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Revolution in den MENA-Staaten

Ich will mich in die Diskussion gar nicht einmischen, nur sollte jemand den Titel ändern. Ägypten gehört nicht zum Magreb. Das sind die fünf Länder Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen und Mauretanien.
 
2 Millionen Leute auf der Straße!! In Kairo allein!


<a href="%7Boption%7D">http://english.aljazeera.net/watch_now/</a>





Das in dem Museum waren wohl die Wärter. Hat die ehemalige Leiterin des Museums gesagt. Also ... falls das hier überhaupt jemanden interessiert.


Dann fehlt ja nur noch eins! Der Rücktritt von Mubarak!




Ich will mich in die Diskussion gar nicht einmischen, nur sollte jemand den Titel ändern. Ägypten gehört nicht zum Magreb. Das sind die fünf Länder Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen und Mauretanien.


Erledigt!
 
2 Millionen Leute auf der Straße!! In Kairo allein!
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:shock:

mein lieber scholli, hoffentlich bleibt alles ruhig.



gestern soll es gerüchte gegeben haben, wonach heute heckenschützen

in die masse schiessen sollen.
 
wurde einer auf der strasse interviewt

und wahrscheinlich wollen irgendwelche regierungsanhänger

das eingreifen des militärs provozieren.

so nach dem motto wir schiessen in die menge, die randaliert und dreht durch und dann muss das militär

eingreifen.

aber wie gesagt, der passant sprach selbst davon, dass es nur ein gerücht sei.
 
2 Mio. und das obwohl Straßen und Bahnen nach Kairo gesperrt wurden!

Kann mir nicht vorstellen, das Mubarak das noch lange durchhält... Muss sagen, dass mir die Rolle des Militärs recht gut gefällt... für Ordnung sorgen soweit es geht, aber ansonsten neutral verhalten...

Die politische Rolle die Mubarak im nahen Osten spielte war allerdings nicht zu unterschätzen... er hat oft vermittelt und stand recht zuverlässig "an der Seite Israels"... was jetzt kommt ist absolut unklar... man kann hoffen, dass es ein Demokrat wie El Baradei ist, es können allerdings auch Islamisten sein und die Revolution endet wie im Iran, wo sie auch hoffnungsvoll begonnen hatte mit der Absetzung des Schahs...
 
Vielleicht interessant für manche in Bezug auf Revolution und Islam:



"Wir sollten die Muslimbrüder nicht länger dämonisieren. Es ist falsch, dass wir nur die Wahl haben zwischen der Unterdrückung durch Mubarak oder dem Chaos der religiösen Extremisten. Ich habe viele Differenzen mit den Muslimbrüdern. Aber sie haben seit fünf Jahrzehnten keine Gewalttaten mehr verübt. Auch sie möchten einen Wandel. Wenn wir Demokratie und Freiheit wollen, müssen wir sie integrieren, statt sie auszugrenzen."



ElBaradei im Spiegel vom 24.01.2011, Seite 86







Auszug aus dem Interview mit dem tunesischen Islamistenführer Rachid Ghannouchi in der selben Ausgabe des Spiegels auf Seite 80:



Ghannouchi: Wir wollen keine Ein-Parteien-Herrschaft, ganz egal, wer diese Partei ist. Nur Koalitionen werden uns vor neuer Tyrannei bewahren. Wir brauchen Gewaltenteilung und einen Rechtsstaat, der Gedanken-, Presse- und Meinungsfreiheit garantiert.



Spiegel: Wollen Sie eine islamische Republik?

Ghannouchi: Wir glauben, dass die Ziele, die ich eben benannt habe, direkt aus dem Islam hervorgehen. Er verlangt die "Schura", also Mitwirkung und öffentliche Konsultation, zum Regierungsprinzip zu machen.



Spiegel: Wie stehen Sie zur Geschlechtergleichheit?

Ghannouchi: Wir haben oft und deutlich gesagt, dass wir Tunesiens weitreichendes Gleichstellungsgesetz akzeptieren als eine legitime Interpretation des Islam. Ich selbst habe vier Töchter. Die älteste ist Doktor der Soziologie, zwei arbeiten an ihren Dissertationen, eine ist Anwältin. Ich halte daran fest, dass Frauen ein gleiches Recht auf Bildung, Arbeit und auf gesellschaftliches und politisches Engagement haben.



