65 Millionen Euro für Stadiongesellschaft
Darlehen der Dresdner Kleinwort Wasserstein ermöglicht Umschuldung auf günstigere Konditionen. Die Fritz-Walter-Stadion-Gesellschaft kommt auf neue finanzielle Füße. Die vom Aufsichtsrat der Gesellschaft und dem Stadtrat beschlossene Umschuldung kann vollzogen werden. Das hat der Aufsichtsratsvorsitzende Oberbürgermeister Bernhard Deubig gestern bestätigt.
Ermöglicht hat die Umschuldung auf günstigere Konditionen die Dresdner Kleinwort Wasserstein, Frankfurt/Main, die Investmentbank der Dresdner Bank. Ein Darlehen über 65 Millionen Euro hatte sie am Freitagmittag auf ein Konto bei der Stadtsparkasse Kaiserslautern überwiesen. Die Mittel wurden vorerst zinsgünstig angelegt.
Wie der Oberbürgermeister erklärte, werden alle Kredite, die bei der Gründung der Stadiongesellschaft und der Übernahme des Stadions übertragen worden waren, abgelöst. Das bedeutet vor allem, dass das Bankenkonsortium aus Kreissparkasse Kaiserslautern, Stadtsparkasse Kaiserslautern, Kreissparkasse Kusel, Landesbank Rheinland-Pfalz und Deutsche Bank sein Geld zurückbekommt. Die Ablösung der Altschulden soll in den nächsten Tagen vorgenommen werden.
Nach RHEINPFALZ-Informationen bewegt sich der Zins für das Darlehen der Dresdner Kleinwort Wasserstein bei 4,5 Prozent, fest auf 30 Jahre. Der Zinssatz hat sich seit der Beschlussfassung über die Darlehensaufnahme in den Gremien von Stadiongesellschaft und Stadt im März damit erhöht.
Zurückzuzahlen ist das neue Darlehen erst nach Ende der Laufzeit. Eine jährliche Tilgungsrate ist somit nicht vorgesehen. Verbürgt wird das Darlehen durch die Stadt, die alleinige Gesellschafterin der Fritz-Walter-StadionGesellschaft.
Mit dem Darlehen konzentriert sich die wirtschaftliche Seite der Stadiongesellschaft nun, bis auf einen kleinen Rest, auf einen Gläubiger. Die Transaktion geht davon aus, dass die Stadiongesellschaft eine jährliche Bauunterhaltungsrücklage von knapp 300.000 Euro bilden kann. Der Rechnung liegen jährliche Zinsleistungen von 2,925 Millionen Euro und Einnahmen aus der Verpachtung des Stadions an den 1. FC Kaiserslautern von 3,2 Millionen Euro zugrunde. (rdz)
REDZIMH / REDZIMH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Schade...keine neue Munition für alle, die Stadt und Land so gerne kritisierten, als diese den FCK finanziell unterstützten.