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KSV Baunatal - 1. FC Kaiserslautern II (1:1)

Aufstellung:



Julian Pollersbeck

Jean Zimmer

Niklas Tasky

Alexander Bugera

Sascha Mockenhaupt

Thorsten Reiß

Christian Lensch

Mario Pokar

Mario Müller

Jan-Lucas Dorow

Daniel Hammel
 
Baunatal - FCK II 1:1



Zwei Punkte abgegeben




„Bis zum Äußersten der Leistungsfähigkeit“ will der Tabellenvorletzte gehen, um „dem Favoriten 1. FC Kaiserslautern keinen dreifachen Punktgewinn zu ermöglichen“, hatte das Trainerteam des KSV im Baunsberg Echo, der Stadionzeitung, angekündigt und die Drohung wahrgemacht. Baunatal wehrte sich, doch der FCK II ging in Führung. Ausgang war ein langer Ball von Kapitän Alexander Bugera zu Jungprofi Jan-Lucas Dorow, die Kugel verfing sich in der Abwehr, Mario Pokar ging dazwischen, Dorow kam nochmal dran: Es stand 1:0 (13.). Drei Minuten später die große Chance für Baunatal: Tobias Nebe passte zu Nico Schrader, der legte zu Christian Käthner, Keeper Julian Pollersbeck war geschlagen, doch der Pfosten rettete. 60 Sekunden später versuchte es Bugera wieder mit einem weiten Querpass auf Daniel Hammel, dessen Lupfer jedoch nicht nur über den Torwart sondern auch übers Tor ging.



Die Roten Teufel setzten auf Kombinationen und schnelle Spielzüge, und Baunatal wollte die Punkte zurück, hatte nochmal zwei Chancen vor der Pause: einen Freistoß von Mario Wolf aus 18 Metern (42.), den Pollersbeck wegfaustete, und einen Kopfball von Samet Davulcu (45.) in die Arme des FCK-Keepers.



Die Fans versuchten ihren KSV nach vorn zu singen und zu trommeln. Tim-Philipp Brandner zog aus dem Halbfeld ab (49.), verfehlte knapp den Kasten. „Bauner geben niemals auf“, sangen die schwarz-weißen Fans. Währenddessen kamen sich Dorow und Daniel Leipold immer wieder in die Haare. Beide kassierten nacheinander Gelb, Leipold foulte nochmal und musste vom Feld (78.).



Baunatal gab nicht auf – und wurde belohnt: Nach einem Getümmel im Strafraum kam Brandner an den Ball, zog ab, und der KSV hatte seinen Punkt. „Lensch hatte zwei Gedanken, wollte spielen, wollte gehen, bleibt im Rasen hängen, dann kriegst Du ein Tor“, fasste FCK-II-Trainer Konrad Fünfstück zusammen und fügte an, „wir freuen uns, dass wir 45 Punkte haben“.



KSV Baunatal: Reisacher - Heussner, Hanske, Wolf, Leipold - Davulcu (84. Friedrich), Borgardt, Käthner, Brandner - Nebe, Schrader (79. Klitsch)



1. FC Kaiserslautern II: Pollersbeck - Zimmer, Tasky, Mockenhaupt, Bugera - Lensch (84. Dadachev), Reiß, Pokar, Mario Müller (69. Bach) - Dorow, Hammel (73. Lindner)



Tore: 0:1 Dorow (13.), 1:1 Brandner (82.) - Gelbe Karten: Wolf, Davulcu, Leipold - Pokar, Dorow - Gelb-Rote Karte: Leipold (79.) - Beste Spieler: Brandner, Käthner - Zimmer, Bugera - Zuschauer: 300 - Schiedsrichter: Faller (Karlsdorf). (huzl)



Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Rheinpfalz am Sonntag West Nord - Nr. 14

Datum Sonntag, den 6. April 2014
 
Schweigeminute statt Jubelkreis



Gedrückte Stimmung nach dem 1:1 des Regionalligateams des FCK in Baunatal




Von Maria Huber



Grabesstimmung auf der Bank. Mit gesenkten Köpfen trotten ein paar Spieler über den Rasen zum Trainer, der seine Jungs um sich versammelt und einen Kreis bildet. Der Schiedsrichter hat abgepfiffen. Der 1. FC Kaiserslautern II hat gerade 1:1 gegen Baunatal gespielt, und es fühlt sich an wie eine Niederlage.

Auch Trainer Konrad Fünfstück, der versucht, aufmunternde Worte zu finden, ist enttäuscht: „Wer nach 81 Minuten 1:0 führt, mit einem Mann mehr, und am Ende mit einem 1:1 nach Hause geht, kann nicht zufrieden sein“, sagt er. Die erste Halbzeit hat ihm trotzdem gefallen. „Wir haben die Fläche des Spielfelds genutzt, hatten eine sehr gute Raumaufteilung, haben den Ball immer wieder in die Schnittstellen von Baunatal laufen lassen, haben ein sehr dominantes Spiel gezeigt. In der zweiten Halbzeit ist uns das nicht mehr gelungen.“ Baunatal habe sich dann mit viel Freude und Euphorie den Punkt erkämpft. FCK-Keeper Julian Pollersbeck, der einiges zu tun hatte und glänzend reagierte, ärgert sich, wenn er an das Tor denkt. „Wir sind gut gestanden, dann überlaufen die uns mit einem doofen Konter. Er geht über außen durch, die Hereingabe ist abgefälscht.“ Tim-Philipp Brandner schob ein, Pollersbeck war noch dran, konnte aber den Ausgleich nicht verhindern.Jean Zimmer steht an der Bande und lässt sich von seinem Vater trösten, der nach Baunatal gereist ist, um das Spiel zu sehen. Er blickt betrübt drein. „Wir haben uns das Tor praktisch selbst gemacht. Wir laufen mit einem Mann mehr in den Konter rein. Das darf nicht passieren“, ärgert er sich. Pollersbeck versucht sich aufzubauen: „Wir müssen nach vorne blicken, es geht vorüber“, sagt er.



Fünfstück, der ruhig auf seine Jungs eingeredet hat, macht in der Pressekonferenz dem Tabellenvorletzten Baunatal Komplimente für die Freude und die Euphorie, mit der die Mannschaft den Punkt erkämpft hat, obwohl der KSV ab der 78. Minute ohne Daniel Leipold auf dem Platz stand, der nach einem erneuten Gerangel mit Dorow die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Der Spielertrainer der Schwarz-Weißen, Tobias Nebe, nimmt die Worte Leidenschaft und Herzblut in den Mund, erklärt, dass er stolz auf sein Team sei. Und Lauterns U23-Trainer, für den klar ist, dass seine Elf Tabellenvierter bleibt, versucht sich so wieder aufzubauen: „Wir freuen uns, dass wir 45 Punkte haben.“



Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 82

Datum Montag, den 7. April 2014
 
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