Spiegel: Verlangen Sie die Scharia?

Ghannouchi: Das steht nicht auf der Liste unserer Forderungen. Was Tunesien jetzt braucht, sind Freiheit und der Aufbau einer echten Demokratie.
 
MUBARAK WILL NICHT MEHR ANTRETEN



Der ägyptische Präsident Husni Mubarak will nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija auf eine Kandidatur für eine weitere Amtszeit verzichten. Das werde Mubarak in den nächsten Stunden bekanntgegeben, meldet der Sender. Die Präsidentenwahlen finden voraussichtlich im Herbst statt.



http://www.n-tv.de/http://www.n-tv.de/
 
Politologe übers Kräfteverhältnis in Ägypten

<span>"Die Armee hilft uns"</span>



Noch spielt das Militär eine wichtige Rolle. Aber auch das wird sich erledigen, meint der Politologe Amr Hamzawy, der am Tahrir-Platz protestierte. An eine islamistische Wende glaubt er nicht.



Mehr...(taz)
 
<strong>Live-Ticker: Proteste in Ägypten </strong>Militär fordert Ende der Demonstrationen





Die Ereignisse im Live-Ticker Die Botschaft sei angekommen, verkünden die Sicherheitskräfte - und rufen zu einem Ende der Proteste auf. Die Demonstranten haben sich wieder auf dem Tahrir-Platz versammelt und beharren auf einen sofortigen Abgang Mubaraks. Derweil kommt es zu Handgemengen zwischen Gegnern und Befürwortern. [->...]


Quelle: sueddeutsche.de



Link zum artikel: http://www.sueddeutsche.de/politik/...praesident-ist-stur-wir-sind-sturer-1.1054175http://www.sueddeutsche.de/politik/live-ticker-proteste-in-aegypten-der-praesident-ist-stur-wir-sind-sturer-1.1054175








Jordanischer König ordnet nach Unruhen politische Reformen an





Amman/Beirut - Die Unruhen in Ägypten schlagen politische Wellen in die ganze Region: Unter dem Druck anhaltender Proteste im eigenen Land hat der jordanische König Abdullah II. am Dienstag seinen Ministerpräsidenten Samir Rifai entlassen und "echte Reformen" angekündigt. Der Monarch beauftragte Ex-Regierungschef Maruf Bachit mit der Bildung einer neuen Regierung. Bachit war bereits von November 2005 an für zwei Jahre Ministerpräsident gewesen. [->...]


Quelle: welt-online.de



Link zum Artikel: http://www.welt.de/print/welt_kompa...dnet-nach-Unruhen-politische-Reformen-an.htmlhttp://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article12418400/Jordanischer-Koenig-ordnet-nach-Unruhen-politische-Reformen-an.html








Auch Jemens Präsident verzichtet auf neue Amtszeit





Sanaa (dpa) – Angesichts des dramatischen Machtverlusts von Ägyptens Präsident Husni Mubarak bekommen immer mehr arabische Führer kalte Füße. Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih erklärte vor beiden Kammern des Parlaments, er wolle nach 32 Jahren auf eine weitere Amtszeit verzichten. Einen Tag vor geplanten neuen Protesten machte Salih auch klar, dass er die Macht in zwei Jahren nicht an seinen Sohn übergeben wolle. Für morgen haben Oppositionsgruppen zu einem «Tag des Zorns» aufgerufen. Gestern hatte auch Mubarak erklärt, er werde bei der Präsidentenwahl im Herbst nicht mehr antreten. [->...]


Quelle: focus.de



Link zum Artikel: http://www.focus.de/politik/schlagzeilen/nid_63584.htmlhttp://www.focus.de/politik/schlagzeilen/nid_63584.html
 
also leute, demokratie und menschenrechte schön und gut, aber denkt hier vielleicht auch mal einer an die wirtschaft?




