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Interview mit R. C. Jäggi

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München - Nach einem guten Saisonstart befindet sich der 1. FC Kaiserslautern auf Talfahrt.



In den letzten sieben Spielen gelang der Mannschaft von Trainer Michael Henke kein Sieg mehr.



Mit 25 Gegentoren stellen die "Roten Teufel" die schlechteste Abwehr der Bundesliga und die Kritik an Henke wird immer lauter.



Henke steht nicht zur Disposition



Doch der Coach bekommt Rückendeckung von oberster Stelle. "Es gibt andere, die vor dem Trainer zur Disposition stehen", sagt Vorstandschef Rene C. Jäggi im Interview mit Sport1.de.



Außerdem spricht Jäggi über die Probleme in der Defensive und das DFB-Pokalspiel bei Rot-Weiß Erfurt.



Sport1: Herr Jäggi, die Situation in Kaiserslautern ist derzeit nicht besonders rosig. Wie kommt der FCK da wieder raus?



René C. Jäggi: Die Situation ist nicht rosig, aber auch nicht schlechter als bei vielen anderen, die da unten stehen. Das sieht man jetzt in Frankfurt. Wenn man da raus kommen will, muss man gewinnen. Es ist alles dicht beisammen. Es ist erstaunlich, dass man in den letzten zwei Partien der Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen kann.



Gegen die individuellen Fehler kann kein Trainer der Welt etwas machen. Eine unerklärliche Unsicherheit, denn eigentlich gibt es keinen Grund, nervös zu sein. Nach vorne spielen wir ganz gut. Ganz konkret auf die Frage: Wir müssen gewinnen.



Sport1: Sie haben im Augenblick die schlechteste Defensive der Liga. Ist die Abwehr nicht eingespielt?



Jäggi: Wenn es ein Patentrezept gäbe, dann hätte es der Trainer schon längst abgestellt. Es ist aber so, dass es oft nicht nur an einem offensichtlichen Punkt mangelt, sondern an vielen relativ kleinen. Da ist die Frage, ob das Übel nicht schon irgendwo im Mittelfeld beginnt.



Die Abwehr bzw. der Torhüter sieht dann immer schlecht aus, aber wir können kaum sagen, dass wir ein Torwartproblem haben, weil unser Keeper schon 25 Gegentore kassiert hat. Es beginnt schon im Mittelfeld: Abspielfehler, Zuordnungsprobleme und mangelnde Defensivarbeit. Da gibt es sicherlich einige Punkte, die man verbessern kann.



Sport1: Halil Altintop brachte es auf den Punkt als er sagte "So steigt man ab".



Jäggi: Halil ist im Moment sicher der Spieler, der sagen kann "Ich mache meinen Job". Wenn es alle so machen würden wie er, dann wären wir weit vorne. Und er hat indirekt auch Recht, wenn er sagt, dass er nicht immer so viele Tore schießen kann, damit die Fehler von hinten ausgemerzt sind. Auf der anderen Seite sollte man sich mit Kritik einfach zurückhalten.



Fußball ist ein Mannschaftssport und da leistet jeder seinen Beitrag. Im letzten Jahr haben wir neun Spiele nicht verloren und da hat er kein Tor geschossen. Aber eines ist auch klar: Wenn die Leistung nach vorne so bleibt und wir hinten dichter werden, dann geht es zügig voran.



Sport1: Steht Michael Henke zur Disposition?



Jäggi: Nein, da gibt es andere, die vorher zur Disposition stehen. Man muss einen Trainer auch nach seiner Arbeit beurteilen. Man sieht ja auch, was bei uns in den letzten Jahren gelaufen ist: Eric Gerets hat uns vor dem Abstieg gerettet und musste dann doch gehen, weil der Druck hier so groß wurde. Jetzt ist er in der Türkei Tabellenführer.



