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MVV lässt Waldhof-Pläne fallen und springt auf Hopp-Zug auf

French-FCK-Fan

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Teammitglied
Hopp stößt Dreier-Fusion an



Nach der Ankündigung der Mannheimer MVV Energie AG, den SV W*****f auf seinem Weg zurück in den Profi-Fußball im Sponsoringbereich offensiv zu unterstützen, reagiert nun mit der TSG Hoffenheim auch der derzeit klassenhöchste Verein der Region und sein Unterstützer Dietmar Hopp. "Ich könnte mir vorstellen, dass wir attraktiver als W*****f sind", sieht der SAP-Mitbegründer den Regionalligisten als ersten Anwärter in Richtung Bundesliga. "Wir werden in den nächsten vier Wochen eine Menge Gespräche führen", kündigte Hopp gestern in einem Interview an, am Abend konkretisierte die TSG Hoffenheim dann ihre Pläne.



So beraten auf Initiative Hopps die Spitzen der TSG Hoffenheim, des Oberligisten SV Sandhausen und des Verbandsligisten FC Astoria Walldorf darüber, wie sie dem Ziel Bundesliga-Fußball in der Region näher kommen können. Dabei ist offenbar an eine Fusion gedacht, da auch mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereits erste Gespräche stattgefunden hätten. "Es soll eine Bundesliga-Mannschaft entstehen, mit der sich die Region identifiziert", heißt es in der Mitteilung weiter. red



© Mannheimer Morgen - 19.10.2005
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Den Plan halte ich für realistischer (und wünschenswerter) als den W*****f-Plan. Hopp hat bei seinem bisherigen Sport-Sponsoring-Aktivitäten nicht gekleckert (z.B. SAP-Arena oder Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim).

Schätze, dass er auch einen besseren Zugang zu potenziellen Sponsoren hat als der SVW.

Freue mich über jeden Euro, der nicht beim Verein vom Alsenweg sondern bei der TSG Hoffenheim landet.
 
Hopp vermählt „Hoffe“ und SV Sandhausen

Gemeinsam mit FCA Walldorf heißt das Fernziel Fußball-Bundesliga



Heidelberg. Die Bombe platzte gestern Abend. Die TSG Hoffenheim, der SV Sandhausen und der

FC Astoria Walldorf werden künftig gemeinsam marschieren - Richtung 1. Fußball-Bundesliga!



Nur zwei Stunden saßen Initiator Dietmar Hopp, sowie die Präsidenten Peter Hofmann (Hoffenheim),

Jürgen Machmeier (Sandhausen) und Willi Kempf (Walldorf) im Golf Club St. Leon-Rot zusammen dann

stand fest: Die drei Vereine mit insgesamt 3.000 Mitgliedern behalten ihre vollständige Eigenständigkeit

werden aber ab nächster Runde eine Spielgemeinschaft bilden. Sondierungs-Gespräche mit dem DFB

haben bereits statt gefunden. Sie seien sehr positiv verlaufen, teilt Peter Hofmann mit.



Wie die neue Fußball-Macht heißen wird, steht noch nicht fest. Spielvereinigung Kurpfalz wäre ein

möglicher Name. "Vorschläge werden gerne entgegen genommen", sagt Hopp.



Auch über die Spielstätte haben sich die vier Herren Gedanken gemacht. Da im Dietmar-Hopp-Stadion

selbst nach einem Ausbau in der 2. Bundesliga nur für eine Übergangszeit gespielt werden kann, wird

eine neue Arena gebaut werden müssen. "Irgendwo in der Mitte", sagt Dietmar Hopp. Anbieten würde


sich der Großraum Walldorf.




Dass Hoffenheim und der Partner-Verein FCA Walldorf zusammen gehen, liegt nahe. Dass der SV

Sandhausen der Dritte im Bunde ist, ist die eigentliche Überraschung, aber auch nahe

liegend. „Sandhausen hat eine große Fußball-Tradition und früher locker 5.000 Zuschauer auf die Beine

gebracht“, sagt Dietmar Hopp, "ich finde es gut, wie engagiert die Männer um Jürgen Machmeier sind."



"Die Menschen in der Region gieren nach erstklassigem Fußball. Das ist eine Riesen-Chance", freut sich

Walldorfs Vorsitzender Willi Kempf.



