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Am 13. Mai ist Michael Henke als künftiger Chef-Trainer des 1. FC Kaiserslautern vorgestellt worden. Der 48 Jahre alte Coach nannte die bevorstehende Aufgabe "eine große Herausforderung". Er traue sich den Schritt aus der Rolle als langjähriger Assistenz-Trainer, insbesondere von Ottmar Hitzfeld, in die Position des verantwortlichen Trainers absolut zu. Der FCK-Vorstandsvorsitzende René C. Jäggi sagte zur Verpflichtung von Michael Henke: "Er ist kein Trainer, für den der FCK nur eine Karriere-Schlaufe ist. Er verkörpert für mich auf höchstem Niveau die neue Trainer-Generation. Mit ihm kauften wir Fußball-Erfahrung ein, die wir so nicht haben." Der Vertrag sei "eigentlich über zwei Jahre abgeschlossen", doch nach der Laufzeit über eine Saison sei leistungsbezogen "eine symbolische Hürde" für die zweite Spielzeit verabredet worden. Im PZ-Gespräch äußerte sich Michael Henke über den FCK, die Bundesliga und die Nationalmannschaft.
Herr Henke, worin besteht der Unterschied zwischen der jetzigen FCK-Mannschaft und der des Vorjahres?
Michael Henke: Das kann ich nicht genau beurteilen, weil ich die Mannschaft vom letzten Jahr nicht von der täglichen Arbeit her kenne. Das ist eigentlich für mich immer die Grundlage, um Mannschaft und Spieler wirklich fundiert zu beurteilen, wenn ich mit ihnen tagtäglich arbeite und nicht nur aus dem Fernsehen kenne oder vom Hörensagen. Insofern möchte ich dazu nichts sagen.
Verwerten Sie in Ihrer Arbeit auch Dinge, die Sie von anderen Trainern übernommen haben?
Henke: Ja, ich habe von Anfang meiner Laufbahn an, auch schon als Spieler, eigentlich früh angefangen, mir immer bei Trainern Sachen abzugucken, die gut waren, aber auch Sachen, von denen ich glaubte, dass man die nicht machen soll. Durch meine jetzt relativ lange Laufbahn, auch schon als Spieler - wobei es unerheblich ist, ob es Bundesliga, zweite Liga oder Regionalliga war - habe ich die unterschiedlichsten Typen als Trainer kennengelernt. Jeder hatte seine eigene Art, seine eigenen Schwerpunkte. Daher gibt es viele Dinge, die ich nicht mache beziehungsweise übernommen habe.
Waren Sie und Ihr Co-Trainer Manfred Rauscher auch schon einmal gegenteiliger Meinung, was die Arbeit mit der Mannschaft angeht?
Henke: Eigentlich haben wir immer einen Konsens gefunden, selbst wenn wir einmal diskutiert haben. Ich kann mich aber an keinen Fall erinnern, in dem wir eine völlig gegensätzliche Meinung hatten. Ich denke, es ist für unsere Zusammenarbeit gut, dass wir grundsätzlich die gleiche Philosophie vom Fußball haben und deshalb die Wahrscheinlichkeit, dass wir gegensätzlicher Meinung sind, relativ gering ist.
Keiner will in einer Mannschaft Unruhe und trotzdem kommt sie immer wieder vor. Woran liegt das?
Henke: Das ist recht einfach zu erklären. Es sind, ich sage mal, 25 unterschiedliche Charaktere, Individualisten, die einem meist gutdotierten Job nachgehen, die neben dem Erfolg der Mannschaft, des Vereins natürlich auch ihre eigenen subjektiven Interessen haben. Und die gehen nicht immer konform mit den Interessen der Mannschaft. Beispielsweise, weil ein Akteur seine Nichtnominierung nicht einzusehen vermag, auch wenn es für die Mannschaft - objektiv bewertet - besser ist. Daraus resultieren dann einfach diese Konflikte.
Wenn man sich den wöchentlichen Trainingsplan betrachtet, könnte man meinen, dass Fußball-Profis ein schönes Leben haben...
Henke: Grundsätzlich glaube ich schon, dass wir ein schönes Leben haben. Aber es ist auch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint, weil es viele Situationen gibt, wo man als Spieler großen Druck hat. Ich habe es schon zu Dortmunder Zeiten erlebt, als 50 000 Zuschauer skeptisch und kritisch waren, weil vorhergehende Spiele schlecht gelaufen sind. Dann wird ein Spieler ausgepfiffen von den eigenen Fans, kriegt Druck über die Medien. Da gibt es auch schwierige Phasen. Trotz dieser negativen Dinge sage ich den Profis aber immer, dass wir einen tollen Job haben, erst recht, wenn wir für einen Verein wie den 1. FC Kaiserslautern arbeiten können.