Nichts geht mehr am Nil, die Proteste gegen Präsident Mubarak haben Ägyptens Wirtschaft lahmgelegt. "Es gibt eine Krise, keine Frage. Und ich kann nicht verneinen, dass die Wirtschaft gelitten hat", gab am Dienstag Ägyptens Finanzminister Samir Radwan in der BBC zu. Und auch aus deutschen Diplomatenkreisen hieß es, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Proteste seien offensichtlich.


Bisher war Ägypten nach Südafrika das am stärksten industrialisierte Land Afrikas. Zwar leben 40 Prozent der rund 80 Millionen Ägypter in Armut, doch haben wirtschaftsfreundliche Reformen in der Finanzkrise für ein Wachstum von fünf Prozent pro Jahr gesorgt.



Nun drohen die Proteste jedoch dieses Wachstum nachhaltig zu schmälern. Das ING Investment Management schätzt, dass die Proteste mindestens einen halben Prozentpunkt Wachstum kosten. Für 2011 sei man von 5,5 Prozent Wachstum ausgegangen, nun seien maximal fünf Prozent drin, sagte eine Sprecherin.


http://www.ftd.de/politik/internati...haft-der-musterschueler-baut-ab/60006297.htmlhttp://www.ftd.de/politik/international/:delle-fuer-die-wirtschaft-der-musterschueler-baut-ab/60006297.html
 
Ist allerdings, wenn sich schnell eine Lösung findet, eine kurzfristige Wirtschaftsflaute. Langfristig kann mit einer demokratischeren Politik eventuell auch mehr drin sein.
 
klar, ich wollte nur auf die perspektive hinweisen, nach der eine mubarak-herrschaft mit gutem wirtschaftswachstum für andere länder attraktiver zu sein scheint als eine (demokratische) revolution mit eher ungewissem ausgang.
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Ist allerdings, wenn sich schnell eine Lösung findet, eine kurzfristige Wirtschaftsflaute. Langfristig kann mit einer demokratischeren Politik eventuell auch mehr drin sein.


Was meinst du, warum diese Pseudodemokratien jahrzehntelang von uns hofiert worden sind? Je korrupter und autoritärer das Regime, desto verlässlicher als Geschäftspartner.

Ist schon sehr lustig anzusehen, welche rhetorischen Auswüchse die aktuelle Entwicklung unseren Politikern abverlangt, wenn gleichzeitig die Demokratisierungstendenzen gelobt werden müssen und dabei nicht gesagt werden soll, dass die vorherigen (hochgelobten) Bündnispartner autoritäre und korrupte Saftsäcke waren, die sich auf Kosten ihrer Bevölkerungen ein fettes Leben geleistet haben.



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Was meinst du, warum diese Pseudodemokratien jahrzehntelang von uns hofiert worden sind? Je korrupter und autoritärer das Regime, desto verlässlicher als Geschäftspartner.


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ein artikel, der das sehr schön unterstreicht.




Erst kurz vor Abflug wurde Westerwelle von Mubarak empfangen. Erfreut pries er ihn danach als "Mann mit enormer Erfahrung, großer Weisheit und die Zukunft fest im Blick".


Die schwärmerischen Worte über den Diktator hatten zu tun mit einer Furcht, die nun, angesichts des schwankenden Regimes, eher stärker geworden ist: der Furcht, dass ohne Mubarak die Chancen auf Frieden in der Region noch schlechter werden.


wobei ich es noch sehr optimistisch von den autoren finde zu glauben, dass es hier in erster linie um "frieden in der region" geht...
 
Wir sind nicht dabei gewesen


In Kairo bekämpfen sich Anhänger und Gegner Mubaraks - bei der ARD regnet es derweil „Rote Rosen“, im ZDF kocht Alfons Schuhbeck. Die großen öffentlich-rechtlichen Sender lassen sich von welthistorischen Momenten nicht aus der Ruhe bringen.



http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82C...B488914D208E0F20B6~ATpl~Ecommon~Scontent.htmlhttp://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~E2F5A5E23126642B488914D208E0F20B6~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Ein großartiger Artikel, wirklich. Ist eigentlich die Zeit nicht wert das zu lesen.
 
