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Krieg in Somalia

Jonny

Well-Known Member
Milizen rufen Krieg mit Äthiopien aus

Somalische Islamisten kämpfen gegen vom Nachbarn unterstützte Regierungstruppen / Hunderte auf der Flucht

Eine Initiative der Europäischen Union, in letzter Minute noch einen Krieg zwischen Somalias Islamisten und Äthiopien zu verhindern, ist gescheitert. Islamistenchef Hassan Aweys erklärte, sein Land sei jetzt "im Kriegszustand mit Äthiopien".





www.fr-aktuell.de

http://fr-aktuell.de/in_und_ausland...=1037941&sid=8004d8b9791b724f74704da5b215985ahttp://fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1037941&sid=8004d8b9791b724f74704da5b215985a
 
Ach du Schande...beide Nationen ham kaum was zu essen und dann sowas
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Sehr undurchsichtig...



Also somalische Islamisten kämpfen mit eritreischen Soldaten gegen die offizielle somalische Regierung, die wiederrum von äthiopischen Soldaten unterstützt wird?



Schön, besonders das folgende Zitat ist doch sehr rührend:


Berichten aus Mogadischu zufolge ordneten die Islamisten die Schließung von Schulen an, um den Jugendlichen die Teilnahme an den Kämpfen zu ermöglichen


Da wird sich ja richtig Gedanken über die Kinder gemacht!
 
Und wieder werden Kinder als Soldaten missbraucht. Eine Schande, dass die "zivilisierte Welt" das noch zulässt.



Heiliger Krieg...wenn ich das schon wieder höre. Schade das wir Europäer den Kriegsparteien, die mit dem Begriff "heiligem Krieg" WErbung betreiben, nicht klar machen können, wieviele in den "Kreuzzügen" umkamen.
 
mal ne ganz dumme frage? warum gibt es da krieg? ich kann es aus dem artikel nicht rauslesen. aber warum gibt es immer noch krieg? isses so schwer das wir menschen uns mal in ruhe lassen, oder ist das kapital von manchen wichtiger als die humanität? auch noch kinder reinziehen, die einzige möglichkeit um aus dem elend irgendwann mal rauszukommen.ich denke anstatt waffen zu finanzieren, sollten lieber mal schulen gebuat werden umd den kids eine chance zu öffnen, eine lehrstelle zu bekommen und nicht in der sklaverei der wirtschaftsriesen festzusitzen.



*ironie*

wenns es so weitergeht gibt es bald keine armen menschen mehr, sie haben sich im krieg selber umgebracht, sind verhungert oder an AIDS gestorben und die wirtschaftsmächte haben das richtige getan und sind nicht eingegriffen...

wir sind zum glück nicht von denen ländern abhängig und haben selber soviele bodenschätze, das wir nicht eingreifen müssen. ist ja im großen und ganzen nicht unser problem

*ironie aus*
 
Ein "paar" Islamisten haben in Somalia in großen Teilen des Landes die Macht übernommen und erkennen die Übergangsregierung, die noch nicht allzu lange im Amt ist, nicht an. Diese Übergangsregierung hat ihren Sitz auch nicht in Mogadischu, der Hauptstadt, da diese schon von den Rebellen kontrolliert wird.



Naja und so führen die Truppen der Rebellen einen Krieg gegen die der Übergangsreg...mit Hilfe Eritreas und Äthiopiens
 
KRIEG GEGEN SOMALIAS ISLAMISTEN



<span>Äthiopien bombardiert Flughafen von Mogadischu</span>



Trotz internationaler Proteste hat die äthiopische Luftwaffe Angriffe in Somalia geflogen. Premier Meles hatte kurz zuvor den islamistischen Truppen im Nachbarland Somalia den Krieg erklärt - die EU forderte das sofortige Ende der Kämpfe, um einen Flächenbrand in der Region zu verhindern.







Quelle: spiegel
 
mal ne ganz dumme frage? warum gibt es da krieg?