Kann ein Trainer Einfluss nehmen, wenn ein Spiel nicht läuft?
Henke: Ein Trainer kann bedingt Einfluss nehmen, indem er Anweisungen hineinruft. Das ist schwierig, aber man hat ja auch in der Mannschaft seine Ansprechpartner. Man kann taktisch und personell etwas verändern. Diese Möglichkeiten sind aber begrenzt. Eigentlich muss man seine Arbeit vor dem Spiel gemacht haben.
Welche Spieler haben Sie auserkoren, die man als Ihren verlängerten Arm bezeichnen könnte?
Henke: Da möchte ich mehrere in die Verantwortung nehmen. Wir haben beispielsweise mit Marcelo Pletsch einen gestandenen Spieler, auch mit Stefan Blank eine Führungsperson, im Mittelfeld mit Ciriaco Sfoza, mit Marco Engelhardt und Ervin Skela. Alle sind aufgrund ihres Standings in der Mannschaft meine Ansprechpartner. Auch Carsten Jancker bringt große Erfahrung mit und kann deshalb die Dinge steuern.
Der FCK hat zuletzt sehr erfolgreich gespielt. Wo sehen Sie als Trainer die Gründe?
Henke: Wir haben von Anfang an in der Vorbereitung sehr konzentriert gearbeitet. Das Gute war, dass trotz der ganzen Diskussionen um die Mannschaft herum und die Enttäuschung in der letzten Saison das Team vom ersten Tag an wollte. Das ist wichtig. Man kann als Trainer ein gutes Konzept haben, sich die tollsten Sachen überlegen. Aber wenn die Mannschaft nicht mitzieht, hat man keine Chance. Das war bei unseren Spielern gut ausgeprägt, weil sie die Nase voll hatten von schlechten Spielen, von schlechten Leistungen und Kritik. Dann haben wir, glaube ich, die richtigen Schwerpunkte in der Vorbereitung gelegt, nämlich die Fitness und ein taktisches Konzept. Das schlägt sich derzeit in den guten Ergebnissen nieder.
Was tun Sie daheim, um Abstand vom Fußball zu gewinnen?
Henke: Die ersten zwei, drei Monate in Kaiserslautern habe ich eigentlich nichts getan, weil ich gar keinen Abstand zum Fußball haben wollte. Ich war rund um die Uhr damit beschäftigt, Videos anzugucken, habe mich informiert, viele Gedanken gemacht und habe mich dabei gut gefühlt. Wenn die Zeit jetzt kommt, werde ich sicher mit der Familie mal schön essen gehen. Aber so viel Zeit bleibt einfach nicht. Das wusste ich aber vorher, und es macht mir auch nichts aus.
Wie bauen Sie den Stress ab?
Henke: Es geht im Grunde schon los, wenn man die ganzen Pressetermine abgehakt hat und den VIP-Raum aufsucht, wo die Familie auf einen wartet. Man sitzt dann mit Freunden oder dem Präsidenten in einer Ecke, trinkt ein Bierchen. Dann geht die Regeneration schon los. Man macht sich mit der Familie vielleicht noch einen gemütlichen Abend, dann ist eigentlich schon alles wieder verarbeitet.
Welche Vorstellungen haben Sie mit dem FCK langfristig?
Henke: Ich habe die Vorstellung, den FCK wieder da zu sehen, wo er einmal war. Das heißt, eine feste Größe in der Bundesliga, die im oberen Drittel mitspielt. Wir haben im Moment die Situation, dass da oben sieben, acht Vereine sind, die anders wirtschaften können, eine andere Qualität haben als zehn andere Klubs in der Bundesliga. Zu diesen zehn anderen gehören wir zweifelsohne im Moment. Ich möchte, dass der FCK mittel- bis langfristig wieder zu den ersten sieben, acht gehört.
Was kann man vom FCK in dieser Saison noch erwarten?
Henke: Ich glaube, dass die Mannschaft sich immer zerreißt, erkennbar immer alles tut, um Erfolg zu haben, sich auch in schwierigen Situationen nicht hängen lässt und so auch Niederlagen übersteht. Wir wollen eine stabile Saison spielen ohne Aufs und Abs.
