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Premiere kauft Free TV Rechte der Champions League

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Premiere kauft alle Champions-League-Rechte



Der Abonnement-Sender Premiere hat die Champions-League-Rechte sowohl im Pay-TV als auch im Free-TV gekauft. Fehlt nur noch ein Sender für die kostenlose Übertragung von 13 freien Spielen pro Saison. Den muss Premiere kaufen oder selbst aufbauen, andernfalls wird der Vertrag hinfällig.



Nyon - Der Münchner Sender erwarb für die Spielzeiten 2006/07 bis 2008/09 die Live-Rechte im Free- und Pay-TV-Bereich von der Uefa. In einem zweimonatigen Ausschreibungsverfahren konnte sich das TV-Unternehmen gegenüber anderen Bietern durchsetzen.



Damit konnte Premiere zum ersten Mal alle für den deutschen Markt ausgeschriebenen Rechte erwerben. Bislang hatte Premiere lediglich die Pay-TV-Rechte und strahlte sämtliche Partien der Königsklasse im Bezahlfernsehen aus. Im frei empfangbaren Fernsehen besaß SAT.1 die Rechte und konnte pro Spieltag ein Top-Spiel zeigen.



"Schade, wir gehen in unsere letzte Champions-League-Saison. SAT.1 ist aber nicht mehr davon abhängig, ob der Ball bei uns rollt oder nicht. Bedauerlich finde ich nur, dass ein Großteil des Publikums künftig vom Topspiel der Champions League ausgeschlossen wird", sagte SAT.1-Sprecherin Kristina Faßler.



Premiere garantierte gegenüber der Uefa, pro Saison 13 Spiele live im Free-TV auf einem Sender zu zeigen, der Premiere gehört oder vom Unternehmen kontrolliert wird. Das entspricht einer Begegnung pro Spielrunde. Premiere beabsichtigt also, einen Free-TV-Sender zu erwerben oder aufzubauen. Sollte Premiere diesen Plan nicht weiterverfolgen, hat die Uefa die Option, die Free-TV-Spiele an einen anderen bestehenden Sender weiterzugeben.



Die Top-Begegnungen des Spieltags werden in Deutschland künftig exklusiv auf Premiere zu sehen sein. Premiere hat sich unter anderem das Top-Spiel der Woche gesichert. Dies gilt als das begehrteste Recht des gesamten Ausschreibungsverfahrens.



Darüber hinaus hat Premiere umfassende TV-Rechte für die Zusammenfassung im Anschluss an die Live-Übertragungen der Champions League erworben. Insgesamt werden 125 Gruppen- und K.o.-Spiele in der Königsklasse ausgetragen. "Mit dem neuen Vertrag erreicht Premiere eine neue Dimension der Fußballberichterstattung in Deutschland. Die Top-Live-Begegnungen der Champions League und die zeitnahe, ausführliche Zusammenfassung wird es ab Mitte 2006 für drei Spielzeiten nur noch bei Premiere geben", sagte Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler.



Über die Höhe der Vereinbarung wurden keine Angaben gemacht. Bislang zahlte der deutsche Fernsehmarkt geschätzt 75 Millionen Euro per annum für die Champions-League-Rechte.



Quelle: www.spiegel.de
 
Gott sei Dank habe ich Premiere. Anders könnte ich nächste Saison den FCK nicht in der CL sehen.
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Ne mal Spass beiseite. Diese Entwicklung ist sehr bedenklich. Premiere sucht sich nur noch die Sahnestücker raus und auf einem neuen Sender der dann wahrscheilich "Werbungs-TV" heißt kommt der Schrott
 
Na, da bin ich mal gespannt, was das für'n Sender wird. Egal wie es ausgeht, läuft wohl darauf hin, dass alle die noch analog schauen, zukünftig in die Röhre gucken.
 
Na, da bin ich mal gespannt, was das für'n Sender wird. Egal wie es ausgeht, läuft wohl darauf hin, dass alle die noch analog schauen, zukünftig in die Röhre gucken.


