G
Guest
Guest
Finde gut, dass er nicht schlecht über Henke redet und die Jungen werden weiter aufgebaut
Bundesliga
Kaiserslautern: Interview mit dem neuen Trainer über Probleme und Perspektiven - 24.11.2005 10:20
Wolfgang Wolf: "Die Mannschaft hat Angst"
Der neue FCK-Trainer Wolfgang Wolf bei der Arbeit.kicker: Herr Wolf, wie ist Ihr erster Eindruck nach zwei Tagen als Trainer des 1. FCK?
Wolfgang Wolf: Der 1. FCK befindet sich in einer sehr schwierigen Situation. Doch man merkt: Alle wollen sich dagegenstemmen.
kicker: Auch die Mannschaft?
Wolf: Die Mannschaft ist körperlich fit, will auch. Sie hat aber Angst, ist blockiert. Das ist nicht der FCK, den ich sehen will.
kicker: Was ist Ihnen spontan aufgefallen?
Wolf: Die Jungen. Axel Bellinghausen, ein Halfar oder Reinert. Sie spielen ohne Angst, mutig.
kicker: Und die anderen?
Wolf: Die sind zögerlich, warten ab. Statt einen Schritt nach vorne zu gehen, gehen sie zwei zurück.
kicker: Samstag geht es nach Hannover. Wo werden Sie ansetzen?
Wolf: Wir müssen ein bisschen Lockerheit reinbringen. Die Defizite sind offensichtlich. Es gilt die Gegentorflut einzudämmen, hinten erst mal dichtzumachen.
kicker: Was ändern Sie taktisch?
Wolf: Kurzfristig sind große Änderungen nicht möglich.
kicker: Viele sehen schwarz für den 1. FCK. Sie auch?
Wolf: Dann wäre ich nicht hier. Ich bin nicht gekommen, um mich auf die Zweite Liga einzustellen.
kicker: Warum tun Sie sich das Himmelfahrtskommando 1. FCK an?
Wolf: Es wird nicht einfach, aber es wird kein Himmelfahrtskommando. Zurück zum FCK zu gehen, ist eine Herzensangelegenheit.
kicker: Die Erwartungen an den Heimkehrer sind sehr hoch. Zu hoch?
Wolf: Ich weiß, auf meinen Schultern liegt eine große Last. Ich bin bereit, die zu tragen.
kicker: Sie holten Wolfgang Funkel als Co-Trainer. Warum?
Wolf: Wir haben zusammen den Fußballlehrer gemacht. Ich schätze seine Art. Er kennt den Betzenberg, auch ihm liegt der 1. FCK am Herzen. Ich wollte einen neutralen Assistenten haben, keinen aus dem näheren Umfeld, der infiziert ist.
kicker: Ihrem Team fehlen Typen. Trotzdem verzichten Sie auf Ciriaco Sforza. Die Gründe?
Wolf: Wir brauchen Ruhe. Die ist jetzt oberstes Gebot. Mit Sforza kriegen wir keine Ruhe: Er spaltet den Verein und die Mannschaft!
kicker: Wie sehr hat Sie Klubchef René C. Jäggi bei der Sforza-Entscheidung beeinflusst?
Wolf: Ich lasse mir von niemandem reinreden. Herr Jäggi hatte mich sogar ermutigt, wieder auf Sforza zurückzugreifen. Ich wollte aber nicht. Es war eine wichtige und richtige Entscheidung.
kicker: Sforza weg, Funkel da, Ihr Bruder Arno als Scout ebenso. Brauchen Sie einen Schaufelbagger, um auf dem Betzenberg richtig aufzuräumen?
Wolf: Ich habe klare Vorstellungen, die ich umsetzen will. Das Problem ist: Alles muss mit Bedacht, aber schnell gehen. Wir haben keine Zeit zu verlieren.
kicker: Sie sind einen Vertrag bis 2008 eingegangen. Eine lange Laufzeit als Signal für Kontinuität in Kaiserslautern?
Wolf: Ich habe gefragt: Was wollt Ihr? Und gesagt: Ich bin der Falsche als Trainer für ein dreiviertel Jahr. Ich glaube, etwas aufbauen, das kann ich!
kicker: Wird Marco Engelhardt Ihr Kapitän bleiben?
Wolf: Bis zur Winterpause auf alle Fälle. Warum nicht darüber hinaus?
kicker: Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit Teammanager Olaf Marschall?
Wolf: Olaf ist mein erster Ansprechpartner. Er wird mir als rechte Hand zur Verfügung stehen.
kicker: René C. Jäggi tritt als Vorstandsvorsitzender ab. Sehen Sie ein Problem für sich, bald einen neuen Chef zu haben?
Wolf: Nein. Ich bin bereit, dem FCK zu helfen. Ab jetzt.
kicker: Vier Ligaspiele, ein Pokalspiel gegen Mainz. Ihre Ziele bis zur Winterpause?
Wolf: Wir sind Letzter, müssen noch einige Punkte draufpacken. Im Pokal wollen wir überwintern. Auf das Derby gegen Mainz freue ich mich schon jetzt. Dort habe ich, zumal äußerst unglücklich, mit Nürnberg verloren - und meinen Job.
