Onkel_Helmut
Well-Known Member
Passend zum Thema Kernwaffen eine richtig krasse Geschichte. Lesen lohnt sich! Und denjenigen von uns, die damals schon auf der Welt waren, wirds beim Lesen wahrscheinlich mal kurz schlecht.
Quelle DIE ZEIT, 18.09.2008 Nr. 39
Petrows Entscheidung
Wie ein Oberstleutnant der sowjetischen Armee vor 25 Jahren den Untergang der Welt verhinderte und dafür zum Dank tausend Dollar erhielt.
Der 26. September 1983 ist der Tag, an dem sich Stanislaw Petrows Leben völlig veränderte. Der 44-jährige Oberstleutnant der Sowjetarmee arbeitet als leitender Offizier im Kontrollraum der Kommandozentrale der Satellitenüberwachung Serpuchowo-15. Die Armee-Einheit, die etwa 90 Kilometer südlich von Moskau liegt, soll vor Raketenangriffen aus dem erdnahen Weltraum warnen. Die Arbeitsbedingungen sind streng, oft gibt es Probealarm. Wenn aus dem Telefon das Lied Erhebe dich, du großes Land erklingt, ist es wieder so weit.
Die Nachtschicht vom 25. auf den 26. September hat Oberstleutnant Petrow stellvertretend für einen Kollegen übernommen. Ihm unterstehen im Bunker der Kommandozentrale rund 200 Offiziere, die auf zwei Etagen arbeiten. Der Oberstleutnant gilt in seiner Einheit als guter Analytiker, die Dienstvorschriften für das neue Überwachungssystem, das seit einem Jahr in Betrieb ist, hat er selbst geschrieben. Die Stärken und Schwächen des Systems kennt er. So denkt er zumindest.
Im Kontrollraum deutet nichts darauf hin, dass diese Nacht dramatisch verlaufen wird. Die Offiziere der Schicht sitzen konzentriert an ihren Bildschirmen, die Lage ist ruhig. Vor Petrows Platz hängt eine große Wandkarte, die das Territorium der USA aus der Perspektive des erdnahen Weltraums zeigt.
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Weiter gehts hier:
http://www.zeit.de/2008/39/A-Petrow?page=allhttp://www.zeit.de/2008/39/A-Petrow?page=all
Quelle DIE ZEIT, 18.09.2008 Nr. 39
Petrows Entscheidung
Wie ein Oberstleutnant der sowjetischen Armee vor 25 Jahren den Untergang der Welt verhinderte und dafür zum Dank tausend Dollar erhielt.
Der 26. September 1983 ist der Tag, an dem sich Stanislaw Petrows Leben völlig veränderte. Der 44-jährige Oberstleutnant der Sowjetarmee arbeitet als leitender Offizier im Kontrollraum der Kommandozentrale der Satellitenüberwachung Serpuchowo-15. Die Armee-Einheit, die etwa 90 Kilometer südlich von Moskau liegt, soll vor Raketenangriffen aus dem erdnahen Weltraum warnen. Die Arbeitsbedingungen sind streng, oft gibt es Probealarm. Wenn aus dem Telefon das Lied Erhebe dich, du großes Land erklingt, ist es wieder so weit.
Die Nachtschicht vom 25. auf den 26. September hat Oberstleutnant Petrow stellvertretend für einen Kollegen übernommen. Ihm unterstehen im Bunker der Kommandozentrale rund 200 Offiziere, die auf zwei Etagen arbeiten. Der Oberstleutnant gilt in seiner Einheit als guter Analytiker, die Dienstvorschriften für das neue Überwachungssystem, das seit einem Jahr in Betrieb ist, hat er selbst geschrieben. Die Stärken und Schwächen des Systems kennt er. So denkt er zumindest.
Im Kontrollraum deutet nichts darauf hin, dass diese Nacht dramatisch verlaufen wird. Die Offiziere der Schicht sitzen konzentriert an ihren Bildschirmen, die Lage ist ruhig. Vor Petrows Platz hängt eine große Wandkarte, die das Territorium der USA aus der Perspektive des erdnahen Weltraums zeigt.
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