Gibt es im FCK-Nachwuchsbereich derzeit Spieler, die man künftig im Profi-Kader sehen könnte?
Henke: Da sehe ich einige. Mit Fabian Schönheim haben wir ja einen schon nah an der Mannschaft dran und Florian Fromlowitz ist dritter Torhüter. Darüber hinaus sind noch einige in der Amateur-Mannschaft, die das Zeug dazu haben, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Da wäre es am schönsten, wenn sie das beim 1. FCKaiserslautern täten.
Wie schwierig ist es für Vereine in der Größenordnung des FCK, überdurchschnittliche Spieler langfristig zu binden?
Henke: Keine Frage, das ist schwierig, weil Geld im Profi-Geschäft eine große Rolle spielt. Das ist auch okay so. Die Möglichkeit, mit großen Vereinen mitzuhalten, kann man sich teilweise erarbeiten über Erfolge, beispielsweise auf internationalem Parkett. Sponsoren kommen nur bei entsprechenden Leistungen. Deshalb gilt das Prinzip, gute Leistungen zu zeigen mit den vorhandenen Möglichkeiten, dann wird man auch die Belohnung kriegen. Ein Verein wie der 1. FCKaiserslautern wird es immer schwer haben, mit finanzstärkeren Klubs mitzuhalten. Da muss man kreativ sein und versuchen, das Beste daraus zu machen.
Wird in der Bundesliga genügend auf eigene Nachwuchskräfte gebaut?
Henke: Auf jeden Fall. Seit einigen Jahren hat sich da grundlegend etwas geändert. Jeder Verein hat jetzt ein Leistungszentrum, wo man auch die ersten Früchte sieht. Ich denke an Spieler wie Podolski, Sinkiewicz, Schweinsteiger, Lahm, aber auch Schönheim. Sie sind das Produkt der Dinge, die vor einigen Jahren aufgrund der deutschen Fußball-Misere angestoßen wurden. In der Bundesliga wird vermehrt auf junge deutsche Spieler gesetzt.
Die Weltmeisterschaft 2006 steht bevor. Sehen Sie die deutsche Mannschaft auf einem Weg, der zu Hoffnungen Annlass gibt?
Henke: Es ist auf jeden Fall ein schwieriger Weg, weil wir - wenn man ehrlich ist - noch nicht die Qualität haben wie die großen Fußball-Nationen der Welt, also Brasilien oder Argentinien. Auch 2006 würden wir von fünf Spielen gegen Brasilien wahrscheinlich drei verlieren. Aber wenn die Entwicklung weiter positiv ist und mit der Unterstützung im eigenen Land traue ich der Mannschaft zu, dass sie bei der Weltmeisterschaft einiges erreichen und vor allem auch begeisternden Fußball spielen kann.
ist aus dem off. forum, hoffe es steht hier noch nicht drin.
Herr Henke, worin besteht der Unterschied zwischen der jetzigen FCK-Mannschaft und der des Vorjahres?
Michael Henke: Das kann ich nicht genau beurteilen, weil ich die Mannschaft vom letzten Jahr nicht von der täglichen Arbeit her kenne. Das ist eigentlich für mich immer die Grundlage, um Mannschaft und Spieler wirklich fundiert zu beurteilen, wenn ich mit ihnen tagtäglich arbeite und nicht nur aus dem Fernsehen kenne oder vom Hörensagen. Insofern möchte ich dazu nichts sagen.
Verwerten Sie in Ihrer Arbeit auch Dinge, die Sie von anderen Trainern übernommen haben?
Henke: Ja, ich habe von Anfang meiner Laufbahn an, auch schon als Spieler, eigentlich früh angefangen, mir immer bei Trainern Sachen abzugucken, die gut waren, aber auch Sachen, von denen ich glaubte, dass man die nicht machen soll. Durch meine jetzt relativ lange Laufbahn, auch schon als Spieler - wobei es unerheblich ist, ob es Bundesliga, zweite Liga oder Regionalliga war - habe ich die unterschiedlichsten Typen als Trainer kennengelernt. Jeder hatte seine eigene Art, seine eigenen Schwerpunkte. Daher gibt es viele Dinge, die ich nicht mache beziehungsweise übernommen habe.
Waren Sie und Ihr Co-Trainer Manfred Rauscher auch schon einmal gegenteiliger Meinung, was die Arbeit mit der Mannschaft angeht?