Interview: Uli Gerke
hoffe es steht noch nirgends.
Bundesliga
Kaiserslautern: Interview mit dem neuen Trainer über Probleme und Perspektiven - 24.11.2005 10:20
Wolfgang Wolf: "Die Mannschaft hat Angst"
Der neue FCK-Trainer Wolfgang Wolf bei der Arbeit.kicker: Herr Wolf, wie ist Ihr erster Eindruck nach zwei Tagen als Trainer des 1. FCK?
Wolfgang Wolf: Der 1. FCK befindet sich in einer sehr schwierigen Situation. Doch man merkt: Alle wollen sich dagegenstemmen.
kicker: Auch die Mannschaft?
Wolf: Die Mannschaft ist körperlich fit, will auch. Sie hat aber Angst, ist blockiert. Das ist nicht der FCK, den ich sehen will.
kicker: Was ist Ihnen spontan aufgefallen?
Wolf: Die Jungen. Axel Bellinghausen, ein Halfar oder Reinert. Sie spielen ohne Angst, mutig.
kicker: Und die anderen?
Wolf: Die sind zögerlich, warten ab. Statt einen Schritt nach vorne zu gehen, gehen sie zwei zurück.
kicker: Samstag geht es nach Hannover. Wo werden Sie ansetzen?
Wolf: Wir müssen ein bisschen Lockerheit reinbringen. Die Defizite sind offensichtlich. Es gilt die Gegentorflut einzudämmen, hinten erst mal dichtzumachen.
kicker: Was ändern Sie taktisch?
Wolf: Kurzfristig sind große Änderungen nicht möglich.
kicker: Viele sehen schwarz für den 1. FCK. Sie auch?
Wolf: Dann wäre ich nicht hier. Ich bin nicht gekommen, um mich auf die Zweite Liga einzustellen.
kicker: Warum tun Sie sich das Himmelfahrtskommando 1. FCK an?
Wolf: Es wird nicht einfach, aber es wird kein Himmelfahrtskommando. Zurück zum FCK zu gehen, ist eine Herzensangelegenheit.
kicker: Die Erwartungen an den Heimkehrer sind sehr hoch. Zu hoch?
Wolf: Ich weiß, auf meinen Schultern liegt eine große Last. Ich bin bereit, die zu tragen.
kicker: Sie holten Wolfgang Funkel als Co-Trainer. Warum?
Wolf: Wir haben zusammen den Fußballlehrer gemacht. Ich schätze seine Art. Er kennt den Betzenberg, auch ihm liegt der 1. FCK am Herzen. Ich wollte einen neutralen Assistenten haben, keinen aus dem näheren Umfeld, der infiziert ist.
kicker: Ihrem Team fehlen Typen. Trotzdem verzichten Sie auf Ciriaco Sforza. Die Gründe?
Wolf: Wir brauchen Ruhe. Die ist jetzt oberstes Gebot. Mit Sforza kriegen wir keine Ruhe: Er spaltet den Verein und die Mannschaft!
kicker: Wie sehr hat Sie Klubchef René C. Jäggi bei der Sforza-Entscheidung beeinflusst?
Wolf: Ich lasse mir von niemandem reinreden. Herr Jäggi hatte mich sogar ermutigt, wieder auf Sforza zurückzugreifen. Ich wollte aber nicht. Es war eine wichtige und richtige Entscheidung.
kicker: Sforza weg, Funkel da, Ihr Bruder Arno als Scout ebenso. Brauchen Sie einen Schaufelbagger, um auf dem Betzenberg richtig aufzuräumen?
Wolf: Ich habe klare Vorstellungen, die ich umsetzen will. Das Problem ist: Alles muss mit Bedacht, aber schnell gehen. Wir haben keine Zeit zu verlieren.
kicker: Sie sind einen Vertrag bis 2008 eingegangen. Eine lange Laufzeit als Signal für Kontinuität in Kaiserslautern?
Wolf: Ich habe gefragt: Was wollt Ihr? Und gesagt: Ich bin der Falsche als Trainer für ein dreiviertel Jahr. Ich glaube, etwas aufbauen, das kann ich!
kicker: Wird Marco Engelhardt Ihr Kapitän bleiben?
Wolf: Bis zur Winterpause auf alle Fälle. Warum nicht darüber hinaus?
kicker: Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit Teammanager Olaf Marschall?
Wolf: Olaf ist mein erster Ansprechpartner. Er wird mir als rechte Hand zur Verfügung stehen.
kicker: René C. Jäggi tritt als Vorstandsvorsitzender ab. Sehen Sie ein Problem für sich, bald einen neuen Chef zu haben?
Wolf: Nein. Ich bin bereit, dem FCK zu helfen. Ab jetzt.
kicker: Vier Ligaspiele, ein Pokalspiel gegen Mainz. Ihre Ziele bis zur Winterpause?
Wolf: Wir sind Letzter, müssen noch einige Punkte draufpacken. Im Pokal wollen wir überwintern. Auf das Derby gegen Mainz freue ich mich schon jetzt. Dort habe ich, zumal äußerst unglücklich, mit Nürnberg verloren - und meinen Job.
Interview: Uli Gerke
hoffe es steht noch nirgends.