In den nächsten Tagen wird Dietmar Hopp seinen Einfluss geltend machen und Gespräche mit

potenziellen Sponsoren führen, zum Beispiel mit seinem Freund Manfred Lautenschläger (MLP).



Auslöser der überraschenden Entwicklung war der Vorstoß von Dr. Rudolf Schulten Der Chef des

Energie-Versorgers MVV, bisher Sponsor in Hoffenheim, kündigte an, künftig den SV Waldhof

unterstützen zu wollen - ohne vorher Dietmar Hopp darüber zu informieren



Der mächtigste Sportsponsor der Region (Adler Mannheim, Handball-Kröstis, SAP-Arena) fühlte sich

herausgefordert - und gebar eine neue Idee. Eine Idee, die - wie man Dietmar Hopp kennt große

Chancen hat,
der Region endlich einen Fußball-Bundesligisten zu bescheren

Quelle: Wolfgang Brück, Rhein-Neckar-Zeitung
 
Bin auch ein Supporter von TSG Hoffenheim, spielen nen attraktiven Fußball und haben viele Talente in ihren Reihen, würde mich für das Team freuen, aber trotzdem sollte man auch immer vorsichtig sein bei sowas, will keinen 2. FC Chelsea haben.
 
Wenn sogar der Neubau eines Bundesliga-Stadions auf der grünen Wiese finanziell kein Problem zu sein scheint, kann man ja mal gespannt sein, mit welchem Budget die "Hoppenheimer" nächste Saison in die Regionalliga starten.

Jetzt rächt sich für den W*****f, dass er Hopp vor ein paar Jahren die Tür vor der Nase zugeknallt hat. Auf Dietmar, greif in die Schatulle und grab dem W*****f endgültig alle Finanzierungsquellen ab!
 
Also mit Chelsea kann man das ja nicht vergleichen.

Wenn ein Verein Investoren findet, kann man nur gratulieren.

Gerade als Regionalligist dürfte dass noch etwas schwieriger sein als für einen Bundesligist. Zumindest wenn es sich um höhere Summen handelt, die sicher nötig sind, wenn man das Ziel hat in den nächsten Jahren in die Bundesliga zu kommen.



Wir wären doch auch froh wenn wir Investoren für den FCK finden würden, die mal ne Milllion locker machen würden.
 
Also mit Chelsea kann man das ja nicht vergleichen.
Klar Abramovich hat deutlich mehr Vermögen, aber auch Hopp mit ca. 800 Mio. EUR Privatvermögen kann (bei konservativer Anlage) allein auf 20 Mio. EUR Zinseinnahmen im Jahr zurückgreifen. Damit lässt sich in der deutschen Fussball-Landschaft doch einiges anfangen.
 
Eigentlich schade, dass Herr Hopp nicht einige Dutzend Kilometer weiter westlich geboren wurde
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O ja. Ich verfolge das Mäzenatentum der Herren Hopp, Plattner, Hector und Tschira schon seit Jahren und wünsche mir immer einer von Ihnen würde sein Herz für den FCK entdecken!
 
Würd mich schlapp lachen, wenn Hoffenheim hoch kommt und Waldholf bleibt wo er hingehört!
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Das hört sich doch mal klasse an. Denke das Herr Hopp das Ziel Bundesliga sogar schaffen kann. Mal sehen wie lange die MVV ihr Geld beim Waldhof sinnlos verpulvert!!
 
MVV-Chef Schulten sucht Gespräch mit Hopp, um Konkurrenz zwischen seinem Waldhof- und Hopps Hoffenheim-Projekt zu verhindern.

So wie ich Hopp einschätze, wird es nicht zu einer Zusammenarbeit zwischen ihm und dem SVW kommen. Allein die Tatsache, dass für das neue Walldorfer Stadion (Kapazität 30.000 Zuschauer) bereits der genaue Standort feststeht, Architekten bereits mit der Planung beauftragt sind und es bis Anfang 2008 fertiggestellt sein soll, spricht dagegen, dass sich Hopp in irgendwelche MVV-SVW-Pläne einbinden lässt.
 
Hopp: Neues Stadion in Walldorf



Hoffenheim. Fußball-Regionalligist TSG Hoffenheim will mit einer Spielgemeinschaft und einem

neuen Stadion das Fernziel Bundesliga realisieren. Die TSG wird ab der der Saison 2005/06 eine

Spielgemeinschaft mit dem Oberligisten FC Sandhausen und dem Verbandsligisten FC Walldorf

eingehen. Das berichten übereinstimmend die "Rhein-Neckar-Zeitung" und der "Mannheimer Morgen".