Wir sind nicht dabei gewesen


Ach, das ist doch nicht wichtig, wenn sich ein Volk gegen seine Regierung erhebt und ein paar Leute dabei ihr Leben lassen. Hauptsache in den Touristenzentren geht alles seinen gewohnten Gang und bei uns soll's dann auch nicht stören...
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Ich hoffe, dass sich die Führer der westlichen Nationen wenigstens mal klar positionieren würden und nicht so Wischiwaschi-Statements abgeben würden.
 
Naja gestern abend wurde die Schalte vom heute journal abgebrochen, da der Reporter einen roten Punkt auf sich bemerkt hatte.

Allgemein scheint die Lage auch für Reporter sehr angespannt zu sein! Teilweise haben sich die Reporter auf die Hotelzimmer zurückgezogen, um überhaupt noch berichten zu können.

Es hat allen anschein das die Regierung nicht das Volk als Problem sieht, sondern mehr die Berichterstattung über die Demostrationen!
 
Mubaraks Anhänger

<span>Für ein Handgeld in den Schlägertrupp</span>



Sie kämpfen mit Eisenstangen, Messern und Knüppeln: Für ein paar Euro Lohn ziehen arme Saisonarbeiter in den Straßenkampf für Husni Mubarak. Hinter ihnen stecken Parteisoldaten, Beamte, Sicherheitskräfte - und reiche Geschäftsleute mit üppigen Staatsaufträgen.




(...)Mubaraks Getreue greifen zu perfiden Maßnahmen, um die Proteste der Regimegegner zu sabotieren und ein Schauspiel für die internationalen Beobachter zu inszenieren. Dutzende Haftanstalten, darunter Wüstengefängnisse, wurden in den vergangenen Tagen geöffnet. Insgesamt 14.000 Insassen, darunter Mörder und Schwerbrecher, kamen auf einen Schlag frei - ihnen wurde Haftverschonung in Aussicht gestellt, wenn sie für Chaos sorgen: eine Lizenz zum Plündern, Töten und Brandschatzen. (...)


Mehr...(spiegel)
 
Zur (möglichen) Rolle der Türkei im Demokratisierungsprozess in Nordafrika/Mittleren Osten:





<span>Wer Arabiens Demokraten wachrütteln kann</span>



Die arabische Welt steht vor gewaltigen Umwälzungen - und sie braucht dringend die Hilfe des Westens: Wenn Demokratie in der Region nicht nur ein Zwischenspiel auf dem Weg zum Islamismus bleiben soll, müssen wir in einem Umfang helfen, der alles Dagewesene in den Schatten stellt.





(...)Und wenn Demokratie eine Abbildung aller relevanten Strömungen und Richtungen in einem Staat bedeutet, dann ist völlig klar, dass mehr Demokratie in der muslimischen Welt mit einer Stärkung des religiösen und konservativen Elements einhergeht.


Gleichzeitig wird die Türkei auch liberaler, multireligiöser, multikultureller, ja sogar feministischer und schwuler. Die säkulare Diktatur hatte ja nicht nur die konservativen Muslime von der Macht abgehalten und zu assimilieren versucht, sondern auch alles andere, was irgendwie abweichend, individualistisch, anders war.



So ist es kein Widerspruch, dass die noch anwesenden Christen in der heutigen scheinbar konservativeren Türkei ihre freieste Zeit seit Gründung der Republik erleben. (...)


Mehr...(spiegelonline)
 
SWR-Eilmeldung

Ägyptens Staatschef Mubarak will nach übereinstimmenden Meldungen von CNN und BBC noch heute sein Amt abgeben. Offiziell gibt es dafür noch keine Bestätigung!
 
Wenn er nicht gleich den Hut nimmt, wird es morgen heftig scheppern in Ägypten, was ich mir wirklich nicht wünschen würde.
 
Live-Rede Mubaraks gerade im ZDF.


Das klingt aber irgendwie nicht nach sofortigem Rücktritt, auch wenn das teilweise etwas verwirrend ist, was man da so hört (z.b. auf n24)...

Wenn er bleibt, ich will nicht wissen, was dann morgen bzw. heute nacht Phase ist.

Jetzt müsste man noch die ägyptische Verfassung mit ihren Artikeln kennen.^^



Das sind wirklich bewegende Bilder aus Kairo.
 
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