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Stefan Kuntz

Diese Geschichte wird immer seltsamer. Was auch vorgefallen ist oder nicht: Die Kommunikation des HSV ist für mich völlig unverständlich.
Im Interesse der Frauen wurde die Familien-Story verbreitet. Mal abgesehen davon dass das eine echt schräge Idee ist (vom HSV und von Kuntz sehr naiv), weil das eh raus kommt und man da gar nicht drum rum kommt das öffentlich aufzuklären (spätestens ein möglicher Gerichtsprozess ist dann eh öffentlich): Jetzt hat offensichtlich von der "Opferseite" jemand mit der Bild gequatscht. Das zwingt sowohl Kuntz als auch den HSV zu einem Statement. Aber jetzt schreibt der HSV nur Kuntz zwinge den Verein zu einem Statement, von dem der das öffentlich gemacht hat ist keine Rede? Das passt so nicht.
Jetzt gehts neben der Aufklärung der schweren Vorwürfe noch um die Aufklärung dieser kompletten Verwirrung.

Und zu den Vorwürfen selbst: Ich neige sowohl dem HSV/ den Frauen ("Vorwürfe glaubhaft"), die ich aber nicht kenne, als auch Kuntz selbst, den ich seit langer Zeit als aufrichtige Persönlichkeit kenne (oder zu kennen meine), zu glauben. Tja.
Im Raum steht "verbale sexuelle Belästigung". Der Interpretationsspielraum zu diesem Wording ist quasi unendlich. Ohne das irgendwie verharmlosen zu wollen: Jeder noch so aufrichtigen Persönlichkeit können Fehltritte passieren. Dann gibts eine angemessene Strafe, eine Entschuldigung und irgendwann ist die Sache hoffentlich gut. Ich würde Kuntz zutrauen dass er zu einem Fehltritt steht, aber was weiß ich schon. Nun steht aber auch der Verleumdungsvorwurf im Raum. Ich fürchte "die Wahrheit" kommt hier nie ans Licht. Das wird ein endloses Theater.
 
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Puh die ganze Nummer wirkt schon sehr merkwürdig...

Anzeige gegen Anonym wegen Staking. Vs. verbal genötigt zum Oralverkehr. Wirkt schon sehr merkwürdig.

Verstehe den HSV, in der Hinsicht, dass er sich einen monatelangen Schwebezustands zum Verfahren nicht belasten möchte. Der öffentliche Druck und Ablenkung vom sportlichen ist ohnehin, schon schädlich genug. Glaube auch deshalb nicht das der HSV so etwas konstruiert nur um Prämien zu sparen.

Hoffe die Wahrheit kommt bald ans Licht.
 
Oh mann. Der arme Kerl tut mir richtig leid, weil ichs ihm absolut nicht zutrauen kann. :(
Mir tun in erster Linie die Frauen leid, sollten sich die Anschuldigungen bewahrheiten.

Die ganze Geschichte stellt Kuntz bisher nicht gerade in einem günstigen Licht dar, anfangs konnte man es noch auf die BILD schieben, je mehr rauskommt, desto düsterer wirds.
 
Ich maße mir keinerlei Urteil in irgendeiner Richtung an. Man kann zwischen den Fällen Weinstein und Kachelmann pendeln. Vorwürfe dieser Art sind gewichtig. Vor einer gerichtlichen Entscheidung kann man imho gar nichts dazu sagen, außer eben, dass es schwere Vorwürfe sind.
 
Ich maße mir keinerlei Urteil in irgendeiner Richtung an. Man kann zwischen den Fällen Weinstein und Kachelmann pendeln. Vorwürfe dieser Art sind gewichtig. Vor einer gerichtlichen Entscheidung kann man imho gar nichts dazu sagen, außer eben, dass es schwere Vorwürfe sind.
Naja, der HSV hält die Vorwürfe für glaubhaft, nachdem er externe Anwälte beauftragt hat sie zu untersuchen, zudem hat Kuntz trotz mehrere Angebote darauf verzichtet, Stellungnahme vor dem Aufsichtsrat zu beziehen.

Das hat schon ein gewisses "Geschmäckle"...
 
Naja, der HSV hält die Vorwürfe für glaubhaft, nachdem er externe Anwälte beauftragt hat sie zu untersuchen, zudem hat Kuntz trotz mehrere Angebote darauf verzichtet, Stellungnahme vor dem Aufsichtsrat zu beziehen.