Erste Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) wurden bereits geführt, der Name der

Spielgemeinschaft steht noch nicht fest.Zudem soll ein neues Stadion im Großraum Walldorf gebaut

werden, weil das Hoffenheimer "Dietmar-Hopp-Stadion" nur etwa 7000 Zuschauern Platz bietet. Im

Gespräch mit dem "Rhein-Neckar-Fernsehen" nannte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp Einzelheiten.



Der Milliardär hat Architekten damit beauftragt, eine Arena für 30 000 Zuschauer an der Autobahn 5 bei

Walldorf auf der Grünen Wiese zu errichten. Die Kosten sollen bei etwa 40 Millionen Euro liegen. Trotz

noch fehlender Baugenehmigung geht Hopp von einer Fertigstellung Anfang 2008 aus.Hintergrund

dieser Entwicklung ist die Ankündigung des Energieunternehmens MVV, statt der TSG künftig nur noch

den Oberligisten SV Waldhof Mannheim unterstützen zu wollen. Hoffenheims Mäzen Hopp forciert nun

den Zusammenschluss und die Bündelung der Fußball-Kräfte in Nordbaden. Der Mitbegründer des

Software-Unternehmens SAP sponsort bereits Eishockey-Vizemeister Adler Mannheim sowie den

Handball-Bundesligisten SG Kronau/Östringen. Die Heimstätte beider Vereine, die Mannheimer SAP-

Arena, wurde mit den Hopp-Millionen erbaut.

Quelle: (dpa) und morgenweb.de:
 
Na toll...



Und wieder haben wir einen Milliardär, der am großen Rad drehen und den Profifußball aufmischen will. Und ihr gratuliert dem noch. Nur wieder ein Verein mehr, der den Traditionsclubs aus dem Südwesten (ausgenommen W********) das Wasser abgräbt - sollte der Plan funktionieren. Das ist Wettbewerbsverzerrung erster Güte. Wir verlieren dann langfristig Zuschauer und Fans an einen Retorten-Club aus einer Region, die sich trotz aller wirtschaftlichen Standortvorteile nie im Profifußball etablieren konnte, und die es schlichtweg aus mangelnder Tradition und mangelnden Fähigkeiten nicht verdient hat, oben mitzumischen - weil sie allesamt zu dämlich sind - siehe Waldhof.

Und dann kommt mal kurz der Herr mim dicken Geldbeutel und stellt ne 30.000-Mann Arena hin, kauft Spieler zusammen, fusioniert, und los gehts - Man gönnt sich ja sonst nichts. Das hat mit Sportsgeist doch gar nichts mehr zu tun. Die Regionalliga reicht ihm als Spielwiese nicht mehr, jetzt will er groß rauskommen, und hat gemerkt, dass damit Geld zu machen ist.

Das der das wirklich für die Region tut - tss, das ich nicht lache. Und wie wollen sie das ganze dann gleiche nennen? "SpVgg Kurpfalz" Was soll das denn sein? Das wird ne Plastik-geschichte wie Wolfsburg, und dann das Stadion in Walldorf neben der A5 und einem großen Möbelhaus. Ich seh deren Fankurve mit den Zaunfahnen schon vor mir: "Commando IKEA", "€uro-Ultras", "SAP-Brigade" ....



Erbärmlich ist das. Zum Kotzen. Hoffentlich klappt das NIEMALS!!!!
 
Na toll...


Die Regionalliga reicht ihm als Spielwiese nicht mehr, jetzt will er groß rauskommen, und hat gemerkt, dass damit Geld zu machen ist.
Ich sehe seine Motivation woanders:

Die MVV (bisheriger Trikotsponsor der TSG Hoffenheim) hat ihren Sponsorenvertrag gekündigt,

1. ohne mit Hopp persönlich gesprochen zu haben

2. um das eingesparte Geld mit ins MVV-SVW-Projekt zu investiert.

Hopp setzt jetzt alles daran, um das MVV-SVW-Projekt zum Scheitern zu bringen. Das ist das Positive an seinem Plan.