Grob überschlagen: Die Islamisten stellen auch Ansprüche auf Provinzen Äthopiens. Deshalb hat sich Äthopien wohl eingemischt um zu verhindern, dass der Krieg, nachdem die Islamisten das ganze Land eingenommen haben, auf ihrem Terretorium weitergeführt wird.
 
thx...sorry wenn ich des so sage, aber der krieg ist sowas von unnötig. (krieg ist immer unnötig)

isses wirklich so schwer sich einen planeten zu teilen, und jeden anderen mal in ruhe zu lassen, ich hasse diese aufteilung, Türke, deutscher, islamist, nigerianer, ami. Kann man nicht sagen Mensch!

oder: ich wohn da, du da, wenn wir uns nicht leiden können gehen wir uns aus dem weg. Das ist doch alles größtenwahn! wie die kleinen kinder, bloß das es kein videospiel ist das verloren geht, sondern menschen leben.... und das wegen nem stück erde...



von dritte wahl gibt es ein lied, das heißt halt mich fest, kopier hier mal rein:

wir spalten das Atom

und machen daraus Strom

Von jeder Lebensform

erschaffen wir nen Klon

Perfekte Nachfahren entstehen

durch die Veränderung am Gen

Groß und schön und wohlgeformt,

vollveredelt und genormt

Halt mich fest, so fest wie du nur kannst

Öffne ich die Augen

dann bekomme ich Angst

Angst vorm Größenwahn

vorm Geist unserer Zeit

Vor der Überschätzung unserer Fähigkeit

Den Müll versenken wir im Meer,

alte Bomben hinterher

Und was wir sonst nicht haben wollen

vergraben wir in alten Stollen

All unser Streben unser Sinn

ist maximaler Reingewinn

Denn alles dreht sich nur ums Geld,

keine Achtung vor der Welt

Halt mich fest

Öffne ich die Augen

dann bekomme ich Angst

Angst vorm Größenwahn

vorm Geist unserer Zeit

Vor der Überschätzung unserer Fähigkeit

Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen

So kann man es in vielen Büchern lesen

Doch leider ist

was man aus diesen Schriften lernt

Von der Wahrheit heute meilenweit entfernt.

Halt mich fest, so fest wie du nur kannst

Öffne ich die Augen

dann bekomme ich Angst

Angst vorm Größenwahn

vorm Geist unserer Zeit

Vor der Überschätzung unserer Fähigkeit...
 
Islamisten fliehen aus Mogadischu



In Somalia zeichnet sich eine Vorentscheidung ab. Am Morgen begann der äthiopische Angriff auf Mogadischu. Die islamistischen Kräfte ziehen sich nach Angaben des selbst ernannten Rats der islamischen Gerichte aus der Hauptstadt zurück.





Der Sicherheitsrat der

Vereinten Nationen konnte sich unterdessen auch im zweiten Anlauf nicht auf einen Appell zu einer friedlichen Lösung des Konflikte einigen.



http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,456788,00.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,456788,00.html
 
Das mit der UN kann man so ziemlich knicken, da wird auch nix passieren, was soll denn den USA oder GB dran gelegen sein die Äthopier zurückzupfeifen, damit sich in Afrika ein neuer, islamistischer Staat gründet?
 
Und die Menschen in Somalia und Äthiopien, die mit diesem Konflikt größtenteils nichts zu tun haben, müssen das alles wieder ausbaden. Allein in Somalia sind 1,4 Millionen Menschen von ausländischer Hilfe abhängig.



Schon kurios, dass die verschiedensten Religionen in der Geschichte der Menschen mehr Opfer forderten, als Hitler und Stalin zusammen...
 
<span>Schlacht ums Horn von Afrika</span>



Von Thilo Thielke



Äthiopien hat die Islamisten aus Mogadischu vertrieben: Droht in Ostafrika eine neue Front im Kampf der Kulturen? Die radikalen Somalier suchen Unterstützung im Nahen Osten, die US-Regierung hilft den Truppen aus Addis Abeba.



Mehr...
 
Das kommt mir mal wieder ein bisschen seltsam vor.

Da wird von Seiten des UN-Sicherheitsrates lediglich davon gesprochen, dass die äthopier ihre Truppen zurückziehen sollen.

Was wären die Folgen davon?

