Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:
Ich glaube nicht daran, dass ungebundene Finanzspritzen etwas nützen.
Wenn man Geld gibt, dann sollte man auch dafür sorgen, dass von dem Geld Lehrer und Ärzte bezahlt werden, Krankenhäuser und Schulen gebaut werden, und so weiter.
Eine eigenständige Marktwirtschaft - zunächst "frei", vielleicht später dann "sozial" in jedem afrikanischen Land + soziale Sicherungskomponenten und die Probleme sind gelöst.
Die Schwierigkeit ist halt, wie man dahin kommen will. Hauptprobleme hierbei: Infrastruktur, Bildung und Gesundheit.
Man braucht Schulen, effiziente Transportwege für den Binnenmarkt und eine gute Gesundheitsversorgung.
Was soll man jemanden ausbilden, der mit 30%iger Wahrscheinlichkeit an Aids stirbt? Das ist ein größeres Problem, als wir es uns vorstellen können...
Die Entwicklungshilfe müsste meiner Meinung nach so aussehen, dass Gelder nur für Bildungs- und Gesundheitsprojekte bewilligt werden, deren rechtmäßige Verwendung kontrolliert wird.
Praktische Entwicklungshilfe wäre außerdem: Ausbildung afrikanischer Studenten an deutschen Unis, die anschließend für eine gewisse Zeit in ihrer Heimat arbeiten müssen, um ihr Wissen da anzuwenden.
Außerdem wäre praktische Vor-Ort-Beratung zu den Themen Wirtschaft, Demokratie, Medizin, Pharmazie, Pädagogik ratsam.
Geldverteilung per Gießkannensystem ist einfach reichlich daneben und seit Jahren ein einziger erprobter Misserfolg.