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Jens Novotny

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Lohnfortzahlungs-Prozess

Nowotny verliert gegen Bayer



Fußball-Profi Jens Nowotny hat die erste Runde im Rechtsstreit mit seinem Arbeitgeber Bayer 04 Leverkusen verloren. Das Arbeitsgericht Solingen wies am Mittwoch im Gebäude des Amtsgerichts Leverkusen-Opladen die Klage des 31 Jahre alten Nationalspielers gegen den Bundesliga-Club auf Lohnfortzahlung über die gesetzliche Frist von sechs Wochen hinaus ab.



Das Gericht begründete nach eineinhalbstündiger Verhandlung sein Urteil damit, dass im Vertrag des 45-maligen Nationalspielers keine schriftliche Vereinbarung auf 100-prozentige Weiterzahlung der Bezüge fixiert worden war. Rückwirkend und künftig muss Bayer keinen Euro Lohnfortzahlung bezahlen. Bayer hatte die Gehaltszahlungen an den 31 Jahre alten Abwehrchef nach dem gesetzlichen Zeitraum von sechs Wochen eingestellt.



Nowotny hatte sich indes auf mündliche Zusagen der Bayer-Seite durch den damaligen Manager Reiner Calmund berufen. Der Streitwert war mit insgesamt rund 1,75 Millionen Euro plus Zinsen und Gerichtskosten angegeben worden.



Nowotny kann gegen das Urteil in Einspruch einlegen. "Es liegt jetzt an Jens Nowotny, ob er dagegen Revision einlegen will oder nicht. Es steht zur Halbzeit 0:1. Aber es ist durchaus möglich, dass die Geschichte noch anders ausgeht", erklärte Nowotnys Anwalt Harla Martin.



"Wir sind mit dem Urteil sehr zufrieden, aber es ist immer schön, wenn man keine Rechtsstreitigkeiten hat", sagte Bayer-Vertreterin Christine Bernard. Nowotny war ebenso wie Bayer-Geschäfsführer Wolfgang Holzhäuser nicht zur Verhandlung erschienen. Zuvor war eine außergerichtliche Einigung beider Parteien gescheitert.



Der Abwehrspieler hatte sich im Februar 2005 seinen vierten Kreuzbandriss im Knie zugezogen. Bereits Anfang Juli hatte er eine Klage auf Lohnfortzahlung um mindestens sechs Monate angestrengt, diese aber zwischenzeitlich wieder zurückgezogen. "Ich strebe natürlich eine außergerichtliche Lösung an", hatte Nowotny damals gesagt. Zugleich hatte er aber auch betont: "Es geht mir nicht um Ansprüche, es geht um mein Recht."



Zwischen Leverkusen und Nowotny, der bei Bayer seit 1996 spielt und bis 2008 unter Vertrag steht, ist zudem ein Streit um eine Handgeld-Versteuerung von 20 Millionen Mark anhängig. Diese Summe wurde am Mittwoch vor Gericht konkret genannt. Im Januar 2002 hatten sich Nowotny und Bayer im Zuge einer Vertragsverlängerung mündlich auf den Betrag geeinigt. Bislang hat Bayer rund 2,5 Millionen Euro ausgezahlt. Die Summe musste Nowotny versteuern. Im Vertrags-Passus nun soll eine steuerliche Regelung für den Restbetrag gefunden werden. In dieser Angelegenheit soll vor dem Landgericht Köln am 28. Oktober eine Entscheidung verkündet werden.
 
Nowotny spielt nie mehr für Bayer



Leverkusen - Leverkusen zieht einen Schlussstrich im Fall Jens Nowotny. Der Nationalspieler wird nie wieder für den Bundesligisten spielen.



Dies teilte der Klub am Dienstag mit und begründete den Schritt mit einem zerstörten Vertrauens-Verhältnis.



"Kein Vertrauensverhältnis mehr"



"Durch die von Nowotny und seiner Beraterfirma GTS gegen Bayer 04 Leverkusen eingeleiteten Klagen ist kein Vertrauensverhältnis mehr zwischen den Parteien vorhanden", erklärte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.



"Das Ganze ist sehr bedauerlich und schade. Dass es so weit kommen musste, ist für alle Beteiligten sehr unangenehm. Aber es war einfach ein Punkt erreicht, wo es nicht mehr anders geht", sagte Interims-Teamchef Rudi Völler



"Sicher kann es der Bayer AG nicht gefallen, wenn ein Spieler den Verein gleich zweimal verklagt. Ich habe oft versucht, zu vermitteln, aber es ist immer wieder gescheitert. Es ist in den letzten Monaten einfach zu viel Porzellan zerschlagen worden. Und offenbar war kein vernünftiges Zusammenkommen möglich", so Völler.



