Was ist mit den Zhuang, den Hui, den Mongolen, den Hakka und den anderen 49 nationalen Minderheiten?
Glaubst du nicht, dass die auch alle gern nen eigenen Staat hätten? Weißt du was der Zerfall Chinas bedeuten würde?
Hast Recht. Allerdings bin ich durchaus für mehr Autonomie von Regionen, wenn sich die Beziehung zum "Mutterland" nur mit lang andauernder Gewalt halten lässt.
Ob das Tschetschenien, Ossetien, Inguschetien, oder Tibet ist.
Es muss ja nicht direkt ein eigener Staat sein - obwohl Taiwan ohne China sicherlich lebensfähiger wäre, als Kosovo ohne Serbien.
Chaos, Krieg, Konflikte.
Man kann China ja viel vorwerfen, aber ein Land zusammenzuhalten, welches so groß ist wie die EU und über 1 Milliarde Einwohner hat, dass ist nicht ohne.
Und bevor jetzt gesagt wird, dass es nur durch Unterdrückung zusammengehalten wird, dass stimmt so nicht! Die Chinesen haben eine ganz andere Philosophie, den Konfuzianismus, durch den eine starke Loyalität gegenüber Authoritäten entsteht. Wobei hier Kritik angebracht werden könnte, dass dadurch wenig Pluralismus folgt.
Ungezügelten Turbo-Kapitalimus gab es bei so vielen olympischen Spielen und dazu gehören immer zwei Seiten.
Ich bin weit davon entfernt, eine pluralistische Gesellschaft für China zu fordern.
Es würde schon reichen, wenn einzelne Menschen, die ihre Unzufriedenheit artikulieren, nicht direkt ins Gefängnis kommen, oder ermordet werden.
Für mich ist Chinas Kapitalismus beispiellos. Was die so radikal durchziehen, ohne Rücksicht auf Verluste von Mensch, Tier und Umwelt ist wirklich beeindruckend. Da können selbst die Amis nicht mithalten.
Ich finde es einfach grundlegend falsch, die Spiele in China durchzuführen.
Zum einen wegen der angesprochenen Missstände, zum anderen boykottieren die Chinesen jedes Anti-Doping-Abkommen.