Wenn ich allerdings lese, dass bereits Architekten mit der Stadionplanung beauftragt sind, könnte das Ganze aber auch anders abgelaufen sein:

Die MVV bekommt von Hopps Plänen Wind, ist beleidigt nicht eingebunden worden zu sein und kündigt den Sponsorenvertrag mit der TSG Hoffenheim.



Egal wie - für mich steckt da ein "beleidigte Leberwurst"-Spiel der Herren Schulten (MVV) und Hopp (SAP) dahinter. Die finanzkräftigere Leberwurst -also Hopp- wird vermutlich und hoffentlich gewinnen. Außerdem "spielt" Hopp mit seinem Privatvermögen, Schulten mit dem Geld seiner Kunden und Aktionäre!
 
Thema füllt heute fast eine ganze Seite des Mannheimer Morgens. Deshalb nur ein paar inhaltlich neue Ausschnitte:



Herr Hopp, was waren Ihre Motivation und die Gründe für ausgerechnet diese Dreier-Konstellation mit der TSG Hoffenheim, SV Sandhausen und FCA Walldorf, und warum haben Sie sich für den Stadion-Standort Walldorf entschieden? In Mannheim hätten Sie ein bundesligataugliches Stadion zur Verfügung gehabt.



DIETMAR HOPP: In Hoffenheim wird seit Jahren hochklassiger Regionalliga-Fußball geboten, der Verein will ernsthaft in die zweite Bundesliga aufsteigen. Es gab auch Ausbaupläne für das Stadion dort, doch vor kurzem hat der DFB entschieden, dass dort nicht dauerhaft Zweitliga-Fußball gespielt werden darf. Da stellte sich für mich die Frage, ob ich 15 Jahre Aufbauarbeit in Hoffenheim - mit hochklassigem Jugend-Fußball und den weit darüber hinaus gehenden Projekten -, einfach so dahindümpeln lassen und nicht weiter ausbauen soll. ... Es blieb nur die Antwort, ein Stadion zu bauen, irgendwo dort, wo es nicht wehtut.



Hat der Vorstoß der MVV Energie AG in Sachen SV Waldhof und Bundesliga-Rückkehr dabei auch eine Rolle gespielt?



HOPP: Das passierte fast zeitgleich mit der Absage des DFB. Diese Initiative von Vorstandschef Dr. Schulten, der mit der MVV noch bis 2007 Sponsor in Hoffenheim ist, hatte als Ziel "Bundesliga-Fußball in der Region". Zu meiner Verwunderung habe ich dann gelesen, dass Hoffenheim ausscheidet, weil es Randgebiet ist. Dass Sandhausen ausscheidet, weil es was-weiß-ich-was ist! Dann kam eben die Überlegung, das Ganze auf breitere Beine zu stellen. Die Gespräche mit Sandhausen und Walldorf waren sehr fruchtbar - und das ist die Story. Es ist nicht die Story, dass da jemand beleidigt in der Ecke steht. Sondern es ist die Geschichte von einem, der es gut meint mit der Fußballjugend und der seit 15 Jahren viel Geld investiert hat - den darf man jetzt nicht als Daumenlutscher in die Ecke stellen!



Viele Menschen hatten sich erhofft, dass Sie als ein Partner mit ins Bundesliga-Projekt [des SV Waldhof] einsteigen würden.



HOPP: Wer, - ich als Privatmann Hopp? Dann hätte man mich fragen sollen. Ich bin nicht gefragt worden - bis heute noch nicht! Ich weiß, dass Herr Dr. Schulten am Freitag kommen will, um beim Heimspiel der TSG Hoffenheim gegen Augsburg mit mir zu sprechen. Mehr weiß ich nicht. Aber man kann doch auch nicht einfach einen Regionalliga-Verein wie die TSG, der ambitioniert ist aufzusteigen, ignorieren. Aber es ist nicht meine Sache, das zu kritisieren. Ich wundere mich nur darüber und beklage mich nicht. Ich wundere mich nur, was man sich dabei gedacht hat. Mit unserem Konzept wären wir vielleicht erst in vier Wochen an die Öffentlichkeit gegangen - nach diesem Vorstoß von Dr. Schulten mussten wir aber raus. Schließlich zielen wir ja auf die gleichen Sponsoren. Bei unserem Konzept, das muss ich klar sagen, entsteht aber etwas - und das hat einen klaren Vorsprung gegenüber dem, was bislang in Mannheim vor sich gegangen ist.