Henke: Eigentlich haben wir immer einen Konsens gefunden, selbst wenn wir einmal diskutiert haben. Ich kann mich aber an keinen Fall erinnern, in dem wir eine völlig gegensätzliche Meinung hatten. Ich denke, es ist für unsere Zusammenarbeit gut, dass wir grundsätzlich die gleiche Philosophie vom Fußball haben und deshalb die Wahrscheinlichkeit, dass wir gegensätzlicher Meinung sind, relativ gering ist.
Keiner will in einer Mannschaft Unruhe und trotzdem kommt sie immer wieder vor. Woran liegt das?
Henke: Das ist recht einfach zu erklären. Es sind, ich sage mal, 25 unterschiedliche Charaktere, Individualisten, die einem meist gutdotierten Job nachgehen, die neben dem Erfolg der Mannschaft, des Vereins natürlich auch ihre eigenen subjektiven Interessen haben. Und die gehen nicht immer konform mit den Interessen der Mannschaft. Beispielsweise, weil ein Akteur seine Nichtnominierung nicht einzusehen vermag, auch wenn es für die Mannschaft - objektiv bewertet - besser ist. Daraus resultieren dann einfach diese Konflikte.
Wenn man sich den wöchentlichen Trainingsplan betrachtet, könnte man meinen, dass Fußball-Profis ein schönes Leben haben...
Henke: Grundsätzlich glaube ich schon, dass wir ein schönes Leben haben. Aber es ist auch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint, weil es viele Situationen gibt, wo man als Spieler großen Druck hat. Ich habe es schon zu Dortmunder Zeiten erlebt, als 50 000 Zuschauer skeptisch und kritisch waren, weil vorhergehende Spiele schlecht gelaufen sind. Dann wird ein Spieler ausgepfiffen von den eigenen Fans, kriegt Druck über die Medien. Da gibt es auch schwierige Phasen. Trotz dieser negativen Dinge sage ich den Profis aber immer, dass wir einen tollen Job haben, erst recht, wenn wir für einen Verein wie den 1. FC Kaiserslautern arbeiten können.
Kann ein Trainer Einfluss nehmen, wenn ein Spiel nicht läuft?
Henke: Ein Trainer kann bedingt Einfluss nehmen, indem er Anweisungen hineinruft. Das ist schwierig, aber man hat ja auch in der Mannschaft seine Ansprechpartner. Man kann taktisch und personell etwas verändern. Diese Möglichkeiten sind aber begrenzt. Eigentlich muss man seine Arbeit vor dem Spiel gemacht haben.
Welche Spieler haben Sie auserkoren, die man als Ihren verlängerten Arm bezeichnen könnte?
Henke: Da möchte ich mehrere in die Verantwortung nehmen. Wir haben beispielsweise mit Marcelo Pletsch einen gestandenen Spieler, auch mit Stefan Blank eine Führungsperson, im Mittelfeld mit Ciriaco Sfoza, mit Marco Engelhardt und Ervin Skela. Alle sind aufgrund ihres Standings in der Mannschaft meine Ansprechpartner. Auch Carsten Jancker bringt große Erfahrung mit und kann deshalb die Dinge steuern.
Der FCK hat zuletzt sehr erfolgreich gespielt. Wo sehen Sie als Trainer die Gründe?
Henke: Wir haben von Anfang an in der Vorbereitung sehr konzentriert gearbeitet. Das Gute war, dass trotz der ganzen Diskussionen um die Mannschaft herum und die Enttäuschung in der letzten Saison das Team vom ersten Tag an wollte. Das ist wichtig. Man kann als Trainer ein gutes Konzept haben, sich die tollsten Sachen überlegen. Aber wenn die Mannschaft nicht mitzieht, hat man keine Chance. Das war bei unseren Spielern gut ausgeprägt, weil sie die Nase voll hatten von schlechten Spielen, von schlechten Leistungen und Kritik. Dann haben wir, glaube ich, die richtigen Schwerpunkte in der Vorbereitung gelegt, nämlich die Fitness und ein taktisches Konzept. Das schlägt sich derzeit in den guten Ergebnissen nieder.
Was tun Sie daheim, um Abstand vom Fußball zu gewinnen?
Henke: Die ersten zwei, drei Monate in Kaiserslautern habe ich eigentlich nichts getan, weil ich gar keinen Abstand zum Fußball haben wollte. Ich war rund um die Uhr damit beschäftigt, Videos anzugucken, habe mich informiert, viele Gedanken gemacht und habe mich dabei gut gefühlt. Wenn die Zeit jetzt kommt, werde ich sicher mit der Familie mal schön essen gehen. Aber so viel Zeit bleibt einfach nicht. Das wusste ich aber vorher, und es macht mir auch nichts aus.