Nee. In dem vertrag zwischen Premiere und der FIFA steht das eine gewisse Zahl an Spielen im Free-TV gezeigt werden muss. Wenn Premiere keinen Sender hat oder kauft kann die FIFA die Free-TV-Rechte neu vergeben.
 
Ich finds, obwohl Premiere-Abonnent, ne Sauerrei.

Verletzt man denn da kein Monopol- oder sonstwelches Recht, wenn man Free- und Pay-TV Rechte zusammen erwirbt?



EDIT

gmx

Premiere sichert sich "Champions-League-Paket"



Ab 2006 ist die Champions-League-Berichterstattung in Deutschland ganz in der Hand des Pay-TV-Senders Premiere. Der Münchner Sender erwarb für die Spielzeiten 2006/07 bis 2008/09 die Live-Rechte im Free- und Pay-TV-Bereich von der Europäischen Fußball-Union (UEFA).


In einem zweimonatigen Ausschreibungsverfahren konnte sich das TV-Unternehmen gegenüber anderen Bietern durchsetzen. Premiere konnte damit zum ersten Mal alle für den deutschen Markt ausgeschriebenen Rechte erwerben. Über die Höhe der Vereinbarung wurden keine Angaben gemacht. Bislang zahlte der deutsche Fernsehmarkt geschätzt 75 Millionen Euro per annum für die Champions-League-Rechte.



Bislang hatte Premiere lediglich die Pay-TV-Rechte inne und strahlte sämtliche Partien der Königsklasse im Bezahlfernsehen aus. Im Free-TV besaß SAT.1 die Rechte und konnte pro Spieltag ein "Top-Spiel" zeigen.



Premiere will Free-TV-Sender erwerben



Premiere garantierte nunmehr gegenüber der UEFA, pro Saison 13 Spiele live im Free-TV (eine Begegnung pro Spielrunde) auf einem Sender zu zeigen, der Premiere gehört oder vom Unternehmen kontrolliert wird. Premiere beabsichtigt, einen Free-TV-Sender zu erwerben oder aufzubauen. Sollte Premiere diesen Plan nicht weiterverfolgen, hat die UEFA die Option, die Free-TV-Spiele an einen anderen bestehenden Sender weiterzugeben.



"Schade, wir gehen in unsere letzte Champions-League-Saison. SAT.1 ist aber nicht mehr davon abhängig, ob der Ball bei uns rollt oder nicht. Bedauerlich finde ich nur, dass ein Großteil des Publikums künftig vom Topspiel der Champions League ausgeschlossen wird", sagte SAT.1-Sprecherin Kristina Faßler. Roger Schawinski, Geschäftsführer der SAT.1-Satellitenfernsehen GmbH, kündigte an: "Wir werden die frei werdenden Gelder in neue eigene Programme investieren und uns auch in der Zukunft nach attraktiven, bezahlbaren Sportrechten umschauen."



Top-Begegnungen exklusiv auf Premiere



Die Top-Begegnungen des Spieltags werden in Deutschland künftig exklusiv auf Premiere zu sehen sein. Premiere hat sich unter anderem das Top-Spiel der Woche (so genannter "first pick") gesichert. Dies gilt als das begehrteste Recht des gesamten Ausschreibungsverfahrens.



Darüber hinaus hat Premiere umfassende TV-Rechte für die Zusammenfassung im Anschluss an die Live-Übertragungen der Champions League erworben. Insgesamt werden 125 Gruppen- und K.o. -Spiele in der Königsklasse ausgetragen. "Mit dem neuen Vertrag erreicht Premiere eine neue Dimension der Fußballberichterstattung in Deutschland. Die Top-Live-Begegnungen der Champions League und die zeitnahe, ausführliche Zusammenfassung wird es ab Mitte 2006 für drei Spielzeiten nur noch bei Premiere geben. Auch nach der Fußball-WM 2006 in Deutschland garantiert Premiere seinen Abonnenten damit das Beste des internationalen Fußballs", sagte Premiere-Boss Georg Kofler.