Ist denn die Tür für weitere Vereine, wie etwa den SV Waldhof, und darüber hinaus für die Sportregion Rhein-Neckar oder die MVV schon geschlossen?



HOPP: Wir können nicht mehr als drei Vereine aufnehmen, das war von vornherein klar. Die MVV ist natürlich herzlich willkommen, bei uns als Sponsor weiterzumachen. Aber mehr Klubs können wir nicht einbeziehen. Das ist ausgeschlossen.



Wie sehen Sie dann die künftige Rolle des SV Waldhof?



HOPP: Ich bin in der Vergangenheit nicht gefragt worden, wie ich die Rolle Waldhofs sehe, da will ich das jetzt auch nicht.
 
Mannheim will sich Hopp-Stadion angeln



FUSSBALL: Weiter Wirbel um Pläne in Walldorf / Quadratestadt bietet Areal im Bösfeld an



Von Terence Träber und Michael Wilkening



Fußball-Bundesliga mit Waldhof, ohne Waldhof, auf jeden Fall aber in der Metropolregion, vorzugsweise Walldorf - oder bei einem entsprechenden Angebot der Stadt sogar doch in Mannheim? Die Nachrichtenlage um die ambitionierten Pläne des Groß-Mäzens Dietmar Hopp und der MVV ändert sich fast täglich. So war auch am Samstag vor, während und nach der Oberliga-Partie des SVW gegen den TSV Crailsheim (2:2) nicht etwa das Spiel das vorherrschende Gesprächsthema. Die Fußball-Anhänger rund ums Carl-Benz-Stadion trieb vielmehr die Frage um: Wie geht es nach dem "Umfaller" des Hauptsponsors MVV Energie AG - der vor 14 Tagen noch angekündigt hatte, die Blau-Schwarzen in die Bundesliga zu führen und sich nun kurzfristig doch Dietmar Hopp und dessen angedachten "FC Rhein-Neckar" anschließt - mit dem SV Waldhof weiter?



...



Ein passendes Areal für das 30 000 Zuschauer fassende Stadion ist inzwischen ausgeguckt. Direkt an der A 5, in Höhe des Holiday-Inn-Hotels, nur auf der anderen Seite der Autobahn. Eine eigene Ausfahrt soll die Besucher schnell in und aus der Arena befördern. Fraglich ist jedoch, in welchen Massen die Fans zum künstlichen Projekt "FC Rhein-Neckar" strömen würden. Das räumt Schulten ein: "Es ist eine echte Herausforderung, eine Identifikation zu schaffen."



...



Der SAP-Mitgründer warb zudem für die Vorteile des Standorts außerhalb der Quadratestadt: "Mannheim hat eine Arena und eine Eishockey-Mannschaft, die in der ersten Liga spielt. Dazu jetzt eine Handball-Mannschaft, die auch erstklassig ist. Da passt es, wenn der Fußball direkt vor den Toren Mannheims eine Heimat findet."



Informationen unserer Zeitung zufolge wäre die Quadratestadt allerdings bereit, das als "Sportpark" ausgewiesene Areal im Bösfeld - direkt neben der SAP Arena - zur Verfügung zu stellen. Der Vorteil: Für diesen Standort bedarf es wohl keines Genehmigungsverfahrens, wie es in Walldorf der Fall wäre, wo sich bereits erster Widerstand gegen die Baupläne formiert hat. Allerdings sollte die Stadt Mannheim nicht allzu lange damit warten, Hopp dieses Angebot zu unterbreiten. Denn gestern bekräftigte der Mäzen nochmals: "Es macht keinen Sinn, alles in Mannheim zu konzentrieren. Wir sind eine Region mit drei zentralen Städten, aber eben auch mit großen ländlichen Gebieten." Es "droht" also die Fußball-Bundesliga auf dem Land.



Fest steht, bis wann die neue Arena fertig sein soll. "Wir wollen, dass das Stadion bis 2008 spielbereit ist, und da kommen nur ganz wenige Optionen überhaupt in Frage", erklärt Hopp.



© Mannheimer Morgen - 24.10.2005
 
Das ist doch alles lächerlich. Kann mich nur wiederholen. Scheiß Retorten-Pläne. Sowas macht den Fußball wirklich kaputt!
 
@ Onkel Hellmut



Leben ist in den Vereinen zu denen Leute kommen.



