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Vom Kampf zwischen Mensch und Maschine
Montag, 18. Juli 2005
Früher gab es eine endlose Liste von Entschuldigungen, warum ein Spieler am Wochenende nicht auf dem Höhepunkt seiner körperlichen Leistungsfähigkeit war. Doch jetzt ist Ball-Geflüster in Fernost auf eine interessante Entdeckung gestoßen, künftig könnten ständig müde Fußballer der Vergangenheit angehören. Angeblich soll es etwa ab dem Jahr 2050 eine Mannschaft aus menschenähnlichen Robotern geben, die das Potenzial hat, den jeweiligen FIFA-Weltmeister zu schlagen. Dieses Ziel steckt jedenfalls hinter dem sonst reichlich kurios anmutenden RoboCup 2005, der diese Woche im japanischen Osaka beginnt und bei dem mehr als 330 Mannschaften aus 31 Ländern teilnehmen. Die Roboter-Teams treten in verschiedenen Kategorien gegeneinander an: bei den kleinen Robotern, denen mit vier Füßen, wo auch die berühmten AIBOs von Sony dabei sind, sowie in der Königsklasse, bei den Menschenrobotern. Dort kämpfen die Teilnehmer um den Louis Vuitton Humanoid Cup. Diesen Glaspokal hat der berühmte Modezar selbst kreiert. Die Hoffnungen der Europäer liegen hauptsächlich auf deutschen Universitätsmannschaften. Die Favoriten auf den Humanoid Cup sind jedoch die Lokalmatadoren aus Osaka, die zudem noch das (menschliche) Publikum hinter sich haben. Ihr Roboter trägt die offizielle Bezeichnung "VisiON autonomous bipedal", sieht aber eher aus wie eine Kreuzung aus Captain Buzz Lightyear und Wayne Rooney.
Darth Vader (Cádiz CF)
Barça-Strip
Aus Spanien hört man eine weitere Episode aus dem nie enden wollenden Kampf Mensch gegen Maschine. Als Joan Laporta, der Präsident des FC Barcelona, die Sicherheitsschleuse von Barcelonas Flughafen El Prat durchquerte, läuteten die Alarmglocken. Zum Glück für die Barça-Fans hatte dies nichts mit dem Abgang eines ihrer Stars zu tun - Laporta wurde nur Opfer eines Metalldetektors. Der Präsident der Blaugranas wollte am Samstag zu einem Wohltätigkeitsspiel nach Bosnien-Herzegowina aufbrechen, doch als er den Sicherheits-Check schließlich überstanden hatte, sah er eher nach einem FKK-Urlauber aus. Laporta versuchte es immer und immer wieder, doch ständig schlug die Maschine Alarm. Dadurch wurde auch eine Reihe von spanischen Journalisten auf ihn aufmerksam. Bei jedem Versuch zog er ein weiteres Kleidungsstück aus, bis er schließlich in Unterwäsche da stand. "Egal ob man der Präsident des FC Barcelona oder ein einfacher Mann von der Straße ist - so etwas ist nicht gerade lustig", meinte er nach dem Vorfall. "Der Detektor muss besonders sensibel eingestellt gewesen sein, ich bin aber trotzdem ruhig geblieben", fügte er hinzu. Damit wies er Berichte zurück, er habe das Flughafen-Personal mit deftigen Worten beschimpft.
Waschen, Legen und Föhnen bitte, Her Präsident
Eine weitere kuriose Geschichte gab es bei Real Oviedo, wo man den Friseur Ramiro Fernández vergeblich zum Präsidenten machen wollte. Der Klub aus Asturien, der gerade erst wieder in die Segunda División B aufgestiegen ist, schien wie für Ramiro bestimmt zu sein. Denn er ist ein glühender Anhänger Oviedos und zugleich Friseur der spanischen Nationalmannschaft. Dadurch hielt man ihn für den legitimen Nachfolger von Celso González. Doch Ramiro lehnte dankend ab: "Das ist jetzt nicht die richtige Zeit." Am Mittwoch wurde schließlich Juan Mesa zum neuen Präsidenten gemacht. Sollte Fernández irgendwann einmal doch das Präsidentenamt übernehmen, wird er seine Schere wohl in den Ring werfen.
Krieg der Sterne in Cádiz
Zum Schluss hat Primera División-Aufsteiger Cádiz CF durchaus kreativ versucht, seine Fans dazu zu überreden, neue Jahreskarten zu erwerben. Hauptdarsteller der Kampagne ist Star Wars-Bösewicht Darth Vader, der diese Woche sowohl im Ramón de Carranza-Stadion als auch in einem TV-Filmchen aufgetaucht ist. In diesem Werbespot kommt Vader in der südspanischen Hafenstadt an, um sich eine Jahreskarte zu kaufen. Er verlangt dabei einen "schönen Platz auf der Haupttribüne, ziemlich zentral, mit einer guten Sicht auf den Platz." Woraufhin er freundlich ermahnt wird, sich hinten in der Schlange anzustellen.