Die Islamisten würden Somalia früher oder später kontrollieren und in äthopische Gebiete, die sie ja heute schon offen beanspruchen, einfallen. Und wer glaubt, dass die dann auf den UN-Sicherheitsrat hören, der glaubt wohl noch an den Weihnachtsmann.
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Wenn dann müsste wohl ne europäische Schutztruppe einrücken, die die aktuelle Regierung schützt, aber das würde die Position der Regierung im Volk schwächen und man könnte sich auf Terroranschläge auf die Truppen gefasst machen, das wird auch nicht besser als bei den Amis im Irak.

Schwierige Situation, aber meiner Meinung nach würde so eine einfache UN-Resolution den Krieg wie gesagt nicht verhindern, sondern nur für 1-2 Jahre und ins äthopische Gebiet verschieben.
 
SOMALIA



<span>Letzte Islamisten-Hochburg erobert</span>



Die somalischen Regierungstruppen haben nach Angaben des Verteidigungsministers die letzte noch verbliebene Hochburg islamistischer Kämpfer im Süden des Landes erobert. Inzwischen bahnt sich eine Einigung zwischen mehreren Warlords und der somalischen Regierung an.





Quelle: spiegel





Das ist doch schonmal ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Allerdings wird das Land jetzt von einem Guerillakrieg heimgesucht werden, ähnlich wie im Irak. Aber wenigstens können die Islamisten nicht überall so stark vertreten sein...
 
<span>Krise in Somalia: Kinder zum Kämpfen gezwungen</span>



12.01.07 - UNICEF ruft alle bewaffneten Gruppen und Militärs in Somalia auf, alle Kinder und Jugendlichen in ihren Reihen sofort zu demobilisieren. In einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Hilfsorganisation Save the Children fordert UNICEF die somalische Übergangsregierung auf, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, dass alle Kindersoldaten wieder mit ihren Familien zusammen gebracht und versorgt werden. Zahlreiche Augenzeugenberichte belegen die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei den jüngsten Kämpfen in Somalia.




Sehr besorgt ist UNICEF über Berichte, wonach somalische Kinder und Frauen unter den Opfern von Flächenbombardements der letzen Tage sein sollen und Flüchtlingslager mit Granaten beschossen worden seien. Die Schließung der Grenze nach Kenia hat die Gefahren für somalische Flüchtlinge im Süden des Landes erhöht. UNICEF hat Informationen erhalten, dass mehrere Kinder auf der Straße erschossen wurden und Minderjährige von Warlords rekrutiert wurden. Angesichts des gegenwärtigen Machtvakuums versuchen diese ihre alten Positionen zurückzuerobern.



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Soldaten der somalischen Übergangsregierung patroullieren in der Hauptstadt Mogadischu - darunter auch Kinder und Jugendliche. (Aufnahme vom 11.1.2007)



Jeder Tag, den die Kämpfe weiter gehen, gefährdet die zaghaften Fortschritte für die Zivilbevölkerung, die die Somalier mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft in den letzten Jahren gemacht haben“, erklärte der Leiter von UNICEF Somalia, Christian Balslev-Olesen.



Im Süden Somalias, wo die Bevölkerung ohnehin unter den Folgen einer lang anhaltenden Dürre und darauf folgenden Überschwemmungen leidet, sind zusätzlich 65.000 bis 70.000 Menschen auf der Flucht vor den Kämpfen. Schätzungsweise 1.000 Menschen wurden in den vergangenen Wochen getötet, die meisten in der Region um die Hauptstadt Mogadischu und die Stadt Baidoa.



Die Arbeit der Hilfsorganisationen wird durch die angespannte Sicherheitslage und Straßensperren eingeschränkt. Aus Sicherheitsgründen konnten Hilfsgüter nicht ausgeliefert werden. Das Risiko von Mangelernährung und Krankheiten gerade für Kinder steigt insbesondere in den Überschwemmungsgebieten.



Mit Transportflugzeugen bringt UNICEF Decken, Wasserkanister, Kochutensilien, Plastikplanen und Medikamenten für Flüchtlinge in die Stadt Galkayo. Weiter liefert UNICEF in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen Medikamente und Zusatznahrung.