Das hat schon ein gewisses "Geschmäckle"...

Mir fällt es auch schwer zu glauben dass das Statement vom hsv aus der Luft gegriffen ist, zumal nicht nur eine Frau betroffen ist.
Die Prüfung der Anwälte hat aber wohl (noch) zu keiner Anzeige geführt. Da kenn ich mich zu wenig aus um zu verstehen, was denn dann juristisch geprüft wurde (zu prüfen ob eine Aussage glaubhaft ist, hätte ich jetzt eher psychologischen Gutachtern zugetraut). Der Vertragsauflösung hat Kuntz wohl ohnehin zugestimmt.

Mit Kuntz Statement gehts mir aber genauso, zumal ich ihn immer grundsympathisch fand (es wäre gelogen zu sagen das beeinflusse meine Einschätzung nicht). Auch für ihn prüfen Anwälte und das führt wohl zu Anzeigen. Soweit wie die Aussagen hier auseinander liegen, wunderts mich aber nicht dass es zu keiner Aussprache zwischen AR und Kuntz kam. Sobald mit Anwälten gearbeitet wird, ist das vorbei.

So oder so sehr traurig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin gerade beruflich Sitzungsvertreter in einer Vergewaltigung und kenne das Spannungsfeld zwischen Täter unschuldig einer schweren Straftat beschuldigt, bei der immer etwas hängen bleibt einerseits und einem gedemütigten Opfer, dem man keinen Glauben schenkt.

Was die Reaktion des HSV angeht, darf man zwar davon ausgehen, dass man die Sache ernst nehmen musste, wie sie den Verantwortlichen geschildert wurde. Man muss aber auch berücksichtigen, dass man als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit auch in die Abwägung einbezieht, wie es aussehen würde, man hätte entsprechende Vorwürfe zunächst heruntergespielt.

Als Außenstehender kann man derzeit nichts inhaltlich Gehaltvolles zu den Vorwürfen sagen. Ich ziehe hier auch keine Vereinsbrille an. Sexuelle Straftaten sind sicherlich nicht die Werte Fritz Walters. Abwarten, ob und wie sich die Sache entwickelt.
 
Ich denke man kann aktuell weder behaupten, dass es schlimmer wird je mehr raus kommt, noch kann man behaupten dass Kuntz auf Richtigstellung bzw. Statements verzichtet hat.
Was man bisher weiß, kam eigentlich schon ziemlich alles durch die Bild an die Öffentlichkeit. Der Verein versucht jetzt natürlich in Maßen zu reagieren, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu legen.
Am Ende des Tages kann man aktuell nur sagen, dass man nichts weiß. Klar ist, dass eine Schuld bewiesen werden muss und dass es auch keine Opfer/Täter Umkehr geben darf. Persönlich würde ich es ihm nicht zutrauen, aber man kann Menschen eben auch nur vor den Kopf schauen.
 
Ehrlich gesagt weiß ich persönlich auch nicht, ob selbst die Oralverkehr-Aufforderung zwingend strafbar ist. Das kann vermutlich @Larilson besser beurteilen und hängt möglicherweise vom genauen Wortlaut ab.

Einen Grund für einen Rücktritt/den Rauswurf einer Führungsperson ist sie allerdings in jedem Fall, sollte sie stimmen.
 
In meinen Augen sind an diesem Artikel zwei Punktei nterressant:
Dass es sich dabei um verbale sexuelle Belästigung gegenüber Mitarbeiterinnen handelt, schrieb das Kontrollgremium nicht.
Hierbei sind wiederum zwei Aspekte interessant:

1) Verbale sexuelle Belästigung gibt es nicht als Straftatbestand
2) Möglicherweise ist man intern zur Auffassung gekommen, dass ein Verhalten vorlag, welches gegen die Compliance des HSV verstieß, aber nicht strafbar war. Dazu passt auch die interne Untersuchung wegen möglicher Compliance Verstöße, die laut anderen Medienberichten noch andauert

Der andere Punkt ist der folgende:
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erklärte gegenüber der MOPO an diesem Montag jedoch, dass ihr eine derartige Strafanzeige von Kuntz nicht vorliege. Möglich wäre, dass Kuntz eine solche Anzeige nur bei der Polizei gestellt habe. Auch die Pressestelle der Hamburger Polizei teilte am Dienstag allerdings auf MOPO-Anfrage mit, dass dem Landeskriminalamt (LKA) Hamburg eine solche Anzeige gegen Unbekannt wegen Stalkings „bislang nicht bekannt geworden“ sei.
Möglicherweise könnte dieser Teil des BILD-Artikels nicht zutreffend sein.
 