Kurt Jara genauso: Er hat sich mit allen möglichen Leuten angelegt und wurde dann eigentlich weggemobbt. Jetzt ist er wieder die Nummer eins in Österreich. Fußballidioten waren die zwei sicher nicht. Deshalb lohnt es sich auch, an einem Trainer festzuhalten und die Dinge so lange zu bereinigen und zu verändern, bis es stimmt.





Sport1: Ist das Pokal-Spiel gegen Erfurt jetzt genau das richtige Aufbauspiel, um sich wieder das nötige Selbstbewusstsein zu holen?



Jäggi: Ja, ich glaube, dass uns das Schicksal noch einmal wohl gesonnen ist. Wir bekommen nach dem Gladbach-Spiel (1:4 Anm. d. Red.), das wir vom Spielverlauf her hätten unentschieden gestalten müssen, eine weitere Chance aus eigener Kraft etwas zu schaffen. Auch wenn es ein Arbeitssieg werden sollte mit Verlängerung und Elfmeterschießen: es muss gewonnen werden.



Wir müssen die nächste Runde erreichen, dann haben wir es am Samstag gegen Leverkusen wieder selbst in der Hand, für "Goodwill" zu sorgen. Man sieht an Frankfurt, was ein Heimsieg in dieser hart umkämpften unteren Tabellenhälfte bewirken kann. Wir müssen die nächsten drei Spiele wirklich punkten.



Sport1: Der DFB-Pokal ist sicher auch für die Finanzlage des FCK wichtig.



Jäggi: Gut, es gibt jetzt nicht viel Geld in Erfurt, aber es wäre schon schön, wenn wir es hätten. Dann in der nächsten Runde ein Heimspiel oder einen attraktiven Gegner auswärts, dann gibt das noch mal Luft bzw. vielleicht auch Platz für eine personelle Verstärkung, die uns wirklich weiterbringt.
 
Jäggi: Ja, ich glaube, dass uns das Schicksal noch einmal wohl gesonnen ist. Wir bekommen nach dem Gladbach-Spiel (1:4 Anm. d. Red.), das wir vom Spielverlauf her hätten unentschieden gestalten müssen, eine weitere Chance aus eigener Kraft etwas zu schaffen. Auch wenn es ein Arbeitssieg werden sollte mit Verlängerung und Elfmeterschießen: es muss gewonnen werden.


Ich glaube normalerweise nicht an Schicksal aber recht hat er, wir müssen gewinnen!
 
wenn wir hgeute verlieren is der henke weg, oder es passiert etwas gewaltiges, weil wenn das heut verloren wird dann bin ich stinksauer, und da können sie noch so gut spielen sieg ist sieg und niederlage ist niederlage PUNKT.
 
Bin auf transfermarkt.de noch über diesen Artikel gestolpert... leider ohne Angabe wo der her ist:









Jäggi: "Henke bleibt unser Trainer"

So 23 Okt, 11:38 Uhr



(sid) Der 1. FC Kaiserslautern muss sich nach der 1:4-Niederlage im Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach in der Tabelle weiter nach unten orientieren. Michael Henke solle aber Trainer der Pfälzer bleiben, erklärte der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Rene C. Jäggi im Interview.





Frage: "Herr Jäggi, wie frustrierend ist es, nun sogar nach anständigen Leistungen so hoch zu verlieren?"



Rene C. Jäggi: "Gut zu spielen und zu verlieren ist genauso schlimm wie schlecht zu spielen und zu verlieren. Wir haben einen Anti-Lauf. Aber Frust ist das falsche Wort. Die Situation ärgert mich, weil wir die Punktverluste selbst verschulden und so die guten Ansätze immer wieder kaputt machen."





Frage: "Wie machen Sie denn nun Ihrem Ärger Luft?"



Jäggi: "Normalerweise könnte man Teller in die Ecke schmeißen, wenn man 1:4 verliert. Diesmal darf man aber nicht alles in Grund und Boden reden. Die Mannschaft hat gut gespielt, das haben die Fans auch honoriert. Wir müssen mal wieder zu Null spielen, dann bekommt auch die Abwehr und die ganze Mannschaft wieder Sicherheit."