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Montag, 18. Juli 2005
Früher gab es eine endlose Liste von Entschuldigungen, warum ein Spieler am Wochenende nicht auf dem Höhepunkt seiner körperlichen Leistungsfähigkeit war. Doch jetzt ist Ball-Geflüster in Fernost auf eine interessante Entdeckung gestoßen, künftig könnten ständig müde Fußballer der Vergangenheit angehören. Angeblich soll es etwa ab dem Jahr 2050 eine Mannschaft aus menschenähnlichen Robotern geben, die das Potenzial hat, den jeweiligen FIFA-Weltmeister zu schlagen. Dieses Ziel steckt jedenfalls hinter dem sonst reichlich kurios anmutenden RoboCup 2005, der diese Woche im japanischen Osaka beginnt und bei dem mehr als 330 Mannschaften aus 31 Ländern teilnehmen. Die Roboter-Teams treten in verschiedenen Kategorien gegeneinander an: bei den kleinen Robotern, denen mit vier Füßen, wo auch die berühmten AIBOs von Sony dabei sind, sowie in der Königsklasse, bei den Menschenrobotern. Dort kämpfen die Teilnehmer um den Louis Vuitton Humanoid Cup. Diesen Glaspokal hat der berühmte Modezar selbst kreiert. Die Hoffnungen der Europäer liegen hauptsächlich auf deutschen Universitätsmannschaften. Die Favoriten auf den Humanoid Cup sind jedoch die Lokalmatadoren aus Osaka, die zudem noch das (menschliche) Publikum hinter sich haben. Ihr Roboter trägt die offizielle Bezeichnung "VisiON autonomous bipedal", sieht aber eher aus wie eine Kreuzung aus Captain Buzz Lightyear und Wayne Rooney.
Darth Vader (Cádiz CF)
Barça-Strip
Aus Spanien hört man eine weitere Episode aus dem nie enden wollenden Kampf Mensch gegen Maschine. Als Joan Laporta, der Präsident des FC Barcelona, die Sicherheitsschleuse von Barcelonas Flughafen El Prat durchquerte, läuteten die Alarmglocken. Zum Glück für die Barça-Fans hatte dies nichts mit dem Abgang eines ihrer Stars zu tun - Laporta wurde nur Opfer eines Metalldetektors. Der Präsident der Blaugranas wollte am Samstag zu einem Wohltätigkeitsspiel nach Bosnien-Herzegowina aufbrechen, doch als er den Sicherheits-Check schließlich überstanden hatte, sah er eher nach einem FKK-Urlauber aus. Laporta versuchte es immer und immer wieder, doch ständig schlug die Maschine Alarm. Dadurch wurde auch eine Reihe von spanischen Journalisten auf ihn aufmerksam. Bei jedem Versuch zog er ein weiteres Kleidungsstück aus, bis er schließlich in Unterwäsche da stand. "Egal ob man der Präsident des FC Barcelona oder ein einfacher Mann von der Straße ist - so etwas ist nicht gerade lustig", meinte er nach dem Vorfall. "Der Detektor muss besonders sensibel eingestellt gewesen sein, ich bin aber trotzdem ruhig geblieben", fügte er hinzu. Damit wies er Berichte zurück, er habe das Flughafen-Personal mit deftigen Worten beschimpft.
Waschen, Legen und Föhnen bitte, Her Präsident
Eine weitere kuriose Geschichte gab es bei Real Oviedo, wo man den Friseur Ramiro Fernández vergeblich zum Präsidenten machen wollte. Der Klub aus Asturien, der gerade erst wieder in die Segunda División B aufgestiegen ist, schien wie für Ramiro bestimmt zu sein. Denn er ist ein glühender Anhänger Oviedos und zugleich Friseur der spanischen Nationalmannschaft. Dadurch hielt man ihn für den legitimen Nachfolger von Celso González. Doch Ramiro lehnte dankend ab: "Das ist jetzt nicht die richtige Zeit." Am Mittwoch wurde schließlich Juan Mesa zum neuen Präsidenten gemacht. Sollte Fernández irgendwann einmal doch das Präsidentenamt übernehmen, wird er seine Schere wohl in den Ring werfen.
Krieg der Sterne in Cádiz
Zum Schluss hat Primera División-Aufsteiger Cádiz CF durchaus kreativ versucht, seine Fans dazu zu überreden, neue Jahreskarten zu erwerben. Hauptdarsteller der Kampagne ist Star Wars-Bösewicht Darth Vader, der diese Woche sowohl im Ramón de Carranza-Stadion als auch in einem TV-Filmchen aufgetaucht ist. In diesem Werbespot kommt Vader in der südspanischen Hafenstadt an, um sich eine Jahreskarte zu kaufen. Er verlangt dabei einen "schönen Platz auf der Haupttribüne, ziemlich zentral, mit einer guten Sicht auf den Platz." Woraufhin er freundlich ermahnt wird, sich hinten in der Schlange anzustellen.
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