UNICEF ruft zu Spenden auf:




Hier Online-Spenden



Spendenkonto 300.000



Bank für Sozialwirtschaft: 370 205 00



Stichwort: Somalia



Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarneden, Durchwahl 0221/93650-235





Quelle: unicef
 
Versöhnungskonferenz soll Anarchie beenden



Addis Abeba - Eine Konferenz zur nationalen Versöhnung soll dem ostafrikanischen Land Somalia nach 16 Jahren Anarchie wieder Stabilität bringen. Der somalische Präsident Abdullahi Yusuf erklärte sich am Dienstag beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba zur Einberufung einer solchen Versammlung bereit. Dies war eine Voraussetzung für finanzielle und logistische Unterstützung seitens der USA und der Europäischen Union, um eine AU-Friedenstruppe am Horn von Afrika zu stationieren.



Die Truppe soll aus 8000 Mann bestehen und zunächst für sechs Monate im Einsatz sein, bevor die Vereinten Nationen die Mission übernehmen könnten. Bislang haben allerdings nur Uganda, Nigeria und Malawi die Entsendung von Soldaten versprochen. Weitere Zusagen wurden nach dem zweitägigen AU-Gipfel in der äthiopischen Hauptstadt erwartet. Die EU will die Friedenstruppe mit 15 Millionen Euro unterstützen, die USA mit 40 Millionen Dollar (31 Millionen Euro). Unklar war zunächst, in welchem Ausmaß die Kriegsherren und Clanführer Somalias in eine künftige Regierung eingebunden werden könnten, um die nationale Versöhnung zu fördern. ap



www.fr-aktuell.de

http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1062601&http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1062601&
 
Hoffen wir das beste!



Aber es ist schon tragisch: Afrika - vom Westen ignoriert und sich selbst immer wieder selbst ein Bein stellend...
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Blauhelme unerwünscht

Somalische Islamisten drohen Soldaten der Afrikanischen Union / Verbreitete Skepsis

In Somalia steht die Ankunft eines ugandischen Vorauskommandos der Afrikanischen Union (AU) bevor. Dann beginnt die gefährlichste Mission in der Geschichte der Union. 8000 Soldaten sollen am Horn von Afrika für Frieden sorgen - Islamisten drohen ihnen mit dem Tod.



J

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Flüchtlinge in geheimer Haft

Menschenrechtler: Viele Somalier aus Kenia verschleppt

US-Agenten sollen hunderte von Flüchtlingen aus Somalia in geheimen äthiopischen Gefängnissen verhört haben. Viele der Festgenommenen - darunter Frauen und Kinder - waren nach Recherchen von Menschenrechtlern zuvor illegal aus Kenia abgeschoben worden.



Mehr:

http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1109756&http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1109756&



Man kann sich doch einfach nur noch schämen, dass man zur gleichen Spezies gehört wie diese Unmenschen.
 
Kämpfe in Mogadischu lösen neuen Exodus aus



NAIROBI, Kenia, 03.04.2007 (UNHCR) – Schätzungen zufolge sind rund 100.000 Menschen seit Anfang Februar vor der Gewalt aus der somalischen Hauptstadt Mogadischu geflohen. Allein 47.000 verließen die Stadt in den letzten beiden Wochen, nachdem die Kämpfe eskalierten. Die Angaben stammen von Nichtregierungsorganisationen in Somalia.



Mehr: http://www.unhcr.de/aktuell/einzela...ml?PHPSESSID=253d34cd7e9b01092307a74275b3decdhttp://www.unhcr.de/aktuell/einzelansicht/article/2/kaempfe-in-mogadischu-loesen-neuen-exodus-aus.html?PHPSESSID=253d34cd7e9b01092307a74275b3decd







Neue Tragödie am Golf von Aden



GENF, 26.03.2007 (UNHCR) – Menschenschmuggler haben 450 Somalier und Äthiopier vor der Küste des Jemen gezwungen, bei stürmischer See von Bord zu springen. Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) geht von mindestens 29 Toten aus, 71 Menschen werden vermisst.



Mehr: http://www.unhcr.de/index.php?id=43&tx_ttnewshttp://www.unhcr.de/index.php?id=43&tx_ttnews[tt_news]=732&tx_ttnews[backPID]=666&no_cache=1&PHPSESSID=253d34cd7e9b01092307a74275b3decd
 
Hunderte Tote



Eskalation in Mogadischu

Wohngebiete unter Beschuss



Mogadischu - Bei schweren Kämpfe in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag mindestens 73 Menschen getötet worden.