© Sport-Informations-Dienst
 
premiere muss zwar 13 spiele im free-tv zeigen, kann aber selbst bestimmen welche...

wer also vernünftige spiele sehen will, wird sich premiere holen müssen
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tja, vielleicht sollte man bei der uefa nicht nur aufs geld schauen...
 
Nee. In dem vertrag zwischen Premiere und der FIFA steht das eine gewisse Zahl an Spielen im Free-TV gezeigt werden muss. Wenn Premiere keinen Sender hat oder kauft kann die FIFA die Free-TV-Rechte neu vergeben.


Steht aber nirgends, dass sie free analog ausstrahlen müssen. Das mein ich ja!
 
@Diablo: Ich gehe davon aus das bis Mitte 2006 analog TV sowiso ganz tot ist. Mittlerweile senden dcoh fast jeder Sender digital
 
Das mit dem digital sehe ich genauso. Fast das komplette Kabelfernsehen in Deutschland sendet Digitalsignale. Und da so langsam auch das HDTV und DVB-T im aufbau ist, wird wohl in den nächsten 3 das analoge TV aussterben, wie auch die Röhrenfernseher, so wie es momentan aussieht.



Zurück aber zum Thema. Bin auch mal gespannt wie der Free-TV-Sender von Premiere aussehen soll und was dann dort so läuft. Ich kann mir aber nicht vorstellen, das Premiere dort dann nur die "Gurken-Spiele" bring. Schließlich wollen sie auch Geld damit verdienen und im Free-TV verdient man nur mit Werbung in Verbindung mit Einschaltquoten Geld.
 
Zum digital: Stimmt. Derzeit habe ich noch analoges Kabel, werde aber jetzt wohl auf digital Satellit umsteigen. Analoges Fernsehen ist bald tot.
 
Ich kann mir aber nicht vorstellen, das Premiere dort dann nur die "Gurken-Spiele" bring. Schließlich wollen sie auch Geld damit verdienen und im Free-TV verdient man nur mit Werbung in Verbindung mit Einschaltquoten Geld.


schon, aber mit bezahlfernsehen einfach mehr.

mal sehen, die absoluten gurkenspiele (falls man davon in der championsleague überhaupt reden kann) werden sie wohl nicht zeigen, das können sie einfach nicht.

aber gute die top-spiele wirst du im free-tv wohl nicht mehr zu sehen kriegen.
 
Das schreibt Fokus-Online zum Thema:





Koflers Pläne – Soll Premiere ins Free TV?



Von Sebastian Heise



Mit dem Erwerb sämtlicher TV-Rechte an der Champions League ist Premiere ein großer Coup gelungen. Ab 2006 sind damit die Top-Spiele nur noch im Abokanal zu sehen. Damit hofft das börsennotierte Unternehmen auf weitere zahlende Kunden. Der Premiere-Chef peilt „bereits Ende 2007“ über vier Millionen Abonnenten an. Zurzeit hat Premiere nach eigenen Angaben 3,3 Millionen Zuschauer.



Doch Kofler will mehr. Auf einem eigenen Free-TV-Sender sollen 13 der 125 Champions-League-Spiele pro Saison übertragen werden. Dies schreibt auch der Vertrag mit der europäischen Fußball-Union Uefa vor.



Sender als „Appetitanreger“



Kofler sagte, Premiere prüfe alle Optionen für den neuen Kanal. „In den kommenden sechs Monaten wollen wir zu einem Abschluss kommen", sagte er. Bis zum nächsten Frühjahr müsse das Unternehmen dann über den eigenen Sender verfügen können. Ansonsten fallen die Rechte wieder an die Uefa zurück.



Der neue Sender soll auch ein Marketinginstrument für den eigenen Bezahlsender sein und als „Appetitanreger“ fungieren, wie Kofler sagt. „Wir können damit das Geschäft für Premiere ankurbeln.“ Ob und mit welchen Sendern verhandelt würde, wollte er nicht sagen.



Spekulationen über DSF-Übernahme



Premiere wird schon seit einiger Zeit Interesse an dem zu EM.TV gehörenden Sport-Sender DSF (Deutsches Sportfernsehen) nachgesagt. Allerdings hatte Koflers Unternehmen erst im Juli ein Interesse an DSF dementiert. EM.TV seinerseits bekräftigte, dass der Spartensender nicht zum Verkauf stünde.