Nowotny darf mittrainieren



Nowotny könne weiterhin am Trainingsbetrieb teilnehmen und erhält auch jegliche medizinische Betreuung, so Bayer weiter. Zudem erhalte er seine zugesagten Bezüge.



Nowotny hat bei den Leverkusenern noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008.



Rechtsstreit ist der Stein des Anstoßes



"Eine weitere Zusammenarbeit ist nicht mehr möglich, weil Jens Nowotny entgegen seiner schriftlichen Aussage, die Klage auf Lohnfortzahlung zurückzunehmen und auf sämtliche Forderungen zu verzichten, dennoch mit dem Verein vor Gericht gegangen ist", erklärte Holzhäuser.



Somit würde wohl auch ein Rückzug der Klage nichts mehr an dem Schritt ändern.





Mit seiner Klage auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall war der 45-malige Nationalspieler, der derzeit nach seinem vierten Kreuzbandriss an einem Comeback arbeitet beim Arbeitsgericht gescheitert, weil Nowotny keine schriftliche Vereinbarung auf Lohnfortzahlung über die gesetzliche Frist von sechs Wochen vorweisen konnte.



Streitwert beträgt mehr als 1,75 Millionen Euro



Der Streitwert betrug 1,75 Millionen Euro plus Zinsen und Gerichtskosten. Nowotny hatte sich auf eine angeblich mündlich erfolgte Zusage von Ex-Geschäftsführer Reiner Calmund berufen.



Die zweite Klage bezieht sich auf die Versteuerung der 10,2 Millionen Euro Handgeld zwischen Nowotny und dem Klub für die Vertragsverlängerung 2002. Sie wird am 28. Oktober vor dem Landgericht Köln verhandelt.



Diese Summe sollte Nowotny komplett versteuern. Die Forderung des Bayer-Abwehrrecken, dass der Klub die Zahlung des Differenzbetrages nach Steuern übernehmen soll, soll nun geklärt werden.



Wer bezahlt die Steuern?



Den Rechtsstreit hat die Firma GTS angestrengt, die Nowotnys Berater Georg Bischoff gehört.



GTS erhielt ein Viertel der Summe von 10,2 Millionen Euro. Ein anderes Viertel wurde mit dem Gehalt an Nowotny überwiesen, worauf dieser den Betrag sofort zurücküberwies. Daraufhin war der Betrag unversteuert GTS zugegangen.



Die letzten beiden Ratenzahlungen stehen noch aus.



Quelle: sport1.de





Meiner Meinung nach nur richtig.
 
Sollte Nowotny jemals wieder richtig auf die Beine kommen, wäre er für viele Bundesligisten eine Verstärkung. Die bittere Realität sieht man leider im Fall Marco Rehmer.

Gehaltstechisch muß Nowotny eh jeder Menge Abstriche machen. Wenn man es also medizinisch vertreten kann, warum nicht. Er isr gesund jedenfalls eine Klasse stärker, als die meisten unserer Abwehrspieler.
 
is mir ein zu großes risiko...

1. wird er immernoch ein, für unsre verhältnisse hohes gehalt verlangen

2. ist seine anfälligkeit ein viel zu hohes risiko

3. weiß ich nicht ob er jemals zu einer annähernd guten form gelangt
 
Ich sags auch gern hier nochmal: Nein zu Jens Nowotny!!!



Ich weiß nicht wieso aber der Typ ist mir schon von seinem Auftreten her verdammt unsympathisch!
 
is mir ein zu großes risiko...
1. wird er immernoch ein, für unsre verhältnisse hohes gehalt verlangen

2. ist seine anfälligkeit ein viel zu hohes risiko

3. weiß ich nicht ob er jemals zu einer annähernd guten form gelangt




Warum ohne Not ein so hohes Risiko eingehen.
 
"Ich habe nichts Unrechtes getan"



München/Leverkusen - Jens Nowotny sieht sich nach seiner Ausmusterung weiterhin im Recht gegenüber Arbeitgeber Bayer Leverkusen.



"Für mich zählt nur, dass ich morgens noch in den Spiegel schauen kann. Ich habe nichts Unrechtes getan", sagte Nowotny in der DSF-Sendung "Bundesliga Aktuell".



Der Nationalspieler ist sich der Tragweite des Ganzen offenbar bewusst. "Das ist nun mal so in der Wirtschaft: Wenn man sein Recht durchsetzen will, kann das böse enden." In seinem Fall sieht es danach aus.



