße mit Autochen gespielt habe.

Aber obs vor oder nach der Katastrophe war, kann ich nicht mehr einordnen.

Ich weiß, daß meine Mutter mir meine Mutter Nutelle untersagt hat, weil da Nüsse drin sind. Und die waren ja angeblich verstrahlt.

Ich hab aber nie kapiert was die mit "verstrahlt" meinte...
 
das jetzt ist kein Spass...ich habe nur einen Spruch von unserer Regierung von damals im Kopf..."Wir haben davon nix abbekommen...Die Wolke hat einen Bogen um die DDR gemacht..."




stattdessen regnete es rote rosen
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kann mich auch nimmer so richtig erinnern.

war natürlich ein schock.

an die giftwolke kann ich mich noch erinnern und die warnungen vor dem gemüse oder anderen freilandlebensmitteln.



ist das jetzt erst 20 jahre her?

dachte dieses "jubiläum" sei schon vorbei und es liegt schon länger zurück
 
26.02.?

wir haben april
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nee ich dachte das wäre schon ein zwei jahre her, wo sich die katastrophe zum 20. mal gejährt hat.
 
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