Binnen fünf Tagen seien 130 Menschen bei Gefechten zwischen Islamisten und somalischen sowie äthiopischen Soldaten ums Leben gekommen.



UN-Generalsekretär Ban forderte den Sicherheitsrat auf zu prüfen, ob eine Friedenstruppe die Gewalt in Somalia unter Kontrolle bringen könnte. Andernfalls sei auch die Möglichkeit eines anderen Einsatzes unter UN-Mandat zu erwägen...



http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1120549&http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1120549&
 
<span>Kämpfe in Mogadischu: Hunderttausende fliehen</span>



Mogadischu - Schwere Schießereien in der somalischen Hauptstadt haben erneut mehrere tausende Menschen gezwungen die Metropole zu verlassen. Damit steigt die Zahl der Flüchtlinge auf 320.000 an, die allein seit Februar vor den Kämpfen zwischen den von Äthiopien unterstützten Regierungstruppen und islamistischen Rebellen fliehen müssen.



Nach neuesten Angaben der UNHCR-Mitarbeiter vor Ort ist besonders in den Gebieten von Galgaduud und Mudug eine deutliche Zunahme der Flüchtlingswelle zu erkennen. Rund ein Drittel der Flüchtlinge hat sich dabei auf den Weg in die nahe Provinz Shabelle gemacht. Knapp 109.000 Menschen sind in Richtung Galgaduud geflohen.



Bereits vergangene Woche sind umfangreiche Hilfsmaßnahmen seitens UNHCR in der Region eingeleitet worden. Besonders betroffen ist die Region Afgooye, wo nach mehreren Explosionen, die wichtigste Verbindungsstraße zerstört worden ist und die Flüchtlinge beschwerliche Umwege in Kauf nehmen müssen. Auch die Hilfslieferungen von UNHCR sind durch die zerstörte Infrastruktur auf lange Wege angewiesen. Dadurch spitzt sich die Lage weiter dramatisch zu.



"Dennoch konnten UNHCR und seine somalischen NGO-Partner noch am ersten Tag der Maßnahmen 1.500 Familien beziehungsweise gut 9.000 Flüchtlinge erreichen“, bilanzierte Sprecher Ron Redmond am Freitag. „Sie alle leben im Freien oder einfach unter Bäumen und haben sich mit den bereitsgestellten Planen, Decken und Schlafmatten notdürftig schützen können. Wir hoffen mit weiteren Aktionen weitere 3.000 Flüchtlinge erreichen zu können, die derzeit unter freiem Himmel in Afgooye leben müssen."



Redmond unterstrich die Dringlichkeit der Hilfe, da das Wetter in Somalia derzeit extremen Schwankungen ausgesetzt sei. Deshalb will UNHCR weitere Lieferungen für 15.000 Flüchtlinge aus dem Lager in Dubai einfliegen lassen.



http://www.unhcr.de/aktuell/einzela...ml?PHPSESSID=de3b36e7e9eca4144ee9577eb5c04999http://www.unhcr.de/aktuell/einzelansicht/article/2/kaempfe-in-mogadischu-hunderttausende-fliehen.html?PHPSESSID=de3b36e7e9eca4144ee9577eb5c04999
 
<span>Somalia hat weltgrößte humanitäre Katastrophe</span>



Mogadischu – Die Situation der Flüchtlinge in Somalia hat weiter tragisches Ausmaß. Besonders rund um die Hauptstadt spitzt sich die Lage dramatisch zu. Auch wenn die Kampfhandlungen seit Samstag offiziell abnehmen, so ist ein Ende der Flüchtlingswelle nicht in Sicht. Nach UN-Informationen hat sich die Zahl der Vertriebenen bis zum Wochenende auf über 350.000 erhöht. Damit ist ihre Zahl weitaus höher als in Irak, Darfur und Sri Lanka.



Die schwersten Kämpfe seit 16 Jahren zwingen einige Hilfsorgansiation sogar zum Abbruch ihrer Arbeiten. Nach einer Woche heftiger Ausschreitungen haben in Mogadischu derzeit die Aufräumarbeiten begonnen. Radiostationen, die ihren Betrieb notdürftig wieder aufgenommen haben, berichten von vielen Toten am Wegesrand und zahlreichen Plünderungen. Wie viele Menschen sich noch in der Stadt befinden ist ebenso unklar wie die Zahl der Opfer. Auf der Suche nach islamischen Rebellen durchkämmenm die von Äthiopien unterstützten Regierungstruppen seit Tagen sämtliche Häuser im Norden der Stadt.