Wenn man das so sieht, dann hat er das Problem möglicherweise recht treffend selbst beschrieben. Auch wenn ich davon ausgehe, dass das mit dem Jungen erfunden oder übertrieben ist. Aber wenn er da echt hingegangen sein sollte und Frauen als Schätzche bezeichnet hätte, das könnte man in einer Metropole in Deutschland und in so einer Stadt wie Hamburg einfach nicht bringen. Für mich wäre soetwas aber kein strafbares Verhalten, sondern nur komplett peinlich (das mit dem Schätzche).
Das hat dann aber eher weniger mit der "Metropole" zu tun, sondern eher mit dem leicht unterkühlten und distanzierten Auftreten der Nordlichter. Man muss mit den Hamburgern auch erst mal warm werden.
 
Das hat dann aber eher weniger mit der "Metropole" zu tun, sondern eher mit dem leicht unterkühlten und distanzierten Auftreten der Nordlichter. Man muss mit den Hamburgern auch erst mal warm werden.
Ich bezweifel, dass es in Bremen oder Berlin anders gewesen wäre. Du hast in großen Städten eben ein stärker progressives und auch akademisiertes Publikum und bestimmte Dinge werden dann eben anders wahrgenommen als in stärker ländlichen Regionen. Nachdem ich das Video gesehen habe, da hat es mich nicht gewundert, dass das als nicht positiv wahrgenommen wurde. Die Verhaltensweisen und Normen sind eben ganz anders, ich würde mich in Hamburg niemals so verhalten.

Der HSV versteht sich ja auch explizit als progressiver, auf Gleichstellung bedachter Club und da wäre das möglicherweise etwas, was als Compliance Verstoß/diskriminierendes Verhalten gewertet wird (weniger als St. Pauli, aber trotzdem). Und ich kann auch nachvollziehen, wenn progressivere Frauen das als verbale sexuelle Belästigung empfinden und auch nicht möchten.

Hm, hatte ich den Post nicht eigentlich rausgenommen? Ist der noch da?
 


Genau das ist es wohl auch jetzt, er ist intern der "touchy guy" gewesen und es ist von"typischen »Stefan-Kuntz-Momenten«" die Rede. Zuletzt war er das für die meisten intern aber schon weniger. Maximal dumm gelaufen, so die Leute anzufassen und noch "Schätzche" zu nennen.

Wenn man böse wäre könnte man die Episode als "das Landei in der großen Stadt" betiteln. Vor dem Hintergrund ist auch die Reaktion aller (!) Beteiligten irgendwo nachvollziehbar. Komplettes "kulturelles" Missverständnis.

Habe das Video nun doch wieder reingestellt. Ich denke in der Pfalz versteht man, dass die Geschichte mit dem Jungen nur ein Witz ist.
 
Tatsächlich hat meine Frau direkt nach dem Aufkommen der Gerüchte um die sexuelle Belästigung gesagt, dass sie ihn als „touchy Typ“ einschätzt - ohne es negativ auszulegen. Hier und da mal eine Umarmung, ein Berührung am Rücken o.ä. - aber eben im freundschaftlichen Sinne und ohne einen sexuellen Hintergrund. So hätte ich ihn von seiner Art in der Öffentlichkeit auch eingeschätzt.

Heutzutage ist es nunmal ein schmaler Grat, was nun schon als sexuelle Belästigung zu sehen ist oder eben noch innerhalb der „Norm“. Da haben sich die Grenzen deutlich verschoben - wohlgemerkt immer mit dem Hintergrund, dass hinter diesen Berührungen kein sexuelles Motiv sondern eben „nur“ die „freundschaftliche“ Art steht. Sicher war diese noch nicht so deutlich gezogene Grenze früher häufiger eine Einladung für die, die tatsächlich eine Berührung im Sinne einer sexuellen Belästigung gesucht haben…


Als Außenstehender muss man natürlich abwarten und kann schlecht eine wasserfeste Einschätzung geben. So wie es mittlerweile gut ist, dass man (insbesondere) Frauen oder auch Männer vor solchen Verhaltensweisen - gerade in höheren Positionen - schützt, so können solche Anschuldigungen auch mal „erfunden“ oder „übertrieben“ sein. Deshalb ist es extrem wichtig, dass man solche Art von Fällen genauestens untersucht, denn im Falle einer Verurteilung, ist die Karriere des Beschuldigten (egal ob prominent oder nicht) vorbei und man hat für immer den Stempel des „Übergriffgen“ ab.