150 bis 200 Millionen Euro Kosten



Die von Kofler angepriesene „Exklusivität“ hat jedoch auch ihren Preis. Allein die jetzt erworbenen Champions-League-Rechte für die Spielzeiten 2006/2007 bis 2008/2009 kosten Premiere laut „Süddeutscher Zeitung“ 200 Millionen Euro. Die Nachrichtenagentur Reuters spricht von 50 Millionen Euro pro Saison, also insgesamt 150 Millionen Euro. Dazu kämen dann noch die einmaligen und die dauerhaften Kosten für einen eigenen Free-TV-Sender.



Ein Unternehmenssprecher sagte FOCUS Online, dass ein Sportsender sich deswegen auch anbieten würde, weil Premiere bereits über eine große Sportredaktion verfüge. Der frei empfangbare Kanal würde sich mit dem Bezahlfernsehen gut ergänzen. Zu möglichen Übernahmegesprächen wollte er sich jedoch nicht äußern. Bisher gebe es auch „noch keinen konkreten Plan“.



Skepsis an der Börse



An der Börse, wo Premiere im MDax notiert ist, wurde die Nachricht zum Teil mit Skepsis aufgenommen. Sie sei „zweischneidig", kommentierte ein Händler. Der Erwerb der Rechte an der Champions League sei zwar positiv.



Als Pferdefuß bezeichnete er aber die Pläne für Aufbau oder Erwerb eines Free-TV-Senders. „Hier wird sich Premiere wohl teuer einkaufen müssen", vermutet der Händler. Die Aktie war nach Bekanntgabe des Deals auf ein Rekordtief gefallen.



„Lafontaine pur“



Den Einwand von Sat.1-Chef Roger Schawinski, dass damit „ein großer Teil der Zuschauer künftig ausgeschlossen bleibt", wies Kofler zurück. Das sei „Lafontaine pur", sagte er der „Süddeutschen“. „Jeder ist doch frei, Premiere zu abonnieren. Wir holen das nach, was in anderen Ländern bereits geübt wird.“
 
War ja klar das Premiere sowas machen wird, die wollen halt auch "nur" Geld verdienen...ist halt Kapitalismus...was will man machen?



@ coop:

Du hast diie beste Signatur die ich je gesehen habe! Man was musste ich grad grinsen.
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Na ja, ums DSF wäre es eigentlich nicht schade. Vielleicht zeigen die dann auch mal wieder Sport!



@Jonny: Danke...
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ja schade dass die Topspiele dann nur noch im PayTV Sind, aber ind anderen Ländern läufts ja schon lange so. War ja nur eine Frage der Zeit. Hoffen wir dassdie Buli auf ARD bleibt!
 
Genau genommen sind ARD und ZDF auch Bezahlfernsehen. Nur mit dem Unterschied, dass man nicht die Wahl hat, ob man bezahlen möchte oder nicht. Im Moment ist der Wettbewerb im Fernsehen, meines Erachtens, sowieso in einer Schieflage. ARD und ZDF scheinen einen finanziellen Vorteil gegenüber den normalen Privatsendern zu haben. Die öffentlich-rechtlichen haben sich fast alle sportlichen Grußereignisse von den privaten zurückgeholt. Sonderlich fair ist das allerdings nicht, wenn man bedenkt, dass sie die Fernsehgebühren kassieren und Werbung machen dürfen. Da ist, in meinen Augen, Premiere das ehrlichere Konzept. Zumindest kann man sich dort aussuchen, ob man bezahlen möchte oder nicht.
 
Hannover - BUNDESLIGA NUR NOCH BEI PREMIERE?





Die Fußball-Fans müssen sich auch bei der Bundesliga auf eine eingeschränkte und spätere TV-Berichterstattung im Free-TV einstellen.