Wenn da also ein Retortenclub entsteht zu dem die Leute nachher kommen um Fussball zu gucken, dann muss man das akzeptieren.



Was kann man sich denn auch schon heute von Tradition kaufen?



Nicht das wir uns falsch verstehen, ich will sowas nicht völlig abschaffen oder aus den Vereinen raushalten. Ich könnte mir Beispielsweise nie vorstellen, dass das Fritz Walter Stadion umbenannt wird, aber was haben wir denn ansonsten davon das wir seit Anbegin der Liga dabei sind (ausser diesem einen Jahr)?



Da haben wir absolut nichts mehr von.



Die Leute kommen um attraktiven Fussball zu sehen, jedenfalls zu einem sehr grossen teil.



Siehst du doch jetzt bei uns. Wir spielen Schr**** und schon bleiben 8.000 Leute pro Spiel weg, und ich prophezeie dir, es wird noch schlimmer.



Fussball ist ein Produkt geworden, und wer konsumiert schon gerne "Mainzer Handkäse" wenn er mit dem selben Aufwand auch ein "saftiges Steak" kriegen kann?



Wenn ich kein eingeschworener Fan wäre, würde ich vielleicht auch zu so einem Retortenclub fahren.
 
Hopp hat es immerhin schon geschafft, die MVV Energie AG auf seine Seite zu ziehen.

Ich freue mich über jeden Euro, den der "Retortenklub" FC Rhein-Neckar, SpVgg Kurpfalz oder wie er auch immer heißen wird, dem "Traditionsklub" SV Waldhof Mannheim entzieht.
 
@ Roter Risse (schreib mich endlich mal richtig
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Ich geb dir da schon n Stück weit Recht: Man kann sich wirtschaftlich nichts von Tradition kaufen. Vielleicht bin ich da zu romantisch veranlagt, aber hinter so nem Retortenclub, da steht doch nichts. Nur Geld. Und Geldgeber.

Das hat doch keine wirkliche Substanz. Da sind keine Leute, die den Verein am Leben halten, wenns mal scheiße läuft. Wird der Geldhahn zugedreht, ist Ende Gelände - eben genau weil, wie du sagst, der Fußball in einem solchen Fall auf ein Produkt reduziert wird. Und sowas wollen doch auch net wirklich viele sehen. Man nehme die Besipiele Wolfsburg und Leverkusen. Wolfsburg hat seine "Arena" immer nur halb voll. Keine Stimmung, kein gar nichts. Das ist Regionalliga-Athmosphäre. Und Leverkusen weiß auch genau, warum 22.500 Plätze genug sind - weil nie mehr Leute kommen.

Und stellen wir dem die Gegenbeispiele St.Pauli, Eintracht Braunschweig, Kickers Offenbach etc. gegenüber. Das sind Vereine die leben, von den Fans am Leben gehalten werden. St.Pauli hat in Liga 3 fast jede Woche ausverkauftes Haus. Trotz Drittklassigkeit. Solche Retortenklubs wie WOB, LEV oder von Hopp geplant, haben keine Substanz und sind das reinste Kunst-Produkt. Deswegen hasse ich sie. Fast noch mehr als Bayern.
 
@ Onkel Helmut (welcher Blesskopp schreibt eigentlich Helmut mit nur einem l?)
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Also St, Pauli ist nicht fast jede Woche ausverkauft...da täuscht du dich leider. Kannst dir ja mal die Daten angucken. Deren Auslastung liegt bei 70-80% in dieser Saison.



Ja, Kickers Offenbach, Eintracht Braunschweig und auch St. Pauli haben Klasse Fans. Das sprech ich denen ja auch nicht ab. Aber ich bezweifele es, dass z.B. in Wolfsburg oder Leverkusen nie Stimmung ist. Das halte ich für absoluten Quatsch. Stimmung ist da wo die Vereine erfolgreich sind, und gerade Wolfsburg (letzte Saison) und Leverkusen (vor 4-6 Jahren) hatten ja extrem erfolgreiche Zeiten.



Du wirst es noch erleben, dass die Tendenz Fussball als Produkt zu sehen noch anwächst.



Guck doch nur mal auf die Bayern. Da kommen die wenigsten Zuschauer aus München oder dem Umland. Die meisten Fans kommen von außerhalb. Ich glaube ich hab mal gelesen das der durchschnittliche FCB Heimzuschauer 200 km fährt.



