Teufelsanbeterin
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Volltreffer Mettomo schafft Luxusproblem
FUSSBALL: Ferydoon Zandi bei schwerem Verkehrsunfall relativ leicht verletzt - FCK-Rotation
BERLIN (zkk). Beim FCK wird rotiert. Notgedrungen, gelbbedingt. Nach Ingo Hertzsch und Marco Engelhardt, die das 1:1 (0:0) bei Hertha BSC wegen ihrer Sperren nur als Fernsehzuschauer erleben durften, sitzt nun Ferydoon Zandi auf der Strafbank, der gestern bei einem schweren Verkehrsunfall Glück im Unglück hatte, nur relativ leicht verletzt wurde.
Zandi erlitt bei dem Unfall auf der A 6 bei Kaiserslautern in Fahrtrichtung Mannheim einen Schock, war kurz bewusstlos, zog sich eine Gehirnerschütterung zu und trug Prellungen davon. Nach Angaben der Polizei wurde der Unfall durch einen roten Kleinwagen ausgelöst, nach dem noch gefahndet wird. Zandi sei mit seinem BMW beim Ausweichversuch auf einen US-Militär-Lastwagen geprallt. Der in Bolanden beheimatete Fahrer des Sattelzuges wurde leicht verletzt, sein Wagen schwer beschädigt. An Zandis Auto entstand Totalschaden. Die Autobahnpolizei, die den Gesamtschaden mit rund 150.000 Euro beziffert, bittet unter 0631/3534-0 um Hinweise.
Nach Frustwochen im zweiten Anzug durfte Ferydoon Zandi in Berlin für Freund Engelhardt ran, arbeitete meist unspektakulär, aber gut fürs Kollektiv. Zandis Traumpass auf Altintop führte zu jenem Eckstoß, den Mettomo punktbringend zur Lauterer Führung verwertete. Zehn Minuten vor Ultimo aber ereilte Zandi wegen Stürmerfouls beim Eckball eine überzogene Verwarnung. Seine Fünfte.
Dass Marco Engelhardt am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach wieder spielt, dürfte sonnenklar sein. Denn „Engel" spielte bisher immer, wenn er spielen durfte. Er ist gesetzt, egal wie die Aufgabenteilung auch aussieht. Zentral defensiv, rechts oder links. Der WM-Kandidat ist durch seine Präsenz und Risikobereitschaft für das Weiterkommen des FCK ungemein wichtig. Der 24-Jährige zeigt, dass er mittelfristig in die Fußstapfen Ciriaco Sforzas treten kann. Noch ist der Schweizer da, noch ist er wichtig, noch bestimmt er beim Rasenschach mit „Engel" als Helfershelfer die Züge. Aber „Ciri" Sforza ist 35 geworden. Ein Alter, in dem auch ein Sforza als Profi nur noch eine begrenzte Haltbarkeit besitzt. Die Lust am Erfolg ist die Stimulanz seiner späten Jahre.
Bei der Besetzung der Vierer-Abwehrkette hat Kurt Jara am Samstag ein Luxusproblem. Ingo Hertzsch, der 22 der 24 Saisonspiele bestritt, nie ein-oder ausgewechselt worden ist, steht wieder zur Verfügung. Seinen Part hatte in Berlin Lucien Mettomo übernommen, mit seiner starken Vorstellung großen Anteil, dass der FCK im Olympiastadion punktete. Mettomo schoss nicht nur sein zweites Tor im Dress der „Roten Teufel", er war die Säule der Abwehr und dabei mehr als nur ein Rettungsanker. Ruhe am Ball und Präzision im Aufbauspiel zeichneten den Nationalspieler von Kamerun aus, der sich nach den Herbststürmen eh als stabilisierender, lange verkannter Krisenmanager bewährt hatte. Nur der Platzverweis am 20. Spieltag in Stuttgart, mit zwei Spielsperren gesühnt, hatte Mettomo zwischenzeitlich den Stammplatz gekostet. Den hatte Timo Wenzel durch sein Ultra-Tief just an den fremdfinanzierten Kameruner verloren und nach langer Geduldsprobe zurückerobert. Der Kapitän leistete auch in Berlin solide, rustikale Arbeit und wird von Jara gegen die Gladbacher nicht geopfert werden. So muss sich diesmal Sportkamerad Hertzsch wahrscheinlich in die Warteschlange einreihen. Da die Kollegen Hervé Lembi, Stefan Blank und Wenzel je vier gelbe Karten auf dem Strafkonto haben, wird die Rotation aber früher oder später ihre Fortsetzung finden.
„Wir sind mit sehr viel Disziplin aufgetreten, haben eine gute Abwehrleistung gebracht und ein gutes Spiel nach vorne geboten. Fiedler hat einige Male gut gehalten", resümierte Kurt Jara. „Wenn uns gegen Gladbach nun ein ,Dreier" gelingt, dann sind wir auf gutem Weg, unser neues Ziel zu erreichen", klassifizierte der FCK-Trainer.
