Meiner Meinung nach ist das Festhalten von Kuntz an Kurz ein eindeutiges Eingeständnis seiner schlechten Einkaufsstrategie in diesem Jahr. Die gestrigen Interviews und die Aussagen zu den Israeli-Transfers sind für mich Beleg dafür. Er sieht es wohl so, dass er Kurz damit erst mit in die Bredouille gebracht hat. Kuntz ist Anhänger der Philosophie, dass man nur mit Kontinuität weiterkommen kann (und das ist eigentlich mM nach eine sehr gute Philosophie) und hat sich in den letzten Wochen sehr weit aus dem Fenster gehängt. Er hatte wohl die Hoffnung, dass die Mannschaft sich zusammenraufen wird, wenn sie erkennt, dass es nix bringt gegen den Trainer zu spielen. Dies ist offensichtlich nicht passiert und damit muss man sich eingestehen, dass der Bruch zwischen Mannschaft und Trainer weit größer ist, als gedacht. Dies zeigt sich auch durch die vielen (aus unserer Sicht) unnötigen Wechsel der Stammformation und dem derzeitigen Höhepunkt den Kapitän in der Halbzeit auszuwechseln (obwohl andere Spieler wesentlich schlechter waren). Kurz weiß einfach nicht mehr auf wen er sich verlassen kann. Die logische Konsequenz wäre nun, den Trainer zu entlassen: Das kann Kuntz aber nicht, weil er sich sonst nach seinen Statements unglaubwürdig macht. Kuntz selbst steckt also in einer Zwickmühle. Er muss also nun seiner treu bleiben, obwohl er erkennen muss, dass die Konstellation Trainer-Mannschaft nicht mehr stimmt. Was also folgen wird ist eine Reihe von weiteren "Suspendierungen" von Spielern, oder dann der Rücktritt von Kurz am nächsten Samstag bei einer Heimniederlage. In unserer Situation wäre eigentlich angebracht, dass der VV seine Handlungsfähigkeit beweist- auch um der Mannschaft zu zeigen, wer eigentlich der Chef im Hause ist und dass wir hier klare Regeln haben. Diese Option hat er sich allerdings selbst genommen und mit der verfehlten Einkaufspolitik sind das die größten Fehler, die sich Kuntz in seiner Zeit hier geleistet hat. Für mich ist seit gestern klar, dass wir absteigen werden. Marco Kurz wird uns in der nächsten Saison allerdings nicht mehr trainieren. Wollen wir hoffen, dass Kuntz nicht die Brocken hinwirft, denn er ist ja schon sehr emotional und diese persönliche Niederlage wird ihn sehr mitnehmen. Nach wie vor ist Kuntz unser Mann. Er ist neu im Geschäft und muss aus seinen Fehlern lernen. Das ist das einzige was ich von ihm erwarte!