Einen Tag nach dem Erwerb sämtlicher Live- Rechte der Champions League sagte Premiere-Chef Georg Kofler der dpa: «Mir fällt kein Modell ein, bei dem für den Sport mehr erwirtschaftet werden kann.» Werner Hackmann, Präsident des Ligaverbandes, sagte dazu: «Es ist alles vorstellbar.» Unterdessen kritisierte Karl-Heinz Rummenigge den Komplett-Verkauf an Premiere.



«Es ist noch zu früh, aber das ist eines von mehreren Modellen», sagte Kofler und warb für die Pay- und Free-TV-Berichterstattung aus einer Hand: «Wir bieten das Modell mit den besten Erlöschancen.» Zu den immer lauter werdenden Forderungen der Topvereine nach höheren TV-Einnahmen erklärte er: «Wenn die Bundesliga weniger Geld will, kann sie das bisherige Modell weiterfahren. Aber alle wollen mehr Geld - und das geht nicht mit Steuern oder Zwangsgebühren.»



Premiere wird von 2006 an die Topbegegnungen der Champions League nur noch im Pay-TV zeigen und pro Spieltag eine der weniger attraktiven Partien in einem eigenen Free-TV-Sender. Erhielte Premiere ein ähnlich umfangreiches Paket von der Bundesliga mit den Rechten für Livespiele und die Zusammenfassung, würde dies das Ende der jetzigen Sportschau bedeuten.



Ziel von Premiere ist die Verknappung des Bundesliga-Angebotes im frei empfangbaren Fernsehen und eine spätere Ausstrahlung, um die Attraktivität seines Stammgeschäftes im Bezahlfernsehen zu steigern und so die Zahl von 3,3 Millionen Abonnenten zu erhöhen. Der eigene Free-TV-Kanal, den Kofler nun kaufen oder neu aufbauen will, wäre dazu der passende Hebel. Mit dem Erwerb des kompletten Paketes für seinen neuen Free-TV-Sender bekäme er den notwendigen Handlungsspielraum.



Rummenigge kritisierte das Champions-League-Modell: «Wir müssen aufpassen, dass wir die Seele des Fußballs nicht verkaufen.» Wenn das Top-Spiel des Spieltags nur im Pay-TV zu sehen sei, würden die Fans «in erpresserischer Weise zu Abonnements gezwungen». Er forderte erneut eine Steigerung der Bundesliga-Einnahmen von 300 auf 500 Millionen, sprach sich aber gegen ein ähnliches Modell wie in der europäischen Königsklasse für die Liga aus: «So lange ich im Aufsichtsrat der DFL sitze, werde ich eine solche Entscheidung nicht mittragen.»



Kofler reagierte darauf einige Stunden später in Berlin heftig: «Ich lasse mir solche Dinge nicht gerne sagen. Wer fordert denn am lautesten mehr Geld? Das ist doch Herr Rummenigge.» Die Gegenleistung dafür bestehe in der Exklusivität, dies sei das Marktgesetz. Ohne die Rettung von Premiere hätte die Bundesliga jetzt 100 Millionen Euro weniger, betonte der Senderchef. Wer mehr Geld fordere, könne nicht den wichtigsten Finanzier diskreditieren. Rummenigges Aussagen könne er intellektuell, professionell und emotional nicht nachvollziehen.



Wie die neuen Bundesliga-Pakete im Detail aussehen, ist derzeit noch offen. «Wir werden eine saubere Ausschreibung machen und dann weitersehen», sagte Hackmann. Dass dann ein Unternehmen sowohl die Rechte für das Pay-TV als auch für das Free-TV erhalte, sei «durchaus denkbar». Anfang September solle ein Termin festgelegt werden.



Der Poker um die Rechte hat allerdings schon begonnen, hinter den Kulissen und öffentlich. So erklärte ARD-Programmdirektor Günter Struve der «Sport-Bild», dass sein Sender bereit sei, mehr Geld zu zahlen: »Sagen wir mal, es werden 20 Millionen Euro. Wenn wir 60 oder 65 Millionen zahlen müssten, haben wir das Spielgeld durch den Verzicht auf UEFA-Cup-Spiele.»