Gesendet von iPad mit Tapatalk
 
https://www.focus.de/sport/fussball...eck_93c8afd1-8b95-4475-887c-1f8d5206e413.html
Angeblich hat er laut Focus die Anzeige allerdings wieder zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft ist aber trotzdem daran gebunden, weiter zu ermitteln. Die Rücknahme erfolgte kurz vor der Veröffentlichung in der BILD.

im Focus-Artikel heißt es auch:
Der Reihe nach: Im Zuge der Berichterstattung hatte „Bild“ an diesem Sonntag vermeldet, dass Kuntz sich selbst als Opfer in dieser schwerwiegenden Angelegenheit, in der ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, ansieht.

Er habe selbst Anzeige gegen Unbekannt wegen Stalkings erstattet, hieß es. Die Anzeige sei von Dr. Eva Lütz-Binder vorbereitet worden, einer Fachanwältin für Familien- und Strafrecht aus Landau. Sie ist die Ehefrau von Fritz Grünewalt, Kuntz’ früherem Vorstandskollegen aus Kaiserslauterer Zeiten.
Zur Erklärung: Anzeigen gegen Unbekannt werden in Hamburg tausendfach gestellt, eine genaue Zuordnung ist in den Computersystemen der Hamburger Justiz nicht ohne Weiteres schnell möglich, daher dauerte es, bis das Schriftstück, das auf den 12. Dezember datiert ist, nun zugeordnet werden konnte.

Inzwischen seien auch Ermittlungen eingeleitet worden, wie die Mopo auf Nachfrage erfuhr. Und zwar, obwohl die Anzeige am 8. Januar wieder zurückgenommen worden sei – von der gleichen Kanzlei, die sie am 12. Dezember gestellt hatte.
Drei Tage bevor die „Bild“ den Fall öffentlich machte, kam es zum Rückzug der Anzeige. Die Frage nach dem Warum bleibt zum aktuellen Zeitpunkt unbeantwortet.

Klar aber ist, dass die von Kuntz und die von ihm eingeschaltete Kanzlei damit nicht verhindert haben, dass staatsanwaltschaftliche Ermittlungen eingeleitet worden sind.

Bei dem von Kuntz erhobenen Verdacht der Nachstellung, der in Paragraf 238 des Strafgesetzbuches niedergeschrieben ist, handelt es sich um ein Offizialdelikt, also um eine Straftat, die von der Staatsanwaltschaft selbsttätig verfolgt wird. Ein Rückzug der Anzeige ändert daran nichts.
Komplettt merkwürdig
 
Also:
12.12.2025: Anzeige Staking gegen Unbekannt
31.12.2025: Vertragsauflösung HSV
02.01.2026: Veröffentlichung Vertragsauflösung aus persönlichen Gründen
08.01.2026: Rückzug der Anzeige
11.01.2026: Veröffentlichung der Vorwürfe durch Bild

Spekulationen: Mir erscheint es logisch das er nachdem aus und vermutlich auch Rückzug die Anzeige zurückzieht und damit unter das Kapitel einen Schlussstrich zieht.

Anzeige der Person gegen Kuntz wegen des Vorwurfs er hat mich verbal zum Oral Verkehr genötigt gibt es weiterhin nicht oder. Also aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen unbekannt wegen Stalking und die Bild gegen Kuntz aufgrund der Andeutungen eines mutmaßlichen Opfers.
 
[...] Also aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen unbekannt wegen Stalking und die Bild gegen Kuntz aufgrund der Andeutungen eines mutmaßlichen Opfers.
Die BILD ermittelt gegen Kuntz? Ich danke eher, dass die BILD hier eine Story gewinnbringend ausschlachtet, völlig ohne Rücksicht auf Verluste. Ist auch die Frage, wer das denen zugespielt hat, das ist eigentlich nicht im Interesse aller Beteiligten. Wundert mich beim HSV aber auch nicht mehr.