Nowotny hofft noch



Er selbst hat die Hoffnung auf ein Comeback im Bayer-Trikot aber noch nicht aufgegeben. Von seiner Seite aus sei das Vertrauensverhältnis nicht zerstört, erklärte der Abwehrspieler.



Nowotnys Marschroute lautet: "Weiter trainieren, Gas geben, Leistung bringen, so, dass der Trainer den Wunsch hat: Nowotny muss spielen."



Zudem habe Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser ihm gegenüber von einer Suspendierung "bis auf weiteres" gesprochen. Dem widersprach Holzhäuser aber prompt: "Was den Spieler Jens Nowotny betrifft, ist das Thema für Leverkusen erledigt."



Schwere Vorwürfe des Beraters



Hintergrund sind Nowotnys Klage auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Versteuerung von Handgeldern in Höhe von 10,2 Millionen Euro. Daher soll er laut Holzhäuser "nie wieder für Bayer spielen".



"Am Dienstag wurde Jens um 17 Uhr zu Herrn Holzhäuser zitiert und da wurde ihm mitgeteilt, dass er weiter bei Bayer Leverkusen trainieren und die medizinische Abteillung in Anspruch nehmen kann, aber nicht mehr für den Verein spielen wird", erzählt Nowotnys Berater Georg Bischoff Sport1.de seine Version.



Gleichzeitig erhebt Bischoff schwere Vorwürfe gegen die Vorgehensweise des Leverkusener Geschäftsführers: "Es ist doch kein Wunder, dass das ganze Stadion 'Holzhäuser raus' ruft. Der Mann braucht keine Anwälte, von denen er so viele beschäftigt. Der muss dringend zum Arzt."



Kritik auch von Christoph Daum



Auch der frühere Leverkusener Trainer Christoph Daum übte im Gespräch mit Sport1.de Kritik an der Entscheidung der Klubführung. "Die Sache schockiert mich. Jens hat seine Knochen für Bayer Leverkusen hingehalten und sich für seinen Verein diese Verletzung geholt und nicht auf dem Kinderspielplatz", sagte der Coach von Fenerbahce Istanbul.



"Was ich nicht verstehe, ist das diese Dinge in der Öffentlichkeit besprochen werden. Wir hatten früher auch Probleme, die haben wir aber alle in der Familie Bayer 04 geklärt. Es stimmt mich traurig, dass das heute nicht mehr so ist."



Wechsel kein Thema



Einen neuen Verein will sich der einstige Kapitän, der angeblich 3,4 Millionen Euro pro Jahr verdient, nicht mehr suchen. "An einem Wechsel besteht überhaupt kein Interesse", sagt Bischoff.



"Jens bleibt bis 2008 bei Bayer beschäftigt und erhält bis zum letzten Tag seinen Lohn."





Sagt Calmund vor Gericht aus?



Nowotny beruft sich bei seiner Klage auf eine angebliche mündliche Zusage des früheren Managers Reiner Calmund, dass Bayer auch nach Ablauf der Sechs-Wochen-Frist die Gehaltszahlung übernimmt. Die Klage war vor zwei Wochen vom Arbeitsgericht Solingen abgewiesen worden.



"Wir wollen unser Recht", sagt sein Berater. "Wir wollen bei Gericht durchsetzen, dass Reiner Calmund als Zeuge aussagen muss. Ich kenne ihn, der sagt die Wahrheit."



Allerdings sieht Holzhäuser trotzdem keine Erfolgsaussichten für Nowotny. "Calmund bestreitet es, sowohl gegenüber Rudi Völler als auch gegenüber meiner Wenigkeit. Im Ergebnis besteht also kein Anspruch und die Forderungen sind unberechtigt", erklärte Holzhäuser im DSF.



Geplantes Comeback gegen Solingen fällt aus



Nowotny hat gerade seinen vierten Kreuzbandriss auskuriert und angekündigt, dass er wieder spielen will. Am Freitag wollte er am Freundschaftsspiel von Bayer gegen Union Solingen mitwirken.



"Er ist topfit, hat sich gefreut wie ein kleines Kind, hat gut trainiert und wollte der Mannschaft wieder helfen", so Bischoff. "Er wird jetzt aber weiter trainieren. Aber im Hinblick auf die WM 2006 ist das natürlich ein Wermutstropfen. Ich bin mir sicher, dass er dort gespielt hätte."



Daraus wird nun wohl aber nichts mehr. "Wie es jetzt weitergeht, entscheiden die Anwälte", sagt Bischoff.





Gott sei dank dürfte der für uns kein thema sein. der verdient soviel wie 1/5 unseres kompletten Kaders!
 
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