Struve schlug zugleich eine Bieter-Gemeinschaft mit Premiere vor: «Für uns wäre es das Schönste, wir würden mit Herrn Kofler einige Biere trinken und sagen: Herr Kofler, Sie wollen doch auch nicht viel mehr als bisher an die Liga zahlen, wir geben denen 12,5 Prozent mehr. Sehr gut, sagt Kofler dann.» Kofler sagte indes am Mittwoch: «Das geht nicht. Eine Bieter-Gemeinschaft ginge schon aus kartellrechtlichen Gründen nicht.»



Quelle: WEB.DE
 
Streit um Champions-League wird heftiger



Berlin - Der Streit um die Vergabe der Senderechte für die Champions-League an den Bezahlsender «Premiere» wird immer schärfer. «Diktatoren, die nur an Geld denken, unsensible Herren», schimpfte Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in Berlin auf die Spitze der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Seit Tagen werde er von Protestbriefen erzürnter Fans überhäuft. Rummenigges Horror-Szenario: «Der FC Bayern München steht einmal wieder im Finale der Champions-League, und nur einige wenige Millionen «Premiere»-Abonnenten können das Spiel live sehen.»



So räumte der Vorstandschef des deutschen Meisters ein, dass die Bundesliga-Clubs auf höhere Einnahmen aus dem TV-Geschäft angewiesen sind. «Um Spieler wie Michael Ballack zu halten, brauchen wir mehr Geld.» Fußball bleibt aber auf das große Publikum angewiesen. Bei den anstehenden Verhandlungen um die Bundesliga-Rechte will Rummenigge auf jeden Fall eine Wiederholung des «Premiere»-Coups verhindern. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball-Liga (DFL) verspricht ein transparentes Verfahren, bei dem nicht nur das höchste Gebot, sondern auch die besten Sendeformate über den Zuschlag entscheiden sollen.



Und Rummenigge will das Angebot sogar noch erweitern. Der Freitag soll wieder Spieltag werden, ein oder zwei Spiele seien denkbar. Möglichst viele Zuschauer und möglichst viel Geld - so lautet Rummenigges Spagat auf der Suche nach höheren Erlösen. Und auch Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) will die Fußballkultur retten. «Fußball muss im Free-TV bleiben», rief der einstige Hobby-Kicker auf dem Medienforum Berlin-Brandenburg in den Konferenzsaal unter der Tribüne des Berliner Olympiastadions.



Hans Mahr, im «Premiere»-Vorstand für den Sport zuständig, bemühte sich um Entspannung. Der Abo-Kanal werde auf jeden Fall dienstags und mittwochs die Vorrundenspiele offen zeigen, dafür wird noch ein Kanal gesucht. Mahr versuchte aus «Premiere»-Sicht aber auch, die Verhältnisse zurechtzurücken. Der Eintritt für ein Bundesligaspiel, so rechnete er vor, koste im Durchschnitt so viel wie das Monats-Abo für sein Programm.



Die Vereine könnten nicht höhere Einnahmen aus dem TV-Geschäft wünschen und sich gleichzeitig gegen die Übertragung im Bezahlfernsehen wehren. «Wir sammeln das Geld für die Clubs und müssen uns dafür noch beschimpfen lassen», beklagte sich Mahr.



WDR-Intendant Fritz Pleitgen kündigte harte Verhandlungen um die Bundesliga-Rechte an. Da Sat.1 und RTL bei der Champions-League leer ausgegangen seien, rechne er mit einem scharfen Wettbewerb. Das Erste will die Bundesliga für die «Sportschau« auf jeden Fall halten. «Wir werden uns nicht so leicht abhängen lassen», sagte Pleitgen. Und auch Franz Beckenbauer sieht den Fußball im freien Fernsehen besser aufgehoben. «Die Sponsoren wollen möglichst viele Zuschauer», sagte der Chef des WM-Organisationskomitees. Und so gibt sich der Kaiser zuversichtlich. «Wir werden einen Kompromiss finden, schau'n mer mal.»







© dpa - Meldung vom 01.09.2005 16:14 Uhr



quelle: web.de
 
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