Ansonsten aber richtig, er kann die Anzeige ja zurückgezogen haben, da er einen Schlussstrich ziehen wollte und es mit der Vertragsauflösung als erledigt betrachtete.
 
Tatsächlich hat meine Frau direkt nach dem Aufkommen der Gerüchte um die sexuelle Belästigung gesagt, dass sie ihn als „touchy Typ“ einschätzt - ohne es negativ auszulegen. Hier und da mal eine Umarmung, ein Berührung am Rücken o.ä. - aber eben im freundschaftlichen Sinne und ohne einen sexuellen Hintergrund. So hätte ich ihn von seiner Art in der Öffentlichkeit auch eingeschätzt.

Heutzutage ist es nunmal ein schmaler Grat, was nun schon als sexuelle Belästigung zu sehen ist oder eben noch innerhalb der „Norm“. Da haben sich die Grenzen deutlich verschoben - wohlgemerkt immer mit dem Hintergrund, dass hinter diesen Berührungen kein sexuelles Motiv sondern eben „nur“ die „freundschaftliche“ Art steht. Sicher war diese noch nicht so deutlich gezogene Grenze früher häufiger eine Einladung für die, die tatsächlich eine Berührung im Sinne einer sexuellen Belästigung gesucht haben…


Als Außenstehender muss man natürlich abwarten und kann schlecht eine wasserfeste Einschätzung geben. So wie es mittlerweile gut ist, dass man (insbesondere) Frauen oder auch Männer vor solchen Verhaltensweisen - gerade in höheren Positionen - schützt, so können solche Anschuldigungen auch mal „erfunden“ oder „übertrieben“ sein. Deshalb ist es extrem wichtig, dass man solche Art von Fällen genauestens untersucht, denn im Falle einer Verurteilung, ist die Karriere des Beschuldigten (egal ob prominent oder nicht) vorbei und man hat für immer den Stempel des „Übergriffgen“ ab.


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Für mich stellt sich an dieser Stelle auch die Frage in was für einer Gesellschaft wir leben möchten.

Hätte ich mich in Hamburg so verhalten wie es Stefan Kuntz getan hat? Nein, ganz sicherlich nicht.

Sollte soetwas unter "verbale sexuelle Belästigung" fallen? Puh, schwierig finde ich persönlich, dass solche Vorwürfe überhaupt im Raum stehen.


Wenn es sich hier wirklich nur um das handeln sollte, was er da im Video geäußert hat: Peinlich? Unangemessen? Fehlverhalten? Stimmt schon, absolut!

Aber strafrechtlich relevant? Für mich persönlich eher nicht!
 
Am 2. Januar hatten der HSV und Stefan Kuntz die Aufhebung des gemeinsamen Vertrags mit dem Verweis auf persönliche Gründe publiziert, um einen öffentlichen Schlagabtausch zu vermeiden. Genau dieser ist mittlerweile im Gange: Am Montag reagierte der Aufsichtsrat des Klubs scharf auf Ausführungen des 63-Jährigen vom vergangenen Wochenende - und belastete ihn schwer.

 
Also das was da ein HSV-AR gebracht hat, das kann halt auch wieder nur ein HSV-AR bringen.
2. Mehrfache Anhörungsangebote/Information über die Vorwürfe: Die wiederholte Behauptung, Stefan Kuntz sei über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht informiert worden und habe keine Möglichkeit erhalten, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften, ist nachweislich unwahr:

Am 18. Dezember wurde Stefan Kuntz förmlich über die Untersuchung informiert; am 19. Dezember wurden seinen damaligen Anwälten in anonymisierter Form die Inhalte sämtlicher bis dahin vorliegender Zeugenaussagen mitgeteilt.
Dieses Dementi bestätigt doch nur das, was der Anwalt von SK auch schon gesagt hatte.
Bis heute wisse sein Mandant nicht, sagt sein Anwalt Christian Schertz, „was ihm von welcher Person und in welcher Situation überhaupt konkret vorgeworfen wird“.

Ganz im Ernst lieber HSV-AR, da habt ihr nur noch einmal das bestätigt, was da der Kuntz-Anwalt schon vorher gesagt hatte, nur in anderen Worten. Das ist das komplette Gegenteil eines Dementis!