Warum tun sich die Leute sowas an? Im Umfeld von 200 km oder mehr finden sich doch genügend viele Mannschaften die auch guten Fussball spielen?



Die Antwort ist doch relativ einfach. Egal ob man sie mag oder nicht, aber die Bayern spielen einen ziemlich guten und vorallem erfolgreichen Fussball. Das wollen die Leute sehen. Die wenigsten wollen Abstiegskrampf sehen.



Das wird sich bei gleichbleibender Leistung auch noch weiter auf unserer Zuschauerzahlen auswirken. Wenn wir weiter so spielen, wird es in der Rückrunde schwer zu einem durchschnittlichen Spiel die 30.000er Zuschauermarke zu knacken.
 
@ Roter Riese

Sicher, dann kommen weniger Fans, da hast du Recht. Und in der Hinsicht, das Fußball mehr und mehr als reinen Produkt gesehen wird - ich sage zum Produkt verkommt - stimmen wir auch überein. Nur: Was ist denn der Grund, warum trotz so einem Gebolze wie bei uns immernoch an die 30.000 Menschen jedes Spiel zu uns kommen? Weil sie sich mit dem Verein richtig verbunden oder verwurzelt fühlen, und ihn am Leben erhalten möchten, weil sie denken, dieses Stück Fußballtradition darf nicht den Bach runtergehen. Sicher werden es weniger werden, aber unter einen gewissen harten Kern von sagen wir etwa 25.000 Besuchern wird das bei uns nicht fallen, da leg ich mich fest.

Du sagst ja selbst, du gehst aus dem gleichen Grund auf den Betze: Weil du so eingefleischter Fan bist und dir keinen anderen Verein vorstellen kannst, dem dein Herz gehört.

Und diese Verbundenheit der Fans wird - bei allem durch Geld mehr oder weniger planbaren Erfolg - bei einem Künstlich geschaffenen Produktclub nie in einer Art und Weise vorhanden sein, wie sie bei einem "richtigen" Verein über Jahrzehnte gewachsen ist, mit allen Höhen und Tiefen, die man so mit einem Club als Fan durchlebt.

Sicher - man kann argumentieren, wenn die auch erst mal 30 Jahre oben spielen kann das was anderes werden und so etwas kann dann auch wachsen, aber selbst Bayer Leverkusen zB haftet nach fast 30 Jahren Bundesliga immernoch das Image des ungeliebten Plastikclubs an. Und das werden die auch niemals los. Wieviele Neutrale Fans hätten die '96 lieber absteigen sehen als uns!



Und dieser Unterschied isses, den ich herauskehren wollte. Dieses ganze künstliche Hochgepushe mit Geld...das kotzt mich dermaßen an. Das ist wie, wenn man beim Fußball-Manager-Spiel aufm Computer cheatet und gibt sich 999.999.999 Euro und kauft alles, was Beine hat. Ich würde so einen Club, wie ihn Hopp aus der Taufe heben will NIE unterstützen. Sowas muss mit aller Macht bekämpft werden, damit der moderne Fußball nicht NOCH mehr verkommt, als er es leider ohnehin schon ist.
 
Denke das wir als traditionsverein schon Vorteile beim Kauf von Spielern haben! Man mag es kaum glauben aber da haben wir gegen viele Vereine bessere Karten! Viele spieler gehen lieber zu einem schwächelnden Traditionsverein als nach Bielefeld,Mainz, Nürnberg etc...
 
also ich hätte nix dagegen wenn wir so einen hätten.. muss ja nicht gleich alles finanzieren aber ich finde wir sind viiiel zu wählerisch hier wo geld herkommen darf für den fck..
 
Viele spieler gehen lieber zu einem schwächelnden Traditionsverein als nach Bielefeld,Mainz, Nürnberg etc...


Die meisten interssiert aber doch nur die Kohle.



Guck dir doch Chelsea an.



Die hatten 35 Jahre lang, oder länger, nichts gerissen in der Meisterschaft.

Dann kommt Mr Money aus Russland und schon kommen die ganzen Top Spieler nach Chelsea...wegen der "Tradition" kamen die bestimmt nicht...
 
eben.. das kann man sich dann schönreden mit "ich war von anfang an dabei als der aufstieg zum top club begann.."
 
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