Unter ihnen mutet Philipp Hofmann vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern auf den ersten Blick wie eine kleinere Nummer an. Doch in der Talent-Nationalmannschaft ist der Hüne aus dem Mescheder Ortsteil Wenholthausen der Tor-Riese. 15 Spiele, neun Tore. „Wenn ich diese Quote im Verein hätte, wäre alles gut“, sagt er.
Hat er aber nicht. In Kaiserslautern zählte er zumindest in der Rückrunde zu jenen Spielern, auf die Trainer Kosta Runjaic zumeist setzte. Doch den angepeilten Aufstieg in die Bundesliga verpassten die Roten Teufel. Nun droht die junge Mannschaft auseinanderzufallen: Dominique Heintz geht zum 1. FC Köln, Kerem Demirbay zum Hamburger SV, Jean Zimmer womöglich zu RB Leipzig.
Schalke hat Rückkaufrecht für HofmannUnd Hofmann? Es zieht ihn nicht fluchtartig fort aus Kaiserslautern, aber er weiß, welche Chance sich ihm in diesem Sommer bei der U21-EM bietet. Scouts aus aller Welt werden in Tschechien sein. Es ist ein Schaufenster. Und für Stürmer, die treffen, gibt es immer einen Markt. Auch wenn Hofmann ein Angreifer ist, wie er im modernen Fußball gerade auszusterben scheint: wuchtig, kantig, kopfballstark. „In der Nationalmannschaft kriege ich die Dinger auf den Fuß, wie ich sie brauche. In der zweiten Liga muss man sich mehr erarbeiten, das ist eine Kämpferliga“, erklärt er seine unterschiedlichen Quoten. Dann sagt er: „Ich muss den Schritt bald machen in die erste Liga. Wenn ich bei der EM erfolgreich bin, wird man auf mich zukommen.“
Sein Vertrag in Kaiserslautern läuft bis 2017, aber der FC Schalke, wo er in der Jugend erfolgreich spielte, hat ein Rückkaufsrecht. Andre Breitenreiter heißt dort der neue Trainer. Er kann Talente entwickeln. Das hat er beim SC Paderborn gezeigt. Dort heuerte er 2013 an, als Hofmann gerade Ostwestfalen verließ.