Wie bauen Sie den Stress ab?
Henke: Es geht im Grunde schon los, wenn man die ganzen Pressetermine abgehakt hat und den VIP-Raum aufsucht, wo die Familie auf einen wartet. Man sitzt dann mit Freunden oder dem Präsidenten in einer Ecke, trinkt ein Bierchen. Dann geht die Regeneration schon los. Man macht sich mit der Familie vielleicht noch einen gemütlichen Abend, dann ist eigentlich schon alles wieder verarbeitet.
Welche Vorstellungen haben Sie mit dem FCK langfristig?
Henke: Ich habe die Vorstellung, den FCK wieder da zu sehen, wo er einmal war. Das heißt, eine feste Größe in der Bundesliga, die im oberen Drittel mitspielt. Wir haben im Moment die Situation, dass da oben sieben, acht Vereine sind, die anders wirtschaften können, eine andere Qualität haben als zehn andere Klubs in der Bundesliga. Zu diesen zehn anderen gehören wir zweifelsohne im Moment. Ich möchte, dass der FCK mittel- bis langfristig wieder zu den ersten sieben, acht gehört.
Was kann man vom FCK in dieser Saison noch erwarten?
Henke: Ich glaube, dass die Mannschaft sich immer zerreißt, erkennbar immer alles tut, um Erfolg zu haben, sich auch in schwierigen Situationen nicht hängen lässt und so auch Niederlagen übersteht. Wir wollen eine stabile Saison spielen ohne Aufs und Abs.
Gibt es im FCK-Nachwuchsbereich derzeit Spieler, die man künftig im Profi-Kader sehen könnte?
Henke: Da sehe ich einige. Mit Fabian Schönheim haben wir ja einen schon nah an der Mannschaft dran und Florian Fromlowitz ist dritter Torhüter. Darüber hinaus sind noch einige in der Amateur-Mannschaft, die das Zeug dazu haben, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Da wäre es am schönsten, wenn sie das beim 1. FCKaiserslautern täten.
Wie schwierig ist es für Vereine in der Größenordnung des FCK, überdurchschnittliche Spieler langfristig zu binden?
Henke: Keine Frage, das ist schwierig, weil Geld im Profi-Geschäft eine große Rolle spielt. Das ist auch okay so. Die Möglichkeit, mit großen Vereinen mitzuhalten, kann man sich teilweise erarbeiten über Erfolge, beispielsweise auf internationalem Parkett. Sponsoren kommen nur bei entsprechenden Leistungen. Deshalb gilt das Prinzip, gute Leistungen zu zeigen mit den vorhandenen Möglichkeiten, dann wird man auch die Belohnung kriegen. Ein Verein wie der 1. FCKaiserslautern wird es immer schwer haben, mit finanzstärkeren Klubs mitzuhalten. Da muss man kreativ sein und versuchen, das Beste daraus zu machen.
Wird in der Bundesliga genügend auf eigene Nachwuchskräfte gebaut?
Henke: Auf jeden Fall. Seit einigen Jahren hat sich da grundlegend etwas geändert. Jeder Verein hat jetzt ein Leistungszentrum, wo man auch die ersten Früchte sieht. Ich denke an Spieler wie Podolski, Sinkiewicz, Schweinsteiger, Lahm, aber auch Schönheim. Sie sind das Produkt der Dinge, die vor einigen Jahren aufgrund der deutschen Fußball-Misere angestoßen wurden. In der Bundesliga wird vermehrt auf junge deutsche Spieler gesetzt.
Die Weltmeisterschaft 2006 steht bevor. Sehen Sie die deutsche Mannschaft auf einem Weg, der zu Hoffnungen Annlass gibt?
Henke: Es ist auf jeden Fall ein schwieriger Weg, weil wir - wenn man ehrlich ist - noch nicht die Qualität haben wie die großen Fußball-Nationen der Welt, also Brasilien oder Argentinien. Auch 2006 würden wir von fünf Spielen gegen Brasilien wahrscheinlich drei verlieren. Aber wenn die Entwicklung weiter positiv ist und mit der Unterstützung im eigenen Land traue ich der Mannschaft zu, dass sie bei der Weltmeisterschaft einiges erreichen und vor allem auch begeisternden Fußball spielen kann.
ist aus dem off. forum, hoffe es steht hier noch nicht drin.