Frage: "Haben Sie nach zwei Punkten aus sieben Spielen zum Trainer noch genauso viel Vertrauen wie zur Mannschaft?"



Jäggi: "Sicher. Normalerweise geht der Krug zum Brunnen, bis er bricht. Bei uns bricht aber diesmal der Brunnen. Ganz klar, Michael Henke bleibt unser Trainer."





Frage: "Spielte die Trennung von Ciriaco Sforza eine Rolle bei der neuerlichen Pleite?"



Jäggi: "Es war gut sichtbar, dass das Thema Sforza keins ist."





Frage: "Stimmt es, dass er das Traineramt von Henke übernehmen wollte?"



Jäggi: "Da wird jetzt natürlich viel kolportiert. Er ist zu mir gekommen und hat gesagt, dass die Mannschaft wieder schnell oben sein wird - unter einer anderen Führung."





Frage: "Werden Sie wegen der prekären Situation im Winter nachbessern, und welche Rolle spielt Halil Altintop in den Transferplanungen?"



Jäggi: "Halil bleibt auf jeden Fall bis zum Saisonende. Was Neuverpflichtungen im Winter betrifft: Sicherlich werden im Dezember einige Spieler, die bei uns keine Chance mehr haben, den Verein verlassen. Vielleicht reicht es dann für anderthalb bis zwei Neue."







Also vielleicht doch zwei Neue im Winter!?
 
Hab gesucht, den aber nicht gefunden. Deshalb hab ich ihn einfach mal gepostet. Sollte er doch schon irgendwo existieren, dann SOOOOOORRY!
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Jäggi: Nein, da gibt es andere, die vorher zur Disposition stehen. Man muss einen Trainer auch nach seiner Arbeit beurteilen. Man sieht ja auch, was bei uns in den letzten Jahren gelaufen ist: Eric Gerets hat uns vor dem Abstieg gerettet und musste dann doch gehen, weil der Druck hier so groß wurde. Jetzt ist er in der Türkei Tabellenführer.


Kurt Jara genauso: Er hat sich mit allen möglichen Leuten angelegt und wurde dann eigentlich weggemobbt. Jetzt ist er wieder die Nummer eins in Österreich. Fußballidioten waren die zwei sicher nicht. Deshalb lohnt es sich auch, an einem Trainer festzuhalten und die Dinge so lange zu bereinigen und zu verändern, bis es stimmt.






Also so langsam finde ich es einfach nur noch eine Komödie: Ich verstehe nicht, dass die Fans dafür verantwortlich gemacht werden, dass Jara gehen musste. Wer hat sich denn eine Woche vorher fein in Salzburg zum Plausch getroffen? Jara hatte keinen Bock mehr auf den FCK und wollte einfach mit mehr Geld arbeiten.

Ich verstehe es nicht, wie man anduernd die Fans für alles mögliche verantwortlich macht. Mal ganz ehrlich...wie lange ahben die fans denn schon Geduld...trotz Abstiegskampf kommen wir Spiel für Spiel wieder und das seit JAHREN. Dankbar ist man dafür anscheinend nicht....
 
Ich kann Jäggi ausser bei der schon angesprochenen Kritik, dem Mobbing und der "scheinbaren Schuld" der Fans gegenüber Kurt Jara und dem Defensivverhalten der GESAMTEN MANNSCHAFT zustimmen.



Das ist nach wie vor lächerlich, dass die Fans dafür verantwortlich waren.

Zur Abwehr ist zu sagen, dass es einfach individuelle Fehler waren, das Mittelfeld sowie der Sturm ja gut nach hinten arbeitet, wenig Chancen zulassen, aber gegen individuelle Fehler hast Du eben keine Chance.



Ich finde es aber gut, dass er es genauso sieht und dass es (derzeit) einfach nichts bringt, erneut den Trainer zu wechseln!
 
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