UNHCR hat seine Kapazitäten für humanitäre Hilfe aufgrund der Lage nochmals erweitert. Da in den kommenden Tagen mit weiteren Vertriebenen gerechnet wird, befürchtet UN-Mitarbeiter John Holmes, "dass die Zahl der Flüchtlinge bald 400.000 übersteigt."



Besonders in der Region Afgooye fehlt es an Decken, Matratzen und Plastikplanen für die Neuankömmlinge aus der 30 Kilometer entfernten Hauptstadt. Ebenso mangelt es an Trinkwasser. Durch neue Hilfslieferungen sollen abermals 13.500 Menschen versorgt werden können. UNHCR registriert derzeit mehr als 41.000 Menschen allein in Afgooye. Insgesamt können in Somalia lediglich 60.000 Flüchtlinge von UNHCR und anderen Organisationen erreicht werden, da viele ziellos im Land fliehen.



Krankheiten wie Cholera und Durchfall stellen ein gravierendes Problem dar. UN-Sprecherin Stephanie Bunker spricht von mehr als 600 Toten, die ihren Beschwerden erlegen sind. "Viele von ihnen nehmen die Anzeichen nicht ernst", so ein Sprecher von Ärzte ohne Grenzen. Auch der Vorsitzende der Afrikanischen Union (AU) fordert mehr Hilfe für Somalia: „Ohne weitere Truppen kann die Situation sehr gefährlich werden und ein Versagen für ganz Afrika bedeuten“, so Alpha Oumar Konare zu Journalisten. "Wir müssen jetzt handeln, so dass wir ein Fundament für Dialoge unter den Somaliern schaffen können."



Derzeit unterstützt lediglich Uganda die offizielle Friedensmission AMISOM mit 1.500 Soldaten.



Rouven Brunnert für

UNHCR Deutschland



Veröffentlicht am: Montag, 30. April 2007





Quelle: unhcr
 
<span>Somalia: Rotes Kreuz verstärkt Hilfe für Bürgerkriegsopfer - Spendenaufruf</span>



Berlin, 26. April 2007

35/07



Der aufflammende Bürgerkrieg in Somalia und seiner Hauptstadt Mogadischu fordert immer mehr zivile Opfer. Das Rote Kreuz kann als eine der wenigen Hilfsorganisationen seine humanitäre Hilfe für die Menschen in Somalia fortsetzen.



Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bezeichnet die erneut ausgebrochenen Kämpfe als die schlimmsten der letzten 15 Jahre. Hunderte Menschen wurden in den Gefechten verletzt, Hunderttausende mussten aus Mogadischu fliehen. Die Arbeit der Helfer wird dadurch erschwert, dass die Konfliktparteien am Rande des Internationalen Völkerrechts agieren. Dennoch hat das Rote Kreuz seine Hilfe für die Menschen in Somalia durch Soforthilfe verstärken können.



Seit Anfang April hat das Rote Kreuz an über 100.000 Vertriebene wichtige Haushaltsgegenstände wie Plastikplanen, Decken, Kochgeschirr und Kleidung verteilt. Sauberes Trinkwasser wird täglich für mehr als 50.000 Personen zur Verfügung gestellt. Zudem verstärkte das Rote Kreuz die Kapazität einiger Krankenhäuser in Mogadischu: Zwölf Tonnen medizinischer Hilfsgüter wurden an Gesundheitseinrichtungen in der Hauptstadt Somalias geliefert, und 20.000 Pakete zuckerhaltiger Lösung zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes sind zur Behandlung von Cholera-Patienten bereitgestellt worden.



Das Deutsche Rote Kreuz bittet um Spenden für die Menschen in Somalia:

Deutsches Rotes Kreuz

Bank für Sozialwirtschaft

Konto: 41 41 41

BLZ: 370 205 00

Stichwort: Ost-Afrika







Ansprechpartner

DRK-Pressestelle



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© Deutsches Rotes Kreuz, Generalsekretariat, Berlin 26.4.07





Quelle: drk
 
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