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
FUSSBALL: Ferydoon Zandi bei schwerem Verkehrsunfall relativ leicht verletzt - FCK-Rotation
BERLIN (zkk). Beim FCK wird rotiert. Notgedrungen, gelbbedingt. Nach Ingo Hertzsch und Marco Engelhardt, die das 1:1 (0:0) bei Hertha BSC wegen ihrer Sperren nur als Fernsehzuschauer erleben durften, sitzt nun Ferydoon Zandi auf der Strafbank, der gestern bei einem schweren Verkehrsunfall Glück im Unglück hatte, nur relativ leicht verletzt wurde.
Zandi erlitt bei dem Unfall auf der A 6 bei Kaiserslautern in Fahrtrichtung Mannheim einen Schock, war kurz bewusstlos, zog sich eine Gehirnerschütterung zu und trug Prellungen davon. Nach Angaben der Polizei wurde der Unfall durch einen roten Kleinwagen ausgelöst, nach dem noch gefahndet wird. Zandi sei mit seinem BMW beim Ausweichversuch auf einen US-Militär-Lastwagen geprallt. Der in Bolanden beheimatete Fahrer des Sattelzuges wurde leicht verletzt, sein Wagen schwer beschädigt. An Zandis Auto entstand Totalschaden. Die Autobahnpolizei, die den Gesamtschaden mit rund 150.000 Euro beziffert, bittet unter 0631/3534-0 um Hinweise.
Nach Frustwochen im zweiten Anzug durfte Ferydoon Zandi in Berlin für Freund Engelhardt ran, arbeitete meist unspektakulär, aber gut fürs Kollektiv. Zandis Traumpass auf Altintop führte zu jenem Eckstoß, den Mettomo punktbringend zur Lauterer Führung verwertete. Zehn Minuten vor Ultimo aber ereilte Zandi wegen Stürmerfouls beim Eckball eine überzogene Verwarnung. Seine Fünfte.
Dass Marco Engelhardt am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach wieder spielt, dürfte sonnenklar sein. Denn „Engel" spielte bisher immer, wenn er spielen durfte. Er ist gesetzt, egal wie die Aufgabenteilung auch aussieht. Zentral defensiv, rechts oder links. Der WM-Kandidat ist durch seine Präsenz und Risikobereitschaft für das Weiterkommen des FCK ungemein wichtig. Der 24-Jährige zeigt, dass er mittelfristig in die Fußstapfen Ciriaco Sforzas treten kann. Noch ist der Schweizer da, noch ist er wichtig, noch bestimmt er beim Rasenschach mit „Engel" als Helfershelfer die Züge. Aber „Ciri" Sforza ist 35 geworden. Ein Alter, in dem auch ein Sforza als Profi nur noch eine begrenzte Haltbarkeit besitzt. Die Lust am Erfolg ist die Stimulanz seiner späten Jahre.
Bei der Besetzung der Vierer-Abwehrkette hat Kurt Jara am Samstag ein Luxusproblem. Ingo Hertzsch, der 22 der 24 Saisonspiele bestritt, nie ein-oder ausgewechselt worden ist, steht wieder zur Verfügung. Seinen Part hatte in Berlin Lucien Mettomo übernommen, mit seiner starken Vorstellung großen Anteil, dass der FCK im Olympiastadion punktete. Mettomo schoss nicht nur sein zweites Tor im Dress der „Roten Teufel", er war die Säule der Abwehr und dabei mehr als nur ein Rettungsanker. Ruhe am Ball und Präzision im Aufbauspiel zeichneten den Nationalspieler von Kamerun aus, der sich nach den Herbststürmen eh als stabilisierender, lange verkannter Krisenmanager bewährt hatte. Nur der Platzverweis am 20. Spieltag in Stuttgart, mit zwei Spielsperren gesühnt, hatte Mettomo zwischenzeitlich den Stammplatz gekostet. Den hatte Timo Wenzel durch sein Ultra-Tief just an den fremdfinanzierten Kameruner verloren und nach langer Geduldsprobe zurückerobert. Der Kapitän leistete auch in Berlin solide, rustikale Arbeit und wird von Jara gegen die Gladbacher nicht geopfert werden. So muss sich diesmal Sportkamerad Hertzsch wahrscheinlich in die Warteschlange einreihen. Da die Kollegen Hervé Lembi, Stefan Blank und Wenzel je vier gelbe Karten auf dem Strafkonto haben, wird die Rotation aber früher oder später ihre Fortsetzung finden.
„Wir sind mit sehr viel Disziplin aufgetreten, haben eine gute Abwehrleistung gebracht und ein gutes Spiel nach vorne geboten. Fiedler hat einige Male gut gehalten", resümierte Kurt Jara. „Wenn uns gegen Gladbach nun ein ,Dreier" gelingt, dann sind wir auf gutem Weg, unser neues Ziel zu erreichen", klassifizierte der FCK-Trainer.
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