Das ist ja eine Komplettbestätigung des Kuntz-Anwaltes, er weiß nicht, wer ihm was in welcher Situation vorwirft. Daran ändern ja auch anonymisierte Anschuldigungen nichts. Und ganz im Ernst: Dazu hätte ich persönlich dann auch nicht Stellung genommen.
 
Irgendwas sagt mir, dass hier was nicht stimmt.
Das Kuntz mit seiner Art vielleicht nicht bei jedem gut ankommt ist in Ordnung und das genau diese Art in der heutigen Zeit vielleicht auch nicht mehr angebracht ist auch. Man sollte sich da besser auf das Umfeld einstellen und sich dann eben zurücknehmen. Wie schnell können dann einfache Gesten (wie jetzt in den Arm nehmen) falsch verstanden bzw. auch für denjenigen grenzüberschreitend sein. Von daher muss man sich und das Umfeld besser einschätzen, ob ich da nicht eine Grenze überschreite.

Was sich aber jetzt abspielt, wirkt wie eine posse. Nimmt einfach euere Verantwortung war und gut ist. Klärt das ganze auf und macht das nicht über die Presse. Das bringt nämlich allen beiteiligten nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit dem Oralverkehr zumindest hat sich vermutlich die BILD komplett ausgedacht. Typisches BILD-Verhalten, man nehme einen wahren Kern und dichte noch etwas richtig skandalöses oben drauf, damit es sich besser verkauft.
 
Die befürchtete Schlammschlacht, die nur Verlierer produziert. Und so oder so: Das wird an Kuntz haften bleiben, das wird der nicht mehr los.

Man fühlt sich ja heutzutage gezwungen zu allem immer ganz schnell eine Haltung einzunehmen und sich auf eine Seite zu schlagen. Aber was da jetzt öffentlich ausgebreitet wird, lässt mich nur ratlos zurück. Was soll ich mit diesen Infos? Damit kann man jetzt viel spekulieren, wie das abgelaufen sein könnte, aber das bringt auch nichts. Und wird vor allem dem eigentlichen Thema (sexuelle Belästigung) nicht gerecht. Der HSV hat hier versucht alles richtig zu machen und trotzdem kann das kaum als Vorbild dienen.

Also Vorsicht mit irgendwelchen vorschnellen Vergleichen, sei es Richtung Boateng oder Richtung Kachelmann. Das wird dem Einzelfall nie gerecht. Auch das Thema Sexismus in Fußballvereinen an diesem Fall zu verhandeln, ist schwierig.

Für mich stellt sich an dieser Stelle auch die Frage in was für einer Gesellschaft wir leben möchten.

Hätte ich mich in Hamburg so verhalten wie es Stefan Kuntz getan hat? Nein, ganz sicherlich nicht.

Sollte soetwas unter "verbale sexuelle Belästigung" fallen? Puh, schwierig finde ich persönlich, dass solche Vorwürfe überhaupt im Raum stehen.


Wenn es sich hier wirklich nur um das handeln sollte, was er da im Video geäußert hat: Peinlich? Unangemessen? Fehlverhalten? Stimmt schon, absolut!

Aber strafrechtlich relevant? Für mich persönlich eher nicht!

Um "strafrechtlich relevant" ging es auch nie, wenn ich das richtig verfolgt habe. Der HSV hat nie eine Anzeige gestellt. Es ging "nur" um die HSV-eigenen Richtlinien.
Der Clip ist auf Frauen bezogen absolut harmlos, aber was ist denn das bitte für eine bescheuerte Pointe am Ende? Entweder verstehe ich den Kontext nicht oder das ist in jeder Hinsicht saudumm.
 
Um "strafrechtlich relevant" ging es auch nie, wenn ich das richtig verfolgt habe. Der HSV hat nie eine Anzeige gestellt. Es ging "nur" um die HSV-eigenen Richtlinien.
Der Clip ist auf Frauen bezogen absolut harmlos, aber was ist denn das bitte für eine bescheuerte Pointe am Ende? Entweder verstehe ich den Kontext nicht oder das ist in jeder Hinsicht saudumm.
Ich denke, da wollte er halt einen raushauen und das war dann saudämlich. Wenn er das aber wirklich genau so gemacht hätte, da hätte er doch eine Anzeige bekommen oder vom Vater gleich eine für gelangt. Für mich ist das ein Witz. Kein besonders guter, aber da wollte er halt lustig sein.
 
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